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Dienstag, 31. Januar 2017

REZENSION - Schau mir in die Augen Audrey





Titel: Schau mir in die Augen, Audrey
Autor: Sophie Kinsella
Verlag: Goldmann (TB 2017 / Paperback 2015)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Audrey wächst in einer liebevollen, leicht durchgeknallten Familie auf: Ihr großer Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter Teddybär. Doch Audrey weiß, dass sie selbst am durchgeknalltesten ist – sie leidet unter Angststörungen, kann nicht mehr zur Schule gehen und niemandem in die Augen sehen, weshalb sie stets eine Sonnenbrille trägt. Als sie auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, das viel mehr ist als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Als das Buch frisch erschienen war habe ich mich zunächst gar nicht groß damit befasst, weil mir das Cover überhaupt nicht gefallen hat. Dieses hier hat mich aber direkt angesprochen und mich dazu gebracht mir den Klappentext durchzulesen - zum Glück, denn er klang für mich so wahnsinnig gut, dass ich das Buch direkt lesen wollte. Als ich dann tatsächlich mit dem lesen anfing kam ich sehr schnell in die Geschichte rein und habe die Protagonistin, Audrey, sofort ins Herz geschlossen. Sie ist definitiv keine Protagonistin wie jede andere, hat eine soziale Phobie und eine generalisierte Angststörung und hat deshalb immer eine Sonnenbrille auf. Und sie war einfach toll, sympathisch und liebenswert. Auch das Thema finde ich perfekt gewählt, denn mittlerweile gibt es viele Bücher zu 'schwierigeren' Themen, aber (zumindest meinem Gefühl nach) nur wenige über Angststörungen bei Jugendlichen, besonders nicht über eine soziale Phobie. Umso mehr hat es mich gefreut, dass diese Thematik hier auch so gut umgesetzt wurde. Ich konnte die Gefühle und Gedanken von Audrey gut nachvollziehen und obwohl ich schon Erfahrung mit dem Thema habe bin ich fest davon überzeugt, dass das den meisten so gehen wird. Die ganze Handlung ist wirklich authentisch und beschönigt auf keinen Fall irgendeine psychische Krankheit. Auch wird während ihrem Verlauf wohl den allermeisten klar werden, dass jede solche Krankheit einen Leidensdruck mit sich bringt, das ganze Leben beeinflusst bzw behindert und nicht einfach mal schnell vorbei geht. Natürlich muss man sich immer vor Augen halten, dass nicht jeder Krankheitsverlauf dem von Audrey gleicht, aber der Autorin ist mit ihrer Geschichte eine gute Darstellung gelungen und ich wurde von dem Buch sogar noch positiv überrascht. Ich war total gefesselt und habe Audrey und auch ihre Familie und die anderen Charaktere sehr ins Herz geschlossen. Jeder war etwas besonderes und hatte seine ganz eigenen Macken. Diesen Aspekt fand ich ebenfalls sehr schön, denn in einigen Momenten sind die eigentlich psychisch gesunden Menschen einfach viel 'Verrückter ' als diejenigen, die aufgrund psychischer Krankheiten gerne mal als verrückt abgestempelt werden. Ganz zum Schluss muss ich jetzt noch sagen, dass es schon auch einen kleinen Punkt gab der mich ein klein wenig gestört hat, aber diesen kann ich nicht nennen, da ich sonst spoilern würde. Er hat mich aber wirklich nicht sehr gestört und ist auch nur an einer Stelle aufgetreten. Meiner Meinung nach ist Sophie kinsella mit 'schau mir in die Augen, Audrey' ein wundervolles Buch über ein wichtiges Thema gelungen das ich jedem nur empfehlen kann - nicht nur jugendlichen! Mir persönlich wird die Geschichte bestimmt lange in Erinnerung bleiben.

Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?«, »Kein Kuss unter dieser Nummer« oder mit ihren unter dem Namen Madeleine Wickham verfassten Romanen im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London. (Quelle: Verlagshomepage Randomhouse)




5 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön von mir geht an den Verlag für dieses schöne Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 25. Januar 2017

REZENSION - Helix. Sie werden uns ersetzen




Titel: Helix - Sie werden uns ersetzen
Autor: Marc Elsberg
Verlag: blanvalet (Oktober 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 648
Preis: ca. 23€ (D)
Alter: ---
Reihe: ---

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Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …


