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Donnerstag, 13. Oktober 2016

REZENSION - Es. ist. nicht. fair.




Titel: Es. ist. nicht. fair.
Autor: Sarah Benwell
Verlag: Hanser (Juli 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 18€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Mit der Diagnose ALS ist nichts mehr, wie es war, für den 17-jährigen Sora. Er wird sterben. Bald. Konfrontiert mit dieser Wahrheit sucht Sora nach einem Rest Selbstbestimmung und Würde. Einen geschützten Raum findet er in Chats im Internet. Hier findet er auch neue Freunde: die vom Zeichnen besessene Mai und den liebenswerten Kaito. Doch werden die beiden ihn auch noch mögen, wenn sie ihn richtig kennenlernen? Wenn sie alles über ihn wissen? Soras Gedanken kreisen immer konkreter um den Plan, wenigstens den Zeitpunkt seines Todes selbst zu bestimmen. Nur dafür braucht er die Hilfe seiner Freunde.

Das Cover finde ich wirklich schön gestaltet, auch wenn mir die Farbe ein wenig zu eintönig und langweilig ist. Es passt wunderbar zur Geschichte und strahlt eine ruhige, aber auch etwas nachdenkliche Stimmung aus und das Wort das mir beim anschauen als erstes in den Sinn kommt ist mehr als passend: loslassen. Unter anderem darum geht es in der Geschichte, in der Sona die Hauptrolle spielt. Sona ist 17 Jahre alt und hat ALS, eine schwerwiegende Erkrankung des Nervensystems, deren Fortschreiten sich nicht verhindern lässt. Inzwischen ist der Junge an seinen Rollstuhl gebunden, sein Körper versagt ihm mehr und mehr den Dienst und ihm ist klar, dass er in absehbarer Zeit einen unschönen Tod sterben wird. Auf der Suche nach ein wenig Normalität meldet er sich in einem Chatroom an. Die Handlung setzt in etwa an dem Punkt ein als Sona das tut. Zunächst war ich wirklich gespannt auf das Buch, weil ich noch nie ein Buch über die Krankheit ALS gelesen habe und mir relativ viel von der Geschichte erwartet habe. Daher wurde ich eher enttäuscht als ich mich durch die ersten Kapitel las. Es gab viele ganze Chats, die als solche abgedruckt sind, die ich einfach nur unrealistisch und weltfremd fand. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur ein einziger Jugendlicher heutzutage in dieser Weise und mit dieser Ausdrucksweise chattet. Trotzdem las ich relativ schnell weiter, aber auch mit der Zeit wurde meine Begeisterung für das Buch nicht wirklich groß. An sich fand ich die Handlung wirklich schön, mir gefiel die grundsätzliche Idee dahinter und auch die Beschreibungen von Sonas Alltag mit seiner Krankheit waren für mich authentisch. Zum Teil hätte man hier noch ein wenig mehr auf die Probleme eingehen können, die sich ihm in den Weg stellen, aber prinzipiell fand ich diesen Aspekt der Geschichte gut gelungen. Auch Sona selbst war mir nicht unsympathisch, aber so richtig mit ihm mitfühlen konnte ich nur selten. Die Beziehung zwischen ihm und den anderen Charakteren kam mir oft gestellt und unnatürlich vor, nicht selten auch zu primitiv und oberflächlich und ganz besonders gestört hat mich die Scheinheiligkeit, die auf mich zumindest wie eine solche gewirkt hat. Probleme gab es im Angesicht der komplizierten und dramatischen Situation viel zu wenig und die Charaktere gingen manchmal so befremdlich miteinander um, dass ich sogar ein paar mal richtig wütend wurde. Meiner Meinung nach hat die Handlung und die ganze Idee unheimlich großes Potenzial, da ALS in letzter Zeit auch immer wieder in den Medien aufgetaucht ist und die Krankheit und das Leben bzw der Tod mit ihr bestimmt viele Menschen, auch Jugendliche, interessiert. Leider war ich letztendlich ziemlich enttäuscht von dem Buch, auch wenn es sich trotz allem nicht zu dramatisch in die Länge gezogen hat und zumindest der Schreibstil gut und flüssig zu lesen war. Normalerweise lese ich wirklich gerne Bücher mit Krankheiten und Problemen aller Art, aber diese Geschichte konnte mich absolut nicht packen und ich kann sie daher leider nicht weiterempfehlen. Zu groß war in meinen Augen die fehlende Authentizität. 


