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Mittwoch, 25. Januar 2017

REZENSION - Helix. Sie werden uns ersetzen




Titel: Helix - Sie werden uns ersetzen
Autor: Marc Elsberg
Verlag: blanvalet (Oktober 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 648
Preis: ca. 23€ (D)
Alter: ---
Reihe: ---

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Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …


Bereits nach dem ersten Lesen des Klappentextes war für mich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Ich wollte schon länger etwas von Marc Elsberg lesen und zusätzlich finde ich das Thema Genetik und wissenschaftlicher Fortschritt unglaublich spannend. Das Cover ist wie auch die der anderen Bücher des Autors eher schlicht gehalten und sieht trotzdem wirklich cool aus. Bei "Helix" gefällt mir die Gestaltung besonders gut, weil sie perfekt zum Thema passt. Als ich anfing zu lesen war ich zunächst ein wenig verwirrt. Wie sich schon im Klappentext erahnen lässt gibt es mehrere Handlungsstränge, die auf den ersten Blick gar nicht so viel miteinander zu tun haben. Somit tauchen auch nicht wenige Namen auf und ich habe einige Zeit gebraucht bis ich einen groben Überblick über die jeweiligen Beziehungen der Charaktere hatte und auch wusste wer in welchen Handlungsstrang gehört. Auch zwischendurch wurde ich immer mal wieder ein wenig verwirrt, besonders wenn wieder neue Namen bzw. Charaktere auftauchten, aber mit der Zeit wurde das wirklich immer weniger und spätestens ab der Hälfte kam ich gut mit dem Ganzen Aufbau klar. Ähnlich wie mit den Personen verhielt es sich auch mit der Handlung an sich. Zu Beginn war alles noch sehr viel und ich musste mich relativ stark konzentrieren um mitzukommen. Das fand ich aber eigentlich gar nicht schlecht, denn die Geschichte war trotzdem absolut spannend und fesselnd und ich war direkt begeistert von Marc Elsbergs Fähigkeit sich solche komplexen Zusammenhänge auszudenken. Es gab zwar auch mal den ein oder anderen Abschnitt den ich etwas weniger interessant fand, aber letztendlich waren auch diese Sequenzen später von Bedeutung. Ab kurz vor der Hälfte des Buches wurde die Spannung dann innerhalb weniger Seiten immer größer und größer und ich konnte ab diesem Punkt überhaupt nicht mehr aufhören weiterzulesen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht, was es mit den ganzen rätselhaften Geschehnissen auf sich hat und mich die Geschichte einfach so in ihren Bann gezogen hat. Alles wirkte wahnsinnig authentisch und in mir kam zum Teil wirklich der Gedanke hoch "Was wäre wenn das alles wirklich passieren würde?". Diese Frage hat mich auch nach dem Lesen noch lange beschäftigt und lässt vermutlich viele Leser auch mit einem beklemmenden Gefühl zurück, denn auch wenn ich kein Experte bin kann ich mir durchaus vorstellen, dass ein solches Szenario sich auch innerhalb weniger Jahre in unserer echten Welt abspielen könnte. Für mich ist "Helix" ein unfassbar gelungener Thriller, der alles hat was ein Buch dieser Art braucht. Jede Menge Spannung, ab und zu mal ein Schauer der einem über den Rücken läuft und dazu noch ein hochinteressantes und aktuelles Thema welches mehr als anschaulich dargestellt wird und sicher auch vielen das Ausmaß der ganzen Gentechnik usw. erst bewusst werden lässt. Marc Elsberg schafft es durch seinen fesselnden Schreibstil und die wahnsinnig coole Handlung ganze 648 Seiten zu erschaffen, die an keiner Stelle langweilen. Ich kann das Buch absolut jedem empfehlen, der sich für das Thema Genetik und wissenschaftlicher Fortschritt auch nur ein bisschen interessiert und Lust auf einen weniger 0815-mäßigen Thriller hat. Und alle, die Angst vor zu hoher Komplexität oder Fachbegriffen haben kann ich beruhigen, denn die fachlichen Informationen lassen sich im Zusammenhang wirklich gut verstehen und jeder der schon einmal etwas von den Grundlagen der Genetik gehört hat und sich dafür interessiert kann die Geschichte ohne jegliche Probleme verstehen. 

Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard«. Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT und ZERO etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers. Beide Thriller wurden von »bild der wissenschaft« als Wissensbuch des Jahres in der Rubrik Unterhaltung ausgezeichnet und machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft. (Quelle: Verlagshomepage)




5 von 5



Vielen herzlichen Dank an den Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 19. Januar 2017

REZENSION - The Book of YOU





Titel: The Book of YOU. Food, Mind, Move, Love
Autor: Nora Rosendahl, Nelli Lähteenmäki, Aleksi Hoffman
Verlag: Mosaik (November 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 288
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ---
Reihe: ---

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Jamie Oliver und fünf weitere Experten aus den Bereichen Ernährung, Fitness, Beziehungen und Psychologie liefern 365 kurze, schnell und einfach umzusetzende "Micro-Actions" für ein gesünderes, lebenswerteres und glücklicheres Leben. Denn erwiesenermaßen sind es die kleinen, aber konstanten Veränderungen, die unser Leben nachhaltig verbessern können. Sie sind von viel größerer Wirkung als es Blitzdiäten oder Power-Workouts je sein könnten.

