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Freitag, 27. Januar 2017

REZENSION - Das tote Mädchen





Titel: Das tote Mädchen
Autor: Steven James
Verlag: cbt (Januar 2017)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 384
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Als ein totes Mädchen im Lake Algonquin gefunden wird, glaubt der 16-jährige Daniel, wie alle anderen auch, dass seine zwei Jahre jüngere Mitschülerin Emily durch einen tragischen Unfall ums Leben kam. Doch bei ihrer Beerdigung hat er eine Vision von ihr, wie sie ihn um Hilfe bittet. Daniel glaubt, dass sie ermordet wurde. Doch keiner will ihm glauben. Es fällt Daniel immer schwerer, zwischen seinen Visionen und der Realität zu unterscheiden. Doch er muss den wahren Killer stellen, bevor dieser wieder tötet ...

Nachdem ich mal wieder wirklich Lust auf einen kurzweiligen Jugendthriller für Zwischendurch hatte ist mir das Buch direkt aufgefallen. Das Cover gefällt mir total gut, es ist spannend gestaltet und passt auch gut zum Inhalt des Buches. Auch der Klappentext klang sehr spannend, besonders wegen den Visionen die den Protagonisten anscheinend plagen. Ich erwartete eine kurzweilige Geschichte, die eher nicht mit Originalität oder tiefgründigen Charakteren punktet sondern vor allem durch große Spannung bei mir Eindruck machen wird. Als ich anfing zu lesen war ich ziemlich schnell gefesselt von der Handlung und wollte wissen wie das ganze ausgeht. Auch wenn die Geschichte wirklich nicht originell war sondern ich ähnliche schon sehr oft gelesen habe und sie auch "nur" gut fand hatte ich Spaß beim Lesen. Die Charaktere und das Drumherum konnten mich nicht vollständig überzeugen. Es schien mir alles ziemlich blass und nicht so detailliert ausgearbeitet. Daniel, der Protagonist, war mir weder besonders sympathisch noch unsympathisch, ich habe aber auf jeden Fall mit ihm gerätselt was es mit den Visionen auf sich hat. Um ehrlich zu sein fällt es mir nach wie vor schwer in Worte zu fassen wie ich das Buch fand. Einerseits habe ich es gerne gelesen und auch mitgefiebert, aber gleichzeitig war es mir auch ein wenig zu gewöhnlich, ähnliche Geschichten gibt es einfach schon viele. Und dann war da noch das Ende, das mir überhaupt nicht gefallen hat. Mit der Zeit wurde alles immer abgedrehter und die Authentizität ging immer mehr verloren. Ich bin hin und hergerissen was ich von dem Buch halten soll, aber denjenigen die auf der Suche nach einem spannenden Jugendthriller für Zwischendurch sind, nicht allzu viel Wert auf eine vollkommen realitätsgetreue Handlung legen und evtl auch noch nicht ganz so viele Bücher in die Richtung gelesen haben, kann ich das Buch trotz allem empfehlen. Und auch denjenigen, die hier von Anfang an kein Meisterwerk erwarten, denn unterhaltsam und spannend ist die Geschichte meiner Meinung nach. Sie lässt sich schnell und problemlos lesen und hat mich aus irgendeinem Grund doch sehr in ihren Bann gezogen.

Steven James ist preisgekrönter Bestsellerautor von mehreren Thrillern. Das tote Mädchen ist sein erstes Buch für Jugendliche. Er lebt am Fuß der Blue Ridge Mountains im östlichen Tennessee. (Quelle: Verlagshomepage)





3 von 5



Vielen herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Donnerstag, 19. Januar 2017

REZENSION - The Book of YOU





Titel: The Book of YOU. Food, Mind, Move, Love
Autor: Nora Rosendahl, Nelli Lähteenmäki, Aleksi Hoffman
Verlag: Mosaik (November 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 288
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ---
Reihe: ---

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Jamie Oliver und fünf weitere Experten aus den Bereichen Ernährung, Fitness, Beziehungen und Psychologie liefern 365 kurze, schnell und einfach umzusetzende "Micro-Actions" für ein gesünderes, lebenswerteres und glücklicheres Leben. Denn erwiesenermaßen sind es die kleinen, aber konstanten Veränderungen, die unser Leben nachhaltig verbessern können. Sie sind von viel größerer Wirkung als es Blitzdiäten oder Power-Workouts je sein könnten.