Sarah Benwell lebt in Bradford Upon Avon und hat einen Magister für junges kreatives Schreiben an der Universiät von Bath Spa gemacht. Neben ihrem eigenen Schreiben gibt sie Schreibworkshops für Teenager und ist auf vielen Online-und Social Media-Plattformen aktiv. Mit über 5000 Followern auf den Seiten, auf denen sie schreibt und chattet, ist sie „eine bekannte Online-Persönlichkeit”. Es.Ist.Nicht.Fair. (2016) ist ihr Debüt. (Quelle: Verlagsseite



2,5 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön geht an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!



Donnerstag, 15. September 2016

REZENSION - Glück ist eine Gleichung mit 7





Titel: Glück ist eine Gleichung mit 7
Autor: Holly Goldberg Sloan
Verlag: Hanser (Juli 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Willow ist ein Energiebündel, denkt immer positiv und interessiert sich für alles: Sie studiert das Verhalten von Fledermäusen, züchtet Zitrusfrüchte im Garten und begeistert sich für die Schönheit der Zahl 7. Ihr größter Wunsch ist es, gleichaltrige Freunde zu finden. Dafür lernt sie sogar Vietnamesisch. Doch dann verunglücken ihre Adoptiveltern bei einem Autounfall. Es ist wie ein Wunder, wie Willow mit ihrer Art zu denken – ihrer Hochbegabung – und ihrem ungebrochenen Charme ihre Welt zusammenhält. Dabei verändert sie das Leben aller, die sie trifft, und jeder Einzelne entdeckt, welche Kräfte in ihm stecken.

Das Cover des Buches hat mir auf Anhieb gut gefallen. Es ist wirklich wunderschön gestaltet, sowohl schlicht als auch detailreich und zur Geschichte könnte es nicht besser passen. Genauso schön finde ich den abgedruckten Spruch und auch der Inhalt des Buches an sich konnte mich restlos überzeugen. Direkt von Anfang an sind mir nur positive Dinge aufgefallen. Der Schreibstil war toll, die Protagonistin Willow war einfach nur liebenswert und die Handlung perfekt unperfekt. Alles beginnt mit einem Unfall bei dem die zwölfjährige Willow ihre Adoptiveltern verliert und ihre ganze sichere und strukturierte Welt auf den Kopf gestellt wird. Ihre Zukunft ist ungewiss, denn Verwandte gibt es nicht und die vorübergehende Lösung lässt sich nicht für längere Zeit vereinbaren, denn die Familie bei der Willow zunächst aus der Not hinaus unterkommt lebt selbst in katastrophalen Verhältnissen. Ich mochte die Geschichte unfassbar gerne, denn im Gegensatz zu vielen anderen war sie extrem authentisch und kein bisschen übertrieben oder unlogisch. Genau das gleiche gilt auch für die Haupt- und Nebencharaktere. Willow selbst habe ich sehr ins Herz geschlossen und sie war einfach so besonders und liebenswert und ihre eigene Denkweise fand ich wirklich schön und auch beeindruckend. Bei den anderen Personen ist mir ebenfalls die Authentizität aufgefallen. Jeder von ihnen wurde detailliert, aber dennoch natürlich beschrieben und war toll ausgearbeitet. Sie alle hatten ihre Fehler und Stärken und ich hätte nichts dagegen gehabt, noch mehr Seiten mit Ihnen zu lesen. Insgesamt hat mich das Buch nachhaltig beeindruckt und berührt und ich kann es jedem weiterempfehlen. Die Geschichte lebt von ihrer Authentizität und Unvollkommenheit und der ihrer Charaktere. Selbst Passagen die weniger ereignisreich sind waren fesselnd und spannend und genial und mir war keine Sekunde langweilig während dem lesen. Es kommt selten vor, dass ich gar keine Kritikpunkte habe, aber hier ist das definitiv der Fall.