Bereits nach dem ersten Lesen des Klappentextes war für mich klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Ich wollte schon länger etwas von Marc Elsberg lesen und zusätzlich finde ich das Thema Genetik und wissenschaftlicher Fortschritt unglaublich spannend. Das Cover ist wie auch die der anderen Bücher des Autors eher schlicht gehalten und sieht trotzdem wirklich cool aus. Bei "Helix" gefällt mir die Gestaltung besonders gut, weil sie perfekt zum Thema passt. Als ich anfing zu lesen war ich zunächst ein wenig verwirrt. Wie sich schon im Klappentext erahnen lässt gibt es mehrere Handlungsstränge, die auf den ersten Blick gar nicht so viel miteinander zu tun haben. Somit tauchen auch nicht wenige Namen auf und ich habe einige Zeit gebraucht bis ich einen groben Überblick über die jeweiligen Beziehungen der Charaktere hatte und auch wusste wer in welchen Handlungsstrang gehört. Auch zwischendurch wurde ich immer mal wieder ein wenig verwirrt, besonders wenn wieder neue Namen bzw. Charaktere auftauchten, aber mit der Zeit wurde das wirklich immer weniger und spätestens ab der Hälfte kam ich gut mit dem Ganzen Aufbau klar. Ähnlich wie mit den Personen verhielt es sich auch mit der Handlung an sich. Zu Beginn war alles noch sehr viel und ich musste mich relativ stark konzentrieren um mitzukommen. Das fand ich aber eigentlich gar nicht schlecht, denn die Geschichte war trotzdem absolut spannend und fesselnd und ich war direkt begeistert von Marc Elsbergs Fähigkeit sich solche komplexen Zusammenhänge auszudenken. Es gab zwar auch mal den ein oder anderen Abschnitt den ich etwas weniger interessant fand, aber letztendlich waren auch diese Sequenzen später von Bedeutung. Ab kurz vor der Hälfte des Buches wurde die Spannung dann innerhalb weniger Seiten immer größer und größer und ich konnte ab diesem Punkt überhaupt nicht mehr aufhören weiterzulesen, weil ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht, was es mit den ganzen rätselhaften Geschehnissen auf sich hat und mich die Geschichte einfach so in ihren Bann gezogen hat. Alles wirkte wahnsinnig authentisch und in mir kam zum Teil wirklich der Gedanke hoch "Was wäre wenn das alles wirklich passieren würde?". Diese Frage hat mich auch nach dem Lesen noch lange beschäftigt und lässt vermutlich viele Leser auch mit einem beklemmenden Gefühl zurück, denn auch wenn ich kein Experte bin kann ich mir durchaus vorstellen, dass ein solches Szenario sich auch innerhalb weniger Jahre in unserer echten Welt abspielen könnte. Für mich ist "Helix" ein unfassbar gelungener Thriller, der alles hat was ein Buch dieser Art braucht. Jede Menge Spannung, ab und zu mal ein Schauer der einem über den Rücken läuft und dazu noch ein hochinteressantes und aktuelles Thema welches mehr als anschaulich dargestellt wird und sicher auch vielen das Ausmaß der ganzen Gentechnik usw. erst bewusst werden lässt. Marc Elsberg schafft es durch seinen fesselnden Schreibstil und die wahnsinnig coole Handlung ganze 648 Seiten zu erschaffen, die an keiner Stelle langweilen. Ich kann das Buch absolut jedem empfehlen, der sich für das Thema Genetik und wissenschaftlicher Fortschritt auch nur ein bisschen interessiert und Lust auf einen weniger 0815-mäßigen Thriller hat. Und alle, die Angst vor zu hoher Komplexität oder Fachbegriffen haben kann ich beruhigen, denn die fachlichen Informationen lassen sich im Zusammenhang wirklich gut verstehen und jeder der schon einmal etwas von den Grundlagen der Genetik gehört hat und sich dafür interessiert kann die Geschichte ohne jegliche Probleme verstehen. 

Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg sowie Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard«. Heute lebt und arbeitet er in Wien. Mit seinen internationalen Bestsellern BLACKOUT und ZERO etablierte er sich auch als Meister des Science-Thrillers. Beide Thriller wurden von »bild der wissenschaft« als Wissensbuch des Jahres in der Rubrik Unterhaltung ausgezeichnet und machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner von Politik und Wirtschaft. (Quelle: Verlagshomepage)




5 von 5



Vielen herzlichen Dank an den Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 18. Januar 2017

REZENSION - Echt ich! Ein Stift, tausend Einblicke





Titel: Echt ich! Ein Stift - tausend Einblicke. Zum Ankreuzen und Ausfüllen
Autor: Rhiannon Shove
Verlag: Mosaik (Oktober 2016)
Einband: Softcover
Seitenanzahl: 144
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ---
Reihe: ---

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Ein Buch wie eine Zeitkapsel: So wie jetzt wirst du nie mehr sein. "Echt ich!" hilft auf kluge und inspirierende Weise, sich selbst zu finden - mit allen Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen, Plänen und Träumen. Durch Gedankenspiele und kreative Fragen - zum Ausfüllen und Ankreuzen. So entsteht ein einzigartiges Bild des Menschen, der man gerade ist: festgehalten für die Ewigkeit.

Als ich dieses Buch zum ersten Mal gesehen habe wusste ich sofort: das muss ich haben! Ich denke von Natur aus viel über mich und mein Leben nach, ankreuzen und Fragen beantworten ist ebenfalls genau mein Ding. In diesem Buch erwarten den Leser unzählige Fragen rund um sein ganzes Leben. Das Ganze ist in drei Abschnitte gegliedert: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. im Bereich Vergangenheit werden beispielsweise viele Fragen zur Kindheit gestellt, aber auch Fragen nach dem teuersten Gegenstand den du dir je gekauft hast oder der letzten Fernsehsendung die du gesehen hast. Im Thema Gegenwart denkst du über dich selbst wie du jetzt im Moment bist nach, es ist Platz für deine Lieblingsplaylist und neue Emoji-Entwürfe. Am Ende steht die Zukunft. Wo siehst du dich in einer Woche, einem Monat, in 50 Jahren? Und nebenbei kommen noch so ganz banale Fragen wie "Reich oder berühmt?" oder "Süß oder salzig?". Es ist von allem etwas dabei. Und genau das fand ich absolut genial und toll und das Buch hat mich sowas von überzeugt. Über viele Dinge habe ich wirklich lange nachdenken müssen, über einige muss ich mir auch nochmal Gedanken machen. Die ganzen Fragen lassen sich auf keinen Fall mal eben zwischendurch an einem Nachmittag beantworten - einige vielleicht schon, aber für andere braucht man eine Menge Gedächtnis- und Vorstellungskraft. Man lernt sich beim Ausfüllen tatsächlich besser kennen und das ist wirklich spannend. Die ganzen Fragen sind toll ausgewählt, denn es waren sowohl welche dabei die ich auf Anhieb beantworten konnte und dann auch wieder einige über die ich mir noch kein einziges Mal in meinem Leben Gedanken gemacht habe. Wem es genauso wie mir Spaß macht über alles mögliche (und sich selbst) nachzudenken sollte "Echt ich!" jetzt sofort auf seine Wunschliste setzen, genauso wie alle Menschen, die gerne mal über ihr Leben meckern oder sich selbst schnell aus den Augen verlieren. Ich bin absolut begeistert von diesem Buch und freue mich, auch noch die restlichen Fragen zu beantworten. Eine klare Empfehlung für jeden der einen Stift besitzt!

