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Montag, 11. April 2016

REZENSION - Ziemlich gute Gründe am leben zu bleiben



Titel: Ziemlich gute Gründe am leben zu bleiben
Autor: Matt Haig
Verlag: dtv
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. € (D)
Alter: ab 16 Jahren
Reihe: ---

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Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet.

Meine insgesamte Meinung zu dem Buch ist sehr Zwiegestalten, ich weiß bin jetzt noch nicht so richtig, was ich davon halten soll. Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, besonders die Schlichtheit mag ich gerne und mit der Schrift in Regenbogenfarben strahlt es nicht nur eine gewisse Schwere sondern auch Hoffnung aus. Ich fand, der Klappentext des Buches klang wirklich besonders und auch nach einer guten Erzählung zu einem wichtigen Thema in unserer Gesellschaft, deshalb wollte ich es auch unbedingt lesen. Als ich dann anfing zu lesen war ich zunächst absolut fasziniert und begeistert wie es dem Autor gelungen ist, die schwierigen und nicht fassbaren Gedanken und Gefühle eines depressiven Menschen in Worte zu fassen. Plötzlich wurden diese Gefühle anschaulicher. Das Buch ist in fünf Abschnitte gegliedert: Fallen, Landen, Aufstehen, Leben und Sein. Den ersten Abschnitt fand ich toll, er hat mich gefesselt und mich neugierig gemacht auf mehr. Die Beschreibungen waren authentisch und aussagekräftig. Der Schreibstil sehr schön, aber in meinen Augen doch um einiges anspruchsvoller als in den meisten anderen Büchern, weshalb das Buch definitiv keine leichte Kost für mich darstellte. Den zweiten Abschnitt mochte ich auch noch zum Großteil, zwar fand ich ihn nicht ganz so toll wie den ersten, aber die Seiten flogen immer noch nur so dahin. Dies änderte sich dann im dritten Abschnitt schlagartig. Von diesem Moment an musste ich mich beinahe durch das Buch hindurch kämpfen, ich hatte keine Lust weiterzulesen und zum Teil kam das Gefühl auf, einen nicht besonders guten Ratgeber zum Thema Depressionen in der Hand zu halten. Das fand ich unglaublich schade, denn was mich zu Beginn begeistern konnte schlug nun ins Gegenteil um. Alles war sehr langatmig und wirkte in die Länge gezogen, was nicht an der Handlung bzw. der Geschichte an sich lag - diese möchte und kann ich nicht bewerten, da sie auf einer wahren Begebenheit beruht und wahre Geschichten kann man nun einmal nicht beurteilen - sondern auch am Schreibstil und der Art der Beschreibungen, welche mir irgendwann zu auseinandergenommen vorkamen. Zu meiner Erleichterung wurde es im Laufe der nächsten beiden Abschnitte dann wieder deutlich besser. Es gab einige Bausteine im Buch, die ich sehr schön fand wie zum Beispiel eine Passage im Text, in dem Gründe zu Leben von verschiedenen Menschen standen. Solche Elemente fand ich richtig toll und besonders die Liste mit den Dingen, die Matt Haig inzwischen Freude bereitet haben hat es mir angetan. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen und ich kann mir auch vorstellen, dass es den einen oder anderen zum Nachdenken über das eigene Leben verleiten wird, aber dennoch hatte ich mir ein wenig mehr davon erhofft. Somit kann ich leider nicht sagen, dass das Buch meine Erwartungen erfüllt hat, aber es war eine gute Erfahrung die Geschichte zu lesen. Empfehlen kann ich es denjenigen, die gerne mal etwas schwerere Kost lesen und sich für das Thema Depression interessieren, wobei mich das Buch definitiv nicht überzeugen konnte (obwohl ich zu denjenigen gehöre). Wer allerdings ein Buch sucht, das sich nicht beiseite legen lässt, wird wohl eher nicht zufrieden gestellt werden, denn an einigen Stellen musste ich mich wirklich durchkämpfen. 



2,5 von 5 


Danke an LovelyBooks und den Verlag für die Bereitstellung dieses Buches! 