Das Cover gefälltt mir relativ gut, es ist sehr schlicht gehalten, aber in einer positiven und hellen Farbe was ich sehr passend finde. Mich hat das Buch sehr interessiert, weil ich die Idee dahinter wirklich schön finde. Für jeden Tag des Jahres wird eine sogenannte Micro-Action bereitgehalten, abwechselnd aus den Bereichen Food, Move, Mind und Love. So wird dem Leser jeden Tag eine kleine Aufgabe gestellt, die dazu beitragen soll das eigene Leben mehr schätzen zu lernen, die Gesundheit zu verbessern und glücklicher zu werden. Ich habe jetzt nicht alles ausprobiert, sondern alles durchgelesen und einige Tipps, die mir gefallen haben, auch umgesetzt. Mir haben oft vor allem die "Mind"-Actions gefallen, da man in dieser Kategorie oft dazu aufgefordert wird auf positive Dinge zu achten, mal anders zu denken oder auch Dinge zu erledigen, die das Leben einfacher machen und sogar manchmal Stress vermeiden können. Diese Aufgaben fand ich auch fast alle sehr gut und ich werde sie definitiv durcharbeiten. Die "Love"-Actions mochte ich ebenfalls total gerne. Dabei wird man oft dazu aufgefordert eine liebevolle Geste jemandem gegenüber zu zeigen, aber auch Selbstliebe-Aufgaben sind einige dabei. Jemandem Fremdem ein Kompliment machen, sich vor dem Spiegel ein positives Mantra sagen und vieles mehr fand ich wirklich schöne Ideen, es macht definitiv auch einen selbst glücklicher und besonders für schüchterne Menschen ist das sogar eine Möglichkeit nach und nach kleine Herausforderungen zu bewältigen. In der Kategorie "Move" konnte ich auch die ein oder andere Micro-Action für mich finden, z.b. einen Spaziergang durch die Nachbarschaft, sich einfach mal egal was man gerade tut ordentlich strecken und räkeln oder mit einer guten Freundin rausgehen. Allerdings mochte ich die "Zwei Minuten Workout"-Tipps nicht so gerne. Klar ist Bewegung und Sport an sich wichtig, aber mir hätte es besser gefallen wenn stattdessen mehr natürliche Bewegung eingebaut worden wäre. Als letztes noch die "Food"-Micro-Actions. Zugegebenermaßen fand ich diese Abschnitte am schlechtesten. Zwar waren wirklich auch viele für mich gute Tipps dabei wie z.B. die Küche aufräumen und Obst essen. Gleichzeitig gab es aber auch einige Tipps, die ich definitiv nicht gut fand. Vollkorkprodukte sind sicher gesund, aber sämtlichen Weizen dadurch zu ersetzen ist dann doch gleich etwas sehr krass. Oder auf die angegebene Portionsgröße zu achten. Hier finde ich sollte man sich eher daran halten, den betroffenen Menschen wieder ein Gefühl für die Bedürfnisse des Körpers zu vermitteln und nicht direkt solche konkreten Aufgaben zu geben. Mit einer kleiner Änderung hätte ich diese Aktionen direkt besser gefunden, z.B. darauf achten öfter mal Vollkorkprodukte zu essen oder sich mal einen Überblick zu verschaffen wie viel man persönlich braucht um satt zu werden. Im Großen und Ganzen fand ich aber sehr viele Tipps gut gelungen und kann das Buch auch weiterempfehlen. Sicher sind nicht alle Aktionen für jeden geeignet und man sollte sich zu nichts gezwungen fühlen wenn man z.B. einfach kein Typ für Workouts ist. Trotzdem ist sicher für jeden etwas dabei und ich werde mir das Buch ganz bestimmt noch öfter mal zur Hand nehmen. 

Nora Rosendahl und Nelli Lähteenmäki sind die Gründerinnen der enorm erfolgreichen YOU-App, einer Online-Community, in der sich junge Menschen weltweit jeden Tag kleine Aufgaben, sogenannte "Micro-Actions", stellen und sich über gemeinsame Erfolgserlebnisse austauschen. Aleksi Hoffman ist Mitgründer und Chefprogrammierer des erfolgreichen YOU-App-Projekts. (Quelle: Verlagshomepage)


            

3,5 von 5



Vielen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 18. Januar 2017

REZENSION - Echt ich! Ein Stift, tausend Einblicke





Titel: Echt ich! Ein Stift - tausend Einblicke. Zum Ankreuzen und Ausfüllen
Autor: Rhiannon Shove
Verlag: Mosaik (Oktober 2016)
Einband: Softcover
Seitenanzahl: 144
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ---
Reihe: ---

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Ein Buch wie eine Zeitkapsel: So wie jetzt wirst du nie mehr sein. "Echt ich!" hilft auf kluge und inspirierende Weise, sich selbst zu finden - mit allen Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen, Plänen und Träumen. Durch Gedankenspiele und kreative Fragen - zum Ausfüllen und Ankreuzen. So entsteht ein einzigartiges Bild des Menschen, der man gerade ist: festgehalten für die Ewigkeit.

