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Donnerstag, 9. Februar 2017

REZENSION - All the pretty lies: Befreie mich





Titel: All the pretty lies - Befreie mich
Autor: M. Leighton
Verlag: Heyne (Januar 2017)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ---
Reihe: All the pretty lies
1. Erkenne mich
2. Befreie mich
3. Liebe mich (März 2017)

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Kennedy Moore hat Jahre gebraucht, um ihr Leben wieder zu ordnen, nachdem Reese Spencer es zerstört hatte. Heute ist sie stark und unabhängig und verfolgt ihren Traum – Tänzerin zu werden. Da taucht eines Tages Reese auf und verspricht ihr, ein Vortanzen zu arrangieren. Kennedy muss nichts weiter tun, als hart zu arbeiten und Reese zu widerstehen. Klingt gar nicht so schwer, oder?

Nachdem mich der erste Band von "All the pretty lies" schon wirklich gut unterhalten konnte und ich immer wieder nach ähnlichen Büchern für zwischendurch suche, hatte ich richtig Lust "Befreie mich" zu lesen. Dazu kam noch, dass ich das Cover wieder unfassbar schön finde und besonders die Farbe hat es mir direkt angetan. Bevor ich anfing zu lesen hatte ich definitiv schon gewisse Erwartungen an das Buch. Ich erhoffte mir davon, dass es mich genauso gut unterhalten kann wie der erste Teil und es sich aufgrund eines gewissen Suchtpotenzials wieder schnell weglassen lässt. Diese Erwartungen wurden auch vollständig erfüllt. Auch wenn ich nicht explizit sagen kann was mich an der Geschichte so gefesselt hat, hatte ich sie innerhalb eines Tages durchgelesen und wurde bestens unterhalten. An einigen Stellen hat sich das ganze leider ein klein wenig gezogen, weil es ein ziemliches Hin und Her zwischen den Protagonisten war und sich vieles auch immer wieder wiederholte, aber das wurde mit Fortschreiten der Geschichte immer weniger. Die Handlung an sich ist zwar nichts komplett neues, aber dennoch gibt es einige Aspekte, die ich originell fand und die das Buch auch noch ein wenig aufregender gemacht haben. Außerdem gibt es im zweiten Band auch wieder ein großes Geheimnis, dessen Auflösung ich wie schon bei Band 1 nur so entgegen gefiebert habe. Das führte dazu, dass die Geschichte gegen Ende immer spannender wurde und ich unbedingt wissen musste, was denn nun hinter der ganzen Sache steckt. Das war auch ein Grund, warum ich das Buch unmöglich zur Seite legend konnte. Die Protagonisten, Kennedy Moore und Reese Spencer, mochte ich eigentlich ganz gerne. Sie waren eben größtenteils die typischen Charaktere wie man sie aus vielen Büchern kennt. Was ich wirklich gut fand war, dass Reese der Bruder von Hemi aus "Erkenne mich" ist und deshalb sowohl er als auch seine Freundin Sloane auch in "Befreie mich" wieder auftauchen obwohl die Geschichten jeweils in sich abgeschlossen sind und auch unabhängig voneinander gelesen werden können. Den Schreibstil mochte ich wieder total gerne, er lässt sich schnell und flüssig lesen und auch die Erzählperspektive gefällt mir gut. Die Kapitel werden abwechselnd aus Reeses und Kennedys Sicht erzählt, so lernt man die beiden auch direkt näher kennen und kann ihr Verhalten besser nachvollziehen. Für mich war "Befreie mich" wieder ein sehr kurzweiliges Buch, das zwar auch seine Längen hatte und nichts von Grund auf Neues war, mich aber im Großen und Ganzen wirklich fesseln konnte. Ich kann es jedem der Band 1 mochte nur empfehlen und auch auch denjenigen, die Lust auf eine fesselnde Zwischendurch-Geschichte hat. 


Michelle Leighton wurde in Ohio geboren und lebt heute im Süden der USA, wo sie den Sommer über am Meer verbringt und im Winter regelmäßig den Schnee vermisst. Leighton verfügt bereits seit ihrer frühen Kindheit über eine lebendige Fantasie und fand erst im Schreiben einen adäquaten Weg, ihren lebhaften Ideen Ausdruck zu verleihen. Sie hat bereits 13 Romane geschrieben. Derzeit arbeitet sie an weiteren Folgebänden, wobei ihr ständig neue Ideen, aufregende Inhalte und einmalige Figuren für neue Buchprojekte in den Sinn kommen. Lassen sie sich in die faszinierende Welt von Michelle Leighton entführen – eine Welt voller Überraschungen, ausdrucksstarken Charakteren und trickreichen Wendungen. (Quelle: Verlagshomepage Heyne)




4 von 5




Vielen herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Dienstag, 31. Januar 2017

