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Dienstag, 31. Januar 2017

REZENSION - Schau mir in die Augen Audrey





Titel: Schau mir in die Augen, Audrey
Autor: Sophie Kinsella
Verlag: Goldmann (TB 2017 / Paperback 2015)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Audrey wächst in einer liebevollen, leicht durchgeknallten Familie auf: Ihr großer Bruder ist ein Computernerd, ihre Mutter eine hysterische Gesundheitsfanatikerin und ihr Vater ein charmanter Teddybär. Doch Audrey weiß, dass sie selbst am durchgeknalltesten ist – sie leidet unter Angststörungen, kann nicht mehr zur Schule gehen und niemandem in die Augen sehen, weshalb sie stets eine Sonnenbrille trägt. Als sie auf Anraten ihrer Therapeutin beginnt, einen Dokumentarfilm über ihre verrückte Familie zu drehen, gerät ihr immer häufiger der gar nicht so unansehnliche Freund ihres Bruders vor die Linse – Linus. Und langsam bahnt sich etwas an, das viel mehr ist als der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

Als das Buch frisch erschienen war habe ich mich zunächst gar nicht groß damit befasst, weil mir das Cover überhaupt nicht gefallen hat. Dieses hier hat mich aber direkt angesprochen und mich dazu gebracht mir den Klappentext durchzulesen - zum Glück, denn er klang für mich so wahnsinnig gut, dass ich das Buch direkt lesen wollte. Als ich dann tatsächlich mit dem lesen anfing kam ich sehr schnell in die Geschichte rein und habe die Protagonistin, Audrey, sofort ins Herz geschlossen. Sie ist definitiv keine Protagonistin wie jede andere, hat eine soziale Phobie und eine generalisierte Angststörung und hat deshalb immer eine Sonnenbrille auf. Und sie war einfach toll, sympathisch und liebenswert. Auch das Thema finde ich perfekt gewählt, denn mittlerweile gibt es viele Bücher zu 'schwierigeren' Themen, aber (zumindest meinem Gefühl nach) nur wenige über Angststörungen bei Jugendlichen, besonders nicht über eine soziale Phobie. Umso mehr hat es mich gefreut, dass diese Thematik hier auch so gut umgesetzt wurde. Ich konnte die Gefühle und Gedanken von Audrey gut nachvollziehen und obwohl ich schon Erfahrung mit dem Thema habe bin ich fest davon überzeugt, dass das den meisten so gehen wird. Die ganze Handlung ist wirklich authentisch und beschönigt auf keinen Fall irgendeine psychische Krankheit. Auch wird während ihrem Verlauf wohl den allermeisten klar werden, dass jede solche Krankheit einen Leidensdruck mit sich bringt, das ganze Leben beeinflusst bzw behindert und nicht einfach mal schnell vorbei geht. Natürlich muss man sich immer vor Augen halten, dass nicht jeder Krankheitsverlauf dem von Audrey gleicht, aber der Autorin ist mit ihrer Geschichte eine gute Darstellung gelungen und ich wurde von dem Buch sogar noch positiv überrascht. Ich war total gefesselt und habe Audrey und auch ihre Familie und die anderen Charaktere sehr ins Herz geschlossen. Jeder war etwas besonderes und hatte seine ganz eigenen Macken. Diesen Aspekt fand ich ebenfalls sehr schön, denn in einigen Momenten sind die eigentlich psychisch gesunden Menschen einfach viel 'Verrückter ' als diejenigen, die aufgrund psychischer Krankheiten gerne mal als verrückt abgestempelt werden. Ganz zum Schluss muss ich jetzt noch sagen, dass es schon auch einen kleinen Punkt gab der mich ein klein wenig gestört hat, aber diesen kann ich nicht nennen, da ich sonst spoilern würde. Er hat mich aber wirklich nicht sehr gestört und ist auch nur an einer Stelle aufgetreten. Meiner Meinung nach ist Sophie kinsella mit 'schau mir in die Augen, Audrey' ein wundervolles Buch über ein wichtiges Thema gelungen das ich jedem nur empfehlen kann - nicht nur jugendlichen! Mir persönlich wird die Geschichte bestimmt lange in Erinnerung bleiben.

Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Verfilmung ihres Bestsellers »Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin« wurde zum internationalen Kinohit. Sophie Kinsella eroberte die Bestsellerlisten aber auch mit Romanen wie »Göttin in Gummistiefeln«, »Kennen wir uns nicht?«, »Kein Kuss unter dieser Nummer« oder mit ihren unter dem Namen Madeleine Wickham verfassten Romanen im Sturm. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London. (Quelle: Verlagshomepage Randomhouse)




5 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön von mir geht an den Verlag für dieses schöne Rezensionsexemplar!

Sonntag, 25. Dezember 2016

REZENSION - Camp 21, Grenzenlos gefangen




Titel: Camp 21 - Grenzenlos gefangen
Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena (Januar 2017)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Mein Blogtour-Beitrag: hier


Mike und Kayla sind in Camp 21 gelandet. Sie kennen sich kaum und mögen sich noch weniger. Durch elektronische Armbänder aneinander gefesselt, ist es ihnen unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. Entfernen sie sich zu weit voneinander, empfangen sie über die Fessel quälende Schmerzimpulse. Während Kayla versucht mit der Situation zurechtzukommen, ahnt Mike, dass im Camp etwas nicht stimmt. Nach einem tödlichen Vorfall gelingt den beiden die Flucht. Doch dies ist erst der Anfang einer atemberaubenden Jagd, denn die Fesseln, die geheimen Experimente und die Liebe zueinander bilden für Mike und Kayla ein gefährliches Netz, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint.