Als ich dieses Buch zum ersten Mal gesehen habe wusste ich sofort: das muss ich haben! Ich denke von Natur aus viel über mich und mein Leben nach, ankreuzen und Fragen beantworten ist ebenfalls genau mein Ding. In diesem Buch erwarten den Leser unzählige Fragen rund um sein ganzes Leben. Das Ganze ist in drei Abschnitte gegliedert: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. im Bereich Vergangenheit werden beispielsweise viele Fragen zur Kindheit gestellt, aber auch Fragen nach dem teuersten Gegenstand den du dir je gekauft hast oder der letzten Fernsehsendung die du gesehen hast. Im Thema Gegenwart denkst du über dich selbst wie du jetzt im Moment bist nach, es ist Platz für deine Lieblingsplaylist und neue Emoji-Entwürfe. Am Ende steht die Zukunft. Wo siehst du dich in einer Woche, einem Monat, in 50 Jahren? Und nebenbei kommen noch so ganz banale Fragen wie "Reich oder berühmt?" oder "Süß oder salzig?". Es ist von allem etwas dabei. Und genau das fand ich absolut genial und toll und das Buch hat mich sowas von überzeugt. Über viele Dinge habe ich wirklich lange nachdenken müssen, über einige muss ich mir auch nochmal Gedanken machen. Die ganzen Fragen lassen sich auf keinen Fall mal eben zwischendurch an einem Nachmittag beantworten - einige vielleicht schon, aber für andere braucht man eine Menge Gedächtnis- und Vorstellungskraft. Man lernt sich beim Ausfüllen tatsächlich besser kennen und das ist wirklich spannend. Die ganzen Fragen sind toll ausgewählt, denn es waren sowohl welche dabei die ich auf Anhieb beantworten konnte und dann auch wieder einige über die ich mir noch kein einziges Mal in meinem Leben Gedanken gemacht habe. Wem es genauso wie mir Spaß macht über alles mögliche (und sich selbst) nachzudenken sollte "Echt ich!" jetzt sofort auf seine Wunschliste setzen, genauso wie alle Menschen, die gerne mal über ihr Leben meckern oder sich selbst schnell aus den Augen verlieren. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch und freue mich, auch noch die restlichen Fragen zu beantworten. Eine klare Empfehlung für jeden der einen Stift besitzt!

Rhiannon Shove arbeitet als Illustratorin und lebt mit ihrer Familie in England. (Quelle: Verlagshomepage)





5 von 5




Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Dienstag, 17. Januar 2017

REZENSION - All the pretty lies (1): Erkenne mich




Titel: All the pretty lies - Erkenne mich
Autor: M. Leighton
Verlag: Heyne (November 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 16 Jahren
Reihe: All the pretty lies
1. Erkenne mich
2. Befreie mich
3. Liebe mich (März 2017)

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Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist eine Zukunft. Bisher nimmt es keiner von beiden mit der Wahrheit genau. Und schon bald müssen sie feststellen, dass der Teufel im Detail steckt. Im Detail und in den Lügen. Wie weit werden zwei Menschen für die Liebe gehen?


Die Farbgebung des Covers finde ich wirklich sehr schön und auch deswegen hat mich das Buch direkt angesprungen obwohl ich kein großer Fan dieser typischen Young-bzw New Adult Cover mit ihr und ihm in verführerischer Pose bin. Da mir aber das Gesamtpaket der Gestaltung trotzdem gut gefallen hat und auch der Klappentext nach guter Unterhaltung klang wollte ich das Buch gerne lesen. Ich erwartete nichts weltbewegendes sondern einfach eine kurzweilige und spannende Geschichte für zwischendurch und genau das wurde mir hier auch geboten. Die Protagonistin Sloane ist gerade 21 Jahre alt und somit volljährig geworden. Für sie bedeutet das endlich Freiheit denn ihr Vater und ihre drei älteren Brüder sind allesamt Polizisten und hüten Sloane seit dem Tod ihrer Mutter wie ihren Augapfel. So landet Sloane in einem Tattoostudio wo sie auf Hemd trifft. Sloane war mir die ganze Zeit über sehr sympathisch. Auch wenn sie definitiv kein besonders außergewöhnlicher Charakter war mochte ich sie und konnte ihre Gedanken und Handlungen vor allem im Vergleich zu ähnlichen Büchern sehr gut nachvollziehen. Hemi mochte ich zu Beginn nicht wirklich und auch bis ganz zum Schluss wurde ich nicht so richtig warm mit ihm. Er war eben der typische heiße Typ mit dunklem Geheimnis, aber das war für mich auch okay. Nachdem ich die ersten 100 Seiten nicht ganz so fesselnd fand, weil die Handlung in diesem Abschnitt für mich eher so vor sich hin plänkelte wurde die Geschichte in meinen Augen danach immer spannender. Ab diesem Punkt habe ich dann die restlichen Seiten in einem Rutsch gelesen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht, was nun hinter Hemis Geheimnis steckt und was das ganze mit Sloane zu tun hat. Richtig toll fand ich auch, dass es nicht dauernd Streit und darauf folgende Versöhnungen gab und mir die Handlung somit deutlich besser als bei anderen Büchern gefallen hat und sie mich fast nie genervt hat. Der Schreibstil war gut, nicht außergewöhnlich aber er ließ sich gut lesen und stoppte an keiner Stelle den Lesefluss. Insgesamt würde ich das Buch als "unterhaltsame Lektüre für zwischendurch" bezeichnen, die ich als solche auch weiterempfehlen würde. Tiefgründige Charaktere oder eine einzigartige Story wird man hier nicht finden, aber die Geschichte ist sehr kurzweilig, ich hatte Spaß beim Lesen und werde mir bestimmt auch noch die weiteren Bände zulegen, die sich dann allerdings (soweit ich weiß) um andere Protagonisten drehen.