Das Cover gefälltt mir relativ gut, es ist sehr schlicht gehalten, aber in einer positiven und hellen Farbe was ich sehr passend finde. Mich hat das Buch sehr interessiert, weil ich die Idee dahinter wirklich schön finde. Für jeden Tag des Jahres wird eine sogenannte Micro-Action bereitgehalten, abwechselnd aus den Bereichen Food, Move, Mind und Love. So wird dem Leser jeden Tag eine kleine Aufgabe gestellt, die dazu beitragen soll das eigene Leben mehr schätzen zu lernen, die Gesundheit zu verbessern und glücklicher zu werden. Ich habe jetzt nicht alles ausprobiert, sondern alles durchgelesen und einige Tipps, die mir gefallen haben, auch umgesetzt. Mir haben oft vor allem die "Mind"-Actions gefallen, da man in dieser Kategorie oft dazu aufgefordert wird auf positive Dinge zu achten, mal anders zu denken oder auch Dinge zu erledigen, die das Leben einfacher machen und sogar manchmal Stress vermeiden können. Diese Aufgaben fand ich auch fast alle sehr gut und ich werde sie definitiv durcharbeiten. Die "Love"-Actions mochte ich ebenfalls total gerne. Dabei wird man oft dazu aufgefordert eine liebevolle Geste jemandem gegenüber zu zeigen, aber auch Selbstliebe-Aufgaben sind einige dabei. Jemandem Fremdem ein Kompliment machen, sich vor dem Spiegel ein positives Mantra sagen und vieles mehr fand ich wirklich schöne Ideen, es macht definitiv auch einen selbst glücklicher und besonders für schüchterne Menschen ist das sogar eine Möglichkeit nach und nach kleine Herausforderungen zu bewältigen. In der Kategorie "Move" konnte ich auch die ein oder andere Micro-Action für mich finden, z.b. einen Spaziergang durch die Nachbarschaft, sich einfach mal egal was man gerade tut ordentlich strecken und räkeln oder mit einer guten Freundin rausgehen. Allerdings mochte ich die "Zwei Minuten Workout"-Tipps nicht so gerne. Klar ist Bewegung und Sport an sich wichtig, aber mir hätte es besser gefallen wenn stattdessen mehr natürliche Bewegung eingebaut worden wäre. Als letztes noch die "Food"-Micro-Actions. Zugegebenermaßen fand ich diese Abschnitte am schlechtesten. Zwar waren wirklich auch viele für mich gute Tipps dabei wie z.B. die Küche aufräumen und Obst essen. Gleichzeitig gab es aber auch einige Tipps, die ich definitiv nicht gut fand. Vollkorkprodukte sind sicher gesund, aber sämtlichen Weizen dadurch zu ersetzen ist dann doch gleich etwas sehr krass. Oder auf die angegebene Portionsgröße zu achten. Hier finde ich sollte man sich eher daran halten, den betroffenen Menschen wieder ein Gefühl für die Bedürfnisse des Körpers zu vermitteln und nicht direkt solche konkreten Aufgaben zu geben. Mit einer kleiner Änderung hätte ich diese Aktionen direkt besser gefunden, z.B. darauf achten öfter mal Vollkorkprodukte zu essen oder sich mal einen Überblick zu verschaffen wie viel man persönlich braucht um satt zu werden. Im Großen und Ganzen fand ich aber sehr viele Tipps gut gelungen und kann das Buch auch weiterempfehlen. Sicher sind nicht alle Aktionen für jeden geeignet und man sollte sich zu nichts gezwungen fühlen wenn man z.B. einfach kein Typ für Workouts ist. Trotzdem ist sicher für jeden etwas dabei und ich werde mir das Buch ganz bestimmt noch öfter mal zur Hand nehmen. 