REZENSION - Schau mir in die Augen Audrey





Titel: Schau mir in die Augen, Audrey
Autor: Sophie Kinsella
Verlag: Goldmann (TB 2017 / Paperback 2015)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Audrey wächst in einer liebevollen, leicht durchgeknallten Familie auf: Ihr großer Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter Teddybär. Doch Audrey weiß, dass sie selbst am durchgeknalltesten ist – sie leidet unter Angststörungen, kann nicht mehr zur Schule gehen und niemandem in die Augen sehen, weshalb sie stets eine Sonnenbrille trägt. Als sie auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, das viel mehr ist als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Als das Buch frisch erschienen war habe ich mich zunächst gar nicht groß damit befasst, weil mir das Cover überhaupt nicht gefallen hat. Dieses hier hat mich aber direkt angesprochen und mich dazu gebracht mir den Klappentext durchzulesen - zum Glück, denn er klang für mich so wahnsinnig gut, dass ich das Buch direkt lesen wollte. Als ich dann tatsächlich mit dem lesen anfing kam ich sehr schnell in die Geschichte rein und habe die Protagonistin, Audrey, sofort ins Herz geschlossen. Sie ist definitiv keine Protagonistin wie jede andere, hat eine soziale Phobie und eine generalisierte Angststörung und hat deshalb immer eine Sonnenbrille auf. Und sie war einfach toll, sympathisch und liebenswert. Auch das Thema finde ich perfekt gewählt, denn mittlerweile gibt es viele Bücher zu 'schwierigeren' Themen, aber (zumindest meinem Gefühl nach) nur wenige über Angststörungen bei Jugendlichen, besonders nicht über eine soziale Phobie. Umso mehr hat es mich gefreut, dass diese Thematik hier auch so gut umgesetzt wurde. Ich konnte die Gefühle und Gedanken von Audrey gut nachvollziehen und obwohl ich schon Erfahrung mit dem Thema habe bin ich fest davon überzeugt, dass das den meisten so gehen wird. Die ganze Handlung ist wirklich authentisch und beschönigt auf keinen Fall irgendeine psychische Krankheit. Auch wird während ihrem Verlauf wohl den allermeisten klar werden, dass jede solche Krankheit einen Leidensdruck mit sich bringt, das ganze Leben beeinflusst bzw behindert und nicht einfach mal schnell vorbei geht. Natürlich muss man sich immer vor Augen halten, dass nicht jeder Krankheitsverlauf dem von Audrey gleicht, aber der Autorin ist mit ihrer Geschichte eine gute Darstellung gelungen und ich wurde von dem Buch sogar noch positiv überrascht. Ich war total gefesselt und habe Audrey und auch ihre Familie und die anderen Charaktere sehr ins Herz geschlossen. Jeder war etwas besonderes und hatte seine ganz eigenen Macken. Diesen Aspekt fand ich ebenfalls sehr schön, denn in einigen Momenten sind die eigentlich psychisch gesunden Menschen einfach viel 'Verrückter ' als diejenigen, die aufgrund psychischer Krankheiten gerne mal als verrückt abgestempelt werden. Ganz zum Schluss muss ich jetzt noch sagen, dass es schon auch einen kleinen Punkt gab der mich ein klein wenig gestört hat, aber diesen kann ich nicht nennen, da ich sonst spoilern würde. Er hat mich aber wirklich nicht sehr gestört und ist auch nur an einer Stelle aufgetreten. Meiner Meinung nach ist Sophie kinsella mit 'schau mir in die Augen, Audrey' ein wundervolles Buch über ein wichtiges Thema gelungen das ich jedem nur empfehlen kann - nicht nur jugendlichen! Mir persönlich wird die Geschichte bestimmt lange in Erinnerung bleiben.

Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?«, »Kein Kuss unter dieser Nummer« oder mit ihren unter dem Namen Madeleine Wickham verfassten Romanen im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London. (Quelle: Verlagshomepage Randomhouse)




5 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön von mir geht an den Verlag für dieses schöne Rezensionsexemplar!

Freitag, 27. Januar 2017

REZENSION - Das tote Mädchen





Titel: Das tote Mädchen
Autor: Steven James
Verlag: cbt (Januar 2017)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 384
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Als ein totes Mädchen im Lake Algonquin gefunden wird, glaubt der 16-jährige Daniel, wie alle anderen auch, dass seine zwei Jahre jüngere Mitschülerin Emily durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Doch bei ihrer Beerdigung hat er eine Vision von ihr, wie sie ihn um Hilfe bittet. Daniel glaubt, dass sie ermordet wurde. Doch keiner will ihm glauben. Es fällt Daniel immer schwerer, zwischen seinen Visionen und der Realität zu unterscheiden. Doch er muss den wahren Killer stellen, bevor dieser wieder tötet ...

Nachdem ich mal wieder wirklich Lust auf einen kurzweiligen Jugendthriller für Zwischendurch hatte ist mir das Buch direkt aufgefallen. Das Cover gefällt mir total gut, es ist spannend gestaltet und passt auch gut zum Inhalt des Buches. Auch der Klappentext klang sehr spannend, besonders wegen den Visionen die den Protagonisten anscheinend plagen. Ich erwartete eine kurzweilige Geschichte, die eher nicht mit Originalität oder tiefgründigen Charakteren punktet sondern vor allem durch große Spannung bei mir Eindruck machen wird. Als ich anfing zu lesen war ich ziemlich schnell gefesselt von der Handlung und wollte wissen wie das ganze ausgeht. Auch wenn die Geschichte wirklich nicht originell war sondern ich ähnliche schon sehr oft gelesen habe und sie auch "nur" gut fand hatte ich Spaß beim Lesen. Die Charaktere und das Drumherum konnten mich nicht vollständig überzeugen. Es schien mir alles ziemlich blass und nicht so detailliert ausgearbeitet. Daniel, der Protagonist, war mir weder besonders sympathisch noch unsympathisch, ich habe aber auf jeden Fall mit ihm gerätselt was es mit den Visionen auf sich hat. Um ehrlich zu sein fällt es mir nach wie vor schwer in Worte zu fassen wie ich das Buch fand. Einerseits habe ich es gerne gelesen und auch mitgefiebert, aber gleichzeitig war es mir auch ein wenig zu gewöhnlich, ähnliche Geschichten gibt es einfach schon viele. Und dann war da noch das Ende, das mir überhaupt nicht gefallen hat. Mit der Zeit wurde alles immer abgedrehter und die Authentizität ging immer mehr verloren. Ich bin hin und hergerissen was ich von dem Buch halten soll, aber denjenigen die auf der Suche nach einem spannenden Jugendthriller für Zwischendurch sind, nicht allzu viel Wert auf eine vollkommen realitätsgetreue Handlung legen und evtl auch noch nicht ganz so viele Bücher in die Richtung gelesen haben, kann ich das Buch trotz allem empfehlen. Und auch denjenigen, die hier von Anfang an kein Meisterwerk erwarten, denn unterhaltsam und spannend ist die Geschichte meiner Meinung nach. Sie lässt sich schnell und problemlos lesen und hat mich aus irgendeinem Grund doch sehr in ihren Bann gezogen.