Sonntag, 24. Mai 2015

Rezension ♥ Gated (2) - Sie sind überall



Titel: Gated - Sie sind überall
Autor: Amy Christine Parker
Verlag: dtv (Mai 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 336
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: Gated (2 von 2?)
1. Die letzten 12 Tage

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Die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows ist offiziell aufgelöst, die ehemaligen Mitglieder leben in Freiheit, und Pioneer, ihr brandgefährlicher Führer, wartet hinter Gittern auf seinen Prozess. Lyla glaubt, das Böse sei besiegt – doch während sie versucht, sich in Codys Familie einzuleben und einen normalen Teenageralltag zu führen, lenkt Pioneer aus dem Gefängnis heraus unbemerkt weiter die Geschicke der Gemeinschaft. Er und seine Jünger haben nur ein Ziel: Sie wollen Lyla wieder zu einer der ihren machen; koste es, was es wolle ...

Das Cover des Buches gefällt mir wieder unglaublich gut, sogar beinahe noch besser als das des ersten Bandes. Die Farbwahl finde ich wirklich gelungen und auch im Regal passen die "Gated"-Bücher perfekt zusammen. Nachdem ich den ersten Teil vor sehr kurzer Zeit gelesen hatte und ihn seitdem zu meinen Lieblingsbüchern zähle, habe ich mich natürlich wie verrückt auf diese Fortsetzung gefreut und als das Buch dann schließlich bei mir eintraf habe ich es noch am selben Tag in einem Rutsch durchgelesen. Die Handlung setzt einige Zeit nach dem Ende von Band 1 ein, es wird jedoch kurz geschildert was in der Zwischenzeit passiert ist. Ich hatte also keinerlei Probleme mit dem Verständnis und konnte direkt wieder in Lylas Geschichte einsteigen. Nachdem Pioneer fürs erste besiegt zu sein schien, wendet sich das Blatt erst einmal. Die Gemeinde setzt alles daran, Lyla wieder zu sich zu holen und schreckt vor nichts zurück. Sie scheinen immer noch einen großen Hass auf alle Außenstehenden zu haben und halten an Pioneers Glauben fest. Und obwohl Lyla inzwischen bei Cody und seiner Familie lebt weiß auch sie nicht genau, was nun Wahrheit und was Lüge ist und ob ihr nicht nur die Gemeinde sondern vielleicht auch Cody etwas verheimlicht. Schon von der ersten Seite an habe ich die Handlung und alles Drumherum geliebt. Sie war unfassbar spannend und obwohl es zum Teil klitzekleine Dinge gab, die sich zu wiederholen schienen, wurde es an keiner einzigen Stelle langweilig. Und auch die grundsätzliche Idee fand ich wieder toll, denn trotz oder gerade wegen der Sekten-Thematik wirkte alles ein wenig dystopisch, was mir persönlich richtig gut gefallen hat. Ich denke, dies macht das Buch auch für Leser interessant, die normalerweise eher im Dystopie- bzw. Fantasy-Genre unterwegs sind. Lyla war mir als Protagonistin auf Anhieb wieder sympathisch und es war schon fast ein bisschen unheimlich, wie gut ich Ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehen konnte. Oft habe ich richtig mit ihr mitgelitten, weil sie einfach nicht mehr weiß, was sie nun glauben kann und was nicht. Cody mochte ich ebenfalls, wobei auch Will immer wieder Mondnte hatte, in denen ich ihn total gern hatte. All das wurde dann noch durch einen fantastischen rasanten Schreibstil abgerundet und ich habe das Buch mehr als zufrieden zuschlagen können. Meiner Meinung nach steht "Gated - Sie sind überall" seinem Vorgänger in fast nichts nach und ich kann euch die beiden Bücher mehr als empfehlen - sowohl Fantasy-Lesern als auch allen anderen!

