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Dienstag, 31. Januar 2017

REZENSION - Schau mir in die Augen Audrey





Titel: Schau mir in die Augen, Audrey
Autor: Sophie Kinsella
Verlag: Goldmann (TB 2017 / Paperback 2015)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Audrey wächst in einer liebevollen, leicht durchgeknallten Familie auf: Ihr großer Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter Teddybär. Doch Audrey weiß, dass sie selbst am durchgeknalltesten ist – sie leidet unter Angststörungen, kann nicht mehr zur Schule gehen und niemandem in die Augen sehen, weshalb sie stets eine Sonnenbrille trägt. Als sie auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, das viel mehr ist als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Als das Buch frisch erschienen war habe ich mich zunächst gar nicht groß damit befasst, weil mir das Cover überhaupt nicht gefallen hat. Dieses hier hat mich aber direkt angesprochen und mich dazu gebracht mir den Klappentext durchzulesen - zum Glück, denn er klang für mich so wahnsinnig gut, dass ich das Buch direkt lesen wollte. Als ich dann tatsächlich mit dem lesen anfing kam ich sehr schnell in die Geschichte rein und habe die Protagonistin, Audrey, sofort ins Herz geschlossen. Sie ist definitiv keine Protagonistin wie jede andere, hat eine soziale Phobie und eine generalisierte Angststörung und hat deshalb immer eine Sonnenbrille auf. Und sie war einfach toll, sympathisch und liebenswert. Auch das Thema finde ich perfekt gewählt, denn mittlerweile gibt es viele Bücher zu 'schwierigeren' Themen, aber (zumindest meinem Gefühl nach) nur wenige über Angststörungen bei Jugendlichen, besonders nicht über eine soziale Phobie. Umso mehr hat es mich gefreut, dass diese Thematik hier auch so gut umgesetzt wurde. Ich konnte die Gefühle und Gedanken von Audrey gut nachvollziehen und obwohl ich schon Erfahrung mit dem Thema habe bin ich fest davon überzeugt, dass das den meisten so gehen wird. Die ganze Handlung ist wirklich authentisch und beschönigt auf keinen Fall irgendeine psychische Krankheit. Auch wird während ihrem Verlauf wohl den allermeisten klar werden, dass jede solche Krankheit einen Leidensdruck mit sich bringt, das ganze Leben beeinflusst bzw behindert und nicht einfach mal schnell vorbei geht. Natürlich muss man sich immer vor Augen halten, dass nicht jeder Krankheitsverlauf dem von Audrey gleicht, aber der Autorin ist mit ihrer Geschichte eine gute Darstellung gelungen und ich wurde von dem Buch sogar noch positiv überrascht. Ich war total gefesselt und habe Audrey und auch ihre Familie und die anderen Charaktere sehr ins Herz geschlossen. Jeder war etwas besonderes und hatte seine ganz eigenen Macken. Diesen Aspekt fand ich ebenfalls sehr schön, denn in einigen Momenten sind die eigentlich psychisch gesunden Menschen einfach viel 'Verrückter ' als diejenigen, die aufgrund psychischer Krankheiten gerne mal als verrückt abgestempelt werden. Ganz zum Schluss muss ich jetzt noch sagen, dass es schon auch einen kleinen Punkt gab der mich ein klein wenig gestört hat, aber diesen kann ich nicht nennen, da ich sonst spoilern würde. Er hat mich aber wirklich nicht sehr gestört und ist auch nur an einer Stelle aufgetreten. Meiner Meinung nach ist Sophie kinsella mit 'schau mir in die Augen, Audrey' ein wundervolles Buch über ein wichtiges Thema gelungen das ich jedem nur empfehlen kann - nicht nur jugendlichen! Mir persönlich wird die Geschichte bestimmt lange in Erinnerung bleiben.

Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?«, »Kein Kuss unter dieser Nummer« oder mit ihren unter dem Namen Madeleine Wickham verfassten Romanen im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London. (Quelle: Verlagshomepage Randomhouse)




5 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön von mir geht an den Verlag für dieses schöne Rezensionsexemplar!

Freitag, 11. November 2016

REZENSION - Alles so leicht




Titel: Alles so leicht
Autor: Meg Haston
Verlag: Thienemann (Juli 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 320
Preis: ca. 20€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: ---

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Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan.