Rhiannon Shove arbeitet als Illustratorin und lebt mit ihrer Familie in England. (Quelle: Verlagshomepage)





5 von 5




Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Sonntag, 15. Januar 2017

REZENSION - Young Elites. Die Gemeinschaft der Dolche




Titel: Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
Autor: Marie Lu
Verlag: Loewe (Januar 2017)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 416
Preis: ca. 19€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: Young Elites
1. Die Gemeinschaft der Dolche
2. Das Bündnis der Rosen (Herbst 2017)

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Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...

Das Cover finde ich einfach nur toll, obwohl mir ähnliche Cover oft nicht gefallen. Dieses hier hat aber etwas an sich das irgendwie total anziehend und cool ist und ich bin schon wahnsinnig gespannt auf die weiteren Bände. Der Klappentext hat mich zunächst gar nicht so sehr angesprochen, ich fand ihn ganz interessant, aber das Ganze klang für mich nicht nach einem absoluten Must-Read. Trotzdem wollte ich das Buch gerne lesen, denn die Legend-Trilogie von Marie Lu hat mir wahnsinnig gut gefallen. Als mich das Buch dann überraschend erreichte wurde ich dann vollends überzeugt und im Endeffekt habe ich das Buch an einem einzigen Tag durchgelesen oder besser gesagt: ich habe es durchgesuchtet. Vom ersten Moment an konnte mich Marie Lu mit ihrem Schreibstil wieder komplett begeistern und die Geschichte gefiel mir viel besser als erwartet. Die Welt ist zwar einer Fantasie entsprungen, es gibt besondere Gaben und alles was zu einem Fantasy-Roman dazugehört, aber trotz allem war die Handlung nicht zu abgedreht und wirkte authentisch. Zur Handlung an sich möchte ich gar nicht allzu viel sagen, da ich nichts vorweg nehmen möchte, aber ich kann sagen: ich fand sie absolut super fantastisch! Schon nach ein paar wenigen Seiten nahm die Spannung immer mehr zu und hielt sich bis zur letzten Seite. Ich war gefesselt von den Geschehnissen rund um Adelina und konnte nicht aufhören weiterzulesen. Es gibt keinen einzigen Moment der auch nur annähernd langweilig war und überraschende Wendungen haben mich dauerhaft in Atem gehalten. Die Protagonistin, Adelina, an sich mochte ich nach einiger Zeit auch sehr gerne. Am Anfang brauchte ich zugegebenermaßen meine Zeit um mit ihr warm zu werden und sie auch ein wenig zu "durchschauen", aber dann fand ich sie richtig klasse! Besonders gefallen hat mir an ihr, dass sie eben alles andere als die typische Protagonistin war und durchaus düstere Seiten hat. Sie ist alles andere als das unscheinbare nette Mädchen von nebenan wie man es aus dutzenden Büchern kennt. Genauso wie all die anderen Charaktere, die ihr ebenfalls besser selbst kennenlernen solltet, war sie etwas besonderes und irgendwie total cool. Das einzige was mich dann aus meiner Begeisterung herausgerissen hat war der Epilog, aber dazu werde ich nicht mehr sagen und diese paar Seiten waren auch nicht so schlecht, dass ich deshalb das Buch abwerten würde. Deshalb kann ich nur eine klare Empfehlung an alle aussprechen, die im Fantasy-Genre unterwegs sind. Der erste Teil von "Young Elites" hat mich mehr als positiv überrascht und komplett überzeugt und ich kann es kaum abwarten bis im Herbst endlich der zweite Teil erscheinen wird!

Marie Lu, Autorin der Bestseller-Trilogie Legend, wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in Texas, bevor sie an der University of Southern California studierte. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie bei den Disney Interactive Studios, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Die Bestsellerautorin lebt mit ihrem Mann und drei Hunden in Santa Monica, nahe dem Meer. Ihre wenige Freizeit verbringt sie mit Lesen, Zeichnen, dem Spielen von Assassin´s Creed und Im-Stau-Stehen. (Quelle: Verlagshomepage Loewe)




5 von 5



Ein riesengroßes Dankeschön geht an den Loewe-Verlag für dieses überraschende Rezensionsexemplar!