Steven James ist preisgekrönter Bestsellerautor von mehreren Thrillern. Das tote Mädchen ist sein erstes Buch für Jugendliche. Er lebt am Fuß der Blue Ridge Mountains im östlichen Tennessee. (Quelle: Verlagshomepage)





3 von 5



Vielen herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Mittwoch, 18. Januar 2017

REZENSION - Echt ich! Ein Stift, tausend Einblicke





Titel: Echt ich! Ein Stift - tausend Einblicke. Zum Ankreuzen und Ausfüllen
Autor: Rhiannon Shove
Verlag: Mosaik (Oktober 2016)
Einband: Softcover
Seitenanzahl: 144
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ---
Reihe: ---

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Ein Buch wie eine Zeitkapsel: So wie jetzt wirst du nie mehr sein. "Echt ich!" hilft auf kluge und inspirierende Weise, sich selbst zu finden - mit allen Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen, Plänen und Träumen. Durch Gedankenspiele und kreative Fragen - zum Ausfüllen und Ankreuzen. So entsteht ein einzigartiges Bild des Menschen, der man gerade ist: festgehalten für die Ewigkeit.

Als ich dieses Buch zum ersten Mal gesehen habe wusste ich sofort: das muss ich haben! Ich denke von Natur aus viel über mich und mein Leben nach, ankreuzen und Fragen beantworten ist ebenfalls genau mein Ding. In diesem Buch erwarten den Leser unzählige Fragen rund um sein ganzes Leben. Das Ganze ist in drei Abschnitte gegliedert: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. im Bereich Vergangenheit werden beispielsweise viele Fragen zur Kindheit gestellt, aber auch Fragen nach dem teuersten Gegenstand den du dir je gekauft hast oder der letzten Fernsehsendung die du gesehen hast. Im Thema Gegenwart denkst du über dich selbst wie du jetzt im Moment bist nach, es ist Platz für deine Lieblingsplaylist und neue Emoji-Entwürfe. Am Ende steht die Zukunft. Wo siehst du dich in einer Woche, einem Monat, in 50 Jahren? Und nebenbei kommen noch so ganz banale Fragen wie "Reich oder berühmt?" oder "Süß oder salzig?". Es ist von allem etwas dabei. Und genau das fand ich absolut genial und toll und das Buch hat mich sowas von überzeugt. Über viele Dinge habe ich wirklich lange nachdenken müssen, über einige muss ich mir auch nochmal Gedanken machen. Die ganzen Fragen lassen sich auf keinen Fall mal eben zwischendurch an einem Nachmittag beantworten - einige vielleicht schon, aber für andere braucht man eine Menge Gedächtnis- und Vorstellungskraft. Man lernt sich beim Ausfüllen tatsächlich besser kennen und das ist wirklich spannend. Die ganzen Fragen sind toll ausgewählt, denn es waren sowohl welche dabei die ich auf Anhieb beantworten konnte und dann auch wieder einige über die ich mir noch kein einziges Mal in meinem Leben Gedanken gemacht habe. Wem es genauso wie mir Spaß macht über alles mögliche (und sich selbst) nachzudenken sollte "Echt ich!" jetzt sofort auf seine Wunschliste setzen, genauso wie alle Menschen, die gerne mal über ihr Leben meckern oder sich selbst schnell aus den Augen verlieren. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch und freue mich, auch noch die restlichen Fragen zu beantworten. Eine klare Empfehlung für jeden der einen Stift besitzt!

Rhiannon Shove arbeitet als Illustratorin und lebt mit ihrer Familie in England. (Quelle: Verlagshomepage)





5 von 5




Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Dienstag, 17. Januar 2017

REZENSION - All the pretty lies (1): Erkenne mich




Titel: All the pretty lies - Erkenne mich
Autor: M. Leighton
Verlag: Heyne (November 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 16 Jahren
Reihe: All the pretty lies
1. Erkenne mich
2. Befreie mich
3. Liebe mich (März 2017)

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Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist eine Zukunft. Bisher nimmt es keiner von beiden mit der Wahrheit genau. Und schon bald müssen sie feststellen, dass der Teufel im Detail steckt. Im Detail und in den Lügen. Wie weit werden zwei Menschen für die Liebe gehen?