Das Cover gefällt mir wirklich gut, ich mag die Farbwahl sehr gerne und die ganze schlichte Gestaltung an sich trifft einfach perfekt meinen Geschmack. Da ich mich sehr für das Thema "Essstörungen" und "Magersucht" interessiere und auch einen persönlichen Bezug dazu habe wollte ich das Buch schon seit längerer Zeit lesen. Der Klappentext klang für mich mal nach etwas anderem, nicht nach dem typischen Buch zu diesem Thema und gerade das hat mich zusätzlich neugierig gemacht. Anstatt an dem Punkt einzusetzen als Stevie in die Krankheit hineinrutscht beginnt das Buch an einer Stelle an der die 17-jährige Protagonistin schon fest entschlossen ist an ihrer Magersucht zu sterben und das bald, denn bald jährt sich das schreckliche Ereignis, das Stevies Leben für immer veränderte - und diesen Tag möchte sie keinesfalls erleben. Die Kapitel sind mit mit der Nummer des Tages, den die Protagonistin im Therapiezentrum für Essstörungen verbringt, betitelt. Das ganze Buch spielt sich innerhalb von Tagen - nicht Wochen oder Monaten - ab, was ich je nach Situation und Aspekt der Geschichte zum Teil gut, aber auch manchmal nicht so gut fand. Stevie an sich kann ich nach wie vor nicht wirklich beurteilen. Einerseits habe ich sie mit der Zeit doch ins Herz geschlossen, aber zum Teil mochte ich sie auch gar nicht. Ebenfalls Zwiegestalten bin ich bei der Schilderung ihrer Gedanken und Gefühle. Hier war zwar vieles realistisch beschrieben und gut erzählt, aber an manchen Stellen war es mir einfach zu viel des Guten. Es mag sein, dass einige Erkrankte solche Gedanken haben, aber ich kann mir vorstellen, dass einige Leser, die sich noch nicht ganz so viel mit dem Thema Essstörungen beschäftigt haben, dadurch ein nicht ganz "richtiges" Bild von der Krankheit bekommen, da in "Alles so leicht" eben eher ein zum Teil speziellerer Fall behandelt wird. Die Handlung an sich hat mir ganz gut gefallen und es gab auch viele gute Beschreibungen und Erzählungen und auch Passagen, die ich unheimlich gut gelungen fand. Allerdings fielen mir auch viele Aspekte auf, die mich gestört und zum Teil auch geärgert haben, weil Aussenstehende womöglich ein in manchen Punkten nur einen sehr einseitigen Einblick in die angesprochenen Krankheitsbilder bekommen. Besonders Stevies Therapeutin fand ich einfach schrecklich ausgearbeitet. Sie wirkte eher wie ihre Rundum-Betreuerin und überhaupt kein bisschen, wie eine authentische Therapeutin. Darüber habe ich mich wirklich unzählige Male aufgeregt und hätte das Buch in einigen Momenten am liebsten gegen die Wand geschleudert, weil ich so unglaublich genervt von dieser pseudo-perfekten Therapeutin war. Zu sehr ins Detail gehen möchte ich nicht, aber ich kann abschließend sagen, dass ich das Buch zwar nicht schlecht fand, aber auch nicht wirklich gut. Meine Erwartungen wurden bei weitem nicht erfüllt und ich kann das Buch auch nur bedingt weiterempfehlen. Nicht empfehlen würde ich die Geschichte für Betroffene, die noch nicht so stabil sind und auch für Nicht-Betroffene, die sich noch nicht viel mit dem Thema Essstörungen beschäftigt haben. Wer allerdings schon einiges dazu weiß und evtl. auch gelesen hat kann mit diesem teilweise eher besonderen Fall vielleicht noch einmal ein bisschen anders an das Ganze herangehen. Die Therapeutin sollte man meiner Meinung nach aber nicht als realistisch dargestellt betrachten. 


Meg Haston lebt in Jacksonville, Florida. Hier schreibt sie und arbeitet als Beratungslehrerin an einer Privatschule. „Alles so leicht“ ist ihr erster Jugendroman. (Quelle: Verlagsseite)



2,5 von 5




Donnerstag, 15. September 2016

REZENSION - Glück ist eine Gleichung mit 7





Titel: Glück ist eine Gleichung mit 7
Autor: Holly Goldberg Sloan
Verlag: Hanser (Juli 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Willow ist ein Energiebündel, denkt immer positiv und interessiert sich für alles: Sie studiert das Verhalten von Fledermäusen, züchtet Zitrusfrüchte im Garten und begeistert sich für die Schönheit der Zahl 7. Ihr größter Wunsch ist es, gleichaltrige Freunde zu finden. Dafür lernt sie sogar Vietnamesisch. Doch dann verunglücken ihre Adoptiveltern bei einem Autounfall. Es ist wie ein Wunder, wie Willow mit ihrer Art zu denken – ihrer Hochbegabung – und ihrem ungebrochenen Charme ihre Welt zusammenhält. Dabei verändert sie das Leben aller, die sie trifft, und jeder Einzelne entdeckt, welche Kräfte in ihm stecken.

Das Cover des Buches hat mir auf Anhieb gut gefallen. Es ist wirklich wunderschön gestaltet, sowohl schlicht als auch detailreich und zur Geschichte könnte es nicht besser passen. Genauso schön finde ich den abgedruckten Spruch und auch der Inhalt des Buches an sich konnte mich restlos überzeugen. Direkt von Anfang an sind mir nur positive Dinge aufgefallen. Der Schreibstil war toll, die Protagonistin Willow war einfach nur liebenswert und die Handlung perfekt unperfekt. Alles beginnt mit einem Unfall bei dem die zwölfjährige Willow ihre Adoptiveltern verliert und ihre ganze sichere und strukturierte Welt auf den Kopf gestellt wird. Ihre Zukunft ist ungewiss, denn Verwandte gibt es nicht und die vorübergehende Lösung lässt sich nicht für längere Zeit vereinbaren, denn die Familie bei der Willow zunächst aus der Not hinaus unterkommt lebt selbst in katastrophalen Verhältnissen. Ich mochte die Geschichte unfassbar gerne, denn im Gegensatz zu vielen anderen war sie extrem authentisch und kein bisschen übertrieben oder unlogisch. Genau das gleiche gilt auch für die Haupt- und Nebencharaktere. Willow selbst habe ich sehr ins Herz geschlossen und sie war einfach so besonders und liebenswert und ihre eigene Denkweise fand ich wirklich schön und auch beeindruckend. Bei den anderen Personen ist mir ebenfalls die Authentizität aufgefallen. Jeder von ihnen wurde detailliert, aber dennoch natürlich beschrieben und war toll ausgearbeitet. Sie alle hatten ihre Fehler und Stärken und ich hätte nichts dagegen gehabt, noch mehr Seiten mit Ihnen zu lesen. Insgesamt hat mich das Buch nachhaltig beeindruckt und berührt und ich kann es jedem weiterempfehlen. Die Geschichte lebt von ihrer Authentizität und Unvollkommenheit und der ihrer Charaktere. Selbst Passagen die weniger ereignisreich sind waren fesselnd und spannend und genial und mir war keine Sekunde langweilig während dem lesen. Es kommt selten vor, dass ich gar keine Kritikpunkte habe, aber hier ist das definitiv der Fall.