Als ich mitbekommen habe, dass Rainer Wekwerth ein neues Buch herausbringt wusste ich eigentlich schon, dass ich es unbedingt lesen möchte. Meine Neugier auf die Geschichte wurde dann natürlich noch viel größer als ich den Klappentext gelesen hatte, denn dieser klang für mich absolut genial. Das Cover gefällt mir ganz gut und es passt definitiv gut zum Inhalt des Buches. 
Nachdem ich die Idee schon beim Lesen des Klappentextes super fand war ich unheimlich gespannt auf deren Umsetzung und hatte ziemlich hohe Erwartungen an "Camp 21". Diese wurden auch absolut erfüllt und Rainer Wekwerth schaffte es ein weiteres Mal mich restlos zu überzeugen und seinen Bann zu ziehen. Die Geschichte konzentriert sich abwechselnd auf die beiden Protagonisten - Kayla und Mike. So beginnt die Handlung an dem Ereignis in deren Leben, der die beiden letztendlich ins Erziehungslager bringt. Schon diese "Vorgeschichte" konnte mich absolut überzeugen und ich war sofort richtig in der Geschichte drin. Die beiden Protagonisten waren mir beide auf ihre Art sympathisch und zusammen mochte ich sie direkt noch mehr. Ebenfalls direkt begeistern konnte mich die Idee, die hinter der ganzen Geschichte steckt. Ohne völlig abgedreht zu sein bietet sie einige Neuheiten und alles wirkte sehr authentisch und gut durchdacht. Ehrlich gesagt kann ich größtenteils gar nicht sagen was das Buch für mich so spannend und fesselnd gemacht hat, aber ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen und habe es in kürzester Zeit durchgelesen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht und was hinter den ganzen mysteriösen Abläufen im Camp steckt. Dadurch, dass die Zeit beim Lesen so schnell verging wirkten auf mich einige Entwicklungen, besonders was Kaylas und Mikes Beziehung zueinander anging, etwas schnell, aber das hat mich nicht weiter gestört. Insgesamt war "Camp 21" einfach ein Buch, das ich nach dem Beenden zugeschlagen habe und direkt Lust hatte noch eines dieser Art zu lesen, weil ich nicht genug bekommen konnte von der ganzen Handlung. Zusätzlich zu seinem riesengroßen Suchtfaktor bietet das Buch sogar noch versteckte Themen, die zum Nachdenken anregen können. Ich kann mir vorstellen, dass die Geschichte auch Jugendliche begeistern kann, die normalerweise nicht viel lesen, denn sie bietet Action und Spannung und lässt sich durch den flüssigen Schreibstil relativ leicht lesen. Die Handlung ist nicht zu komplex und trotzdem kein bisschen langweilig. Ich kann euch das neue Buch von Rainer Wekwerth nur empfehlen und es ist auf jeden Fall ein Must-Read für alle Fans der Labyrinth-Trilogie!

Rainer Wekwerth ist Autor aus Leidenschaft. Oft liest man, ein Autor habe sein Hobby zum Beruf gemacht. Rainer Wekwerth dagegen bezeichnet das Schreiben als Sucht: Er kann gar nicht anders. Wekwerth ist Autor erfolgreicher und preisgekrönter Bücher, die er teilweise unter Pseudonym veröffentlicht. Bisher war er hauptsächlich in der Fantasy heimisch, nun erzählt er mit dem Labyrinth-Zyklus eine mitreißende Geschichte, die die Grenzen der Genres sprengt. Neben dem Schreiben coacht er Autoren und Schreibschüler, ist Ehemann und Vater einer Tochter. Rainer Wekwerth lebt mit seiner Familie im Stuttgarter Raum. (Quelle: Verlagshomepage)
Homepage des Autors: hier




5 von 5




Vielen Dank an den Arena-Verlag und Rainer Wekwerth!


Sonntag, 18. September 2016

REZENSION - Nachgefragt: Flucht und Integration, Basiswissen zum Mitreden





Titel: Nachgefragt - Flut und Integration, Basiswissen zum Mitreden
Autor: Christine Schulz-Reiss
Verlag: Loewe (September 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 144
Preis: ca. 7€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: Nachgefragt

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Flüchtling, Krise, Schlepper, Höchstgrenzen – so viele Informationen prasseln auf dich ein. Da fällt es den meisten immer schwerer, das komplexe Thema Flucht und die nachfolgende Aufgabe der Integration zu begreifen und sich eine eigene politische Meinung zu bilden. Weltweit befinden sich über 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Aber was hat das eigentlich mit dir zu tun? Zur Beantwortung dieser Frage ist es wichtig, nicht nur die Fakten zu kennen, sondern auch die Zusammenhänge zu verstehen. Damit du in der Flüchtlingsdebatte mitreden kannst!