Amy Christine Parker machte in Lakeland, Florida, ihren Abschluss als Grundschullehrerin und versuchte sich dann in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie erkannte, was sie wirklich will: Bücher schreiben. Heute arbeitet sie als hauptberufl iche Autorin und wohnt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und einer unbeschreiblich fetten Katze in der Nähe von Tampa, Florida. (Quelle)



5 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Montag, 18. Mai 2015

Rezension ♥ Gated - Die letzten 12 Tage





Titel: Gated - Die letzten 12 Tage
Autor: Amy Christine Parker
Verlag: dtv
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 336
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: Gated
1. Die letzten 12 Tage
2. Sie sind überall

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Bis vor Kurzem glaubte die siebzehnjährige Lyla, die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows, in der sie mit ihrer Familie lebt, bewahre sie vor dem Bösen in der Welt und dem bevorstehenden Weltuntergang. Dann trifft sie Cody, einen Jungen von außerhalb, und stellt fest, dass sie in Wahrheit in einem perfiden Unterdrückungssystem gefangen ist. Doch Lylas Versuch, gegen Pioneer, den ebenso charismatischen wie gefährlichen Führer der Gemeinschaft, zu rebellieren, führt zum Kampf . .

Das Cover fand ich auf den ersten Blick eigentlich weder besonders schön, noch besonders hässlich. Bei genauerem Betrachten und nachdem ich nun die Geschichte dahinter gelesen habe, gefällt es mir allerdings richtig gut. Es strahlt einfach genau die passende Atmosphäre aus und ich liebe es inzwischen total. Ich bin mit keinerlei Erwartungen an das Buch herangegangen, so konnte ich auch nicht enttäuscht werden. Überrascht wurde ich aber und zwar mehr als positiv! Schon nach den ersten Seiten war ich vollkommen gefesselt von der Geschichte und konnte das Buch überhaupt nicht mehr unterbrechen. Spannung war von Anfang an da und das blieb auch die ganze Zeit über so. Ich fand schon allein die Welt mehr als faszinierend und genial und vor allen Dingen war sie originell. Immer wieder gab es für mich Neues in ihr zu entdecken und ich tauchte komplett in sie ein. Hinzu kam natürlich noch die Idee hinter der Geschichte an sich. Diese hat mich ebenfalls umgehauen, denn sie war irgendwie so ganz anders als bei den Büchern, die ich bisher schon gelesen hatte. Alles wirkte gleichzeitig dystopisch und normal, was ich richtig super fand. Und dann gab es noch die Charaktere, die der Handlung an sich in nichts nachstanden. Jeder von ihnen war gut ausgearbeitet und ich hatte schnell das Gefühl, jeden von ihnen persönlich zu kennen. Besonders Lyla, die Protagonistin, wuchs mir wahnsinnig schnell ans Herz und ich fieberte von Seite zu Seite mit ihr mit. Ihre Art war nicht zu übertrieben toll dargestellt und so konnte ich mich gut in sie hineinversetzen. Aber auch ihre Freunde Will und Marie waren mir absolut sympathisch und ich hätte nichts dagegen, wenn es meine Freunde wären. Selbst die nicht ganz so netten Personen habe ich auf eine besondere Art und Weise geliebt, weil sie einfach das gewisse Etwas an sich hatten. Zu alldem kam dann noch ein fantastischer Schreibstil und ein mehr als gelungenes Ende - und schon kann ich sagen, dass "Gated - Die letzten 12 Tage" momentan eines meiner Lieblingsbücher ist. Ich brauche also gar nicht mehr viel sagen, außer: Lest dieses Buch!

Amy Christine Parker machte in Lakeland, Florida, ihren Abschluss als Grundschullehrerin und versuchte sich dann in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie erkannte, was sie wirklich will: Bücher schreiben. Heute arbeitet sie als hauptberufl iche Autorin und wohnt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und einer unbeschreiblich fetten Katze in der Nähe von Tampa, Florida. (Quelle)



5 von 5

Donnerstag, 5. Februar 2015

Rezension ♥ Mein wahrhaft wirkliches Leben davor und danach



Titel: Mein wahrhaft wirkliches Leben davor und danach
Autor: Robyn Schneider
Verlag: dtv (November 2014)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 400
Preis: ca. 15€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Ezra hat eigentlich alles: Er ist beliebt, ein Superathlet und hat eine hübsche Freundin. Welcher Sechzehnjährige würde nicht von so einem Leben träumen? Doch dann hat Ezra einen Autounfall und alles ändert sich: Er kann keinen Sport mehr machen, seine Freundin ist jetzt mit einem anderen zusammen – und er fragt sich, was er von seinem Leben wirklich will. Da trifft er auf Cassidy, die wunderbare, außergewöhnliche, unangepasste, intelligente Cassidy, und gemeinsam stürzen sie sich ins Abenteuer . .