Als die Regisseurin, Filmproduzentin und Drehbuchautorin Holly Goldberg Sloan mit 24 Jahren ihr erstes Drehbuch verkaufte, war sie schon viel herumgekommen und hatte bereits in den Niederlanden, in Istanbul, New York City, Washington D.C. und Eugene, Oregon gelebt. Heute ist sie sesshaft geworden und lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in Santa Monica, Kalifornien. Glück ist eine Gleichung mit 7 (2015) ist ihr erstes Jugendbuch bei Hanser. (Quelle: Verlagsseite)




5 von 5
(Lieblingsbuch)




Donnerstag, 25. August 2016

REZENSION - Schizo, Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbst



Titel: Schizo - Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbst.
Autor: Nic Sheff
Verlag: Fischer (Juni 2015)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 272
Preis: ca. 9€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Während Miles‘ erstem schizophrenen Anfall verschwindet sein Bruder spurlos. Zwei Jahre später hat die Polizei die Suche längst aufgegeben. Aber Miles ist sich sicher: Sein Bruder wurde entführt, und er muss ihn retten. Und so macht er sich heimlich auf die Suche, begleitet nur von den Stimmen in seinem Kopf … und er findet eine Wahrheit, die alles in Frage stellt, woran er je geglaubt hat.

Als ich das Buch in den anstehenden Neuerscheinungen entdeckte, war für mich sofort klar, dass ich es mir kaufen und es lesen würde. Ich finde Bücher, die sich mit psychischen Krankheiten bei Jugendlichen beschäftigen immer sehr interessant und besonders ein Buch über Schizophrenie hatte ich noch nie gelesen. Das Cover gefällt mir gut, obwohl dieses allein mich vermutlich nicht zum Kauf verleitet hätte. Allerdings passt es wunderbar zur Geschichte und es ist mal was anderes als die Cover, die es inzwischen überall hundertfach zu sehen gibt. Als ich anfing zu lesen hatte ich einige Startschwierigkeiten. Es wurden für mich persönlich zu viele Adjektive verwendet, was etwas übertrieben und unnatürlich wirkte. Trotzdem wollte ich wissen wie die Geschichte weitergeht und nach einiger Zeit ließen auch die endlosen Beschreibungen nach. Die Handlung an sich hat mir gut gefallen und war auch spannend zu lesen. Auch wenn eigentlich gar nicht so unglaublich viel an Ereignissen passiert wurde es nicht langweilig und auch die Charaktere wuchsen mir and Herz, wenn auch nicht ganz so sehr wie erhofft. Der Protagonist Miles war authentisch dargestellt. Weder zu cool noch zu leidend, hier wurde meiner Meinung nach ein gutes Mittelmaß gefunden. Was ich schade fand war, dass ich bereits ganz am Anfang einen Verdacht hatte, wie die Geschichte rund um Miles, seine Krankheit und seinen verschwundenen Bruder ausgehen könnte welcher sich letztendlich auch bestätigt hat. Gut hätte ich auch gefunden wenn man als Leser ein bisschen mehr über die Krankheit Schizophrenie erfahren hätte. Ich fand sie war zwar gut in die Geschichte eingebaut, aber ich hätte mir gewünscht noch ein paar mehr Details zu erfahren. Trotz allem hat es mir wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen und kann es auch weiterempfehlen. Wer hier eine riesige Spannung und Action erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden, aber ich denke, das Buch könnte trotzdem einigen genauso gut gefallen wie mir.

Nic Sheff weiß, wie es sich anfühlt, den Sinn für die Realität zu verlieren. Als Teenager und junger Erwachsener rang er mit Drogenabhängigkeit und psychischen Problemen. Seine autobiographischen Bücher über seine Sucht und Rückfälle waren in den USA ein Riesenerfolg. ›Schizo‹ ist sein erster Roman. Nic Sheff möchte darlegen, was Schizophrenie im Teenageralter bedeutet, in dieser ohnehin schon fragilen Lebensphase. Viele der Situationen im Roman hat er selbst erlebt. Vor allem aber geht es ihm um den Ausweg. Er möchte zeigen, dass das Leben auch mit einer psychischen Erkrankung lebenswert sein kann. (Quelle: Amazon)



4 von 5



Freitag, 22. April 2016

REZENSION - Together Forever




Titel: Together Forever - Total verliebt
Autor: Monica Murphy
Verlag: Heyne
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 270
Preis: ca. 9€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: Together Forever, Band 1

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Ich bin die Freundin von Drew Callahan, College-Football-Legende und Traumtyp. Er ist schön, lieb – und trägt noch mehr Geheimnisse mit sich herum als ich. Er hat mich zu einem Teil seines Lebens gemacht, in dem alles nur Schein ist und jeder mich irgendwie hasst. Und wie es aussieht, will ihn jede haben. Aber er hat nur eins im Kopf: mich. Ich weiß nicht, was ich noch glauben soll. Das Einzige, was ich weiß: Drew braucht mich. Und ich will für ihn da sein. Für immer.