Michelle Leighton wurde in Ohio geboren und lebt heute im Süden der USA, wo sie den Sommer über am Meer verbringt und im Winter regelmäßig den Schnee vermisst. Leighton verfügt bereits seit ihrer frühen Kindheit über eine lebendige Fantasie und fand erst im Schreiben einen adäquaten Weg, ihren lebhaften Ideen Ausdruck zu verleihen. Sie hat bereits 13 Romane geschrieben. Derzeit arbeitet sie an weiteren Folgebänden, wobei ihr ständig neue Ideen, aufregende Inhalte und einmalige Figuren für neue Buchprojekte in den Sinn kommen. Lassen sie sich in die faszinierende Welt von Michelle Leighton entführen – eine Welt voller Überraschungen, ausdrucksstarken Charakteren und trickreichen Wendungen. (Quelle: Verlagshomepage Heyne)


            

3 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön an den Heyne-Verlag für dieses schöne Rezensionsexemplar!

Samstag, 14. Januar 2017

REZENSION - Über mir der Himmel





Titel: Über mir der Himmel
Autor: Jandy Nelson
Verlag: cbt (November 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Siebzehn Jahre hat Lennie glücklich im Schatten ihrer strahlenden Schwester gelebt. Doch jetzt ist Bailey tot. Es ist, als hätte jemand den Himmel ausgeknipst. Bis Lennie sich verliebt – zum ersten Mal in ihrem Leben und gleich in zwei Jungen: Joes magisches Lächeln wird nur noch von seinem musikalischen Talent übertroffen; Toby ist stiller Cowboy, mutiger Skater – und Baileys große Liebe. Für Lennie sind sie wie Sonne und Mond; einer stößt ein Fenster in ihrem Herzen auf und lässt das Licht herein, bei dem anderen hat ihr Schmerz ein Zuhause. Als Liebe und Schuldgefühl auf Kollisionskurs gehen, explodiert Lennies Welt ...

Schon als ich das Buch bei englischsprachigen Bloggern gesehen habe konnte hat es eine gewisse Anziehungskraft für mich gehabt. Als ich dann die deutsche Ausgabe mit ihrem wirklich schönen schlichten Cover entdeckt habe, hat mich der Roman direkt noch neugieriger gemacht. Der Klappentext an sich klang für mich nach einer schönen, nachdenklichen, aber auch traurigen Geschichte, die alle Themen des Lebens vereint: Liebe, Freundschaft, Verlust und dazu noch ein gewisses Etwas, das das Ganze von den anderen Büchern unterscheiden würde. Diese Erwartung wurde dann auch grob erfüllt. Zugegebenermaßen habe ich eine ganze Weile gebraucht um wirklich in die Handlung hineinzufinden. Immer wieder habe ich das Buch beiseite gelegt um dann einige Tage später wieder einen Versuch zu starten. Am Anfang jedes Kapitels ist ein Gedicht abgedruckt, das die Protagonistin Lennie irgendwo hingekritzelt hat - Papier, Pappbecher, Äste. An sich fand ich die Idee schön, aber irgendwie hat es meinen Lesefluss doch ziemlich gestört. Die Handlung an sich hat mir ein ähnliches Gefühl vermittelt. Eigentlich eine gute Idee, aber trotz allem konnte mich die Geschichte einfach nicht fesseln. Die ganzen Emotionen wirkten so unnahbar, teilweise oberflächlich und ich bekam die meiste Zeit über keinen direkten Zugang zum Geschehen. Die Story konnte mich nicht mitreißen. Lennies Leben ist eigentlich ein ziemlicher Trümmerhaufen, sie hat nach dem Tod ihrer Schwester keine Ahnung wer sie ist geschweige denn was sie tun soll. Ihre Mutter ist seit Jahren verschwunden, da ist der Freund ihrer Schwester der um sie herum und dann auch noch ein Typ, der Lennie den Kopf verdreht. Wie in vielen anderen Büchern ein Mädchen, das auf dem Weg zu sich selbst ist. Im Grunde war sie mir sympathisch, aber für mich war sie eben einfach eine Protagonistin wie jede andere. Keine, die mir lange im Gedächtnis bleiben wird, weil ich so mit ihr mitgefühlt habe. Und gerade das fand ich wahnsinnig schade, denn die Handlung bietet so viel Platz für Emotionen. Zum Ende hin wurde in meinen Augen dann zum Glück alles noch ein wenig besser und vor allem greifbarer. Die Handlung wirkte nicht mehr so ausgedacht und aufgeschrieben sondern wurde lebendiger. Obwohl mir der Schreibstil gut gefallen hat - rausreißen konnte er das ganze dann auch nicht mehr und so wird mir das Buch wohl eher als ganz gutes, durchschnittliches Buch in Erinnerung bleiben. Es konnte mich einfach nicht begeistern, auch wenn ich das mir sehr gewünscht hätte. Ich kann euch das Buch somit nur bedingt empfehlen, aber schlecht ist es definitiv auf keinen Fall!