Als die Regisseurin, Filmproduzentin und Drehbuchautorin Holly Goldberg Sloan mit 24 Jahren ihr erstes Drehbuch verkaufte, war sie schon viel herumgekommen und hatte bereits in den Niederlanden, in Istanbul, New York City, Washington D.C. und Eugene, Oregon gelebt. Heute ist sie sesshaft geworden und lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in Santa Monica, Kalifornien. Glück ist eine Gleichung mit 7 (2015) ist ihr erstes Jugendbuch bei Hanser. (Quelle: Verlagsseite)




5 von 5
(Lieblingsbuch)




Mittwoch, 17. September 2014

Rezension ♥ Feuer und Flamme






Titel: Feuer und Flamme
Autor: Jenny Han & Siobhan Vivian
Verlag: Hanser (Juli 2014)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 448
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: Band 2 einer Trilogie
1. Auge um Auge
2. Feuer und Flamme
3. Asche zu Asche

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Lillia, Kat und Mary haben einen Pakt geschlossen: Gemeinsam wollen sie es denen heimzahlen, die ihnen früher einmal Unrecht angetan haben. Die erste Racheaktion der Mädchen ging leider ziemlich schief, aber Mary lässt der Verrat, mit dem Reeve sie vor vielen Jahren in die Verzweiflung trieb, einfach keine Ruhe. Ihr neuer Plan ist perfekt: Lillia macht sich an Reeve heran und dann bricht sie ihm das Herz. So wie er Mary damals das Herz gebrochen hat. So wird es vereinbart. Und so könnte es funktionieren – vorausgesetzt, es kommen keine Gefühle ins Spiel.

Das Cover finde ich wie auch das des ersten Bandes unglaublich schön, es ist in hellen pastellenen Farben gehalten, strahlt aber gleichzeitig etwas wildes und rebellisches aus und besser könnte man die Geschichte nicht in ein Cover verpacken. Nachdem mir "Auge um Auge" wahnsinnig gut gefallen hat musste ich auch unbedingt "Feuer und Flamme" lesen und hoffte auf eine gelungene Fortsetzung. Als ich anfing zu lesen fing ich leider etwas an daran zu zweifeln, ob mir Band 2 genauso gut gefallen würde wie Band 1. Das lag vor allem daran, dass noch keine allzu große Spannung vorhanden war. Dennoch hat mir auch dieser Teil des Buches gut gefallen, nur hat eben noch dieses gewisse Etwas gefehlt. Zum Glück tauchet dies schon bald auf und die Handlung nahm Fahrt auf. Mary, Kat und Lillia, die Protagonistinnen, waren mir nicht mehr und nicht weniger sympathisch als im ersten Band. Mary fand ich immer noch am besten, sie mochte ich am liebsten und ihre Gedanken und Gefühle konnte ich eigentlich fast immer nachvollziehen. Kat und Lilla mochte ich zwar auch, aber nicht ganz so sehr wie Mary. Der Schreibstil hat mir nach wie vor unglaublich gut gefallen und auch die Handlung hat mir wie schon erwähnt vor allem in der zweiten Hälfte gefallen und konnte mich aufs neue richtig fesseln, so dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich kann die Trilogie allen Mädchen ab 13 Jahren nur empfehlen. Sie gehört mit zu meinen liebsten Reihen und ich freue mich schon wie verrückt auf den dritten Band, "Asche zu Asche", der leider erst im Frühjahr 2015 erschienen wird.

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4,5 von 5


Mittwoch, 14. Mai 2014

Rezension: Auge um Auge




Titel: Auge um Auge
Autor: Jenny Han und Siobhan Vivian
Verlag: Hanser (Februar 2014)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 15€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: 1. Band einer Trilogie

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Große Mädchen weinen nicht, sie nehmen ihr Schicksal in die Hand. Das ist das Credo von Mary, Kat und Lillia. Als sie in der Schule aufeinandertreffen, sind sie sich einig: Sie wollen es ihren falschen Freunden heimzahlen. Mary ist bereit, sich gegen Reeve aufzulehnen, der sie wegen ihres Übergewichts gemobbt hat. Kat will mit der verlogenen Rennie abrechnen. Und Lillia will Alex zur Rechenschaft ziehen, der eine Partynacht mit ihrer kleinen Schwester verbracht hat. Doch wie weit können die drei bei ihrem Rachefeldzug gehen?

