Posts mit dem Label Krimi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Krimi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 18. November 2016

REZENSION - Monty und ich (Lieblingsbuch)





Titel: Monty und ich
Autor: Louisa Bennet
Verlag: Heyne (November 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 448
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

Kaufen? Verlag | Amazon*


Monty ist ein Golden Retriever und, von seiner Schwäche für Käse einmal abgesehen, ein ziemlich vernunftbegabtes Wesen. Als sein geliebtes Herrchen ermordet wird, ist er am Boden zerstört. Zum Glück findet er ein neues Zuhause bei Rose Sidebottom, der Polizistin, die den Fall aufklären soll. Doch die Ermittlungen erweisen sich als kompliziert. Monty kombiniert blitzgescheit: Die Zweibeiner brauchen sofort Hilfe! Zusammen mit seinen tierischen Freunden macht er sich auf die Suche nach dem Täter.

Als ich das Cover gesehen haben war ich schon direkt neugierig auf das Buch, denn es ist wirklich total niedlich gestaltet und das ohne zu viel Kitsch, was mich bei vielen "Hunderomanen" stört. Es passt außerdem hervorragend zur Geschichte, denn die Ratte und der Vogel, die darauf abgebildet sind haben genauso wie der Golden Retriever Monty eine wichtige Rolle in der Handlung. Der Klappentext hat mich ebenfalls auf Anhieb überzeugt, denn die Geschichte klang mal nach etwas anderem als den typischen Hunde-Frauchen-Herrchen-Lovestorys. Ein ermordetes Herrchen und ein hochintelligenter Hund - das klingt einfach nur unterhaltsam und spannend. Ich ging mit relativ hohen Erwartungen an das Buch und hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass diese sogar noch übertroffen werden könnten. Doch genau das ist passiert und ich kann gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich das Buch liebe. Die Handlung setzt an der Stelle ein, als Montys Herrchen bereits tot ist und der Retriever von Rose, der Polizistin, die den Fall aufklären soll, aus der Tierklinik abgeholt wird. Monty selbst wurde bei dem Versuch sein geliebtes Herrchen zu verteidigen und zu beschützen nämlich auch schwerverletzt. Die meisten Kapitel werden aus Montys Sicht erzählt, was ich einfach nur genial fand. Besonders, weil Monty ein sehr intelligenter Hund ist, dessen Erzählungen mich mehr als einmal zum schmunzeln gebracht haben. Manche Stellen habe ich tatsächlich abfotografiert, um mich noch lange an sie zu erinnern und das tue ich sonst bei fast keinem Buch. Zusätzlich gibt es aber auch einige Kapitel, in denen Rose und ihre Arbeit bei der Polizei im Vordergrund steht. So erfährt man als Leser auch immer etwas über die aktuellen Ermittlungen und den Kenntnisstand der Menschen. Dieser Mix war absolut perfekt für die Geschichte und ich fand beide Perspektiven ausnahmslos toll erzählt und geschrieben und vor allem unglaublich spannend. Die Handlung hat mir nämlich insgesamt richtig gut gefallen, ich konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen und habe die 450 Seiten tatsächlich an einem Nachmittag/Abend durchgelesen. Dazu trugen aber natürlich auch die Charaktere bei, die ich ganz schnell lieben gelernt und ins Herz geschlossen habe. Monty kann man einfach nur über alles lieben und auch seine tierischen Freunde, zum Beispiel die Ratte Betty, waren allesamt einzigartig und richtig humorvoll in die Geschichte eingebunden. Ihre Charakterzüge waren besser und authentischer ausgearbeitet die mancher Menschen in anderen Romanen und das während ihre artentypischen Merkmale beibehalten wurden. Und auch die menschlichen Charaktere, besonders Rose, mochte ich gerne. Rose war eine sehr liebenswerte, intelligente und auch offene Zweit-Protagonistin und ihre Art zu denken fand ich richtig authentisch und auch manchmal angenehm außergewöhnlich. Zu guter Letzt war auch noch der Schreibstil einfach rundum gelungen und er hat mich ohne auch nur den kleinsten Funken Langeweile durch die humorvolle und spannende Geschichte rund um Monty geführt. Die Autorin hat es wie in meinen Augen kaum ein anderer geschafft, Monty eine authentische Stimme zu geben, die danach schreit gehört bzw. gelesen zu werden und auch mit Rose hat sie eine tolle Protagonistin auf menschlicher Seite geschaffen. Ich kann das Buch absolut jedem nur ans Herz legen (nicht nur Hundebesitzern!). Es ist einfach nur toll und Monty wird auf jeden Fall für immer in meinem Gedächtnis bleiben. Ich hoffe außerdem, dass noch weitere Bücher mit dem einzigartigen Golden Retriever kommen werden und ich noch sehr viel mehr Zeit mit ihm verbringen kann!