Die äußere Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Es wurden keine schockierenden oder dramatischen Bilder verwendet, sondern das Cover sieht relativ sachlich und dabei trotzdem schön aus. Vor allem die Farbgebung wirkt meiner Meinung nach sehr ansprechend. Nachdem das Thema "Flucht und Integration" gerade in letzter Zeit unheimlich präsent war und ich trotzdem einiges nicht ganz nachvollziehen und verstehen konnte hat mich dieses Buch direkt angesprochen und ich war unglaublich glücklich darüber, das Buch früh lesen zu dürfen. Ich erwartete keine wahnsinnig umfangreichen Erklärungen sondern mehr einen verständlichen Überblick über alle grundsätzlichen Fragen, die sich mir in den letzten Monaten gestellt haben. Als ich das Buch dann zum ersten Mal aufschlug war ich direkt positiv überrascht von der Gestaltung und Gliederung des Inhalts. Bevor die ersten Kapitel überhaupt anfangen gibt es zuerst einmal ein ausführliches Inhaltsverzeichnis, dann gibt es eine kurze Einleitung, die mir einen groben Überblick über die weiteren Inhalte verschaffte. Nach diesen ersten Seiten ist das Buch in Kapitel unterteilt, in welchen es jeweils noch mehrere Unter-Überschriften gibt. So war der Inhalt sehr übersichtlich und beim Nachlesen werde ich definitiv das wiederfinden was ich suche. Zu jedem Thema ist eine passende kleine Zeichnung zu sehen und Bilder wurden ebenfalls an den passenden Stellen eingefügt. Die Gestaltung hat mir also alles in allem wirklich gut gefallen. Für den Inhalt kann ich auch ein großes Lob aussprechen. Es werden alle Themen angesprochen und erläutert, die mir wichtig vorkamen, auch wenn ich natürlich kein Experte bin und somit die fachliche Vollständigkeit nicht bewerten kann. Ich konnte die Texte gut verstehen und sie waren verständlich geschrieben. Schwierigere Begriffe und grundlegende Sachverhalte wurden am Rand noch einmal extra erklärt. Was ich auch wirklich toll fand war die Vielseitigkeit des Inhalts. Es wird nicht nur auf die aktuellen Themen der Integration usw. eingegangen, sondern auch auf die geschichtliche Entwicklung. Es werden nicht nur die erstbesten Fragen beantwortet sondern auch einige, über die ich erst durch ihre Beantwortung in diesem Buch angefangen habe nachzudenken. Mir wurde besonders klar, dass es unglaublich viele Probleme in den Regelungen und im Umgang mit Flüchtlingen gibt und, dass nicht nur die medienpräsenten Länder Herkunft der vielen Flüchtlinge sind. Die Anteile, die wir z.b. in Europa an den Geschehnissen auf der ganzen Welt haben wurden mir deutlich ins Gedächtnis gerufen und über viele der angerissenen Themen werde ich nun sicher noch nachdenken und mich auch weiter informieren. Zu diesem Zweck werden am Ende des eigentlichen Inhalts auch noch einige Adressen genannt, wo man sich weiter fortbilden und mehr Informationen einholen kann. Daran schließt sich ein übersichtliches Glossar mit den wichtigsten Begriffen und ein Stichwortverzeichnis an, mit dem man leicht nach bestimmten Themen im Text suchen kann. Was ich ebenfalls wirklich super fand waren die Beispielsfragen aus dem Einbürgerungstest, den Menschen, die die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen möchten, absolvieren müssen. Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich nun deutlich mehr über das Thema Flucht und Integration weiß als bevor ich das Sachbuch für Jugendliche ab 12 Jahren gelesen habe und bin froh, dass es dieses Buch für diese Altersgruppe jetzt gibt. Auch wenn ich ein wenig unsicher bin, ob jeder 12-jähriger Leser den gesamten Inhalt gut verstehen kann, kann ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und das nicht nur für Jugendliche sondern auch für Erwachsene, die ein verhältnismäßig einfach zu verstehendes Buch zum Thema Flüchtlinge, Flucht, Integration usw. suchen, welches einen Überblick über einige grundlegende Informationen über diese Themen verschafft. 


Christine Schulz-Reiss, Jahrgang 1956, ist freiberufliche Journalistin. Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte, Politik und Kommunikationswissenschaften in Erlangen und München arbeitete sie als politische Redakteurin und Reporterin bei Tageszeitungen in Stuttgart und München. 1991 machte sie sich selbstständig. Nicht nur beruflich ist sie viel herumgekommen und hat – bis auf einen – alle Erdteile bereist. Seit einigen Jahren schreibt sie Sachbücher für Kinder und Jugendliche. Der Titel Nachgefragt: Politik wurde 2004 für den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher nominiert. Christine Schulz-Reiss hat eine Tochter und lebt in der Nähe von München. (Quelle: Verlagsseite Loewe)



5 von 5



Herzlichen Dank an den Loewe-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!



Donnerstag, 15. September 2016

REZENSION - Glück ist eine Gleichung mit 7





Titel: Glück ist eine Gleichung mit 7
Autor: Holly Goldberg Sloan
Verlag: Hanser (Juli 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Willow ist ein Energiebündel, denkt immer positiv und interessiert sich für alles: Sie studiert das Verhalten von Fledermäusen, züchtet Zitrusfrüchte im Garten und begeistert sich für die Schönheit der Zahl 7. Ihr größter Wunsch ist es, gleichaltrige Freunde zu finden. Dafür lernt sie sogar Vietnamesisch. Doch dann verunglücken ihre Adoptiveltern bei einem Autounfall. Es ist wie ein Wunder, wie Willow mit ihrer Art zu denken – ihrer Hochbegabung – und ihrem ungebrochenen Charme ihre Welt zusammenhält. Dabei verändert sie das Leben aller, die sie trifft, und jeder Einzelne entdeckt, welche Kräfte in ihm stecken.

Das Cover des Buches hat mir auf Anhieb gut gefallen. Es ist wirklich wunderschön gestaltet, sowohl schlicht als auch detailreich und zur Geschichte könnte es nicht besser passen. Genauso schön finde ich den abgedruckten Spruch und auch der Inhalt des Buches an sich konnte mich restlos überzeugen. Direkt von Anfang an sind mir nur positive Dinge aufgefallen. Der Schreibstil war toll, die Protagonistin Willow war einfach nur liebenswert und die Handlung perfekt unperfekt. Alles beginnt mit einem Unfall bei dem die zwölfjährige Willow ihre Adoptiveltern verliert und ihre ganze sichere und strukturierte Welt auf den Kopf gestellt wird. Ihre Zukunft ist ungewiss, denn Verwandte gibt es nicht und die vorübergehende Lösung lässt sich nicht für längere Zeit vereinbaren, denn die Familie bei der Willow zunächst aus der Not hinaus unterkommt lebt selbst in katastrophalen Verhältnissen. Ich mochte die Geschichte unfassbar gerne, denn im Gegensatz zu vielen anderen war sie extrem authentisch und kein bisschen übertrieben oder unlogisch. Genau das gleiche gilt auch für die Haupt- und Nebencharaktere. Willow selbst habe ich sehr ins Herz geschlossen und sie war einfach so besonders und liebenswert und ihre eigene Denkweise fand ich wirklich schön und auch beeindruckend. Bei den anderen Personen ist mir ebenfalls die Authentizität aufgefallen. Jeder von ihnen wurde detailliert, aber dennoch natürlich beschrieben und war toll ausgearbeitet. Sie alle hatten ihre Fehler und Stärken und ich hätte nichts dagegen gehabt, noch mehr Seiten mit Ihnen zu lesen. Insgesamt hat mich das Buch nachhaltig beeindruckt und berührt und ich kann es jedem weiterempfehlen. Die Geschichte lebt von ihrer Authentizität und Unvollkommenheit und der ihrer Charaktere. Selbst Passagen die weniger ereignisreich sind waren fesselnd und spannend und genial und mir war keine Sekunde langweilig während dem lesen. Es kommt selten vor, dass ich gar keine Kritikpunkte habe, aber hier ist das definitiv der Fall.