Das Cover finde ich insgesamt total schön und ansprechend gestaltet. Es gibt die Atmosphäre des Buches gut wieder und war letztendlich auch einer der Gründe, warum das Buch bei mir einziehen durfte. Eigentlich hat mich der Klappentext gar nicht so sehr angesprochen, aber da ich doch schon die ein oder andere positive Rezension dazu gelesen habe, habe ich das Buch dann doch spontan gekauft. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Sichten der drei Mädchen erzählt - Kat, Mary und Lillia. Zu Beginn der Handlung fand ich dies zwar etwas verwirrend, weil ich die Mädchen noch nicht wirklich auseinander halten konnte. Das lag auch daran, dass sich deren Umfeld zum Teil auch überschneidet und somit manche Personen in beiden Sichtweisen auftauchen. Darum störte mich das am Ende auch nicht mehr, denn nach und nach werden die Geschichten aller drei Mädchen immer mehr verknüpft. Kat war mir eigentlich recht sympathisch und Mary mochte ich sogar wirklich total gerne. Nur mit Lillia wurde ich nicht ganz warm, sie war einfach nicht so mein Fall, aber dennoch nicht unsympathisch. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Racheakte, die Mary, Kat und Lillia zusammen planen und schließlich auch durchführen. Sie alle wurden von jemandem verletzt, enttäuscht, hintergangen usw. und wollen sich nun an demjenigen rächen. Besonders gut fand ich, dass man zu Beginn der Geschichte noch ziemlich im Dunkeln tappt, wie viel Reeve Mary angetan hat wird erst nach und nach aufgedeckt. So bleibt das Buch fast durchgängig spannend was aber ebenfalls daran lag, dass ich immer wissen wollte, wie sie ihre Pläne letztendlich auch in die Tat umsetzen. Mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich der, dass am Anfang alles noch sehr verwirrend war und einige Passagen auch eher langweilig waren und kaum etwas passiert ist. Dennoch kann ich das Buch allen Mädchen sehr empfehlen und denke, dass es einigen von euch sicher genauso gut gefallen wird wie mir. 

Jenny Han, 1980 in Virginia, USA, geboren, besuchte die Universität Chapel Hill in North Carolina. Sie lernte professionell Kinderbücher zu schreiben und machte ihren Master of Fine Arts an der New School Universität in New York City. Mit ihrer Sommer-Trilogie um Belly, Conrad und Jeremiah gelang ihr der Durchbruch als Schriftstellerin. Die drei Bände standen wochenlang auf der New York Times-Bestsellerliste und verkauften sich über 500.000 mal. Bei Hanser erschien der erste Band, Der Sommer, als ich schön wurde, 2010, 2011 folgte die Fortsetzung Ohne dich kein Sommer, und 2012 der dritte Band Der Sommer, der nur uns gehörte. Mittlerweile wurde die Trilogie in 15 Sprachen übersetzt. Hans Debüt Zitronensüß erschien 2011 in der Reihe Hanser bei dtv. 2014 folgt der erste Band der neuen Jugendbuch-Trilogie um Lillia, Kat und Mary, Auge um Auge, den Jenny Han zusammen mit Siobhan Vivian verfasst hat. Die Bestsellerautorin Han lebt in Brooklyn, New York. (Quelle)
Siobhan Vivian, 1979 in New York City geboren, wuchs in New Jersey auf. Sie studierte an der Hochschule für Kunst und beendete das Studium mit einem Abschluss in Schreiben für Film und Fernsehen. An der New School University in New York schloss sie anschließend ein Creative Writing-Studium für Kinder-und Jugendliteratur ab. Sie ist Autorin mehrerer Jugendbücher, arbeitet als Redakteurin für die New York Times und als Drehbuchautorin für The Disney Channel. Außerdem lehrt sie Schreiben von Jugendliteratur an der Universität Pittsburgh. Auge um Auge, das sie zusammen mit der Bestseller-Autorin Jenny Han verfasst hat, ist ihr erstes Buch bei Hanser. (Quelle)



4,5 von 5


Montag, 3. März 2014

Rezension: 43 Gründe, warum es aus ist




Titel: 43 Gründe, warum es aus ist
Autor: Daniel Handler, Maira Kolman (Illustrationen)
Verlag: Hanser (Juli 2013)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 368
Preis: ca. 19€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Ed ist der Star der Basketballmannschaft, Min eine sensible, künstlerisch angehauchte Filmnärrin, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Als sich beide auf einer Party begegnen, funkt es gewaltig. Doch beim näheren Kennenlernen zeigt sich, wie grundverschieden sie sind. Ihre Beziehung wird kurz, aber heftig – voller Überraschungen und Entdeckungen, voll Bemühen und Enttäuschung. Als es aus ist, schreibt Min einen glühenden, virtuosen Brief und gibt Ed all die Dinge zurück, die in ihrer Beziehung eine Rolle gespielt haben. Dieses einfühlsame Jugendbuch erzählt vom Erwachsenwerden, von Liebe und Trennung – anhand von 43 illustrierten Objekten, die am Ende zurückbleiben.