Jandy Nelsons Debüt Über mir der Himmel stand auf mehreren Bestenlisten und wurde ein großer internationaler Erfolg. Ihr zweiter Roman Ich gebe dir die Sonne ist New York Times-Bestseller, die Filmrechte sind an Warner Brothers verkauft, er stand ebenfalls auf mehreren Bestenlisten und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Printz Award. Derzeit lebt Jandy Nelson in Kalifornien – nicht weit von den Schauplätzen aus Über mir der Himmel und Ich gebe dir die Sonne -, wo sie sich ganz dem Schreiben widmet. (Quelle: Verlagshomepage cbt)




3 von 5



Ein großes Dankeschön an den cbt-verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Mittwoch, 28. Dezember 2016

REZENSION - Wunderstoffe




Titel: Wunderstoffe
Autor: Mark Miodownik
Verlag: DVA (Oktober 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 20€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Warum ist Glas durchsichtig? Wieso bricht Porzellan so leicht? Was macht aus Kakaobohnen gute Schokolade? Warum kann sich Beton selbst heilen? Der englische Materialforscher Mark Miodownik begibt sich tief ins Innere von menschengemachten Materialien, die für uns alltäglich und meist auch ganz unentbehrlich sind, deren Geheimnisse wir aber selten kennen. Er zeigt auf unterhaltsame Weise und für jeden verständlich ihre verborgenen faszinierenden Seiten, die erklären, warum diese Stoffe auf der ganzen Welt verbreitet sind und zu wichtigen Bausteinen unserer Zivilisation wurden.

Nachdem ich momentan sehr gerne Sachbücher lese und außerdem auch noch mein Interesse für die Chemie und ähnliches geweckt wurde, hat mich das Buch neugierig gemacht. Auch das Cover finde ich besonders für ein Sachbuch sehr ansprechend gestaltet und es zeigt, auf welche Materialien bzw. Stoffe man sich freuen kann. Den Aufbau des Buches fand ich wirklich gelungen. Jeder Stoff hat sein eigenes Kapitel und am Anfang dieser Kapitel ist immer wieder das gleiche Bild abgedruckt, auf dem das jeweilige Material gekennzeichnet ist. Der Autor selbst sitzt am Tisch auf der Dachterasse seines Hauses und trinkt Tee. Am Anfang habe ich gar nicht groß darüber nachgedacht, aber im Laufe der Zeit hat sich das immer mehr geändert und ich bin wirklich in die Welt der Stoffe abgetaucht. Der Tisch ist aus Stahl, der Boden aus Beton, das Notizbuch aus Papier und das ist noch lange nicht alles. Zunächst war ich ein wenig skeptisch, ob ich den ganzen Ausführungen im Buch wirklich folgen kann, denn ich bin absolut kein Chemie-Genie oder etwas in der Art und habe mich bisher kaum mit den verschiedenen Materialien unserer Welt beschäftigt. Diese Zweifel wurden zum Glück direkt aus dem Weg geschafft, denn dem Autor ist es gelungen, seine Erklärungen so aufzubauen, dass ich das meiste tatsächlich verstanden habe. Zuerst gibt es die grundlegenden Informationen, dann wird weiter in die Tiefe gegangen. Alles anhand von verschiedenen Beispielen, die immer wieder den Bezug zur Realität aufzeigen. Der Schreibstil war meiner Meinung nach perfekt für dieses Buch, er war zwar nicht super einfach und enthielt einige schwierige Begriffe, aber ich konnte ihm mit einiger Konzentration immer folgen. Eigentlich brauche ich gar keine langen Texte schreiben, sondern mein vordergründigster Gedanke beim und nach dem Lesen sagt schon alles: "Wenn man den Chemie-Unterricht in der Schule so aufgebaut hätte wie dieses Buch, wäre es wohl eines meiner Lieblingsfächer geworden." Mir ist durch das Buch erst richtig klargeworden, wie spannend das Thema Stoffe und Materialien sein kann und genau aus diesem Grund kann ich auch jedem der ein klein wenig Interesse an diesem Thema hat empfehlen es zu lesen. Man braucht zwar durchaus ein wenig mehr Konzentration beim Lesen als bei anderen Büchern und kann es eher nicht am Stück durchlesen, aber das Buch ist definitiv auch für diejenigen geeignet, die in der Schule keine guten Noten in Chemie haben/hatten. 


