Samstag, 2. November 2013

Rezension: Dann mach ich eben Schluss





Titel: Dann mach ich eben Schluss
Autor: Christine Fehér
Verlag: cbt (Sept. 2013)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 416
Preis: ca. 17€ (D)
Reihe: ---

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Inhalt (Klappentext): Und was, wenn Max einfach einen Schlussstrich ziehen wollte? Es allen zeigen: seinem Manager-Vater, der ihn nur nach Leistung beurteilte. Seiner unterkühlten Freundin Annika, die ihn ständig umkrempeln wollte. Seinem besten Freund Paul, der gleichzeitig sein stärkster Konkurrent war. Seinem Lehrer, der nur in Noten denkt. Seiner großen Liebe Delia, die ihn verlassen hat. Einfach abhauen. Ruhe haben. Ist es das, was Max wollte, als er sein Auto gegen den Baum steuerte? Oder stand er einfach unter Schock, weil er etwas herausgefunden hatte, das ihm den Boden wegzog? Max hat Freunde und Familie in Trauer gelähmt zurückgelassen. Stückchen für Stückchen müssen sie das Bild seines Lebens zusammensetzen, um die Antwort zu finden. Und jeder hat ein Puzzleteil Schuld hinzuzufügen …

Meine Meinung: Das Cover finde ich total gut, es sieht toll aus und die Schrift sticht direkt ins Auge. Außerdem passt der Hintergrund, der eine Baumrinde zeigt, perfekt zur Geschichte, da der "Unfall", bei dem Max sein Auto gegen einen Baum steuert, eigentlich der zentrale Punkt der Handlung ist, auf den alles weitere aufbaut. Zu Beginn des Buches, im allerersten Kapitel, wird die Zeit unmittelbar nach dem schrecklichen Ereignis beschrieben, bei dem Max ums Leben kommt und drei weitere Jugendliche schwer verletzt werden. Die Polizei sowie auch mehrere Krankenwagen kommen zum Unfallort und holen dort zunächst Max' Freundin Annika und seinen besten Freund Paul, die beide völlig verstört wirken aus dem Auto. Danach werden immer wieder einzelne Teile der Vorgeschichte und auch der Geschichte nach Maximilians Tod aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt. Nach und nach erfährt man als Leser immer etwas mehr über die Umstände, die zu seinem vermeintlichen Selbstmord geführt haben bis einem schließlich die Hintergründe zuletzt durch Max' Erzählungen klar werden. Als erstes begleitet man Natalie nach dem Tod ihres geliebten Bruders, zu dem sie eigentlich immer ein gutes Verhältnis hatte. Sie lernt Jonathan kennen, der mir genau wie Natalie selbst unglaublich sympathisch war und der ihr einfach zuhört. Anschließend begleitet man Max' Lieblingslehrer Herr Brückner und seinen verhassten Vertretungslehrer Herr Bollschweiler ins Lehrerzimmer, zu einer Besprechung, in der auch klar wird, wie betroffen einige der Lehrer auf den Suizid ihres Schülers reagieren. Dann kommen schließlich auch seine Eltern zu Wort und danach noch Paul und Annika, die zum Zeitpunkt des Unfalls hinten im Wagen saßen und schwere Verletzungen erlitten haben. Nachdem dann beinahe alles durch Max' Erzählungen ergänzt wird, finden sich hinten noch einige Tagebucheinträge von Delia, einer jungen Frau, die Max erst kurz vor seinem Tod kennengelernt hat. Sehr gut gefallen an dem Buch hat mir, dass alles einfach total authentisch und kein bisschen übertrieben wirkte und ich mich in ausnahmslos jede der erzählenden Personen hineindenken und auch ihre Gefühle und Gedanken gut nachvollziehen konnte. Insgesamt ist "Dann mach ich eben Schluss" ein tolles Buch, das sich mit dem Thema Suizid, aber auch einigen anderen Themen, wie Leistungsdruck und komplizierte Liebe auseinandersetzt. Christine Fehér ist es wieder einmal gelungen, eine realitätsnahe Geschichte zu schreiben, die trotz des ernsten Themas schön zu lesen ist und der es nicht an Spannung fehlt, auch wenn diese natürlich eine andere als bei Thrillern oder Krimis ist. Ich kann euch das Buch ab 13 Jahren nur empfehlen.

Der Autor: Christine Fehér wurde 1965 in Berlin geboren. Neben ihrer Arbeit als Lehrerin schreibt sie seit Jahren erfolgreich Kinder- und Jugendbücher und hat sich mit Büchern wie 'Dann bin ich eben weg. Geschichte einer Magersucht' einen Namen als Autorin besonders authentischer Themenbücher gemacht. Sie lebt mit ihrer Familie am Stadtrand von Berlin. Quelle

10/10 Punkten


Kommentare:

  1. Wieder eine sehr tolle und absolut überzeugende Rezension!
    Ich habe von Christine Feher schon "Elfte Woche" und "Dann bin ich eben weg" gelesen und beide fand ich super :)

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    1. Danke! Das war auch schon mein 4. Buch der Autorin und mir haben bisher eigentlich alle Bücher von ihr, außer "Schwarze Stunde" sehr gut gefallen :)

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  2. Das überrascht mich, denn ich habe "Schwarze Stunde" auch gelesen und mir hat die spannende Liebesgeschichte ohne schmalzige Untertöne gefallen.

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