Die Farbgebung des Covers finde ich wirklich sehr schön und auch deswegen hat mich das Buch direkt angesprungen obwohl ich kein großer Fan dieser typischen Young-bzw New Adult Cover mit ihr und ihm in verführerischer Pose bin. Da mir aber das Gesamtpaket der Gestaltung trotzdem gut gefallen hat und auch der Klappentext nach guter Unterhaltung klang wollte ich das Buch gerne lesen. Ich erwartete nichts weltbewegendes sondern einfach eine kurzweilige und spannende Geschichte für zwischendurch und genau das wurde mir hier auch geboten. Die Protagonistin Sloane ist gerade 21 Jahre alt und somit volljährig geworden. Für sie bedeutet das endlich Freiheit denn ihr Vater und ihre drei älteren Brüder sind allesamt Polizisten und hüten Sloane seit dem Tod ihrer Mutter wie ihren Augapfel. So landet Sloane in einem Tattoostudio wo sie auf Hemd trifft. Sloane war mir die ganze Zeit über sehr sympathisch. Auch wenn sie definitiv kein besonders außergewöhnlicher Charakter war mochte ich sie und konnte ihre Gedanken und Handlungen vor allem im Vergleich zu ähnlichen Büchern sehr gut nachvollziehen. Hemi mochte ich zu Beginn nicht wirklich und auch bis ganz zum Schluss wurde ich nicht so richtig warm mit ihm. Er war eben der typische heiße Typ mit dunklem Geheimnis, aber das war für mich auch okay. Nachdem ich die ersten 100 Seiten nicht ganz so fesselnd fand, weil die Handlung in diesem Abschnitt für mich eher so vor sich hin plänkelte wurde die Geschichte in meinen Augen danach immer spannender. Ab diesem Punkt habe ich dann die restlichen Seiten in einem Rutsch gelesen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht, was nun hinter Hemis Geheimnis steckt und was das ganze mit Sloane zu tun hat. Richtig toll fand ich auch, dass es nicht dauernd Streit und darauf folgende Versöhnungen gab und mir die Handlung somit deutlich besser als bei anderen Büchern gefallen hat und sie mich fast nie genervt hat. Der Schreibstil war gut, nicht außergewöhnlich aber er ließ sich gut lesen und stoppte an keiner Stelle den Lesefluss. Insgesamt würde ich das Buch als "unterhaltsame Lektüre für zwischendurch" bezeichnen, die ich als solche auch weiterempfehlen würde. Tiefgründige Charaktere oder eine einzigartige Story wird man hier nicht finden, aber die Geschichte ist sehr kurzweilig, ich hatte Spaß beim Lesen und werde mir bestimmt auch noch die weiteren Bände zulegen, die sich dann allerdings (soweit ich weiß) um andere Protagonisten drehen.

Michelle Leighton wurde in Ohio geboren und lebt heute im Süden der USA, wo sie den Sommer über am Meer verbringt und im Winter regelmäßig den Schnee vermisst. Leighton verfügt bereits seit ihrer frühen Kindheit über eine lebendige Fantasie und fand erst im Schreiben einen adäquaten Weg, ihren lebhaften Ideen Ausdruck zu verleihen. Sie hat bereits 13 Romane geschrieben. Derzeit arbeitet sie an weiteren Folgebänden, wobei ihr ständig neue Ideen, aufregende Inhalte und einmalige Figuren für neue Buchprojekte in den Sinn kommen. Lassen sie sich in die faszinierende Welt von Michelle Leighton entführen – eine Welt voller Überraschungen, ausdrucksstarken Charakteren und trickreichen Wendungen. (Quelle: Verlagshomepage Heyne)


            

3 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön an den Heyne-Verlag für dieses schöne Rezensionsexemplar!

Samstag, 14. Januar 2017

REZENSION - Über mir der Himmel





Titel: Über mir der Himmel
Autor: Jandy Nelson
Verlag: cbt (November 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Siebzehn Jahre hat Lennie glücklich im Schatten ihrer strahlenden Schwester gelebt. Doch jetzt ist Bailey tot. Es ist, als hätte jemand den Himmel ausgeknipst. Bis Lennie sich verliebt – zum ersten Mal in ihrem Leben und gleich in zwei Jungen: Joes magisches Lächeln wird nur noch von seinem musikalischen Talent übertroffen; Toby ist stiller Cowboy, mutiger Skater – und Baileys große Liebe. Für Lennie sind sie wie Sonne und Mond; einer stößt ein Fenster in ihrem Herzen auf und lässt das Licht herein, bei dem anderen hat ihr Schmerz ein Zuhause. Als Liebe und Schuldgefühl auf Kollisionskurs gehen, explodiert Lennies Welt ...

Schon als ich das Buch bei englischsprachigen Bloggern gesehen habe konnte hat es eine gewisse Anziehungskraft für mich gehabt. Als ich dann die deutsche Ausgabe mit ihrem wirklich schönen schlichten Cover entdeckt habe, hat mich der Roman direkt noch neugieriger gemacht. Der Klappentext an sich klang für mich nach einer schönen, nachdenklichen, aber auch traurigen Geschichte, die alle Themen des Lebens vereint: Liebe, Freundschaft, Verlust und dazu noch ein gewisses Etwas, das das Ganze von den anderen Büchern unterscheiden würde. Diese Erwartung wurde dann auch grob erfüllt. Zugegebenermaßen habe ich eine ganze Weile gebraucht um wirklich in die Handlung hineinzufinden. Immer wieder habe ich das Buch beiseite gelegt um dann einige Tage später wieder einen Versuch zu starten. Am Anfang jedes Kapitels ist ein Gedicht abgedruckt, das die Protagonistin Lennie irgendwo hingekritzelt hat - Papier, Pappbecher, Äste. An sich fand ich die Idee schön, aber irgendwie hat es meinen Lesefluss doch ziemlich gestört. Die Handlung an sich hat mir ein ähnliches Gefühl vermittelt. Eigentlich eine gute Idee, aber trotz allem konnte mich die Geschichte einfach nicht fesseln. Die ganzen Emotionen wirkten so unnahbar, teilweise oberflächlich und ich bekam die meiste Zeit über keinen direkten Zugang zum Geschehen. Die Story konnte mich nicht mitreißen. Lennies Leben ist eigentlich ein ziemlicher Trümmerhaufen, sie hat nach dem Tod ihrer Schwester keine Ahnung wer sie ist geschweige denn was sie tun soll. Ihre Mutter ist seit Jahren verschwunden, da ist der Freund ihrer Schwester der um sie herum und dann auch noch ein Typ, der Lennie den Kopf verdreht. Wie in vielen anderen Büchern ein Mädchen, das auf dem Weg zu sich selbst ist. Im Grunde war sie mir sympathisch, aber für mich war sie eben einfach eine Protagonistin wie jede andere. Keine, die mir lange im Gedächtnis bleiben wird, weil ich so mit ihr mitgefühlt habe. Und gerade das fand ich wahnsinnig schade, denn die Handlung bietet so viel Platz für Emotionen. Zum Ende hin wurde in meinen Augen dann zum Glück alles noch ein wenig besser und vor allem greifbarer. Die Handlung wirkte nicht mehr so ausgedacht und aufgeschrieben sondern wurde lebendiger. Obwohl mir der Schreibstil gut gefallen hat - rausreißen konnte er das ganze dann auch nicht mehr und so wird mir das Buch wohl eher als ganz gutes, durchschnittliches Buch in Erinnerung bleiben. Es konnte mich einfach nicht begeistern, auch wenn ich das mir sehr gewünscht hätte. Ich kann euch das Buch somit nur bedingt empfehlen, aber schlecht ist es definitiv auf keinen Fall!