Louisa Bennet studierte Literatur an der University of London. Ihr Golden Retriever Pickles brachte ihr das Feld der Hunde-Linguistik näher. Ehrlich gesagt denkt Pickles sich die Krimis aus, und Louisa kümmert sich nur um die Niederschrift. Sie tippt wesentlich schneller als er und lässt sich nicht so leicht von Futter oder vorbeihuschenden Eichhörnchen ablenken. (Quelle: Verlagsseite)




5 von 5



Ein herzliches Dankeschön geht an den Verlag für dieses unglaublich tolle Rezensionsexemplar!



Mittwoch, 30. Oktober 2013

Rezension: Dark Village - Dreht euch nicht um

Dark Village - Dreht euch nicht um

von Kjetil Johnsen
erschienen im Coppenrath-Verlag (September 2013)
Broschierte Ausgabe
320 Seiten
kostet ca. 10€ (D)

Reihe: Dark Village
1. Das Böse vergisst nie
2. Dreht euch nicht um
3. Niemand ist ohne Schuld (November 2013)
4. Zurück von den Toten (Februar 2014)
5. Zu Erde sollst du werden (April 2014)

Inhalt (Klappentext): Zwei Leichen, die eine bis zur Unkenntlichkeit entstellt, die andere ohne sichtbare Spuren von Gewalteinwirkung. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Doch es gibt jemanden, der weiß, an wessen Händen Blut klebt. Er hat aber keinesfalls vor, sein Wissen mit der Polizei zu teilen. Er verfolgt seine eigenen Pläne. So dunkel, abgrundtief böse, erbarmungslos...

Meine Meinung: Das Cover passt sehr gut zu dem des ersten Bandes und somit auch wieder gut zur Geschichte. Auch der Buchschnitt des zweiten Bandes ist wieder schwarz, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Der Klappentext klang wieder unglaublich spannend und nachdem das erste Buch so gemein geendet hat, musste ich auch dieses Buch unbedingt lesen. Bevor die Handlung weitergeführt wird, gibt es zuerst einen kleinen Rückblick, in dem noch einmal kurz beschrieben wird, was bisher geschah. So hatte ich auch sofort wieder einen groben Überblick über die bisherige Handlung und konnte ohne groß nachzudenken sofort weiterlesen. Die Charaktere waren immer noch toll ausgearbeitet und jede der vier Freundinnen hatte ihren eigenen Charakter, auch wenn dieser sich im Vergleich zum ersten Band zum Teil etwas geändert hat. Auch die Lehrerin Synnove Viksveen ist eine eigensinnige Person und ich finde ihre, meist bösartige, Art total faszinierend. In diesem Buch passiert viel mehr als im ersten Band, worüber ich sehr froh war, da so auch die Spannung stieg. Ich konnte das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen, weil permanent etwas passierte und so alle bisherigen Verdächtigungen und Spekulationen wieder über den Haufen geworfen wurden. Die Handlung steigt 12 Tage vor dem Mord ein und springt wie schon zuvor immer einen Tag weiter, näher an den Mord. Das Ende finde ich wieder ziemlich gemein, da dieser Band am Tag nach dem Mord endet und zwar ein paar kleine Rätsel aufgelöst werden, das größte Geheimnis - wer die Leiche im See denn nun ist - jedoch immer noch bestehen bleibt. Insgesamt hat mir dieser zweite Band noch besser gefallen als Teil 1 und ich freue mich schon, wenn endlich der dritte Band erscheint. Empfehlen kann ich euch die Reihe ab 13 Jahren. 