Das Cover gefällt mir eigentlich recht gut, auch wenn ich es noch nicht ganz perfekt finde. Vor allem die Farbwahl ist zwar okay, sieht aber meiner Meinung nach mehr nach einem richtigen Kinderbuch aus. Hier hätte ich mir einfach eine etwas andere Auswahl gewünscht. Ansonsten habe ich aber nichts daran auszusetzen und vor allem den Titel finde ich unglaublich gelungen. Ich habe schon sehr schnell gemerkt, wie er mit der Geschichte zusammenhängt. Das Buch ist in 43 Kapitel unterteilt, zu denen je ein Gegenstand gehört. An jedem Kapitelanfang gibt es auch eine mehr oder weniger große Abbildung von diesem Objekt, was ich prinzipiell wirklich eine wundervolle Idee finde. Leider waren mir einige der Illustrationen einfach zu groß, da sie zum Teil über eine ganze Doppelseite gingen und das, obwohl kaum Details darauf zu sehen waren. Auch waren die Bilder meiner Meinung nach eher kindlich. Dies sehe ich zwar auch ein wenig als Pluspunkt, da es dem Buch einen gewissen Charme verleiht, gleichzeitig hat mich gerade diese Tatsache aber auch gestört. Oft hatte ich dadurch das Gefühl, ein reines Kinderbuch zu lesen. Die Geschichte an sich fand ich relativ gut, zwar auch nicht überwältigend, aber gut. Auch die Charaktere mochte ich und der Schreibstil hat mir auch total gut gefallen. Zum Inhalt an sich kann ich eigentlich gar nicht viel sagen, da es für mich einfach ein durchschnittliches Buch war, das einzig und allein wegen der Illustrationen aus der Menge hervor sticht. Im Großen und Ganzen fand ich das Buch eher mittelmäßig und kann es euch nur bedingt weiterempfehlen. Wer kein Problem mit einer verhältnismäßig unspektakulären Handlung und vielen Illustrationen hat wird wahrscheinlich auch mit diesem Buch seine Freude haben. Allerdings würde ich das Buch eher für jüngere Leute im Alter von 12 und 13 Jahren empfehlen. 

Daniel Handler, 1970 in San Francisco geboren, ist ein erfolgreicher US-Schriftsteller und Drehbuchautor mit deutschen Wurzeln. Darüber hinaus ist er Musiker und war u. a. Mitglied der New Yorker Band Magnetic Fields. Unter dem Pseudonym Lemony Snicket veröffentlichte Handler 1999 A Series of Unfortunate Events (dt.: Eine Reihe betrüblicher Ereignisse), eine 13-bändige Kinderbuchreihe über drei Waisenkinder, die von ihren Verwandten um ihre Erbschaft gebracht werden sollen. Die Serie verkaufte sich weltweit 65 Millionen Mal und wurde mit Jim Carrey, Jude Law und Meryl Streep als Darsteller verfilmt.
In den USA sind außerdem die Romane The Basic Eight (1998) und Watch your Mouth (2000) erschienen, sowie die Kurzgeschichtensammlung Adverbs(2006). Für seinen ersten Jugendroman 43 Gründe, warum es AUS ist wurde Handler 2012 mit dem Michael L. Printz Honor Award ausgezeichnet. Das von Maira Kalman illustrierte Buch erschien 2013 bei Hanser. Quelle
Maira Kalman, 1949 in Israel geboren, ist eine international renommierte Illustratorin, Autorin, freie Künstlerin und Designerin. Im Alter von vier Jahren zog sie mit ihrer Familie von Tel Aviv nach New York. Sie studierte Musik und Kunst und veröffentlichte seit 1988 rund zwanzig Bücher für Kinder und Erwachsene. Sie ist außerdem bekannt als Kolumnistin der New York Timesund gestaltete Titelbilder für den New Yorker. Bei Hanser erschien 2013 das von ihr illustrierte Jugendbuch 43 Gründe, warum es AUS ist von Daniel Handler.Quelle