Sonntag, 25. Dezember 2016

REZENSION - Camp 21, Grenzenlos gefangen




Titel: Camp 21 - Grenzenlos gefangen
Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena (Januar 2017)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Mein Blogtour-Beitrag: hier


Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

Als ich mitbekommen habe, dass Rainer Wekwerth ein neues Buch herausbringt wusste ich eigentlich schon, dass ich es unbedingt lesen möchte. Meine Neugier auf die Geschichte wurde dann natürlich noch viel größer als ich den Klappentext gelesen hatte, denn dieser klang für mich absolut genial. Das Cover gefällt mir ganz gut und es passt definitiv gut zum Inhalt des Buches. 
Nachdem ich die Idee schon beim Lesen des Klappentextes super fand war ich unheimlich gespannt auf deren Umsetzung und hatte ziemlich hohe Erwartungen an "Camp 21". Diese wurden auch absolut erfüllt und Rainer Wekwerth schaffte es ein weiteres Mal mich restlos zu überzeugen und seinen Bann zu ziehen. Die Geschichte konzentriert sich abwechselnd auf die beiden Protagonisten - Kayla und Mike. So beginnt die Handlung an dem Ereignis in deren Leben, der die beiden letztendlich ins Erziehungslager bringt. Schon diese "Vorgeschichte" konnte mich absolut überzeugen und ich war sofort richtig in der Geschichte drin. Die beiden Protagonisten waren mir beide auf ihre Art sympathisch und zusammen mochte ich sie direkt noch mehr. Ebenfalls direkt begeistern konnte mich die Idee, die hinter der ganzen Geschichte steckt. Ohne völlig abgedreht zu sein bietet sie einige Neuheiten und alles wirkte sehr authentisch und gut durchdacht. Ehrlich gesagt kann ich größtenteils gar nicht sagen was das Buch für mich so spannend und fesselnd gemacht hat, aber ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen und habe es in kürzester Zeit durchgelesen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und was hinter den ganzen mysteriösen Abläufen im Camp steckt. Dadurch, dass die Zeit beim Lesen so schnell verging wirkten auf mich einige Entwicklungen, besonders was Kaylas und Mikes Beziehung zueinander anging, etwas schnell, aber das hat mich nicht weiter gestört. Insgesamt war "Camp 21" einfach ein Buch, das ich nach dem Beenden zugeschlagen habe und direkt Lust hatte noch eines dieser Art zu lesen, weil ich nicht genug bekommen konnte von der ganzen Handlung. Zusätzlich zu seinem riesengroßen Suchtfaktor bietet das Buch sogar noch versteckte Themen, die zum Nachdenken anregen können. Ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte auch Jugendliche begeistern kann, die normalerweise nicht viel lesen, denn sie bietet Action und Spannung und lässt sich durch den flüssigen Schreibstil relativ leicht lesen. Die Handlung ist nicht zu komplex und trotzdem kein bisschen langweilig. Ich kann euch das neue Buch von Rainer Wekwerth nur empfehlen und es ist auf jeden Fall ein Must-Read für alle Fans der Labyrinth-Trilogie!

Rainer Wekwerth ist Autor aus Leidenschaft. Oft liest man, ein Autor habe sein Hobby zum Beruf gemacht. Rainer Wekwerth dagegen bezeichnet das Schreiben als Sucht: Er kann gar nicht anders. Wekwerth ist Autor erfolgreicher und preisgekrönter Bücher, die er teilweise unter Pseudonym veröffentlicht. Bisher war er hauptsächlich in der Fantasy heimisch, nun erzählt er mit dem Labyrinth-Zyklus eine mitreißende Geschichte, die die Grenzen der Genres sprengt. Neben dem Schreiben coacht er Autoren und Schreibschüler, ist Ehemann und Vater einer Tochter. Rainer Wekwerth lebt mit seiner Familie im Stuttgarter Raum. (Quelle: Verlagshomepage)
Homepage des Autors: hier




5 von 5




Vielen Dank an den Arena-Verlag und Rainer Wekwerth!


Freitag, 18. November 2016

REZENSION - Monty und ich (Lieblingsbuch)





Titel: Monty und ich
Autor: Louisa Bennet
Verlag: Heyne (November 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 448
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Monty ist ein Golden Retriever und, von seiner Schwäche für Käse einmal abgesehen, ein ziemlich vernunftbegabtes Wesen. Als sein geliebtes Herrchen ermordet wird, ist er am Boden zerstört. Zum Glück findet er ein neues Zuhause bei Rose Sidebottom, der Polizistin, die den Fall aufklären soll. Doch die Ermittlungen erweisen sich als kompliziert. Monty kombiniert blitzgescheit: Die Zweibeiner brauchen sofort Hilfe! Zusammen mit seinen tierischen Freunden macht er sich auf die Suche nach dem Täter.