Nora Rosendahl und Nelli Lähteenmäki sind die Gründerinnen der enorm erfolgreichen YOU-App, einer Online-Community, in der sich junge Menschen weltweit jeden Tag kleine Aufgaben, sogenannte "Micro-Actions", stellen und sich über gemeinsame Erfolgserlebnisse austauschen. Aleksi Hoffman ist Mitgründer und Chefprogrammierer des erfolgreichen YOU-App-Projekts. (Quelle: Verlagshomepage)


            

3,5 von 5



Vielen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 17. Januar 2017

REZENSION - All the pretty lies (1): Erkenne mich




Titel: All the pretty lies - Erkenne mich
Autor: M. Leighton
Verlag: Heyne (November 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 16 Jahren
Reihe: All the pretty lies
1. Erkenne mich
2. Befreie mich
3. Liebe mich (März 2017)

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Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist eine Zukunft. Bisher nimmt es keiner von beiden mit der Wahrheit genau. Und schon bald müssen sie feststellen, dass der Teufel im Detail steckt. Im Detail und in den Lügen. Wie weit werden zwei Menschen für die Liebe gehen?


Die Farbgebung des Covers finde ich wirklich sehr schön und auch deswegen hat mich das Buch direkt angesprungen obwohl ich kein großer Fan dieser typischen Young-bzw New Adult Cover mit ihr und ihm in verführerischer Pose bin. Da mir aber das Gesamtpaket der Gestaltung trotzdem gut gefallen hat und auch der Klappentext nach guter Unterhaltung klang wollte ich das Buch gerne lesen. Ich erwartete nichts weltbewegendes sondern einfach eine kurzweilige und spannende Geschichte für zwischendurch und genau das wurde mir hier auch geboten. Die Protagonistin Sloane ist gerade 21 Jahre alt und somit volljährig geworden. Für sie bedeutet das endlich Freiheit denn ihr Vater und ihre drei älteren Brüder sind allesamt Polizisten und hüten Sloane seit dem Tod ihrer Mutter wie ihren Augapfel. So landet Sloane in einem Tattoostudio wo sie auf Hemd trifft. Sloane war mir die ganze Zeit über sehr sympathisch. Auch wenn sie definitiv kein besonders außergewöhnlicher Charakter war mochte ich sie und konnte ihre Gedanken und Handlungen vor allem im Vergleich zu ähnlichen Büchern sehr gut nachvollziehen. Hemi mochte ich zu Beginn nicht wirklich und auch bis ganz zum Schluss wurde ich nicht so richtig warm mit ihm. Er war eben der typische heiße Typ mit dunklem Geheimnis, aber das war für mich auch okay. Nachdem ich die ersten 100 Seiten nicht ganz so fesselnd fand, weil die Handlung in diesem Abschnitt für mich eher so vor sich hin plänkelte wurde die Geschichte in meinen Augen danach immer spannender. Ab diesem Punkt habe ich dann die restlichen Seiten in einem Rutsch gelesen. Ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht, was nun hinter Hemis Geheimnis steckt und was das ganze mit Sloane zu tun hat. Richtig toll fand ich auch, dass es nicht dauernd Streit und darauf folgende Versöhnungen gab und mir die Handlung somit deutlich besser als bei anderen Büchern gefallen hat und sie mich fast nie genervt hat. Der Schreibstil war gut, nicht außergewöhnlich aber er ließ sich gut lesen und stoppte an keiner Stelle den Lesefluss. Insgesamt würde ich das Buch als "unterhaltsame Lektüre für zwischendurch" bezeichnen, die ich als solche auch weiterempfehlen würde. Tiefgründige Charaktere oder eine einzigartige Story wird man hier nicht finden, aber die Geschichte ist sehr kurzweilig, ich hatte Spaß beim Lesen und werde mir bestimmt auch noch die weiteren Bände zulegen, die sich dann allerdings (soweit ich weiß) um andere Protagonisten drehen.

Michelle Leighton wurde in Ohio geboren und lebt heute im Süden der USA, wo sie den Sommer über am Meer verbringt und im Winter regelmäßig den Schnee vermisst. Leighton verfügt bereits seit ihrer frühen Kindheit über eine lebendige Fantasie und fand erst im Schreiben einen adäquaten Weg, ihren lebhaften Ideen Ausdruck zu verleihen. Sie hat bereits 13 Romane geschrieben. Derzeit arbeitet sie an weiteren Folgebänden, wobei ihr ständig neue Ideen, aufregende Inhalte und einmalige Figuren für neue Buchprojekte in den Sinn kommen. Lassen sie sich in die faszinierende Welt von Michelle Leighton entführen – eine Welt voller Überraschungen, ausdrucksstarken Charakteren und trickreichen Wendungen. (Quelle: Verlagshomepage Heyne)


            

3 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön an den Heyne-Verlag für dieses schöne Rezensionsexemplar!