Das Cover finde ich ganz gut gelungen, es ist zwar nichts besonderes, aber insgesamt süß und passend zur Geschichte gestaltet. Es fällt zwischen anderen Büchern des gleichen Genres nicht weiter auf, was ich aber okay finde. Vor allem da sich meiner Meinung nach auch der Inhalt nicht groß von anderen Büchern abhebt. Insgesamt fand ich die grundsätzliche Idee der Handlung ganz gut, aber eben nicht neu. Allzu große Überraschungen habe ich allerdings auch nicht erwartet. Zu Beginn kam ich sehr gut in die Geschichte hinein, der Schreibstil war locker und leicht zu lesen und Spannung kam auch direkt auf. Es wird gleich klar, dass die Protagonisten Drew und Fable eine Last mit sich herumschleppen und ich wollte natürlich unbedingt wissen, wie diese aussieht. Leider zog sich diese Spannung nicht gut durch, denn ich persönlich hatte relativ schnell eine Vermutung, was sich bei Drew hinter seinem Geheimnis verbirgt. Ein wenig mehr Geheimniskrämerei hätte dem Buch an dieser Stelle bestimmt gut getan, denn die Charaktere an sich konnte mich wirklich begeistern. Sie waren mir beide total sympathisch und ich habe sie schnell ins Herz schließen können. Besonders Fables Gedanken und Handlungen waren für mich sehr gut nachvollziehbar und ich habe mich ihr nahe gefühlt. Was ich schade fand war, dass die Geschichte vom Grundsatz her einigen anderen Reihen sehr ähnelt und das Thema schon ein wenig zu häufig behandelt wurde. Dennoch habe ich auch diesen Auftakt der Reihe gerne gelesen und hätte nichts gegen ein paar Seiten mehr einzuwenden gehabt. Dank dem fiesen Cliffhanger am Ende werde ich mir auch Band 2 mit Sicherheit noch zulegen und dann auch ganz bald lesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Reihe besonders Mädchen, die gerne eine nicht allzu spannende Liebesgeschichte mit tollen Charakteren lesen möchten, gefallen wird und auch Fans der After-Reihe könnten hiermit glücklich werden. Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gefallen, aber mehr auch nicht. Daher hoffe ich, dass mich Band zwei noch mehr mitreißen kann.



3 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!


Donnerstag, 21. April 2016

REZENSION - Terror




Titel: Terror
Autor: Ferdinand von Schirach
Verlag: Piper
Einband: Gebundene Ausgabe (Dezember 2015)
Seitenanzahl: 176
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 16 Jahren
Reihe: ---

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Ein Terrorist kapert eine Passagiermaschine und zwingt die Piloten, Kurs auf ein voll besetztes Fußballstadion zu nehmen. Gegen den Befehl seiner Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot der Luftwaffe das Flugzeug in letzter Minute ab, alle Passagiere sterben. Der Pilot muss sich vor Gericht für sein Handeln verantworten. Seine Richter sind die Theaterbesucher, sie müssen über Schuld oder Unschuld urteilen. Ferdinand von Schirachs »Terror« ist ein Theaterstück von bedrückender Aktualität. Es stellt die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Werden wir uns für die Freiheit oder für die Sicherheit entscheiden? Wollen wir, dass die Würde des Menschen trotz der Terroranschläge noch gilt? Der Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo im Januar 2015 hat auf schrecklichste Weise gezeigt, wie hoch der Preis sein kann, den wir für unsere Freiheit zahlen müssen. Schirachs Rede auf Charlie Hebdo, die ebenfalls in diesem Band enthalten ist, ist ein Plädoyer für die Freiheit des Wortes, für unsere Zivilisation im Angesicht ihrer Feinde.