Als ich das Cover gesehen haben war ich schon direkt neugierig auf das Buch, denn es ist wirklich total niedlich gestaltet und das ohne zu viel Kitsch, was mich bei vielen "Hunderomanen" stört. Es passt außerdem hervorragend zur Geschichte, denn die Ratte und der Vogel, die darauf abgebildet sind haben genauso wie der Golden Retriever Monty eine wichtige Rolle in der Handlung. Der Klappentext hat mich ebenfalls auf Anhieb überzeugt, denn die Geschichte klang mal nach etwas anderem als den typischen Hunde-Frauchen-Herrchen-Lovestorys. Ein ermordetes Herrchen und ein hochintelligenter Hund - das klingt einfach nur unterhaltsam und spannend. Ich ging mit relativ hohen Erwartungen an das Buch und hätte wirklich nicht damit gerechnet, dass diese sogar noch übertroffen werden könnten. Doch genau das ist passiert und ich kann gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich das Buch liebe. Die Handlung setzt an der Stelle ein, als Montys Herrchen bereits tot ist und der Retriever von Rose, der Polizistin, die den Fall aufklären soll, aus der Tierklinik abgeholt wird. Monty selbst wurde bei dem Versuch sein geliebtes Herrchen zu verteidigen und zu beschützen nämlich auch schwerverletzt. Die meisten Kapitel werden aus Montys Sicht erzählt, was ich einfach nur genial fand. Besonders, weil Monty ein sehr intelligenter Hund ist, dessen Erzählungen mich mehr als einmal zum schmunzeln gebracht haben. Manche Stellen habe ich tatsächlich abfotografiert, um mich noch lange an sie zu erinnern und das tue ich sonst bei fast keinem Buch. Zusätzlich gibt es aber auch einige Kapitel, in denen Rose und ihre Arbeit bei der Polizei im Vordergrund steht. So erfährt man als Leser auch immer etwas über die aktuellen Ermittlungen und den Kenntnisstand der Menschen. Dieser Mix war absolut perfekt für die Geschichte und ich fand beide Perspektiven ausnahmslos toll erzählt und geschrieben und vor allem unglaublich spannend. Die Handlung hat mir nämlich insgesamt richtig gut gefallen, ich konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen und habe die 450 Seiten tatsächlich an einem Nachmittag/Abend durchgelesen. Dazu trugen aber natürlich auch die Charaktere bei, die ich ganz schnell lieben gelernt und ins Herz geschlossen habe. Monty kann man einfach nur über alles lieben und auch seine tierischen Freunde, zum Beispiel die Ratte Betty, waren allesamt einzigartig und richtig humorvoll in die Geschichte eingebunden. Ihre Charakterzüge waren besser und authentischer ausgearbeitet die mancher Menschen in anderen Romanen und das während ihre artentypischen Merkmale beibehalten wurden. Und auch die menschlichen Charaktere, besonders Rose, mochte ich gerne. Rose war eine sehr liebenswerte, intelligente und auch offene Zweit-Protagonistin und ihre Art zu denken fand ich richtig authentisch und auch manchmal angenehm außergewöhnlich. Zu guter Letzt war auch noch der Schreibstil einfach rundum gelungen und er hat mich ohne auch nur den kleinsten Funken Langeweile durch die humorvolle und spannende Geschichte rund um Monty geführt. Die Autorin hat es wie in meinen Augen kaum ein anderer geschafft, Monty eine authentische Stimme zu geben, die danach schreit gehört bzw. gelesen zu werden und auch mit Rose hat sie eine tolle Protagonistin auf menschlicher Seite geschaffen. Ich kann das Buch absolut jedem nur ans Herz legen (nicht nur Hundebesitzern!). Es ist einfach nur toll und Monty wird auf jeden Fall für immer in meinem Gedächtnis bleiben. Ich hoffe außerdem, dass noch weitere Bücher mit dem einzigartigen Golden Retriever kommen werden und ich noch sehr viel mehr Zeit mit ihm verbringen kann!

Louisa Bennet studierte Literatur an der University of London. Ihr Golden Retriever Pickles brachte ihr das Feld der Hunde-Linguistik näher. Ehrlich gesagt denkt Pickles sich die Krimis aus, und Louisa kümmert sich nur um die Niederschrift. Sie tippt wesentlich schneller als er und lässt sich nicht so leicht von Futter oder vorbeihuschenden Eichhörnchen ablenken. (Quelle: Verlagsseite)




5 von 5



Ein herzliches Dankeschön geht an den Verlag für dieses unglaublich tolle Rezensionsexemplar!



Dienstag, 11. Oktober 2016

REZENSION - The Cage, Entführt




Titel: The Cage - Entführt
Autor: Megan Shepherd
Verlag: Heyne fliegt (August 2016)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 464
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: The Cage
1. Entführt
2. Gejagt (Mai 2017)
3. Zerstört (November 2017)

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Die 16-jährige Cora erwacht mitten in einer Wüste. Sie wurde offensichtlich entführt! Aber von wem? Und wo um Himmels willen ist sie gelandet? Denn an die Wüste grenzen eine arktische Tundra und das Meer, dahinter liegt eine filmkulissenartige Stadt. Fünf weitere Jugendliche irren durch die merkwürdige und, wie sich bald zeigt, sehr gefährliche Szenerie. Und dann tritt Cassian auf: ein unglaublich schöner junger Mann, der sich als ihr Wächter vorstellt. Ihr Wächter in einem Zoo, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt. Eine Flucht scheint unmöglich zu sein. Bis sich zwischen Cora und Cassian eine verbotene Anziehung entwickelt. Doch kann Cora ihm genug vertrauen, um zu fliehen?


