Donnerstag, 9. Januar 2014

Rezension: So lonely



Titel: So lonely
Autor: Per Nilsson
Verlag: Oetinger (diese Ausgabe: September 2011)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 173
Preis: ca. 6€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: 
1. So lonely
2. Nie wieder lonely

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Er ist 16, als er ihr zum ersten Mal begegnet: Ann-Katrin, dem Mädchen seiner Träume. Sie reden und lachen miteinander, sie treffen sich, sie werden Freunde. Und kurz vor den Sommerferien, einen Tag bevor er als Austauschschüler für vier Wochen in die USA fliegt, schlafen sie miteinander. Er denkt nur an sie und schreibt ihr jeden Tag Liebesbriefe. Doch als er zurückkommt, ist auf einmal alles anders …

Das Cover gefällt mir überhaupt nicht, auch wenn es eigentlich wirklich gut zur Geschichte passt. Woran es liegt, dass ich das Cover so hässlich finde, kann ich nicht genau sagen, aber mir gefallen weder die Farben noch die Gestaltung an sich. Das Buch musste ich Anfang letzten Jahres in der Schule lesen und schon damals hat es mir nicht so gut gefallen Aber jetzt beim zweiten Lesen fand ich es wirklich noch um einiges schlechter. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, von denen meist zwei zusammengehören. Zunächst wird das erste Kapitel, in dem beschrieben wird wie der Protagonist etwas zerstört, das ihn an Ann-Katrin erinnert, im Präsens erzählt, dann folgt ein Kapitel, welches in Vergangenheitsform erzählt wird und das sich einem kurzen Rückblick widmet, in dem der Leser erfährt, warum und wie ihn der gerade zerstörte Gegenstand an das Mädchen, das ihn enttäuscht hat, erinnert. Diese Grundidee fand ich gar nicht mal so schlecht, nur leider konnte mich die ganze Umsetzung überhaupt nicht überzeugen. Die Handlung in der Gegenwart war alles andere als spannend, genauso wie die Rückblicke. An keiner Stelle im Buch fand ich die Geschichte nicht langweilig und ich hatte auch nie das Bedürfnis, zu erfahren wie es mit dem namenlosen Protagonist und Ann-Katrin weitergeht. Die beiden waren mir alles andere als sympathisch und die meisten ihrer Handlungen waren für mich unverständlich und nicht nachvollziehbar. Leider fand ich auch den Schreibstil nicht besonders gut, was wahrscheinlich zum Teil auch daran liegt, dass das Buch vor über 20 Jahren geschrieben wurde. Im Großen und Ganzen mochte ich das Buch nicht besonders und konnte kaum etwas Gutes daran finden. Auch als Schullektüre würde ich es nicht empfehlen, da keine richtige Spannung vorhanden ist, man sich nicht in die Charaktere hineinversetzen kann und auch die Handlung insgesamt ziemlich blöd ist. Somit hat man auch keine große Lust, sich noch weiter mit dem Buch und seinem Inhalt zu befassen. Zudem bekommt man auch keine große Lust auf die Fortsetzung, vor allem da sich deren Titel "Nie wieder lonely" einfach nur seltsam anhört.

Per Nilsson, 1954 in Malmö geboren, gehört zu den führenden schwedischen Autoren von Kinder- und Jugendbüchern. Nach einem Pädagogikstudium arbeitete er zunächst als Fachlehrer für Mathematik und Musik an einem Gymnasium und schrieb nebenher bereits Romane und Drehbücher, u.a. für eine Familienserie im schwedischen Fernsehen. Seit 1999 ist er freier Schriftsteller. Zu seinen erfolgreichsten Büchern gehört »So lonely«, für das er 1997 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. »Nie wieder lonely« ist die Fortsetzung der »vielleicht schönsten, traurigsten und auch tröstlichsten Liebesgeschichte, die man in der neueren Jugendliteratur findet« (Praxis Deutsch). Per Nilsson wurde für sein literarisches Gesamtwerk mit dem schwedischen Astrid-Lindgren-Preis ausgezeichnet und bereits fünfmal für den renommierten schwedischen August-(Strindberg)-Preis nominiert. Quelle


1/5

Kommentare:

  1. Typisch Schullektüre, ich hatte im laufe meiner Schullaufbahn kaum ein Buch welches mich als Pflichtlektüre so sehr überzeugt hat

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    1. Ich hatte da mehr Glück in der Schule. Im Englisch Leistungskurs haben wir zum Beispiel Endstation Sehnsucht gelesen und im Deutsch Grundkurs fand ich die Physiker von Dürrenmatt sehr schön. Aber ich denke, sobald ein Lehrer versucht ein Buch zu finden, dass seine Klasse anspricht, hat er schon verloren, da verschätzt man sich doch schnell und es 30 kleinen Menschen Recht zu machen ist doch ziemlich schwer. :)

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    2. Ja, das stelle ich mir auch schwer vor. Ich hoffe ja, dass wenigstens noch ein gutes Buch kommt!

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  2. So typisch Schullektüre... Alles, was man unter dem Zwang eines Lehrers lesen muss und diesem gefällt kann ja nur schlecht sein...

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  3. So typisch Schullektüre... Alles, was man unter dem Zwang eines Lehrers lesen muss und diesem gefällt kann ja nur schlecht sein...

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  4. Das Buch klingt wirklich überhaupt nicht gut... Und das Cover find ich auch ziemlich hässlich ^^
    Naja, lesen werde ich es auf jeden Fall nicht :)
    Und ich finde nicht, dass alle Schullektüren schlecht sind, um mal den beiden Kommentatoren vor mir zu widersprechen, zuletzt haben wir bei uns mein Lieblingsbuch gelesen ^^ Und das ist ein Buch, das auch häufiger als Schullektüre genutzt wird ;)

    Liebe Grüße
    Chrisi

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    1. Ja, ich denke auch nicht, dass Schullektüren immer nur schlecht sind. Aber leider sind viele eben doch nicht so toll :(

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  5. Also eins ist klar .. Das Buch werde ich nicht lesen :D

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