Das Cover finde ich sehr gelungen. Dadurch, dass es komplett weiß ist sticht der Titel sehr hervor, welcher allein schon die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ich bin auf einem anderen Blog auf das Buch gestoßen und er hat mich direkt neugierig gemacht, was in den heutigen Zeiten sicherlich nicht nur mir so geht. Nachdem ich dann auch noch gesehen habe, dass es sich bei "Terror" um ein Theaterstück handelt, welche ich bisher nur in alter Form in der Schule gelesen hatte, hat mich dann direkt überzeugt, das Buch zu lesen. Besonders auch weil mich das Thema des Inhalts sehr interessiert. Als ich anfing zu lesen musste ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen, er lässt sich zwar gut lesen, aber anders als in klassischen Romanen ist er eben doch. Das fand ich aber wirklich gut, denn aufgrund der Sachlichkeit konnte ich mich als Leser wirklich komplett selbst ein Bild der Ereignisse machen. Während dem Lesen kommt man auf keinen Fall um viel Nachdenken herum und das mochte ich sehr gerne. Obwohl keinerlei künstliche Spannung aufgebaut wurde, sonders alles sehr objektiv erzählt wurde und man beide Sichtweisen des Falls zu lesen bekommt, fand ich das Buch unglaublich spannend und das blieb auch die ganze Zeit über so. Bei den Charakteren gab es nichts festzustellen im Sinne von Sympathien oder Glaubwürdigkeit, allerdings kostet es einige eigenen Überlegungen zu entscheiden, welche Äußerungen man als Leser nachvollziehen kann und welche nicht. Die ganze Erzählung ist so gestaltet, dass der Leser sich komplett selbst entscheiden kann bzw. muss was er für richtig hält und mit welcher Seite er sich identifizieren möchte. Das wird auch nochmal am Ende deutlich, da es zwei Versionen davon gibt - je nachdem wie man sich persönlich während dem Lesen entschieden hat. Im Anschluss findet man noch eine Rede, die an jeden gerichtet ist, der sich auch nur ein wenig mit dem ganzen Thema Moral, Prinzipien und Recht auseinandersetzen möchte. Auch diese fand ich sehr gelungen und eindrucksvoll. Im Großen und Ganzen fand ich das Buch absolut genial und interessant, wobei es definitiv eine schwerere Lektüre ist, bei der man ums Nachdenken nicht herum kommt. Mehr zum Inhalt möchte ich aber gar nicht verraten, denn ich kann euch an dieser Stelle nur ans Herz legen, das Werk von Ferdinand von Schirach selbst zu lesen. Ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher von ihm lesen und dieses Buch meinen Eltern zum Lesen geben. Denn meiner Meinung nach sollte jeder (junge) Erwachsene ab ca. 16-18 Jahren dieses Buch gelesen haben, wenn er oder sie sich mit den vorher genannten Themen auseinandersetze möchte. 



5 von 5



Ein herzlichen Dank an den Piper-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Mittwoch, 13. April 2016

REZENSION - The Perfectionists - Lügen haben lange Beine



Titel: The Perfectionists - Lügen haben lange Beine
Autor: Sara Shephard
Verlag: cbt (August 2015)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 320
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: The Perfectionists
1. Lügen haben lange Beine
2. Gutes Mädchen, böses Mädchen

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Die Highschool-Mädchen Ava, Caitlin, Mackenzie, Julie und Parker haben nur ein Ziel: perfekt zu sein. Außer derselben Schule verbindet die privilegierten Überflieger nicht viel. Doch sie haben ein gemeinsames Hassobjekt: Nolan Hotchkins, gutaussehend, reich – und skrupellos. Jedem der Mädchen hat er übel mitgespielt. Die fünf schmieden einen Plan, wie man Nolan umbringen könnte – nur aus Spaß! Nie würden sie so etwas wirklich tun. Doch als Nolan ermordet aufgefunden wird und genau auf die Art, wie sie es geplant hatten, sind die Mädchen plötzlich Hauptverdächtige in einem hochbrisanten Mordfall. Wenn sie nicht bald den wahren Mörder finden, wird ihr perfektes Leben zusammenfallen wie ein Kartenhaus …

Dies ist jetzt die dritte Reihe, die ich von Sara Shephard lese und ich muss wirklich sagen, dass sie "Pretty Little Liars" oder "Lying Game" in nichts nachsteht. Das Cover mag ich wirklich sehr, mehr als die der anderen Bücher bzw. Reihen und die Farbauswahl finde ich ebenfalls mehr als gelungen. Das Buch sticht ins Auge und sieht toll im Regal aus. Nachdem die anderen Bücher der Autorin zum Teil zu meinen Lieblingen zählen war für mich von vornherein klar, dass ich auch "The Perfectionists" definitiv lesen werde. Der Klappentext hat für mich persönlich zwar nichts geändert, aber dennoch finde ich nicht, dass er dem Inhalt gerecht wird. Er klingt zwar wirklich spannend, aber nicht so besonders wie der Inhalt für mich war. Besonders zu Beginn hatte ich allerdings noch einige Schwierigkeiten mit den Namen und den vielen Charakteren, da es alleine fünf Protagonistinnen gibt - gefolgt von einer ganzen Reihe Nebencharakteren, die für die Handlung ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen. Auch die Beziehungen unter ihnen waren zum Teil erst einmal kompliziert und schlecht zu merken, aber spätestens in der Mitte der Geschichte kam ich damit gut klar. Außerdem macht genau diese Vielfalt an Charakteren auch den Charme des Buches aus. Alles ist unfassbar gut durchdacht und miteinander verwoben, was ich genial finde. Dafür bewundere ich Sara Shepherd in ihren Thrillern immer sehr, denn wie sie Geschichten erschafft ist einzigartig. Genauso konnten mich die Ereignisse der Handlung begeistern. Auch hier gab es viele Handlungsstränge parallel, daher werden die Kapitel auch so erzählt, dass immer eine der Protagonistinnen im Mittelpunkt steht und die anderen nur nebenbei erscheinen. Diese Art zu schreiben finde ich wirklich gelungen und auch hier kann ich die Autorin nur loben für ihr Talent zu erzählen. Über die Handlung an sich kann und möchte ich an dieser Stelle gar nicht viel sagen, um nichts vorweg zu nehmen. Stattdessen kann ich euch nur ans Herz legen, euch selbst von der Genialität und Spannung zu überzeugen und den Auftakt der Reihe zu lesen. Mir persönlich hat sie deutlich besser als "Lying Game" und mindestens so gut wie "Pretty Little Liars" gefallen und ich kann das Buch allen Fans von diesen beiden Reihen nur empfehlen!