Als ich das Buch zum ersten Mal gesehen habe, hat mich das Cover direkt neugierig gemacht. Ich finde es wirklich schön gestaltet und auch der Buchrücken sieht absolut cool aus. Nachdem ich dann auch noch den Klappentext gelesen hatte war für mich klar, dass ich diese Trilogie unbedingt lesen muss. Ich erwartete mir eine richtig spannende Geschichte mit Science-Fiction-Aspekten und einer thrillerartigen Atmosphäre, das heißt, meine Erwartungen an den Auftakt von 'the Cage' waren ziemlich hoch. Umso überraschter war ich von der Tatsache, dass er meine Erwartungen nicht nur erfüllt sondern sogar übertroffen hat. Sobald ich das Buch einmal aufgeschlagen hatte konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Die Spannung blieb ununterbrochen bestehen und ich würde richtig in die Handlung hineingezogen. So kurzweilig war für mein Empfinden schon lange kein Buch mehr, denn die Seiten flogen nur so dahin und ich wollte einfach nicht, dass es nach 'nur' 450 Seiten schon vorbei ist. Was mir schon gefallen hat bevor ich überhaupt in die Handlung eingestiegen bin war die Grundidee. Die Situation am Anfang, in der sich die Jugendlichen befinden - sie erwachen vollkommen allein in einer einsamen Landschaft, weit weg von zuhause und ohne zu wissen was passiert ist und wie sie in diese Situation gekommen sind - kam mir noch aus anderen Büchern bekannt vor. Danach wurde die Handlung aber wirklich total kreativ und driftete dennoch nicht in den Bereich des absurden ab. So habe ich mich immer wieder gefragt: was würde ich tun? Wie würde ich in dieser Situation reagieren? Wenn dieser persönliche Bezug in mir ausgelöst wird ist das für mich meist ein großer Pluspunkt, denn dann ist die Geschichte interessant, spannend und authentisch genug um mich tatsächlich zu erreichen. Auch die Charaktere waren meiner Meinung nach wirklich sehr gut ausgearbeitet und jeder von ihnen hatte seinen eigenen Charakter, seine eigene Vergangenheit und verhielt sich auf gewisse Weise realistisch und trotzdem nicht zu vorhersehbar. Der Schreibstil stand der Handlung in nichts nach, er ließ sich unheimlich gut lesen und das ohne, dass er zu einfach wirkte. Es gab für mich keine Sekunde während dem Lesen in der ich nicht wissen wollte wie es weitergeht, ich wollte noch hunderte weitere Seiten der Geschichte in mich hinein saugen und als das Ende des Buches gekommen war, war ich wirklich traurig, dass es schon vorbei war. Ich möchte hier gar nicht groß auf einzelne Aspekte von 'the Cage' eingehen, denn für mich war das Buch eines der besten das ich in den letzten Monaten gelesen haben und das obwohl ich gar nicht genau benennen kann was die Geschichte so toll macht. Auf die nächsten beiden Bände freue ich mich jetzt auf jeden Fall wahnsinnig und ich könnte verzweifeln, weil ich noch so lange auf die Fortsetzungen warten muss. Abschließend kann ich nur sagen: lest dieses Buch! Sofort! 


Megan Shepherd ist in den Bergen von North Carolina aufgewachsen. Die meiste Zeit verbrachte sie bereits als Kind in der Buchhandlung ihrer Eltern. Nach ihrem Studium (Kulturwissenschaften und Sprachen) ging sie für zwei Jahre in den Senegal, wo sie Kinder in Dorfschulen unterrichtete. Dabei entdeckte sie ihr großes Talent zum Geschichtenerzählen. Megan Shepherd lebt mit ihrem Mann auf einer Farm in North Carolina. (Quelle: Verlagsseite)




5 von 5


Ein ganz großes Dankeschön an den Verlag für dieses tolle Rezensionsexemplar!


Sonntag, 18. September 2016

REZENSION - Nachgefragt: Flucht und Integration, Basiswissen zum Mitreden





Titel: Nachgefragt - Flut und Integration, Basiswissen zum Mitreden
Autor: Christine Schulz-Reiss
Verlag: Loewe (September 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 144
Preis: ca. 7€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: Nachgefragt

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Flüchtling, Krise, Schlepper, Höchstgrenzen – so viele Informationen prasseln auf dich ein. Da fällt es den meisten immer schwerer, das komplexe Thema Flucht und die nachfolgende Aufgabe der Integration zu begreifen und sich eine eigene politische Meinung zu bilden. Weltweit befinden sich über 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Aber was hat das eigentlich mit dir zu tun? Zur Beantwortung dieser Frage ist es wichtig, nicht nur die Fakten zu kennen, sondern auch die Zusammenhänge zu verstehen. Damit du in der Flüchtlingsdebatte mitreden kannst!