Als die Regisseurin, Filmproduzentin und Drehbuchautorin Holly Goldberg Sloan mit 24 Jahren ihr erstes Drehbuch verkaufte, war sie schon viel herumgekommen und hatte bereits in den Niederlanden, in Istanbul, New York City, Washington D.C. und Eugene, Oregon gelebt. Heute ist sie sesshaft geworden und lebt mit ihrem Mann und den beiden Söhnen in Santa Monica, Kalifornien. Glück ist eine Gleichung mit 7 (2015) ist ihr erstes Jugendbuch bei Hanser. (Quelle: Verlagsseite)




5 von 5
(Lieblingsbuch)




Mittwoch, 14. September 2016

REZENSION - Die Magie der Namen




Titel: Die Magie der Namen
Autor: Nicole Gozdek
Verlag: ivi (März 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 368
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Der 16-jährige Nummer 19 träumt insgeheim davon, als Erwachsener ein Held und bedeutender Name zu werden. Die 19 hat ihm in seinem Leben bisher kein Glück gebracht. Doch als der Tag der Namensgebung endlich gekommen ist, lösen sich seine Hoffnungen in Unglauben auf. Er erhält einen Namen, den keiner zu kennen scheint. Wer ist dieser Tirasan Passario, dessen Namen er für den Rest seines Lebens tragen wird? Nur das große Namensarchiv in der Hauptstadt Himmelstor kann ihm Auskunft geben. Gemeinsam mit dem Krieger Rustan Polliander und dessen Freunden macht er sich auf in die weit entfernte Stadt. Doch die Reise entpuppt sich als gefährlicher als erwartet. Namenlose und dunkle Verfolger trachten der Gruppe nach dem Leben. Und auch sein eigener Name hält noch einige Überraschungen für Tirasan bereit ...

Die Gestaltung des Buches gefällt mir persönlich überhaupt nicht. Die Auswahl der Farben finde ich nicht gelungen, weil sie sehr düster und auch leicht zu übersehen ist. Zum Glück machte mich aber der Titel neugierig, genauso wie der Klappentext. Diese beiden Faktoren waren dann auch der Grund für meine sehr hohen Erwartungen an die Geschichte. Die Grundidee hat mich wirklich fasziniert und war vor allem mal etwas Neues und ich war sehr gespannt, wie sie dann tatsächlich umgesetzt wurde. Zu Beginn befürchtete ich, enttäuscht zu werden, denn die ersten Seiten waren extrem verwirrend und langweilig und ich hatte einfach etwas anderes erwartet. Zum Glück habe ich aber mit der Zeit in die Handlung hineingefunden und hatte Freude am lesen. Obwohl mir in der ersten Hälfte alles ein wenig zu düster und kämpferisch vorkam war das Buch nicht nur in der zweiten Hälfte zu jeder Zeit spannend und das trotz einer großen Menge fiktiver Begriffe, an die ich mich eher schwer gewöhnt habe. Was ich ebenfalls etwas unglücklich fand war die für mich persönlich mangelnde Fülle an Informationen. Bei mir kamen immer wieder Fragen zur Gesellschaft und dem



Leben der Menschen in ihr auf, die zwar für die Handlung nicht relevant waren, mich aber trotzdem interessiert haben. Hier hätte ich also gerne noch ein wenig mehr Informationen in ein paar mehr Seiten bekommen, die dem Buch nicht geschadet hätten, denn trotz allem fand ich das Buch immer noch so unglaublich gut, dass ich über all die Kleinigkeiten hinwegsehen kann. Ich wollte überhaupt nicht mehr aufhören zu lesen und mit jeder Seite war ich immer gefesselter. Mit den Charakteren verhielt es sich ähnlich wie mit der Handlung. Zuerst fand ich sie eher nur gut, später dann fantastisch und tirasan, der Protagonist, ist mir wirklich and Herz gewachsen, genauso wie die anderen. Der Schreibstil war auch sehr gut, auch wenn ich ihn nicht so außergewöhnlich gut fand wie manch andere. Im großen und ganzen hatte ich viel Spaß beim lesen und auch wenn es ab und zu kleinere Momente gab in denen ich das Buch nicht ganz so genial fand wie sonst konnte es mich absolut überzeugen. Besonders die zweite Hälfte hat es mir angetan, denn sie begann meiner Meinung nach schon sehr ereignisreich. Die erste Hälfte hingegen war für mich einfach nur wirklich gut, hat mich aber nicht umgehauen. Trotz allem ist das natürlich Kritik auf höchstem Niveau und ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Nicole Gozdek wurde 1978 geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium mit Schwerpunkt auf Literatur und einem Abstecher in die Buchbranche arbeitet sie heute als Online-Redakteurin bei einem französischen Modeunternehmen. Daneben ist sie Buchbloggerin und Autorin. Mit ihrem All-Age-Fantasyroman „Die Magie der Namen“ gewann sie 2015 den ersten #erzählesuns-Award des Piper Verlags. (Quelle: Verlagsseite)



4 von 5


Vielen lieben Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Mittwoch, 31. August 2016

REZENSION - Out of my mind. Mit Worten kann ich fliegen




Titel: Out of my mind - Mit Worten kann ich fliegen
Autor: Sharon M. Draper
Verlag: Fischer (Februar 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 320
Preis: ca. 8€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Melody hat ein fotografisches Gedächtnis und ist die cleverste Schülerin auf der ganzen Schule. Doch niemand weiß es. Durch eine zerebrale Kinderlähmung ist sie schwerstbehindert und kann weder sprechen noch laufen noch schreiben. Als sie eines Tages doch einen Weg findet, sich auszudrücken ändert sich ihr gesamtes Leben. Endlich erkennen alle, wer sie wirklich ist – doch kann sie auch jeder so annehmen?