Der Autor: Kjetil Johnsen, geboren 1966, lebt mit seiner Familie in der Nähe von Oslo. Er arbeitet schon viele Jahre als Journalist und Verlagslektor und schreibt Romane für Jugendliche.

9/10 Punkten



Rezension: Dark Village - Das Böse vergisst nie

Dark Village - Das Böse vergisst nie

von Kjetil Johnsen
erschienen im Coppenrath-Verlag (Juli 2013)
Broschierte Ausgabe
269 Seiten
kostet 5€ (D)

Reihe: Dark Village
1. Das Böse vergisst nie
2. Dreht euch nicht um
3. Niemand ist ohne Schuld (November 2013)
4. Zurück von den Toten (Februar 2014)
5. Zu Erde sollst du werden (April 2014)

Inhalt (Klappentext):
Ein Ort, in dem das Böse lauert.
Vier Freundinnen, so verschieden und doch unzertrennlich. 
Bis eine von ihnen tot aufgefunden wird. 
Nackt im See treibend. 
In Plastikfolie eingewickelt. 
Ermordet von jemandem, den sie kannte.


Meine Meinung: Das Cover finde ich wirklich gut, es passt mit seiner eher düsteren und auch etwas geheimnisvollen Ausstrahlung gut zur Geschichte und auch der schwarze Buchschnitt hat mir zusammen mit dem Cover sehr gut gefallen, obwohl ich normalerweise kein Fan von farbigen Buchschnitten bin. Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, hat er mich so neugierig auf die Geschichte dazu gemacht, dass ich nicht anders konnte, als das Buch zu kaufen. Das erste Kapitel startet, indem die Szene in der die Leiche letztendlich gefunden wird beschrieben wird, jedoch ohne Namen oder genauere Umstände zu nennen. So erfährt man zwar, dass ein Junge/Mann und ein Mädchen/eine Frau die Leiche finden, aber nicht wer die beiden genau sind. Auch die Identität der Leiche bleibt unklar. Danach steigt die Handlung 20 Tage vor dem Mord ein, in den folgenden Kapiteln, die nochmals in kürzere Unterkapitel unterteilt sind, springt man dann jeweils einen Tag weiter, so dass der Mord immer näher rückt. Das wird einem auch immer wieder vor Augen geführt, in dem am Ende einiger Kapitel steht: "Eine der vier Freundinnen hatte nur noch ... Tage zu leben.". Dieser Satz taucht ziemlich oft auf, was die Spannung erhöht, die in diesem ersten Band der Krimi-Serie ansonsten noch etwas zu wünschen übrig gelassen hat. In den 8 Tagen, die in dem Buch geschildert werden passiert meiner Meinung nach noch zu wenig und man hätte alles ein wenig kürzer fassen können. Gemein fand ich auch das Ende, denn der erste Band endet 12 Tage vor dem Mord, so dass es einem eigentlich unmöglich gemacht wird, die nächsten Bände nicht zu lesen. Dafür beinhaltet die Geschichte wirklich interessante Charaktere, die alle auch vollkommen unterschiedlich sind. Jede der vier Freundinnen hat ihre Eigenheiten und im Laufe der Handlung auch ihre Geheimnisse, die sie nicht mit den anderen teilt. Benedicte denkt vor allem an Jungs und Sex, während Nora sich unsterblich verliebt, Trine mit dem Thema Jungs überhaupt nichts anfangen kann und lieber Sport treibt und Vilde ein belastendes Geheimnis mit sich herumschleppt, von dem nie jemand erfahren soll. Der Schreibstil von Kjetil Johnsen war vor allem zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach einiger Zeit war ich so in der Geschichte, dass mir das gar nicht mehr weiter auffiel. Alles in allem hat mir der erste Band der Krimi-Reihe schon gut gefallen und hoffe, dass in Band 2 dann auch die Spannung noch steigt. Empfehlen würde ich auch das Buch ab 13 Jahren. 

Der Autor: Kjetil Johnsen, geboren 1966, lebt mit seiner Familie in der Nähe von Oslo. Er arbeitet schon viele Jahre als Journalist und Verlagslektor und schreibt Romane für Jugendliche.

8/10 Punkten