Jandy Nelsons Debüt Über mir der Himmel stand auf mehreren Bestenlisten und wurde ein großer internationaler Erfolg. Ihr zweiter Roman Ich gebe dir die Sonne ist New York Times-Bestseller, die Filmrechte sind an Warner Brothers verkauft, er stand ebenfalls auf mehreren Bestenlisten und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Printz Award. Derzeit lebt Jandy Nelson in Kalifornien – nicht weit von den Schauplätzen aus Über mir der Himmel und Ich gebe dir die Sonne -, wo sie sich ganz dem Schreiben widmet. (Quelle: Verlagshomepage cbt)




3 von 5



Ein großes Dankeschön an den cbt-verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Freitag, 18. November 2016

REZENSION - Monty und ich (Lieblingsbuch)





Titel: Monty und ich
Autor: Louisa Bennet
Verlag: Heyne (November 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 448
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Monty ist ein Golden Retriever und, von seiner Schwäche für Käse einmal abgesehen, ein ziemlich vernunftbegabtes Wesen. Als sein geliebtes Herrchen ermordet wird, ist er am Boden zerstört. Zum Glück findet er ein neues Zuhause bei Rose Sidebottom, der Polizistin, die den Fall aufklären soll. Doch die Ermittlungen erweisen sich als kompliziert. Monty kombiniert blitzgescheit: Die Zweibeiner brauchen sofort Hilfe! Zusammen mit seinen tierischen Freunden macht er sich auf die Suche nach dem Täter.

Als ich das Cover gesehen haben war ich schon direkt neugierig auf das Buch, denn es ist wirklich total niedlich gestaltet und das ohne zu viel Kitsch, was mich bei vielen "Hunderomanen" stört. Es passt außerdem hervorragend zur Geschichte, denn die Ratte und der Vogel, die darauf abgebildet sind haben genauso wie der Golden Retriever Monty eine wichtige Rolle in der Handlung. Der Klappentext hat mich ebenfalls auf Anhieb überzeugt, denn die Geschichte klang mal nach etwas anderem als den typischen Hunde-Frauchen-Herrchen-Lovestorys. Ein ermordetes Herrchen und ein hochintelligenter Hund - das klingt einfach nur unterhaltsam und spannend. Ich ging mit relativ hohen Erwartungen an das Buch und hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass diese sogar noch übertroffen werden könnten. Doch genau das ist passiert und ich kann gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich das Buch liebe. Die Handlung setzt an der Stelle ein, als Montys Herrchen bereits tot ist und der Retriever von Rose, der Polizistin, die den Fall aufklären soll, aus der Tierklinik abgeholt wird. Monty selbst wurde bei dem Versuch sein geliebtes Herrchen zu verteidigen und zu beschützen nämlich auch schwerverletzt. Die meisten Kapitel werden aus Montys Sicht erzählt, was ich einfach nur genial fand. Besonders, weil Monty ein sehr intelligenter Hund ist, dessen Erzählungen mich mehr als einmal zum schmunzeln gebracht haben. Manche Stellen habe ich tatsächlich abfotografiert, um mich noch lange an sie zu erinnern und das tue ich sonst bei fast keinem Buch. Zusätzlich gibt es aber auch einige Kapitel, in denen Rose und ihre Arbeit bei der Polizei im Vordergrund steht. So erfährt man als Leser auch immer etwas über die aktuellen Ermittlungen und den Kenntnisstand der Menschen. Dieser Mix war absolut perfekt für die Geschichte und ich fand beide Perspektiven ausnahmslos toll erzählt und geschrieben und vor allem unglaublich spannend. Die Handlung hat mir nämlich insgesamt richtig gut gefallen, ich konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen und habe die 450 Seiten tatsächlich an einem Nachmittag/Abend durchgelesen. Dazu trugen aber natürlich auch die Charaktere bei, die ich ganz schnell lieben gelernt und ins Herz geschlossen habe. Monty kann man einfach nur über alles lieben und auch seine tierischen Freunde, zum Beispiel die Ratte Betty, waren allesamt einzigartig und richtig humorvoll in die Geschichte eingebunden. Ihre Charakterzüge waren besser und authentischer ausgearbeitet die mancher Menschen in anderen Romanen und das während ihre artentypischen Merkmale beibehalten wurden. Und auch die menschlichen Charaktere, besonders Rose, mochte ich gerne. Rose war eine sehr liebenswerte, intelligente und auch offene Zweit-Protagonistin und ihre Art zu denken fand ich richtig authentisch und auch manchmal angenehm außergewöhnlich. Zu guter Letzt war auch noch der Schreibstil einfach rundum gelungen und er hat mich ohne auch nur den kleinsten Funken Langeweile durch die humorvolle und spannende Geschichte rund um Monty geführt. Die Autorin hat es wie in meinen Augen kaum ein anderer geschafft, Monty eine authentische Stimme zu geben, die danach schreit gehört bzw. gelesen zu werden und auch mit Rose hat sie eine tolle Protagonistin auf menschlicher Seite geschaffen. Ich kann das Buch absolut jedem nur ans Herz legen (nicht nur Hundebesitzern!). Es ist einfach nur toll und Monty wird auf jeden Fall für immer in meinem Gedächtnis bleiben. Ich hoffe außerdem, dass noch weitere Bücher mit dem einzigartigen Golden Retriever kommen werden und ich noch sehr viel mehr Zeit mit ihm verbringen kann!