Das Cover des Buches finde ich sehr gelungen. Es ist zwar weder auffällig oder aufregend gestaltet, aber genau das passt perfekt zu der Geschichte die sich dahinter verbirgt. Leider könnte ich mir vorstellen, dass viele Leser es übersehen und gar nicht dazu kommen, einen näheren Blick darauf zu werfen was das Buch auf jeden Fall verdient hat. Die Geschichte an sich fand ich wirklich genial, die Thematik hat mich bisher nicht so sehr beschäftigt, aber durch dieses Buch habe ich tatsächlich einen Eindruck gewinnen können wie es ist dauerhaft und bei allem auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Die Protagonistin Melody ist zehn Jahre alt, geht in die fünfte Klasse und ist unglaublich intelligent. Allerdings ist sie auch schwer behindert, kann nicht laufen, ihre Arme und Hände nicht richtig benutzen und auch nicht sprechen. Direkt von Anfang an erfährt man als Leser viel über Melodys Charakter und ihre vielen Gedanken die sie rund um die Uhr begleiten, aber nicht äußern kann. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und mich von ihren Gefühlen mitreißen lassen. Ich konnte ihre Verzweiflung und ihren Ärger spüren wenn sie etwas wichtiges sagen möchte und von niemandem verstanden wird. Sie war einfach eine wundervolle Protagonistin und zum Teil sind mir beinahe die Tränen gekommen, weil ich ihre Situation so traurig fand. Aber nicht nur Melody selbst war unfassbar toll ausgearbeitet sondern auch ihre Eltern fand ich super! Sie kämpfen immer wieder für ihre Tochter und unterstützen Sie in allem. In der ersten Hälfte dreht sich alles um die Ausgangssituation und die alltäglichen Probleme der Protagonistin. Dann beginnt ein neuer Abschnitt: Melody bekommt einen Sprachcomputer mit dem sie sich endlich ausdrücken kann. Beide Teile der Handlung waren genial und schön und besonders der zweite war voller Hoffnung, aber gleichzeitig auch traurig. Obwohl es keine Spannung in Form von ungelösten Rätseln und Vorkommnissen gab war das Buch zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd langweilig und es hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Ich habe noch kein (Jugend)Buch über das gleiche Thema gelesen und kann es auch sehr weiterempfehlen! Jedem der sich für das Thema interessieren kann und keine sich überschlagenden Ereignisse erwartet kann ich das Buch empfehlen und das auf jeden Fall auch für etwas jüngere Jugendliche.

Sharon M. Draper ist eine vielfach ausgezeichnete US-amerikanische Autorin. Auch ›Out of my mind – Mit Worten kann ich fliegen‹ hat bereits zahlreiche Preise gewonnen. Draper lebt in Cincinnati, Ohio, wo sie 25 Jahre lang als Englischlehrerin tätig war. (Quelle: Amazon)



5 von 5





Sonntag, 29. Mai 2016

REZENSION - Mein Leben nebenan




Titel: Mein Leben nebenan
Autor: Huntley Fitzpatrick
Verlag: cbj
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 512
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: 
1. Mein Sommer nebenan
2. Mein Leben nebenan

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Alice Garretts Leben besteht aus To-do-Listen und Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister. Nichts passt weniger in ihr Leben als der zu Hause rausgeflogene Loser-Freund ihres Bruders Tim. Ein Schulabbrecher mit jeder Menge Problemen – ausgerechnet er zieht nun über der Garage der Garretts ein. Tims Planlosigkeit geht Alice so was von auf die Nerven – und gleichzeitig fühlt sie sich immer wieder magisch zu ihm hingezogen ...


Das Cover finde ich ganz schön. Meiner Meinung nach ist es nichts besonderes, allerdings passt es gut zu dem von "Mein Sommer nebenan" und es bringt auch eine schöne sommerliche Atmosphäre rüber. Nachdem mir schon die vorherigen Bücher von Huntley Fitzpatrick gut gefallen haben, wollte ich natürlich auch diese Geschichte unbedingt lesen. Ich erwartete eine ähnliche Handlung wie in "Mein Sommer nebenan" und dazu noch mehr von der sympathischen Großfamilie, die ich bereits in mein Herz geschlossen hatte. Ein paar Zweifel kamen jedoch auf, weil ich mich nicht mehr ganz an alles erinnern konnte und somit auch etwas Angst hatte, nicht in die Geschichte rein zu kommen. Was das anging tauchten zwar wirklich ein paar Probleme für mich auf, welche aber schon nach einigen Kapiteln verflogen waren. Nachdem ich die ganzen Namen noch einmal gelesen hatte, kamen sie langsam zurück in meinen Kopf und so konnte ich mich schon bald ganz auf die Handlung konzentrieren. Die Charaktere mochte ich wieder sehr gerne und ich finde es faszinierend wie es die Autorin schafft sie so authentisch und lebendig zu erschaffen. Personen die ich mochte, fand ich direkt total sympathisch und die, die ich nicht mochte auch richtig blöd. Es gab nichts schwammiges und unklares, sondern sie alle waren toll erschaffen und beschrieben. Die Handlung mochte ich ebenfalls sehr gerne. Sie wurde abwechselnd von Tim und Alice erzählt, die beiden in einem ziemlich chaotischen Zustand feststecken. Alice muss die Rolle der Eltern in der Großfamilie übernehmen und Tim versucht nach seinem Rausschmiss von zuhause sein Leben langsam wieder in den Griff zu bekommen. Durch die Perspektivenwechsel bekommt man als Leser einen spannenden und lustigen Einblick in die Großfamilie der Garretts, was mich sehr positiv überrascht hat. Für mich war die Geschichte wirklich fesselnd. Humorvoll, lebendig, voller Ereignisse und natürlich kam die Liebesgeschichte auch nicht zu kurz. Insofern kann ich nur sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Mir hat zwar noch der letzte Funke gefehlt, welcher es zu einem Lieblingsbuch gemacht hätte, aber durch den tollen Schreibstil von Huntley Fitzpatrick kam es schon ganz nah dran und ich kann das Spin-Off von "Mein Sommer nebenan" jedem Fan der Garretts empfehlen!