Mark Miodownik, geboren 1969, ist Materialwissenschaftler am University College London. Bereits 2010 zählte ihn die „Times“ zu den 100 einflussreichsten Wissenschaftlern. In Großbritannien ist er in Radio und Fernsehen ein gefragter Gesprächspartner und Moderator von Wissenschaftssendungen. Miodownik schreibt außerdem regelmäßig für den „Guardian“ und die „Times“. „Stuff Matters“ wurde 2014 als bestes Wissenschaftsbuch des Jahres mit dem Royal Society Winton Prize ausgezeichnet. (Quelle: Verlagshomepage)




4 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön dann den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Freitag, 18. November 2016

REZENSION - Monty und ich (Lieblingsbuch)





Titel: Monty und ich
Autor: Louisa Bennet
Verlag: Heyne (November 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 448
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Monty ist ein Golden Retriever und, von seiner Schwäche für Käse einmal abgesehen, ein ziemlich vernunftbegabtes Wesen. Als sein geliebtes Herrchen ermordet wird, ist er am Boden zerstört. Zum Glück findet er ein neues Zuhause bei Rose Sidebottom, der Polizistin, die den Fall aufklären soll. Doch die Ermittlungen erweisen sich als kompliziert. Monty kombiniert blitzgescheit: Die Zweibeiner brauchen sofort Hilfe! Zusammen mit seinen tierischen Freunden macht er sich auf die Suche nach dem Täter.

Als ich das Cover gesehen haben war ich schon direkt neugierig auf das Buch, denn es ist wirklich total niedlich gestaltet und das ohne zu viel Kitsch, was mich bei vielen "Hunderomanen" stört. Es passt außerdem hervorragend zur Geschichte, denn die Ratte und der Vogel, die darauf abgebildet sind haben genauso wie der Golden Retriever Monty eine wichtige Rolle in der Handlung. Der Klappentext hat mich ebenfalls auf Anhieb überzeugt, denn die Geschichte klang mal nach etwas anderem als den typischen Hunde-Frauchen-Herrchen-Lovestorys. Ein ermordetes Herrchen und ein hochintelligenter Hund - das klingt einfach nur unterhaltsam und spannend. Ich ging mit relativ hohen Erwartungen an das Buch und hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass diese sogar noch übertroffen werden könnten. Doch genau das ist passiert und ich kann gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich das Buch liebe. Die Handlung setzt an der Stelle ein, als Montys Herrchen bereits tot ist und der Retriever von Rose, der Polizistin, die den Fall aufklären soll, aus der Tierklinik abgeholt wird. Monty selbst wurde bei dem Versuch sein geliebtes Herrchen zu verteidigen und zu beschützen nämlich auch schwerverletzt. Die meisten Kapitel werden aus Montys Sicht erzählt, was ich einfach nur genial fand. Besonders, weil Monty ein sehr intelligenter Hund ist, dessen Erzählungen mich mehr als einmal zum schmunzeln gebracht haben. Manche Stellen habe ich tatsächlich abfotografiert, um mich noch lange an sie zu erinnern und das tue ich sonst bei fast keinem Buch. Zusätzlich gibt es aber auch einige Kapitel, in denen Rose und ihre Arbeit bei der Polizei im Vordergrund steht. So erfährt man als Leser auch immer etwas über die aktuellen Ermittlungen und den Kenntnisstand der Menschen. Dieser Mix war absolut perfekt für die Geschichte und ich fand beide Perspektiven ausnahmslos toll erzählt und geschrieben und vor allem unglaublich spannend. Die Handlung hat mir nämlich insgesamt richtig gut gefallen, ich konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen und habe die 450 Seiten tatsächlich an einem Nachmittag/Abend durchgelesen. Dazu trugen aber natürlich auch die Charaktere bei, die ich ganz schnell lieben gelernt und ins Herz geschlossen habe. Monty kann man einfach nur über alles lieben und auch seine tierischen Freunde, zum Beispiel die Ratte Betty, waren allesamt einzigartig und richtig humorvoll in die Geschichte eingebunden. Ihre Charakterzüge waren besser und authentischer ausgearbeitet die mancher Menschen in anderen Romanen und das während ihre artentypischen Merkmale beibehalten wurden. Und auch die menschlichen Charaktere, besonders Rose, mochte ich gerne. Rose war eine sehr liebenswerte, intelligente und auch offene Zweit-Protagonistin und ihre Art zu denken fand ich richtig authentisch und auch manchmal angenehm außergewöhnlich. Zu guter Letzt war auch noch der Schreibstil einfach rundum gelungen und er hat mich ohne auch nur den kleinsten Funken Langeweile durch die humorvolle und spannende Geschichte rund um Monty geführt. Die Autorin hat es wie in meinen Augen kaum ein anderer geschafft, Monty eine authentische Stimme zu geben, die danach schreit gehört bzw. gelesen zu werden und auch mit Rose hat sie eine tolle Protagonistin auf menschlicher Seite geschaffen. Ich kann das Buch absolut jedem nur ans Herz legen (nicht nur Hundebesitzern!). Es ist einfach nur toll und Monty wird auf jeden Fall für immer in meinem Gedächtnis bleiben. Ich hoffe außerdem, dass noch weitere Bücher mit dem einzigartigen Golden Retriever kommen werden und ich noch sehr viel mehr Zeit mit ihm verbringen kann!