5 von 5 



Dienstag, 12. April 2016

REZENSION - Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks



Titel: Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
Autor: Cynthia Hand
Verlag: Harper Collins (September 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich.
Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen.

Das Cover finde ich einerseits sehr schön gestaltet, da mir die Farbauswahl gut gefällt und ich auch die besondere Schreibweise des Titels gefällt, welche passend zur Protagonistin Lexie mit mathematischen Zeichen und Zahlen geschrieben ist. Das Motiv mit dem Mädchen und der Pusteblume gefällt mir zwar prinzipiell auch, allerdings hätte ich es ohne das Gesicht schöner gefunden, da ich es gerade bei diesem Buch besser gefunden hätte wenn man sich die Protagonistin selbst vorstellen könnte. Ich habe mir das Buch vor einer ganzen Weile aufgrund des interessanten Klappentextes gekauft, welcher für mich nach einem tiefgründigen und besonderem Thema klang und ich auch die Leseprobe besonders aufgrund des Schreibstiles sehr schön fand. Das Buch ist abwechselnd als normale Erzählung und als Tagebucheintrag aufgebaut, da Lexie für ihren Therapeuten Tagebuch schreiben soll. Das fand ich sehr schön, da ich so viel von ihren Gefühlen mitbekommen konnte. Lexie war für mich eine wundervolle Protagonistin, welche den selbstbestimmten Tod ihres jüngeren Bruders, Tyler, verarbeiten muss. Ihre Gefühlslagen und Gedanken sind wunderbar geschildert und authentisch dargestellt und ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Wie sie war ich hin und hergerissen zwischen der Wut auf Tyler, der sie und die, die ihn liebten allein gelassen hat und den Schuldgefühlen. Die Handlung war sehr gut ausgearbeitet und ging oftmals auch mehr in die Tiefe als ich erwartet hatte. Genauso wie die Charaktere wirkte sie absolut authentisch, was vermutlich auch daran liegt, dass sich der Bruder der Autorin ebenfalls das Leben genommen hat, wie sie im Nachwort schreibt. Die einzigen Stellen, die mir eher nicht so gut gefallen haben waren die, in denen Lexie mit ihrem Therapeuten Dave zusammen ist, weil mir ihre Beziehung einfach seltsam vorkam und nicht distanziert genug. Alle anderen Beziehungen allerdings sind Cynthia Hand meiner Meinung nach aber perfekt gelungen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und es konnte mich wirklich fesseln. Bis zum Ende hin blieb eine gewisse Spannung und Neugier meinerseits bestehen, die letztendlich auch befriedigt wurde. Das Ende fand ich wirklich schön, denn es wird nicht alles aufgeklärt, was bei einem solchen Vorfall auch nicht möglich ist und dennoch konnte ich gut mit der Geschichte abschließen. Das Ende rundete alles wundervoll ab und ich konnte das Buch zufrieden zuklappen. Daher möchte ich es hier auch allen empfehlen, die ein wenig tiefgründigere Bücher mit ernsteren Themen mögen. Insgesamt fand ich das Buch wirklich toll und viel besser als erwartet. 

Die New York Times-Bestsellerautorin Cynthia Hand unterrichtete mehrere Jahre lang Kreatives Schreiben an der Pepperdine University nahe Los Angeles, bevor sie sich hauptsächlich dem Schreiben widmete. Vor kurzem ist sie mit ihrer Familie zurück in ihre Heimatstadt in Idaho gezogen, wo sie die klare Luft genießt und an neuen Romanen schreibt. (Quelle)




5 von 5

Samstag, 9. April 2016

REZENSION - Silber, das dritte Buch der Träume


Titel: Silber - Das dritte Buch der Träume
Autor: Kerstin Gier
Verlag: FJB (Oktober 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 464
Preis: ca. 20€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: Silber-Trilogie
2. Das zweite Buch der Träume
3. Das dritte Buch der Träume

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Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut. Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden …

Ehrlich gesagt haben mich die ersten zwei Bände der Trilogie zwar gefesselt und mir wirklich gut gefallen, aber wirklich umgehauen haben sie mich nicht. Das änderte sich allerdings mit diesem Finale. Obwohl ich das Cover dieses Mal wirklich nicht schön finde mochte ich den Inhalt unfassbar gerne. Während am Anfang noch alles beim Alten blieb und ich die Geschichte ähnlich gut wie in Band eins und zwei fand, konnte mich das Buch danach mehr und mehr überzeugen. Obwohl ich zu Beginn kaum noch etwas vom vorherigen Inhalt wusste, fand ich wieder in die Handlung hinein, welche von Seite zu Seite an Fahrt aufnahm. Die Spannung wurde meines Erachtens nach auch immer größer und ich wollte unbedingt wissen, wer Secrecy ist und wie es mit Liv, Henry, Grayson und dem Rest der Charaktere weitergeht. So kam es auch, dass ich das Buch letztendlich an nur zwei Tagen durchgelesen hatte, was sicherlich auch viel mit Kerstin Giers fantastischem Schreibstil zusammenhing, welcher sich richtig schön lesen lässt. Ohne zu einfach zu sein ist er leicht verstehbar und von der Stimmung her immer recht humorvoll. Die Idee, die hinter der Silber-Trilogie steckt hat mir richtig gut gefallen, denn die Welt der Träume ist für mich zumindest ein Thema, das ich so noch selten in einem Roman erlebt hatte. Die Blogeinträge der geheimnisvollen "Secrecy" lockerten das Buch wieder schön auf und es ist ein schöner und auch besonderer Aspekt, welcher mir gut gefallen hat. So blieb es nicht bei der einfachen Erzählung, sondern alles wurde authentischer und auch spannender. Einen weiteren großer Pluspunkt bei mir hat die Gestaltung innerhalb des Buches ausgemacht. Die Kapitelanfänge sind wunderschön gestaltet und vor allem sehr niedlich und trotzdem passend zur Geschichte. So etwas finde ich immer unheimlich toll - wenn die Gestaltung sich nicht nur auf das Äußere eines Buches beschränkt. Hinzu kamen dann natürlich auch noch die zahlreichen Charaktere. Obwohl es gar nicht mal so wenige waren kam ich bei ihnen kein einziges Mal durcheinander, weil jeder von ihnen einen einzigartigen Charakter hatte, den man einfach nicht verwechseln konnte. Zwar konnte mich niemand von ihnen so begeistern, dass er oder sie unter meine liebsten Protagonisten gekommen wäre, aber dennoch hatte jeder von ihnen etwas Sympathisches an sich, mit dem sie sich in mein Herz geschlichen haben. Besonders aufgefallen ist mir in diesem Buch auch Livs kleine Schwester Mia, die ich fast am allermeisten mochte. Schlussendlich kann ich nur sagen, dass mir dieser dritte Teil am besten von allen drei Bänden gefallen hat und ich kann ihn allen Silber-Lesern nur empfehlen. Auch die gesamte Trilogie bekommt eine klare Leseempfehlung von mir und ich fand sie sogar ein wenig besser als die Edelstein-Trilogie rund um Gwendolyn.

Kerstin Gier ist Bestsellerautorin und schreibt überaus erfolgreiche Bücher für Jugendliche und Erwachsene. Ihre Leser lieben die Romane besonders für ihren einmaligen Witz, ihren unvergleichlichen Erzählton und ihre perfekte Mischung aus Humor, Romantik und Spannung. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln. (Quelle)




4,5 von 5 




Montag, 4. April 2016

REZENSION - Blink of Time



Titel: Blink of Time
Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena (Mai 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 310
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Sarah Layken flieht vor der Realität - doch vor welcher?
Ein Junge will ihr helfen - doch woher weiß er von ihrem Problem?
Kein Leben ist wie das andere - doch welches ist das richtige?

Um das richtige Leben zu finden, um ihre Liebe wiederzutreffen, um ihren Bruder vor einem Unglück zu bewahren, muss Sarah Layken die gleiche Situation wieder und wieder durchleben. Sie kann sich immer wieder für ein neues Leben entscheiden, aber sie kennt vorher niemals den Preis, den sie dafür bezahlen muss.

Als ich gesehen habe, dass Rainer Wekwerth, den ich bereits von der Labyrinth-Trilogie kannte, ein neues Buch herausgebracht hat, spielten Cover und Klappentext zunächst keine Rolle was meine Kaufentscheidung anging. Nachdem ich das Buch dann aber in den Händen hielt fand ich beides wirklich ansprechend. Das Cover ist nicht perfekt, aber ich mag es im Grunde sehr gerne, weil es zwar nicht zu aufgeregt, aber auch nicht langweilig aussieht. Den Klappentext fand ich zwar auch interessant, aber alleine er hätte mich nicht unbedingt zum Kauf gebracht. Nachdem "Blink of Time" seit mehreren Monaten auf meinem SuB lag, hatte ich jetzt plötzlich große Lust darauf und habe es mittlerweile in einem Tag komplett durchgelesen. Der Anfang konnte bei mir noch nicht so gut punkten, denn die Protagonistin Sarah war mir weitgehend unsympathisch, weil sie mir einfach zu übertrieben und möchtegern-cool war. Was mich zu Beginn auch ein wenig störte waren die Beschreibungen von Sarah und Josh, die mir zum Teil zu kitschig vorkamen. Nachdem ich mich aber durch die ersten hundert Seiten gelesen hatte, nahm die Handlung immer mehr an Fahrt auf und die Spannung nahm rapide zu. Auch die Idee gefiel mir inzwischen besser, welche ich am Anfang ehrlich gesagt nicht besonders außergewöhnlich fand. Sarah und Josh wurden mir auch schnell sympathischer und wuchsen mir mit der Zeit sehr ans Herz. Ich fieberte die ganze Zeit über mit ihnen mit und war immer wieder gespannt auf die nächste Realität der beiden. Womit wir auch direkt an meinem nächsten Pluspunkt angekommen wären - den Realitäten, die die beiden Protagonisten im Laufe der Geschichte kennenlernen. Es ist Rainer Wekwerth mit seinem tollen und trotzdem einfachen Schreibstil perfekt gelungen, diese auszuarbeiten und authentisch darzustellen. Auch wenn hierbei nichts richtig spektakulär war, haben mich die Realitäten zunehmend fasziniert und ich habe mir auch überlegt, wie ich in ihnen zurechtkommen würde. Was mir manchmal ein wenig zu viel war, war die Liebesgeschichte im Buch, auf die ich zu einem gewissen Teil gut hätte verzichten können. Und auch das Ende fand ich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ich hätte mir auf jeden Fall mehr Informationen und Antworten gewünscht, denn das Ganze war sehr offen gehalten. Trotzdem fand ich den Schluss keinesfalls schlecht, nur eben auch nicht wie ich es gerne hätte. Für mich war "Blink of Time" ein toller Zeitvertreib mit definitiv stärkerer zweiten Hälfte, die allerdings der Labyrinth-Trilogie von Rainer Wekwerth nicht ganz das Wasser reichen kann. Dazu fehlte mir die Spannung und Genialität der Handlung im ersten Drittel des Buches, was ich sehr schade fand. Dennoch konnte ich die Geschichte mit einem sehr zufriedenen Gefühl beenden und die Spannung in der letzten Hälfte hat mich das Buch letztendlich auch an nur einem Tag durchlesen lassen. Ich kann es jedem empfehlen, der ein wenig fantastisch angehauchte Bücher mag und nicht direkt eine riesige Spannung erwartet. 