Die äußere Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Es wurden keine schockierenden oder dramatischen Bilder verwendet, sondern das Cover sieht relativ sachlich und dabei trotzdem schön aus. Vor allem die Farbgebung wirkt meiner Meinung nach sehr ansprechend. Nachdem das Thema "Flucht und Integration" gerade in letzter Zeit unheimlich präsent war und ich trotzdem einiges nicht ganz nachvollziehen und verstehen konnte hat mich dieses Buch direkt angesprochen und ich war unglaublich glücklich darüber, das Buch früh lesen zu dürfen. Ich erwartete keine wahnsinnig umfangreichen Erklärungen sondern mehr einen verständlichen Überblick über alle grundsätzlichen Fragen, die sich mir in den letzten Monaten gestellt haben. Als ich das Buch dann zum ersten Mal aufschlug war ich direkt positiv überrascht von der Gestaltung und Gliederung des Inhalts. Bevor die ersten Kapitel überhaupt anfangen gibt es zuerst einmal ein ausführliches Inhaltsverzeichnis, dann gibt es eine kurze Einleitung, die mir einen groben Überblick über die weiteren Inhalte verschaffte. Nach diesen ersten Seiten ist das Buch in Kapitel unterteilt, in welchen es jeweils noch mehrere Unter-Überschriften gibt. So war der Inhalt sehr übersichtlich und beim Nachlesen werde ich definitiv das wiederfinden was ich suche. Zu jedem Thema ist eine passende kleine Zeichnung zu sehen und Bilder wurden ebenfalls an den passenden Stellen eingefügt. Die Gestaltung hat mir also alles in allem wirklich gut gefallen. Für den Inhalt kann ich auch ein großes Lob aussprechen. Es werden alle Themen angesprochen und erläutert, die mir wichtig vorkamen, auch wenn ich natürlich kein Experte bin und somit die fachliche Vollständigkeit nicht bewerten kann. Ich konnte die Texte gut verstehen und sie waren verständlich geschrieben. Schwierigere Begriffe und grundlegende Sachverhalte wurden am Rand noch einmal extra erklärt. Was ich auch wirklich toll fand war die Vielseitigkeit des Inhalts. Es wird nicht nur auf die aktuellen Themen der Integration usw. eingegangen, sondern auch auf die geschichtliche Entwicklung. Es werden nicht nur die erstbesten Fragen beantwortet sondern auch einige, über die ich erst durch ihre Beantwortung in diesem Buch angefangen habe nachzudenken. Mir wurde besonders klar, dass es unglaublich viele Probleme in den Regelungen und im Umgang mit Flüchtlingen gibt und, dass nicht nur die medienpräsenten Länder Herkunft der vielen Flüchtlinge sind. Die Anteile, die wir z.b. in Europa an den Geschehnissen auf der ganzen Welt haben wurden mir deutlich ins Gedächtnis gerufen und über viele der angerissenen Themen werde ich nun sicher noch nachdenken und mich auch weiter informieren. Zu diesem Zweck werden am Ende des eigentlichen Inhalts auch noch einige Adressen genannt, wo man sich weiter fortbilden und mehr Informationen einholen kann. Daran schließt sich ein übersichtliches Glossar mit den wichtigsten Begriffen und ein Stichwortverzeichnis an, mit dem man leicht nach bestimmten Themen im Text suchen kann. Was ich ebenfalls wirklich super fand waren die Beispielsfragen aus dem Einbürgerungstest, den Menschen, die die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen möchten, absolvieren müssen. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich nun deutlich mehr über das Thema Flucht und Integration weiß als bevor ich das Sachbuch für Jugendliche ab 12 Jahren gelesen habe und bin froh, dass es dieses Buch für diese Altersgruppe jetzt gibt. Auch wenn ich ein wenig unsicher bin, ob jeder 12-jähriger Leser den gesamten Inhalt gut verstehen kann, kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und das nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene, die ein verhältnismäßig einfach zu verstehendes Buch zum Thema Flüchtlinge, Flucht, Integration usw. suchen, welches einen Überblick über einige grundlegende Informationen über diese Themen verschafft. 


Christine Schulz-Reiss, Jahrgang 1956, ist freiberufliche Journalistin. Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte, Politik und Kommunikationswissenschaften in Erlangen und München arbeitete sie als politische Redakteurin und Reporterin bei Tageszeitungen in Stuttgart und München. 1991 machte sie sich selbstständig. Nicht nur beruflich ist sie viel herumgekommen und hat – bis auf einen – alle Erdteile bereist. Seit einigen Jahren schreibt sie Sachbücher für Kinder und Jugendliche. Der Titel Nachgefragt: Politik wurde 2004 für den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher nominiert. Christine Schulz-Reiss hat eine Tochter und lebt in der Nähe von München. (Quelle: Verlagsseite Loewe)



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Herzlichen Dank an den Loewe-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!



Montag, 12. September 2016

REZENSION - Pip Bartlett und die magischen Tiere, Die brandgefährlichen Fussels




Titel: Pip Bartlett und die magischen Tiere - Die brandgefährlichen Fussels
Autor: Maggie Stiefvater & Jackson Pearce
Verlag: Heyne fliegt (März 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 240
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ab 8 Jahren
Reihe: Pip Bartlett und die magischen Tiere (Band 1)

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Die neunjährige Pip Bartlett hat eine besondere Gabe: Sie kann mit magischen Tieren sprechen – mit Einhörnern, Seidengreifen und Hopp-Grackeln. Mit Eltern und Lehrern klappt die Verständigung allerdings manchmal nicht so gut. Weshalb Pip in den Sommerferien wegen des Einhorn-Vorfalls (wer denkt denn auch, dass die so doof sind!) zu ihrer Tante Emma verbannt wird. Emma leitet eine Praxis für magische Tiere, und begeistert plaudert Pip den ganzen Tag mit den verrücktesten Geschöpfen, die man je gesehen hat. Doch dann taucht ein abenteuerliches Problem auf, nämlich Unmengen von Fussels. Das Schlimme an diesen kleinen pelzigen Wesen: Wenn sie sich aufregen, gehen sie in Flammen auf … Hier können nur Pip und ihr neuer Freund Thomas helfen.

Die äußere Gestaltung des Buches finde ich unheimlich süß und schön. Es wirkt kein bisschen kitschig oder überladen und trotzdem bin ich mir sicher, dass es junge Leserinnen ansprechen wird. Da ich ein großer Fan von Einhörnern bin und gleichzeitig auch mal wieder richtig Lust auf eine süße lustige Geschichte hatte, hat mich das Buch als ich es zufällig entdeckt habe direkt neugierig gemacht. Der Klappentext traf genau meinen Geschmack und ich habe mich wahnsinnig aufs Lesen gefreut. Als ich es dann bei mir hatte lag es auch gar nicht lange ungelesen herum und innerhalb von einem Nachmittag war das Buch schon durchgelesen. Was die Gestaltung auf den Innenseiten angeht hat mir der Stil sehr gefallen. Sogenannte "Fussels" tauchen überall immer mal wieder auf und es gibt durchgängig ab und zu Seiten aus dem Handbuch der magischen Tiere abgedruckt, die ich sehr süß und kreativ fand. Das einzige was mich etwas gestört hat ist die bläuliche Farbgebung, die sich durch das ganze Buch zieht, aber das ist wohl einfach Geschmacksache. Die Protagonistin, Pip, war mir auf Anhieb sympathisch. Sie war eine liebenswerte süße besondere Person und ich musste immer wieder schmunzeln, weil sie einfach so eine tolle Art hatte. Und auch die Geschichte an sich war einfach nur toll. Sie war alles, was ein Kinderbuch braucht: lustig, süß, spannend und vor allem kreativ und originell. Die beiden Autoren haben es geschafft, eine ganze Reihe von fantastischen Kreaturen zu erschaffen, die definitiv um einiges cooler sind als einfache Feen, Elfen und Drachen. Die Seiten flogen nur so dahin, ich habe mich voll und ganz in die Geschichte verliebt und hatte danach auch wirklich direkt gute Laune. Meiner Meinung nach ist "Pip Bartlett und die magischen Tiere" ein rundum gelungenes Buch für junge Leserinnen (und bestimmt auch den ein oder anderen männlichen Leser), das ich auch jedem Jugendlichen oder Erwachsenen empfehlen kann, der Lust hat mal wieder einen Abstecher in die Leichtigkeit der Kindheit zu machen und sich von magischen Tieren verzaubern zu lassen. Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die dieses Buch super fand und wünsche mir auf jeden Fall noch weitere Bücher von Pip und den magischen Tieren rund um sie herum! Und wer mal ein Geschenk für ein 8- oder 9-jähriges Mädchen sucht - dieses Buch kommt bestimmt gut an. 