Das Cover des Buches sticht durch seine knallgelbe Farbe direkt ins Auge - es ist beinahe unmöglich, es zu übersehen. Diese Auffälligkeit passt zwar nur teilweise zur Stimmung des Buches, aber das hat mich nicht sehr gestört, da das Motiv mit der Achterbahn dafür umso perfekter einen Zusammenhang zum Inhalt herstellt. Der Text auf der Rückseite des Buches ist zwar originell gestaltet, lässt aber genauso wie der Klappentext leicht auf eine Allerweltsgeschichte schließen, was unheimlich schade ist, denn: Das Buch ist absolut nicht wie alle anderen! 
Als ich anfing das Buch zu lesen hatte ich doch einige Zweifel, ob es mir gefallen würde. Im ersten Kapitel erzählt Ezra, der Protagonist, erst einmal von einem Ereignis, das schon Jahre zurückliegt und welches mich ziemlich abgeschreckt hat. Es wirkte auf mich wie aus einem Horror-Roman und ich stellte mich schon auf ein eher schlechteres Buch als erwartet ein. Nachdem ich dann auch einige Tage nicht weiterlesen wollte, aber es dann doch tat, wurde ich plötzlich positiv überrascht. Obwohl noch keine allzu große Spannung aufgebaut wurde, riss mich die Handlung wirklich mit und auch der Erzählstil aus Ezras Perspektive war toll. Er hat einfach eine unheimlich sympathische und humorvolle Art und ich mochte ihn mit jeder Seite mehr. Ausgangspunkt der Handlung ist ein Autounfall, in dessen Folge sich Ezras Leben komplett geändert hat - er ist nicht mehr der Tennis-Star an der Schule, seine Freundin will ihn nicht mehr und auch er selbst hat sich verändert. Der Unfall und die Zeit unmittelbar danach werden nur kurz angesprochen. Das fand ich sehr gut, da das Ganze dadurch nicht zu dramatisch wirkte. Mit Beginn des neuen Schuljahres kehrt nicht nur Ezra an seine Schule zurück, nein. Es gibt auch noch eine neue Schülerin - Cassidy, die natürlich nichts von Ezras Unfall weiß. Auch sie war mir auf Anhieb sympathisch, sie war nicht so ein "typisch geheimnisvolles" Mädchen wie man sie in vielen Büchern findet, sondern ganz einfach besonders und trotzdem authentisch. Im Laufe der Zeit tauchen noch weitere Charaktere auf, die alle wirklich toll waren. Sie waren gut ausgearbeitet und hatten ihren eigenen Charakter, ohne zu sehr in den Vordergrund zu treten. 
Nachdem mich die ganzen Protagonisten und Akteure begeistern konnten, waren natürlich gute Grundlagen für eine tolle Geschichte vorhanden und auch die Handlung an sich war wunderschön. Ich möchte gar nicht viel verraten, aber es war genau die richtige Mischung: typische Probleme im Teenager-Alter, Liebesgeschichte, Freundschaft, die Planung des eigenen Lebens, ... Glücksgefühle, Verliebtheit, Trauer... Das ganze Buch wird im Cover wiedergespiegelt: es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Mir hat es unheimlich gut gefallen und war absolut positiv überrascht. Ich denke, nicht jedem wird das Ende ohne weiteres gefallen, doch ich finde es mehr als gelungen und kann das Buch nur empfehlen! Es erzählt eine wundervolle authentische Geschichte über das Leben und die Liebe und alles was dazu gehört und hat meiner Meinung nach viel mehr Beachtung verdient!