Rainer Wekwerth ist Autor aus Leidenschaft. Oft liest man, ein Autor habe sein Hobby zum Beruf gemacht. Rainer Wekwerth dagegen bezeichnet das Schreiben als Sucht: Er kann gar nicht anders. (Quelle)


4 von 5 Wolken


Samstag, 2. Januar 2016

Rezension - Selection Stories 2: Herz oder Krone





Titel: Selection Storys 2 - Herz oder Krone
Autor: Kiera Cass
Verlag: Fischer
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 192
Preis: ca. 8€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: Selection-Reihe (Zusatzbände)
1. Selection Storys - Liebe oder Pflicht
2. Selection Storys - Herz oder Krone

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Lange bevor America Singer am Casting teilnahm, um die Hand des Prinzen von Illéa zu erobern, gab es bereits ein anderes Mädchen, das um die Liebe zu einem anderen Prinzen kämpfte. In ›Die Königin‹ erzählt Amberley, Prinz Maxons Mutter, von ihrem eigenen Casting und wie sie das Herz von König Clarkson eroberte. 
Marlee Tames, die zusammen mit America und 33 anderen Mädchen um die Hand von Prinz Maxon kämpfte, erzählt in ›Die Favoritin‹, wie sie ihrem eigenen Herz gefolgt ist und die Entscheidung ihres Lebens traf.

Bevor ich zum eigentlichen Inhalt des Buches komme, möchte ich erwähnen, dass das Cover in meinen Augen ein weiteres Mal ein Meisterwerk geworden ist. Es strahlt eine tolle Atmosphäre aus und passt wunderbar zum ersten Teil der Selection Stories. Da es sich dabei um einen zusätzlichen Band der Selection-Trilogie handelt, habe ich im vornherein nicht ganz so viel erwartet. Ich freute mich eher auf etwas für Zwischendurch, das mich ein wenig unterhalten könnte / und das habe ich in diesem Buch gefunden! Es startet mit der Geschichte von Amberly, Maxons Mutter und die Königin, die ähnlich wie America im Kampf um den Prinzen Clarkson mitmischt. Hier fand ich es interessant zu erfahren, wie alles abgelaufen ist und es ließen sich sowohl Ähnlichkeiten finden als auch sehr gegensätzliches. Amberly war mir leider nur mäßig sympathisch und ich wurde nicht so richtig mit ihr warm. Das kann aber eventuell auch am geringen Umfang ihrer Geschichte liegen, welcher relativ kompakt ist. Im zweiten Teil des Buches steht Marlee im Fokus - eine ehemalige Mitstreiterin Americas, die sich während des Castings in einen Wachmann verliebte und daraufhin abgewiesen wurde. Als Leser bekommt man immer wieder Einblicke in schon bekannte Ereignisse, nur aus anderer Sicht, aber man wird auch immer wieder in kleine Szenen geworfen, die die besondere Entwicklung der verbotenen Liebe lebendig werden lassen. Am Ende des Buches gibt es dann noch einige zusätzliche Insider-Informationen zu anderen Teilnehmerinnen des Castings und ein Interview mit Kiera Cass. Schlussendlich kann ich sagen, dass mich das Buch sehr gut unterhalten konnte. Zwar hat es mich nicht von Hocker gehauen, aber für einen Zusatzband ist es sehr gut gelungen. Ich kann es absolut jedem Fan der Selection-Trilogie empfehlen, der einfach nicht genug von der Welt rund um Illéa bekommen kann!



Kiera Cass wurde in South Carolina, USA, geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Virginia. Die Idee zu den ›Selection‹-Romanen kam ihr, als sie darüber nachdachte, ob Aschenputtel den Prinzen wirklich heiraten wollte – oder ob ein freier Abend und ein wunderschönes Kleid nicht auch gereicht hätten ...
Mit ihren ›Selection‹-Romanen hat sie es weltweit auf die Bestseller-Listen geschafft.
(Quelle: Verlag)




4 von 5 Punkten