4.5 von 5


Herzlichen Dank an den cbj-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Samstag, 9. April 2016

REZENSION - Silber, das dritte Buch der Träume


Titel: Silber - Das dritte Buch der Träume
Autor: Kerstin Gier
Verlag: FJB (Oktober 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 464
Preis: ca. 20€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: Silber-Trilogie
2. Das zweite Buch der Träume
3. Das dritte Buch der Träume

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Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut. Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden …

Ehrlich gesagt haben mich die ersten zwei Bände der Trilogie zwar gefesselt und mir wirklich gut gefallen, aber wirklich umgehauen haben sie mich nicht. Das änderte sich allerdings mit diesem Finale. Obwohl ich das Cover dieses Mal wirklich nicht schön finde mochte ich den Inhalt unfassbar gerne. Während am Anfang noch alles beim Alten blieb und ich die Geschichte ähnlich gut wie in Band eins und zwei fand, konnte mich das Buch danach mehr und mehr überzeugen. Obwohl ich zu Beginn kaum noch etwas vom vorherigen Inhalt wusste, fand ich wieder in die Handlung hinein, welche von Seite zu Seite an Fahrt aufnahm. Die Spannung wurde meines Erachtens nach auch immer größer und ich wollte unbedingt wissen, wer Secrecy ist und wie es mit Liv, Henry, Grayson und dem Rest der Charaktere weitergeht. So kam es auch, dass ich das Buch letztendlich an nur zwei Tagen durchgelesen hatte, was sicherlich auch viel mit Kerstin Giers fantastischem Schreibstil zusammenhing, welcher sich richtig schön lesen lässt. Ohne zu einfach zu sein ist er leicht verstehbar und von der Stimmung her immer recht humorvoll. Die Idee, die hinter der Silber-Trilogie steckt hat mir richtig gut gefallen, denn die Welt der Träume ist für mich zumindest ein Thema, das ich so noch selten in einem Roman erlebt hatte. Die Blogeinträge der geheimnisvollen "Secrecy" lockerten das Buch wieder schön auf und es ist ein schöner und auch besonderer Aspekt, welcher mir gut gefallen hat. So blieb es nicht bei der einfachen Erzählung, sondern alles wurde authentischer und auch spannender. Einen weiteren großer Pluspunkt bei mir hat die Gestaltung innerhalb des Buches ausgemacht. Die Kapitelanfänge sind wunderschön gestaltet und vor allem sehr niedlich und trotzdem passend zur Geschichte. So etwas finde ich immer unheimlich toll - wenn die Gestaltung sich nicht nur auf das Äußere eines Buches beschränkt. Hinzu kamen dann natürlich auch noch die zahlreichen Charaktere. Obwohl es gar nicht mal so wenige waren kam ich bei ihnen kein einziges Mal durcheinander, weil jeder von ihnen einen einzigartigen Charakter hatte, den man einfach nicht verwechseln konnte. Zwar konnte mich niemand von ihnen so begeistern, dass er oder sie unter meine liebsten Protagonisten gekommen wäre, aber dennoch hatte jeder von ihnen etwas Sympathisches an sich, mit dem sie sich in mein Herz geschlichen haben. Besonders aufgefallen ist mir in diesem Buch auch Livs kleine Schwester Mia, die ich fast am allermeisten mochte. Schlussendlich kann ich nur sagen, dass mir dieser dritte Teil am besten von allen drei Bänden gefallen hat und ich kann ihn allen Silber-Lesern nur empfehlen. Auch die gesamte Trilogie bekommt eine klare Leseempfehlung von mir und ich fand sie sogar ein wenig besser als die Edelstein-Trilogie rund um Gwendolyn.

Kerstin Gier ist Bestsellerautorin und schreibt überaus erfolgreiche Bücher für Jugendliche und Erwachsene. Ihre Leser lieben die Romane besonders für ihren einmaligen Witz, ihren unvergleichlichen Erzählton und ihre perfekte Mischung aus Humor, Romantik und Spannung. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln. (Quelle)




4,5 von 5 




Montag, 4. April 2016

REZENSION - Blink of Time



Titel: Blink of Time
Autor: Rainer Wekwerth
Verlag: Arena (Mai 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 310
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Sarah Layken flieht vor der Realität - doch vor welcher?
Ein Junge will ihr helfen - doch woher weiß er von ihrem Problem?
Kein Leben ist wie das andere - doch welches ist das richtige?

Um das richtige Leben zu finden, um ihre Liebe wiederzutreffen, um ihren Bruder vor einem Unglück zu bewahren, muss Sarah Layken die gleiche Situation wieder und wieder durchleben. Sie kann sich immer wieder für ein neues Leben entscheiden, aber sie kennt vorher niemals den Preis, den sie dafür bezahlen muss.