Robyn Schneider ist Autorin, Schauspielerin und Videobloggerin. Sie studierte Kreatives Schreiben an der Columbia University und Medizinethik an der Pennsylvania School of Medicine. Sie lebt in Los Angeles - und im Internet. (Quelle)



4,5 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Freitag, 30. Januar 2015

Rezension ♥ Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind



Titel: Raven Stone - Wen Geheimnisse tödlich sind
Autor: Joss Stirling
Verlag: dtv (November 2014)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 416
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: Band 1 von ?

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In letzter Zeit gehen seltsame Dinge an dem Eliteinternat vor sich, das Raven Stone besucht. Schüler verschwinden spurlos, ihr beste Freundin wendet sich plötzlich von ihr ab . . . Also beschließt Raven, der Sache auf den Grund zu gehen. An Ravens Seite ist der neue Mitschüler Kieran. Er ist superintelligent und weiß einfach alles – und geht Raven damit ziemlich auf die Nerven. Andererseits fühlt sie sich sehr zu dem rätselhaften, ungemein attraktiven Jungen hingezogen. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen?

Das Cover finde ich im Großen und Ganzen sehr schön gestaltet. Es passt durchaus zum Inhalt des Buches und spricht sicherlich viele Leserinnen an. Mir persönlich ist es fast etwas zu mädchenhaft, aber das ist lediglich Geschmackssache. Eigentlich hatte ich gar nicht unbedingt vor, das Buch zu lesen. Die "Macht der Seelen"-Trilogie von Joss Stirling hat mir gut gefallen, aber dieser Klappentext klang für mich nicht nach einem Must-Read. Nachdem mir dieses neue Werk der Autorin aber von einigen Bloggerinnen mehr als empfohlen wurde, war ich dann doch neugierig. Gleich zu Beginn lernt man Raven, die Protagonistin, kennen. Ihre Eltern sind bereits verstorben und nun lebt sie in einem Elite-Internat. Dort passt sie aber nicht so richtig zu den restlichen Schülern, die im Gegensatz zu ihr alle aus reichen Elternhaus stammen. Zu allem Überfluss wird ihr plötzlich auch noch nachgesagt, eine Diebin zu sein und nach und nach wenden sich all ihre Mitschüler gegen sie. Einzig und allein Kieran und Joe, die neu an die Schule kommen, halten zu ihr und helfen ihr. Die beiden sind aber alles andere als zwei normale Schüler - sie sind eine Art Geheimagenten und haben eine Mission zu erfüllen. Seit geraumer Zeit verschwinden Schüler und kehren entweder gar nicht oder komplett verändert zurück. Was mit ihnen geschieht weiß niemand, doch genau das sollen Kieran und Joe nun ändern... Das alles erfährt man relativ zu Beginn des Buches. Allerdings weiß Raven nichts von der Mission der beiden Jungs. Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, so dass der Leser immer schon viel mehr weiß als Raven selbst. Dies fand ich zunächst ziemlich unpassend, aber im Laufe der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Besonders als ich gemerkt habe, dass die Spannung unter dieser Tatsache kein bisschen zu leiden hat. Es wurde an beinahe keiner Stelle langweilig und ich wollte durchgängig wissen, wie es weitergeht. Die Grundidee des Ganzen fand ich nicht weltbewegend, aber gut und unterhaltsam. Ähnlich verhielt es sich mit den Charakteren. Raven mochte ich mal mehr, mal weniger, aber insgesamt konnte ich mich gut mit ihr anfreunden. An einigen Stellen fiel es mir allerdings schwer, sie und ihre Handlungen und Gefühle zu verstehen. Zu Kieran und Joe muss ich leider sagen, dass sie für mich mehr als enttäuschend waren. Nachdem ich die männlichen Charaktere aus Joss Stirlings anderen Büchern wirklich gerne mochte, fand ich die beiden schon beinahe unsympathisch. Sie kamen mir oft sehr klischeehaft und auch absolut unoriginell vor und machten das ganze Buch für mich ein bisschen schlechter. Obwohl ich das Buch wirklich nicht schlecht fand war ich relativ enttäuscht, weil ich von Joss Stirling mehr als nur "gut" gewöhnt bin. Auch das Ende konnte nicht mehr viel an meiner Meinung ändern. Ich fand es zwar nicht schlecht, aber mir war der ganze Showdown irgendwie zu viel Show und zu wenig Handlung. Außerdem wurden viele Fragen, die während des Lesens bei mir aufkamen, überhaupt nicht oder nicht zufriedenstellend beantwortet. Alles in allem konnte mich das Buch relativ gut unterhalten und es ließ sich schnell lesen. So richtig begeistern konnte es mich aber nicht. Ob ich dem nächsten Buch von Joss Stirling, dessen Handlung sich um andere Charaktere, aber ebenfalls um den "Geheimdienst" für den Kieran und Joe arbeiten, drehen wird, noch eine Chance geben werde weiß ich bisher noch nicht. Wer "Raven Stone" lesen möchte - ich kann euch nur empfehlen, nicht allzu hohe Erwartungen zu haben. Mit der "Macht der Seelen"-Trilogie kann das Buch meiner Ansicht nach bei weitem nicht mithalten.  