Louisa Bennet studierte Literatur an der University of London. Ihr Golden Retriever Pickles brachte ihr das Feld der Hunde-Linguistik näher. Ehrlich gesagt denkt Pickles sich die Krimis aus, und Louisa kümmert sich nur um die Niederschrift. Sie tippt wesentlich schneller als er und lässt sich nicht so leicht von Futter oder vorbeihuschenden Eichhörnchen ablenken. (Quelle: Verlagsseite)




5 von 5



Ein herzliches Dankeschön geht an den Verlag für dieses unglaublich tolle Rezensionsexemplar!



Mittwoch, 16. November 2016

REZENSION - Club der blauen Welt





Titel: Club der blauen Welt
Autor: Albert Espinosa
Verlag: Goldmann (Oktober 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 192
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Als der Held des Romans das Sprechzimmer des Arztes betritt und ihn dessen mitleidiger Blick trifft, weiß er sofort: Er wird sterben. Drei Tage bleiben ihm noch. Nie zuvor hatte er das Leben so sehr geliebt wie in jenem Moment, als er es zu verlieren beginnt. Beinahe traumwandlerisch begibt er sich auf seine letzte Reise und gelangt auf eine mystische Insel. Es ist die Abschiedsstation einer Gruppe todgeweihter Jugendlicher, die hierhergekommen ist, um die Welt hinter sich zu lassen, insbesondere die der Erwachsenen mit ihren festen Regeln, den falschen Zwängen, Schuldgefühlen und nie enden wollenden Verpflichtungen. Denn im Angesicht des Todes wissen sie, dass jeder Augenblick, jede Sekunde zählt.


Das Äußere des Buches finde ich nicht mehr als mittelmäßig. Es passt zwar wirklich gut zum Buch "Club der roten Bänder" vom selben Autor, genauso wie der Titel dieses Romans, aber ansonsten kann mich die Gestaltung des Covers leider nicht ganz überzeugen. Es ist zwar auf keinen Fall hässlich, aber besonders originell eben auch nicht. Nachdem mich Albert Espinosa mit seinem letzten Roman noch nicht ganz vom Hocker hauen konnte, war ich wirklich gespannt auf sein neues Werk und habe gehofft, dass mich dieses mehr fesseln kann. Leider wurde ich dahingehend schon ziemlich bald nachdem ich anfing zu lesen enttäuscht. Die Grundlage der Handlung bzw. die Ausgangssituation des Protagonisten war der aus "Club der roten Bänder" zum verwechseln ähnlich. Ein Jugendlicher ist schwer krank, er findet Kinder / Jugendliche in der gleichen Situation und nebenbei wird noch entdeckt, was im Leben wichtig ist. Der Leser erfährt im ganzen Buch keine Namen und diesen Aspekt fand ich tatsächlich sehr schön und auch irgendwie besonders. Leider konnten mich die namenlosen Charaktere dennoch nicht überzeugen und ich habe auch zu dem Protagonisten keine Verbindung aufbauen können. Ich konnte mir ihn nicht vorstellen, er blieb in meinen Augen sehr unnahbar und alles in allem hatte ich nicht das Gefühl, in auch nur annähernd näher kennengelernt zu haben. Mit den anderen Jugendlichen ging es mir ähnlich. Ich las von ihnen ohne sie mir vorstellen zu können und so haben mich auch ihre Schicksale nicht berühren können, weil all diese jungen Menschen keine reale Form in meinem Kopf angenommen haben. Die Idee der Geschichte gefiel mir im Prinzip gut und sie war auch recht originell. Umso toller hätte ich es gefunden wenn sie mich begeistert hätte. Leider war das aber ganz und gar nicht der Fall, denn die Umsetzung und die gesamte Handlung an sich hinterließ bei mir keinen bleibenden Eindruck und konnte mich auch wenig bis gar nicht fesseln. Alles wurde nur so kurz abgehandelt, ohne großartig auf Authentizität zu achten. Dafür wurden noch möglichst viel Dramatik, Poetik und bemüht tiefgründige Gedanken hineingepackt und das alles auf nicht einmal 200 Seiten zusammengepfercht. Meiner Ansicht nach sorgte das dafür, dass die Handlung absolut unrealistisch war und an einigen Stellen auch viel zu viel auf einmal beschrieben und erläutert wurde, so dass mir die tatsächliche Tiefe der Geschichte viel zu kurz kam. Die meiste Zeit über war ich eher genervt von dem Buch, konnte nicht viel damit anfangen und habe mich gefragt, warum man dem ganzen nicht einfach 100 Seiten mehr und ein weiteres Jahr Zeit gegeben hat, denn aus der zugrunde liegenden Idee hätte wirklich etwas werden können. So war ich allerdings froh als ich das Buch beendet hatte und wurde mehr als enttäuscht zurückgelassen. Albert Espinosa finde ich einen wirklich bewundernswerten Mann, aber mit diesem Buch hat er sich mir als Autor leider nicht schmackhaft gemacht und ich werde in Zukunft vermutlich auch kein weiteres Werk von ihm lesen. Wem das Buch "Club der roten Bänder" wirklich super gefallen hat könnte vielleicht auch dieses hier unterhaltsam finden, aber wer schon damit seine Probleme hatte sollte wohl eher die Finger von diesem ähnlich gestalteten Roman lassen. 