Maggie Stiefvater gilt spätestens seit dem gigantischen internationalen Erfolg der Serie Nach dem Sommer als die Stimme des modernen Jugendbuchs. Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Virginia. Wenn sie sich nicht gerade ihren nächsten Roman ausdenkt, gehört Maggie Stiefvaters geheime Leidenschaft ihrem Rennwagen.
Jackson Pearce wollte als Kind immer ein Buch über Einhörner, magische Tiere und ein wirklich cooles Mädchen lesen. Doch das gab es einfach nicht - also hat sich die amerikanische Bestsellerautorin mit Maggie Stiefvater zusammengetan und diese Geschichte selbst geschrieben. Jackson Pearce lebt in Atlanta, Georgia.



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Vielen herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!




Mittwoch, 31. August 2016

REZENSION - Out of my mind. Mit Worten kann ich fliegen




Titel: Out of my mind - Mit Worten kann ich fliegen
Autor: Sharon M. Draper
Verlag: Fischer (Februar 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 320
Preis: ca. 8€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Melody hat ein fotografisches Gedächtnis und ist die cleverste Schülerin auf der ganzen Schule. Doch niemand weiß es. Durch eine zerebrale Kinderlähmung ist sie schwerstbehindert und kann weder sprechen noch laufen noch schreiben. Als sie eines Tages doch einen Weg findet, sich auszudrücken ändert sich ihr gesamtes Leben. Endlich erkennen alle, wer sie wirklich ist – doch kann sie auch jeder so annehmen?

Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen. Es ist zwar weder auffällig oder aufregend gestaltet, aber genau das passt perfekt zu der Geschichte die sich dahinter verbirgt. Leider könnte ich mir vorstellen, dass viele Leser es übersehen und gar nicht dazu kommen, einen näheren Blick darauf zu werfen was das Buch auf jeden Fall verdient hat. Die Geschichte an sich fand ich wirklich genial, die Thematik hat mich bisher nicht so sehr beschäftigt, aber durch dieses Buch habe ich tatsächlich einen Eindruck gewinnen können wie es ist dauerhaft und bei allem auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Die Protagonistin Melody ist zehn Jahre alt, geht in die fünfte Klasse und ist unglaublich intelligent. Allerdings ist sie auch schwer behindert, kann nicht laufen, ihre Arme und Hände nicht richtig benutzen und auch nicht sprechen. Direkt von Anfang an erfährt man als Leser viel über Melodys Charakter und ihre vielen Gedanken die sie rund um die Uhr begleiten, aber nicht äußern kann. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und mich von ihren Gefühlen mitreißen lassen. Ich konnte ihre Verzweiflung und ihren Ärger spüren wenn sie etwas wichtiges sagen möchte und von niemandem verstanden wird. Sie war einfach eine wundervolle Protagonistin und zum Teil sind mir beinahe die Tränen gekommen, weil ich ihre Situation so traurig fand. Aber nicht nur Melody selbst war unfassbar toll ausgearbeitet sondern auch ihre Eltern fand ich super! Sie kämpfen immer wieder für ihre Tochter und unterstützen Sie in allem. In der ersten Hälfte dreht sich alles um die Ausgangssituation und die alltäglichen Probleme der Protagonistin. Dann beginnt ein neuer Abschnitt: Melody bekommt einen Sprachcomputer mit dem sie sich endlich ausdrücken kann. Beide Teile der Handlung waren genial und schön und besonders der zweite war voller Hoffnung, aber gleichzeitig auch traurig. Obwohl es keine Spannung in Form von ungelösten Rätseln und Vorkommnissen gab war das Buch zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd langweilig und es hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Ich habe noch kein (Jugend)Buch über das gleiche Thema gelesen und kann es auch sehr weiterempfehlen! Jedem der sich für das Thema interessieren kann und keine sich überschlagenden Ereignisse erwartet kann ich das Buch empfehlen und das auf jeden Fall auch für etwas jüngere Jugendliche.

Sharon M. Draper ist eine vielfach ausgezeichnete US-amerikanische Autorin. Auch ›Out of my mind – Mit Worten kann ich fliegen‹ hat bereits zahlreiche Preise gewonnen. Draper lebt in Cincinnati, Ohio, wo sie 25 Jahre lang als Englischlehrerin tätig war. (Quelle: Amazon)



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