Joss Stirling studierte Anglistik in Cambridge und arbeitete als Diplomatin in Polen. Mittlerweile schreibt sie sehr erfolgreich Romane für Kinder und Jugendliche. Mit ›Finding Sky‹, dem ersten Band der ›Macht der Seelen‹-Trilogie, war sie 2013 von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Oxford. (Quelle)



3 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Mittwoch, 23. April 2014

Rezension: Weil ich Will liebe




Titel: Weil ich Will liebe
Autor: Colleen Hoover
Verlag: dtv (Mai 2014)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 368
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: 
1. Weil ich Layken liebe
2. Weil ich Will liebe

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Es ist jetzt über ein Jahr her, dass Will Layken zum ersten Mal begegnet ist. Und ihre Liebe scheint täglich stärker zu werden. Doch als Will im neuen Studienjahr auf seine Ex-Freundin Vaughn trifft, beschließt er, Layken nichts davon zu erzählen. Ein fataler Fehler, denn als Layken die beiden zufällig sieht, missversteht sie die Situation.

Das Cover finde ich wirklich sehr schön. Es ist genauso gestaltet wie das des ersten Bandes, nur dass es statt pink in türkis gehalten wurde. Es ist zwar nicht zu sehr überladen oder gar zu bunt, aber dennoch nicht langweilig und es passt meiner Meinung nach auch im Entferntesten zur Geschichte. Da das Buch eigentlich noch gar nicht erschienen ist, war ich sehr überrascht, als ich das Buch im Buchladen gesehen habe. Natürlich musste ich es sofort kaufen und habe dann auch gleich angefangen, zu lesen. Ich habe sehr schnell wieder in die Geschichte hinein gefunden und nach und nach fielen mir auch sämtliche Einzelheiten des ersten Bandes wieder ein. Will und Layken waren mir auf Anhieb sympathisch und ich mochte sie fast noch mehr als davor. Auch ihre kleinen Brüder Kel und Coulder habe ich sofort wieder ins Herz geschlossen und ich mochte sie trotz oder gerade wegen ihrer manchmal etwas frechen und ungehorsamen Art, ihren Geschwistern gegenüber, unglaublich gerne. Der Klappentext klang für mich eigentlich nicht besonders toll, aber jetzt im Nachhinein finde ich ihn auch ein wenig irreführend, denn er klingt nach einem typischen "2. Band von einer Liebesgeschichte"-Problem, dabei ist die Geschichte in Wahrheit noch viel tiefgründiger und es passiert noch so viel mehr. Insgesamt war die Handlung einfach rundum perfekt, die Charaktere waren perfekt, die Spannung auch, genauso wie der Schreibstil. Ich kann euch das Buch nur empfehlen, auch wenn euch der Klappentext nicht sofort anspricht. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen und danach erst einmal eine halbe Stunde davon geschwärmt. Eigentlich gibt es gar keine Worte, mit denen ich beschreiben könnte, wie toll ich das Buch finde...

Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas. Ihren Erstling ›Weil ich Layken liebe‹ veröffentlichte sie zunächst als E-Book und stand damit sofort auf der New York Times-Bestsellerliste. Mittlerweile hat sie weitere Romane geschrieben, die allesamt eine große Fangemeinde haben und zu internationalen Bestsellern wurden. (Quelle)



5 von 5


Montag, 24. März 2014

Rezension: Bunker Diary




Titel: Bunker Diary
Autor: Kevin Brooks
Verlag: dtv (März 2014)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 300
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ab 15 Jahren
Reihe: ---

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Sechs Personen in einem Bunker, festgehalten von einem namenlosen Entführer, dessen Identität ebenso unklar ist wie sein Motiv. Der sechzehnjährige Linus ist der Erste. Die neunjährige Jenny sowie vier Erwachsene folgen. Der Willkür des unbekannten Täters ausgesetzt, suchen Linus und seine Mitgefangenen nach einem Weg, in dieser gnadenlosen Situation das zwangsweise Miteinander erträglich zu machen. Doch als der Entführer beginnt, sie aufeinanderzuhetzen und anbietet, einen von ihnen um den Preis des Lebens eines der anderen freizulassen, eskaliert die Situation . . .

Eigentlich hatte ich noch nicht besonders viel von dem Buch gehört bevor ich es gekauft habe. Auch das Cover gefällt mir eigentlich nicht so richtig gut, weshalb ich mir immer noch nicht im Klaren darüber bin, warum ich "Bunker Diary" überhaupt gekauft habe. Zwar passt die Aufmachung wunderbar zum Inhalt, aber meiner Meinung nach hätte man es doch noch ein klein wenig gruseliger und düsterer gestalten können. Der Klappentext hat mich zwar schon neugierig gemacht, aber auch er hat das Buch für mich noch nicht zu einem Must-Read gemacht. Als ich anfing das Buch zu lesen fand ich es mittelmäßig. Es war zwar nicht komplett langweilig, aber die Spannung ließ doch sehr auf sich warten. Zunächst wird sehr genau beschrieben, wie die sechs Gefangenen nach und nach im Bunker eintreffen und man erfährt zum Teil auch viel über ihr Leben und auch über die anfängliche Beziehung zwischen den jeweiligen Entführten. Dieser Teil des Buches wurde meiner Meinung nach einfach zu sehr in die Länge gezogen, so dass es mich nicht fesseln konnte. In der zweiten Hälfte nahm die Spannung zwar zu, aber irgendwie hatte ich trotzdem nicht dieses Gänsehaut-Feeling, dass ich sonst bei vielen Thrillern habe und zusätzlich hatte ich auch nicht das dringende Bedürfnis, zu erfahren, wie alles ausgeht. Linus war mir zwar relativ sympathisch, aber dennoch wurde ich nicht richtig mit ihm warm. Somit war die Handlung an sich für mich nicht schlecht, aber auch nicht wirklich toll. Einzig und allein Kevin Brooks Schreibstil konnte mich voll und ganz überzeugen, denn ich fand ihn richtig gut und allein deswegen werde ich mit Sicherheit noch ein anderes Buch von ihm lesen. Ich kann euch das Buch leider nur empfehlen, wenn ihr keine große Spannung erwartet. 

Kevin Brooks, geboren 1959, wuchs in einem kleinen Ort namens Pinhoe in der Nähe von Exeter/Südengland auf. Er studierte in Birmingham und London. Sein Geld verdiente er lange Zeit mit Gelegenheitsjobs. Seit dem überwältigenden Erfolg seines Debütromans ›Martyn Pig‹ ist er freier Schriftsteller. Für seine Arbeiten wurde er mit renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, für den er innerhalb von sieben Jahren fünf Mal nominiert und den er zwei Mal erhalten hat. Seit 2011 schreibt er auch Kriminalromane für Erwachsene. (Quelle)



2,5/5