Albert Espinosa, geboren 1973, ist Autor, Schauspieler, Film- und Theaterregisseur und lebt in Barcelona. Sein Erstling wurde weltweit in über 20 Sprachen übersetzt und in mehreren Ländern höchst erfolgreich als TV-Serie verfilmt. Seither hat Albert Espinosa diverse weitere Romane und Sachbücher veröffentlicht. (Quelle: Verlagsseite)



              

1,5 von 5



Mein herzlicher Dank geht an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Samstag, 5. November 2016

LESEMONAT OKTOBER 2016 - Ein Monat voller mieser Bücher


Hallo ihr süßen Buchmenschen, 

auch von mir gibt es natürlich wieder den obligatorischen Lesemonat, der leider ziemlich deprimierend war. Nicht weil ich wenige Bücher gelesen habe sondern, weil einfach kaum gute Bücher dabei waren - irgendwie spiegelt das meinen restlichen Monat (abseits des Lesens) ganz gut wieder, denn der fing erstmal mit einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt an. Alles in allem lief der Oktober für mich also ziemlich beschissen, da kann der November nur besser werden!


Gelesene Bücher: 13
Gelesene Seiten: 4828
Durchschnittliche Seiten am Tag: 156

Reihen begonnen: 3
Reihen fortgesetzt: 2
Reihen beendet: 1

Neuzugänge: 11
Rezensionsexemplare: 2
gekauft (normal): 3
gekauft (Mängelexemplare): 6



Links: Gelesen // Rechts: Neuzugänge

 


Gelesen: 
Wolke 7 ist auch nur Nebel, Mara Andeck (2/5 P.)
Bin mal kurz tot, Lance Rubin (2/5 P.)
Zeitenzauber - Die magische Gondel, Eva Völler (3/5 P.)
Die Attentäter, Antonia Michaelis (2,5/5 P.)
König der Pferde, Shelley Peterson (3/5 P.)
Ich bin aber auch ein Notfall, Anna Delagra & Tim Benit (3/5 P.)
The Club - Love, Lauren Rowe (4,5/5 P.)
Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen, Ulla Scheler (2,5/5 P.)
Die Mühle, Elisabeth Herrmann (2,5/5 P.)
Little Secrets - Lügen unter Freunden, M.G. Reyes (2,5/5 P.)
Changers - Oryon, T. Cooper & Allison Glock (3/5 P.)
Changers - Kim, T. Cooper & Allison Glock (3,5/5 P.)
Shadow Falls Camp 5, C.C. Hunter (2/5 P.)
(angefangen: Die Kinder der Kirschblüte)


Top 3 




Lieblingscover




Leseplanung: 6 von 10 geschafft 
Maddie - Der Widerstand geht weiter
Das Leben ist nicht extra small
Ich bin aber auch ein Notfall
Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen
Shadow Falls Camp 5
The Club - Love
Die Mühle
Eden Academy
Da warens nur noch zwei
Changers - Oryon



Wie lief bei euch der Oktober? Seid ihr zufrieden mit eurem Lesemonat? 






Dienstag, 1. November 2016

NEUERSCHEINUNGEN - November 2016

Hallo meine lieben Buchmenschen da draußen, 

lang ist es her, dass ich einen richtigen Post geschrieben haben. Damit meine ich keine Rezension, sondern einen unseriöseren Post, ihr wisst was ich meine. Deshalb gibt es heute mal die Neuerscheinungen für den November, in dem ich zufällig auch Geburtstag habe und dieses Jahr 18 werde. Ich fühle mich bisher irgendwie nicht so bereit erwachsen zu sein, wie war das bei euch (falls ihr das schon hinter euch habt)? Gefühlt bin ich immer noch ungefähr 15, manchmal auch 5 - zum Beispiel wenn es irgendwo was gratis gibt. Aber jetzt mal zu den Büchern, die im trostlosen November erscheinen. Überraschenderweise sind für mich gar nicht so viele Must-Haves dabei - genau genommen gar keine, wie geht es euch?

Für mehr Infos einfach auf die Cover klicken!


       

    

    

    

  



Auf welche Bücher freut ihr euch im November? Oder gibt es diesen Monat für euch auch keine Neuerscheinungs-Must-Haves?