Als ich gesehen habe, dass Rainer Wekwerth, den ich bereits von der Labyrinth-Trilogie kannte, ein neues Buch herausgebracht hat, spielten Cover und Klappentext zunächst keine Rolle was meine Kaufentscheidung anging. Nachdem ich das Buch dann aber in den Händen hielt fand ich beides wirklich ansprechend. Das Cover ist nicht perfekt, aber ich mag es im Grunde sehr gerne, weil es zwar nicht zu aufgeregt, aber auch nicht langweilig aussieht. Den Klappentext fand ich zwar auch interessant, aber alleine er hätte mich nicht unbedingt zum Kauf gebracht. Nachdem "Blink of Time" seit mehreren Monaten auf meinem SuB lag, hatte ich jetzt plötzlich große Lust darauf und habe es mittlerweile in einem Tag komplett durchgelesen. Der Anfang konnte bei mir noch nicht so gut punkten, denn die Protagonistin Sarah war mir weitgehend unsympathisch, weil sie mir einfach zu übertrieben und möchtegern-cool war. Was mich zu Beginn auch ein wenig störte waren die Beschreibungen von Sarah und Josh, die mir zum Teil zu kitschig vorkamen. Nachdem ich mich aber durch die ersten hundert Seiten gelesen hatte, nahm die Handlung immer mehr an Fahrt auf und die Spannung nahm rapide zu. Auch die Idee gefiel mir inzwischen besser, welche ich am Anfang ehrlich gesagt nicht besonders außergewöhnlich fand. Sarah und Josh wurden mir auch schnell sympathischer und wuchsen mir mit der Zeit sehr ans Herz. Ich fieberte die ganze Zeit über mit ihnen mit und war immer wieder gespannt auf die nächste Realität der beiden. Womit wir auch direkt an meinem nächsten Pluspunkt angekommen wären - den Realitäten, die die beiden Protagonisten im Laufe der Geschichte kennenlernen. Es ist Rainer Wekwerth mit seinem tollen und trotzdem einfachen Schreibstil perfekt gelungen, diese auszuarbeiten und authentisch darzustellen. Auch wenn hierbei nichts richtig spektakulär war, haben mich die Realitäten zunehmend fasziniert und ich habe mir auch überlegt, wie ich in ihnen zurechtkommen würde. Was mir manchmal ein wenig zu viel war, war die Liebesgeschichte im Buch, auf die ich zu einem gewissen Teil gut hätte verzichten können. Und auch das Ende fand ich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Ich hätte mir auf jeden Fall mehr Informationen und Antworten gewünscht, denn das Ganze war sehr offen gehalten. Trotzdem fand ich den Schluss keinesfalls schlecht, nur eben auch nicht wie ich es gerne hätte. Für mich war "Blink of Time" ein toller Zeitvertreib mit definitiv stärkerer zweiten Hälfte, die allerdings der Labyrinth-Trilogie von Rainer Wekwerth nicht ganz das Wasser reichen kann. Dazu fehlte mir die Spannung und Genialität der Handlung im ersten Drittel des Buches, was ich sehr schade fand. Dennoch konnte ich die Geschichte mit einem sehr zufriedenen Gefühl beenden und die Spannung in der letzten Hälfte hat mich das Buch letztendlich auch an nur einem Tag durchlesen lassen. Ich kann es jedem empfehlen, der ein wenig fantastisch angehauchte Bücher mag und nicht direkt eine riesige Spannung erwartet. 


Rainer Wekwerth ist Autor aus Leidenschaft. Oft liest man, ein Autor habe sein Hobby zum Beruf gemacht. Rainer Wekwerth dagegen bezeichnet das Schreiben als Sucht: Er kann gar nicht anders. (Quelle)


4 von 5 Wolken


Samstag, 2. Januar 2016

Rezension - Selection Stories 2: Herz oder Krone





Titel: Selection Storys 2 - Herz oder Krone
Autor: Kiera Cass
Verlag: Fischer
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 192
Preis: ca. 8€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: Selection-Reihe (Zusatzbände)
1. Selection Storys - Liebe oder Pflicht
2. Selection Storys - Herz oder Krone

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Lange bevor America Singer am Casting teilnahm, um die Hand des Prinzen von Illéa zu erobern, gab es bereits ein anderes Mädchen, das um die Liebe zu einem anderen Prinzen kämpfte. In ›Die Königin‹ erzählt Amberley, Prinz Maxons Mutter, von ihrem eigenen Casting und wie sie das Herz von König Clarkson eroberte. 
Marlee Tames, die zusammen mit America und 33 anderen Mädchen um die Hand von Prinz Maxon kämpfte, erzählt in ›Die Favoritin‹, wie sie ihrem eigenen Herz gefolgt ist und die Entscheidung ihres Lebens traf.

Bevor ich zum eigentlichen Inhalt des Buches komme, möchte ich erwähnen, dass das Cover in meinen Augen ein weiteres Mal ein Meisterwerk geworden ist. Es strahlt eine tolle Atmosphäre aus und passt wunderbar zum ersten Teil der Selection Stories. Da es sich dabei um einen zusätzlichen Band der Selection-Trilogie handelt, habe ich im vornherein nicht ganz so viel erwartet. Ich freute mich eher auf etwas für Zwischendurch, das mich ein wenig unterhalten könnte / und das habe ich in diesem Buch gefunden! Es startet mit der Geschichte von Amberly, Maxons Mutter und die Königin, die ähnlich wie America im Kampf um den Prinzen Clarkson mitmischt. Hier fand ich es interessant zu erfahren, wie alles abgelaufen ist und es ließen sich sowohl Ähnlichkeiten finden als auch sehr gegensätzliches. Amberly war mir leider nur mäßig sympathisch und ich wurde nicht so richtig mit ihr warm. Das kann aber eventuell auch am geringen Umfang ihrer Geschichte liegen, welcher relativ kompakt ist. Im zweiten Teil des Buches steht Marlee im Fokus - eine ehemalige Mitstreiterin Americas, die sich während des Castings in einen Wachmann verliebte und daraufhin abgewiesen wurde. Als Leser bekommt man immer wieder Einblicke in schon bekannte Ereignisse, nur aus anderer Sicht, aber man wird auch immer wieder in kleine Szenen geworfen, die die besondere Entwicklung der verbotenen Liebe lebendig werden lassen. Am Ende des Buches gibt es dann noch einige zusätzliche Insider-Informationen zu anderen Teilnehmerinnen des Castings und ein Interview mit Kiera Cass. Schlussendlich kann ich sagen, dass mich das Buch sehr gut unterhalten konnte. Zwar hat es mich nicht von Hocker gehauen, aber für einen Zusatzband ist es sehr gut gelungen. Ich kann es absolut jedem Fan der Selection-Trilogie empfehlen, der einfach nicht genug von der Welt rund um Illéa bekommen kann!