3/5


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Dienstag, 21. Januar 2014

Rezension: Alles - Worum es geht




Titel: Alles - Worum es geht
Autor: Janne Teller
Verlag: Hanser (August 2013)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 144
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: ---

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Was bringt einen jungen Mann dazu, grundlos Gewalt anzuwenden? Kann man Intoleranz und Extremismus verstehen? Ist Rache ein gutes Motiv? Können gute Absichten einen Mangel an Verständnis ausgleichen? In ihrem neuen Jugendbuch stellt Janne Teller wieder unbequeme Fragen und führt unsere Vorstellungskraft dahin, wo es wehtut. Mit eindrücklicher Schärfe und Intensität, knapper Syntax und assoziativer Kraft erzählt sie acht Kurzgeschichten über Vorurteile und Intoleranz, Mord und Todesstrafe, Identität und geistige Behinderung, Integration und kulturelle Unterschiede, Träume und Irrtümer.

Das Cover finde ich nicht besonders schön, vor allem die Farbwahl mag ich nicht so gerne und sie passt meiner Meinung nach auch nicht perfekt zum Inhalt. Zwar ist es auch nicht total hässlich, aber man hätte sicher noch einiges mehr herausholen können. Der Klappentext klingt für mich zwar relativ interessant, aber nicht so, als dass ich das Buch unbedingt lesen müsste. Daher hatte ich auch gar nicht vor, Janne Tellers neuestes Werk zu lesen, zumindest bis ich es geschenkt bekommen habe. Als ich anfing zu lesen hatte ich schon sehr bald eine Ahnung, dass mir das Buch nicht zusagen würde. Mir kam alles zu gewollt tiefgründig vor und ich hatte schon ziemlich bald keine Lust mehr weiterzulesen. Das Buch beinhaltet nicht eine ganze Geschichte, sondern eher 8 Kurzgeschichten, was ich prinzipiell eigentlich nicht schlecht finde. Leider wurde es hier nicht besonders gut umgesetzt, denn kaum hatte ich auch nur annäherungsweise in die eine Geschichte und ihr Thema hinein gefunden, war sie auch schon wieder vorbei und es fand ein Themenwechsel statt. So wurde mir keiner der Charaktere sympathisch. Alles was ich noch dazu sagen muss ist, dass ich für die 144 Seiten, die das Buch umfasst, beinahe drei Tage gebraucht habe, was für meine Verhältnisse wirklich katastrophal ist. Mir erschien es so, als wäre krampfhaft versucht worden, ein möglichst tiefgründiges Buch mit möglichst vielen unterschiedlichen Themen zu schreiben. Letztendlich war es dann aber einfach viel zu viel und ich musste mich größtenteils durch das Buch durchquälen. Allerdings sind einige der Themen durchaus interessant und wichtig. Wer sich gerne mit den im Klappentext genannten Themen auseinandersetzen möchte und kein Problem mit vielen Informationen auf einmal hat könnte wohl an diesem Buch interessiert sein, aber wer vielleicht schon "Nichts" von Janne Teller nicht gut fand sollte lieber die Finger davon lassen. 

Janne Teller (1964 in Kopenhagen geboren) arbeitete als Konfliktberaterin der EU und UNO in aller Welt, bevor sie sich 1995 ganz dem Schreiben widmete. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. In ihrem Werk, das neben Romanen für Erwachsene auch Essays, Kurzgeschichten und Jugendbücher umfasst, kreist sie stets um die großen Fragen des Lebens und löst mit gesellschaftskritischen Themen nicht selten lebhafte Debatten aus. Für Erwachsene hat Janne Teller die zeitgenössische nordische Saga, Odins Insel, geschrieben, sowie die Romane Europa - Alles, was dir fehlt und zuletztKomm, über Ethik in der Kunst und in unserer modernen Gesellschaft (Hanser, 2012). Für Jugendliche erschien der umstrittene, preisgekrönte internationale Bestseller Nichts – was im Leben wichtig ist, sowie Krieg - stell dir vor, er wäre hier. 2013 erschien Alles – worum es geht. Quelle




1/5