Louisa Bennet studierte Literatur an der University of London. Ihr Golden Retriever Pickles brachte ihr das Feld der Hunde-Linguistik näher. Ehrlich gesagt denkt Pickles sich die Krimis aus, und Louisa kümmert sich nur um die Niederschrift. Sie tippt wesentlich schneller als er und lässt sich nicht so leicht von Futter oder vorbeihuschenden Eichhörnchen ablenken. (Quelle: Verlagsseite)




5 von 5



Ein herzliches Dankeschön geht an den Verlag für dieses unglaublich tolle Rezensionsexemplar!



Mittwoch, 16. November 2016

REZENSION - Club der blauen Welt





Titel: Club der blauen Welt
Autor: Albert Espinosa
Verlag: Goldmann (Oktober 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 192
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
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Als der Held des Romans das Sprechzimmer des Arztes betritt und ihn dessen mitleidiger Blick trifft, weiß er sofort: Er wird sterben. Drei Tage bleiben ihm noch. Nie zuvor hatte er das Leben so sehr geliebt wie in jenem Moment, als er es zu verlieren beginnt. Beinahe traumwandlerisch begibt er sich auf seine letzte Reise und gelangt auf eine mystische Insel. Es ist die Abschiedsstation einer Gruppe todgeweihter Jugendlicher, die hierhergekommen ist, um die Welt hinter sich zu lassen, insbesondere die der Erwachsenen mit ihren festen Regeln, den falschen Zwängen, Schuldgefühlen und nie enden wollenden Verpflichtungen. Denn im Angesicht des Todes wissen sie, dass jeder Augenblick, jede Sekunde zählt.


Das Äußere des Buches finde ich nicht mehr als mittelmäßig. Es passt zwar wirklich gut zum Buch "Club der roten Bänder" vom selben Autor, genauso wie der Titel dieses Romans, aber ansonsten kann mich die Gestaltung des Covers leider nicht ganz überzeugen. Es ist zwar auf keinen Fall hässlich, aber besonders originell eben auch nicht. Nachdem mich Albert Espinosa mit seinem letzten Roman noch nicht ganz vom Hocker hauen konnte, war ich wirklich gespannt auf sein neues Werk und habe gehofft, dass mich dieses mehr fesseln kann. Leider wurde ich dahingehend schon ziemlich bald nachdem ich anfing zu lesen enttäuscht. Die Grundlage der Handlung bzw. die Ausgangssituation des Protagonisten war der aus "Club der roten Bänder" zum verwechseln ähnlich. Ein Jugendlicher ist schwer krank, er findet Kinder / Jugendliche in der gleichen Situation und nebenbei wird noch entdeckt, was im Leben wichtig ist. Der Leser erfährt im ganzen Buch keine Namen und diesen Aspekt fand ich tatsächlich sehr schön und auch irgendwie besonders. Leider konnten mich die namenlosen Charaktere dennoch nicht überzeugen und ich habe auch zu dem Protagonisten keine Verbindung aufbauen können. Ich konnte mir ihn nicht vorstellen, er blieb in meinen Augen sehr unnahbar und alles in allem hatte ich nicht das Gefühl, in auch nur annähernd näher kennengelernt zu haben. Mit den anderen Jugendlichen ging es mir ähnlich. Ich las von ihnen ohne sie mir vorstellen zu können und so haben mich auch ihre Schicksale nicht berühren können, weil all diese jungen Menschen keine reale Form in meinem Kopf angenommen haben. Die Idee der Geschichte gefiel mir im Prinzip gut und sie war auch recht originell. Umso toller hätte ich es gefunden wenn sie mich begeistert hätte. Leider war das aber ganz und gar nicht der Fall, denn die Umsetzung und die gesamte Handlung an sich hinterließ bei mir keinen bleibenden Eindruck und konnte mich auch wenig bis gar nicht fesseln. Alles wurde nur so kurz abgehandelt, ohne großartig auf Authentizität zu achten. Dafür wurden noch möglichst viel Dramatik, Poetik und bemüht tiefgründige Gedanken hineingepackt und das alles auf nicht einmal 200 Seiten zusammengepfercht. Meiner Ansicht nach sorgte das dafür, dass die Handlung absolut unrealistisch war und an einigen Stellen auch viel zu viel auf einmal beschrieben und erläutert wurde, so dass mir die tatsächliche Tiefe der Geschichte viel zu kurz kam. Die meiste Zeit über war ich eher genervt von dem Buch, konnte nicht viel damit anfangen und habe mich gefragt, warum man dem ganzen nicht einfach 100 Seiten mehr und ein weiteres Jahr Zeit gegeben hat, denn aus der zugrunde liegenden Idee hätte wirklich etwas werden können. So war ich allerdings froh als ich das Buch beendet hatte und wurde mehr als enttäuscht zurückgelassen. Albert Espinosa finde ich einen wirklich bewundernswerten Mann, aber mit diesem Buch hat er sich mir als Autor leider nicht schmackhaft gemacht und ich werde in Zukunft vermutlich auch kein weiteres Werk von ihm lesen. Wem das Buch "Club der roten Bänder" wirklich super gefallen hat könnte vielleicht auch dieses hier unterhaltsam finden, aber wer schon damit seine Probleme hatte sollte wohl eher die Finger von diesem ähnlich gestalteten Roman lassen. 