Kiera Cass wurde in South Carolina, USA, geboren und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Virginia. Die Idee zu den ›Selection‹-Romanen kam ihr, als sie darüber nachdachte, ob Aschenputtel den Prinzen wirklich heiraten wollte – oder ob ein freier Abend und ein wunderschönes Kleid nicht auch gereicht hätten ...
Mit ihren ›Selection‹-Romanen hat sie es weltweit auf die Bestseller-Listen geschafft.
(Quelle: Verlag)




4 von 5 Punkten



Freitag, 30. Januar 2015

Rezension ♥ Raven Stone - Wenn Geheimnisse tödlich sind



Titel: Raven Stone - Wen Geheimnisse tödlich sind
Autor: Joss Stirling
Verlag: dtv (November 2014)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 416
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: Band 1 von ?

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In letzter Zeit gehen seltsame Dinge an dem Eliteinternat vor sich, das Raven Stone besucht. Schüler verschwinden spurlos, ihr beste Freundin wendet sich plötzlich von ihr ab . . . Also beschließt Raven, der Sache auf den Grund zu gehen. An Ravens Seite ist der neue Mitschüler Kieran. Er ist superintelligent und weiß einfach alles – und geht Raven damit ziemlich auf die Nerven. Andererseits fühlt sie sich sehr zu dem rätselhaften, ungemein attraktiven Jungen hingezogen. Aber kann sie ihm wirklich vertrauen?

Das Cover finde ich im Großen und Ganzen sehr schön gestaltet. Es passt durchaus zum Inhalt des Buches und spricht sicherlich viele Leserinnen an. Mir persönlich ist es fast etwas zu mädchenhaft, aber das ist lediglich Geschmackssache. Eigentlich hatte ich gar nicht unbedingt vor, das Buch zu lesen. Die "Macht der Seelen"-Trilogie von Joss Stirling hat mir gut gefallen, aber dieser Klappentext klang für mich nicht nach einem Must-Read. Nachdem mir dieses neue Werk der Autorin aber von einigen Bloggerinnen mehr als empfohlen wurde, war ich dann doch neugierig. Gleich zu Beginn lernt man Raven, die Protagonistin, kennen. Ihre Eltern sind bereits verstorben und nun lebt sie in einem Elite-Internat. Dort passt sie aber nicht so richtig zu den restlichen Schülern, die im Gegensatz zu ihr alle aus reichen Elternhaus stammen. Zu allem Überfluss wird ihr plötzlich auch noch nachgesagt, eine Diebin zu sein und nach und nach wenden sich all ihre Mitschüler gegen sie. Einzig und allein Kieran und Joe, die neu an die Schule kommen, halten zu ihr und helfen ihr. Die beiden sind aber alles andere als zwei normale Schüler - sie sind eine Art Geheimagenten und haben eine Mission zu erfüllen. Seit geraumer Zeit verschwinden Schüler und kehren entweder gar nicht oder komplett verändert zurück. Was mit ihnen geschieht weiß niemand, doch genau das sollen Kieran und Joe nun ändern... Das alles erfährt man relativ zu Beginn des Buches. Allerdings weiß Raven nichts von der Mission der beiden Jungs. Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, so dass der Leser immer schon viel mehr weiß als Raven selbst. Dies fand ich zunächst ziemlich unpassend, aber im Laufe der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Besonders als ich gemerkt habe, dass die Spannung unter dieser Tatsache kein bisschen zu leiden hat. Es wurde an beinahe keiner Stelle langweilig und ich wollte durchgängig wissen, wie es weitergeht. Die Grundidee des Ganzen fand ich nicht weltbewegend, aber gut und unterhaltsam. Ähnlich verhielt es sich mit den Charakteren. Raven mochte ich mal mehr, mal weniger, aber insgesamt konnte ich mich gut mit ihr anfreunden. An einigen Stellen fiel es mir allerdings schwer, sie und ihre Handlungen und Gefühle zu verstehen. Zu Kieran und Joe muss ich leider sagen, dass sie für mich mehr als enttäuschend waren. Nachdem ich die männlichen Charaktere aus Joss Stirlings anderen Büchern wirklich gerne mochte, fand ich die beiden schon beinahe unsympathisch. Sie kamen mir oft sehr klischeehaft und auch absolut unoriginell vor und machten das ganze Buch für mich ein bisschen schlechter. Obwohl ich das Buch wirklich nicht schlecht fand war ich relativ enttäuscht, weil ich von Joss Stirling mehr als nur "gut" gewöhnt bin. Auch das Ende konnte nicht mehr viel an meiner Meinung ändern. Ich fand es zwar nicht schlecht, aber mir war der ganze Showdown irgendwie zu viel Show und zu wenig Handlung. Außerdem wurden viele Fragen, die während des Lesens bei mir aufkamen, überhaupt nicht oder nicht zufriedenstellend beantwortet. Alles in allem konnte mich das Buch relativ gut unterhalten und es ließ sich schnell lesen. So richtig begeistern konnte es mich aber nicht. Ob ich dem nächsten Buch von Joss Stirling, dessen Handlung sich um andere Charaktere, aber ebenfalls um den "Geheimdienst" für den Kieran und Joe arbeiten, drehen wird, noch eine Chance geben werde weiß ich bisher noch nicht. Wer "Raven Stone" lesen möchte - ich kann euch nur empfehlen, nicht allzu hohe Erwartungen zu haben. Mit der "Macht der Seelen"-Trilogie kann das Buch meiner Ansicht nach bei weitem nicht mithalten.  

Joss Stirling studierte Anglistik in Cambridge und arbeitete als Diplomatin in Polen. Mittlerweile schreibt sie sehr erfolgreich Romane für Kinder und Jugendliche. Mit ›Finding Sky‹, dem ersten Band der ›Macht der Seelen‹-Trilogie, war sie 2013 von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Oxford. (Quelle)



3 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!