Albert Espinosa, geboren 1973, ist Autor, Schauspieler, Film- und Theaterregisseur und lebt in Barcelona. Sein Erstling wurde weltweit in über 20 Sprachen übersetzt und in mehreren Ländern höchst erfolgreich als TV-Serie verfilmt. Seither hat Albert Espinosa diverse weitere Romane und Sachbücher veröffentlicht. (Quelle: Verlagsseite)



              

1,5 von 5



Mein herzlicher Dank geht an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Sonntag, 18. September 2016

REZENSION - Nachgefragt: Flucht und Integration, Basiswissen zum Mitreden





Titel: Nachgefragt - Flut und Integration, Basiswissen zum Mitreden
Autor: Christine Schulz-Reiss
Verlag: Loewe (September 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 144
Preis: ca. 7€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: Nachgefragt

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Flüchtling, Krise, Schlepper, Höchstgrenzen – so viele Informationen prasseln auf dich ein. Da fällt es den meisten immer schwerer, das komplexe Thema Flucht und die nachfolgende Aufgabe der Integration zu begreifen und sich eine eigene politische Meinung zu bilden. Weltweit befinden sich über 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Aber was hat das eigentlich mit dir zu tun? Zur Beantwortung dieser Frage ist es wichtig, nicht nur die Fakten zu kennen, sondern auch die Zusammenhänge zu verstehen. Damit du in der Flüchtlingsdebatte mitreden kannst!

Die äußere Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Es wurden keine schockierenden oder dramatischen Bilder verwendet, sondern das Cover sieht relativ sachlich und dabei trotzdem schön aus. Vor allem die Farbgebung wirkt meiner Meinung nach sehr ansprechend. Nachdem das Thema "Flucht und Integration" gerade in letzter Zeit unheimlich präsent war und ich trotzdem einiges nicht ganz nachvollziehen und verstehen konnte hat mich dieses Buch direkt angesprochen und ich war unglaublich glücklich darüber, das Buch früh lesen zu dürfen. Ich erwartete keine wahnsinnig umfangreichen Erklärungen sondern mehr einen verständlichen Überblick über alle grundsätzlichen Fragen, die sich mir in den letzten Monaten gestellt haben. Als ich das Buch dann zum ersten Mal aufschlug war ich direkt positiv überrascht von der Gestaltung und Gliederung des Inhalts. Bevor die ersten Kapitel überhaupt anfangen gibt es zuerst einmal ein ausführliches Inhaltsverzeichnis, dann gibt es eine kurze Einleitung, die mir einen groben Überblick über die weiteren Inhalte verschaffte. Nach diesen ersten Seiten ist das Buch in Kapitel unterteilt, in welchen es jeweils noch mehrere Unter-Überschriften gibt. So war der Inhalt sehr übersichtlich und beim Nachlesen werde ich definitiv das wiederfinden was ich suche. Zu jedem Thema ist eine passende kleine Zeichnung zu sehen und Bilder wurden ebenfalls an den passenden Stellen eingefügt. Die Gestaltung hat mir also alles in allem wirklich gut gefallen. Für den Inhalt kann ich auch ein großes Lob aussprechen. Es werden alle Themen angesprochen und erläutert, die mir wichtig vorkamen, auch wenn ich natürlich kein Experte bin und somit die fachliche Vollständigkeit nicht bewerten kann. Ich konnte die Texte gut verstehen und sie waren verständlich geschrieben. Schwierigere Begriffe und grundlegende Sachverhalte wurden am Rand noch einmal extra erklärt. Was ich auch wirklich toll fand war die Vielseitigkeit des Inhalts. Es wird nicht nur auf die aktuellen Themen der Integration usw. eingegangen, sondern auch auf die geschichtliche Entwicklung. Es werden nicht nur die erstbesten Fragen beantwortet sondern auch einige, über die ich erst durch ihre Beantwortung in diesem Buch angefangen habe nachzudenken. Mir wurde besonders klar, dass es unglaublich viele Probleme in den Regelungen und im Umgang mit Flüchtlingen gibt und, dass nicht nur die medienpräsenten Länder Herkunft der vielen Flüchtlinge sind. Die Anteile, die wir z.b. in Europa an den Geschehnissen auf der ganzen Welt haben wurden mir deutlich ins Gedächtnis gerufen und über viele der angerissenen Themen werde ich nun sicher noch nachdenken und mich auch weiter informieren. Zu diesem Zweck werden am Ende des eigentlichen Inhalts auch noch einige Adressen genannt, wo man sich weiter fortbilden und mehr Informationen einholen kann. Daran schließt sich ein übersichtliches Glossar mit den wichtigsten Begriffen und ein Stichwortverzeichnis an, mit dem man leicht nach bestimmten Themen im Text suchen kann. Was ich ebenfalls wirklich super fand waren die Beispielsfragen aus dem Einbürgerungstest, den Menschen, die die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen möchten, absolvieren müssen. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich nun deutlich mehr über das Thema Flucht und Integration weiß als bevor ich das Sachbuch für Jugendliche ab 12 Jahren gelesen habe und bin froh, dass es dieses Buch für diese Altersgruppe jetzt gibt. Auch wenn ich ein wenig unsicher bin, ob jeder 12-jähriger Leser den gesamten Inhalt gut verstehen kann, kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und das nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene, die ein verhältnismäßig einfach zu verstehendes Buch zum Thema Flüchtlinge, Flucht, Integration usw. suchen, welches einen Überblick über einige grundlegende Informationen über diese Themen verschafft. 


Christine Schulz-Reiss, Jahrgang 1956, ist freiberufliche Journalistin. Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte, Politik und Kommunikationswissenschaften in Erlangen und München arbeitete sie als politische Redakteurin und Reporterin bei Tageszeitungen in Stuttgart und München. 1991 machte sie sich selbstständig. Nicht nur beruflich ist sie viel herumgekommen und hat – bis auf einen – alle Erdteile bereist. Seit einigen Jahren schreibt sie Sachbücher für Kinder und Jugendliche. Der Titel Nachgefragt: Politik wurde 2004 für den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher nominiert. Christine Schulz-Reiss hat eine Tochter und lebt in der Nähe von München. (Quelle: Verlagsseite Loewe)



5 von 5



Herzlichen Dank an den Loewe-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!



Freitag, 2. September 2016

REZENSION - Amy on the summer road




Titel: Amy on the summer road
Autor: Morgan Matson
Verlag: cbj (April 2012)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 480
Preis: ca. 9€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: ---

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Seit dem Tod ihres Vaters hat sich Amy völlig zurückgezogen. Als ob nicht alles schlimm genug wäre, beschließt ihre Mutter von Kalifornien an die Ostküste zu ziehen, und Amy soll nachkommen … im Auto mit einem wildfremden Jungen! Amy ist verzweifelt. Doch dann steht Roger vor ihr – total süß und irgendwie sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und sind sich einig: Amys Mom hat sich für den Trip die langweiligste aller Strecken ausgesucht! Und so begeben sie sich kurzerhand auf eine eigene, wilde Reise kreuz und quer durch die Staaten. Und während Amy noch mit ihrer Vergangenheit kämpft, merkt sie, wie sehr sie diesen Jungen mag ...

Eigentlich hatte ich überhaupt nicht vor das Buch zu lesen, weil der Klappentext für mich überhaupt nicht originell klang, aber nachdem die Geschichte von allen Seiten gelobt wurde, bin ich doch auch neugierig geworden. Trotzdem hatte ich keine hohen Erwartungen. Das Cover passt zwar zum Inhalt des Buches, aber dennoch konnte es mich nicht ganz überzeugen. Es sieht einfach sehr gewöhnlich und unspektakulär aus, auch wenn es eigentlich ganz schön ist. Als ich anfing zu lesen wurde ich schon ziemlich bald überrascht, denn auch wenn ich nicht vollends begeistert war hatte ich Spaß beim lesen und auch die Protagonisten Amy und Roger waren mir sympathischer als ich es erwartet hätte. Schon nach wenigen Seiten war ich total in der Handlung versunken und wollte auf jeden Fall weiterlesen. Dazu kam noch ein toller und flüssiger Schreibstil, der das lesen wirklich angenehm machte. Die Geschichte an sich fand ich wirklich schön und ich war besonders froh darüber, dass alles sehr authentisch und normal wirkte. Es wurde nichts dramatisiert, die Ereignisse geschahen in einem gewöhnlichen Tempo und Morgan matson hat es geschafft ein spannendes Buch zu schreiben welches nicht überladen wirkt. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht genau, was das Buch so toll macht, aber ich kann jetzt alle Leute verstehen, die diese Geschichte lieben. Für mich war es zwar nicht so unfassbar genial, dass ich es zu meinen lieblingsbüchern zählen würde, aber trotzdem bin ich froh, Amy, Roger und ihren roadtrip verfolgt zu haben. Was die Aufmachung das Buches angeht bin ich mir noch nicht ganz sicher wie ich dazu stehen soll. Zwischen dem normalen Text gibt es immer wieder Unterbrechungen mit Seiten aus dem Reise-Notizbuch das Amy zu Beginn der Reise von ihrer Mütter bekommt. Einerseits finde ich es eine wirklich schöne Idee und man erfährt direkt noch ein bisschen was über Amerika, aber andererseits fand ich es manchmal komisch an welchen Stellen plötzlich diese Seiten auftauchten und konnte keinen direkten Zusammenhang zur Geschichte auf den Seiten direkt davor oder danach sehen. Insgesamt wurde ich positiv überrascht von der Roadtrip-Geschichte und kann das Buch wie wohl die meisten anderen auch als Sommerlektüre weiterempfehlen. Zwar hat es mich nicht vollkommen umgehauen, aber ich hatte wirklich Spaß beim lesen und werde definitiv noch weitere Bücher von der Autorin lesen.

Morgan Matson studierte Schreiben für junge Leser an der New School in New York. Road-Trips quer durchs Land sind ihre große Leidenschaft und sie hat schon drei Mal die USA durchreist ... bis jetzt. Zurzeit lebt sie in Los Angeles. (Quelle: Amazon)



4 von 5