Samstag, 14. Januar 2017

REZENSION - Über mir der Himmel





Titel: Über mir der Himmel
Autor: Jandy Nelson
Verlag: cbt (November 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Siebzehn Jahre hat Lennie glücklich im Schatten ihrer strahlenden Schwester gelebt. Doch jetzt ist Bailey tot. Es ist, als hätte jemand den Himmel ausgeknipst. Bis Lennie sich verliebt – zum ersten Mal in ihrem Leben und gleich in zwei Jungen: Joes magisches Lächeln wird nur noch von seinem musikalischen Talent übertroffen; Toby ist stiller Cowboy, mutiger Skater – und Baileys große Liebe. Für Lennie sind sie wie Sonne und Mond; einer stößt ein Fenster in ihrem Herzen auf und lässt das Licht herein, bei dem anderen hat ihr Schmerz ein Zuhause. Als Liebe und Schuldgefühl auf Kollisionskurs gehen, explodiert Lennies Welt ...

Schon als ich das Buch bei englischsprachigen Bloggern gesehen habe konnte hat es eine gewisse Anziehungskraft für mich gehabt. Als ich dann die deutsche Ausgabe mit ihrem wirklich schönen schlichten Cover entdeckt habe, hat mich der Roman direkt noch neugieriger gemacht. Der Klappentext an sich klang für mich nach einer schönen, nachdenklichen, aber auch traurigen Geschichte, die alle Themen des Lebens vereint: Liebe, Freundschaft, Verlust und dazu noch ein gewisses Etwas, das das Ganze von den anderen Büchern unterscheiden würde. Diese Erwartung wurde dann auch grob erfüllt. Zugegebenermaßen habe ich eine ganze Weile gebraucht um wirklich in die Handlung hineinzufinden. Immer wieder habe ich das Buch beiseite gelegt um dann einige Tage später wieder einen Versuch zu starten. Am Anfang jedes Kapitels ist ein Gedicht abgedruckt, das die Protagonistin Lennie irgendwo hingekritzelt hat - Papier, Pappbecher, Äste. An sich fand ich die Idee schön, aber irgendwie hat es meinen Lesefluss doch ziemlich gestört. Die Handlung an sich hat mir ein ähnliches Gefühl vermittelt. Eigentlich eine gute Idee, aber trotz allem konnte mich die Geschichte einfach nicht fesseln. Die ganzen Emotionen wirkten so unnahbar, teilweise oberflächlich und ich bekam die meiste Zeit über keinen direkten Zugang zum Geschehen. Die Story konnte mich nicht mitreißen. Lennies Leben ist eigentlich ein ziemlicher Trümmerhaufen, sie hat nach dem Tod ihrer Schwester keine Ahnung wer sie ist geschweige denn was sie tun soll. Ihre Mutter ist seit Jahren verschwunden, da ist der Freund ihrer Schwester der um sie herum und dann auch noch ein Typ, der Lennie den Kopf verdreht. Wie in vielen anderen Büchern ein Mädchen, das auf dem Weg zu sich selbst ist. Im Grunde war sie mir sympathisch, aber für mich war sie eben einfach eine Protagonistin wie jede andere. Keine, die mir lange im Gedächtnis bleiben wird, weil ich so mit ihr mitgefühlt habe. Und gerade das fand ich wahnsinnig schade, denn die Handlung bietet so viel Platz für Emotionen. Zum Ende hin wurde in meinen Augen dann zum Glück alles noch ein wenig besser und vor allem greifbarer. Die Handlung wirkte nicht mehr so ausgedacht und aufgeschrieben sondern wurde lebendiger. Obwohl mir der Schreibstil gut gefallen hat - rausreißen konnte er das ganze dann auch nicht mehr und so wird mir das Buch wohl eher als ganz gutes, durchschnittliches Buch in Erinnerung bleiben. Es konnte mich einfach nicht begeistern, auch wenn ich das mir sehr gewünscht hätte. Ich kann euch das Buch somit nur bedingt empfehlen, aber schlecht ist es definitiv auf keinen Fall!

Jandy Nelsons Debüt Über mir der Himmel stand auf mehreren Bestenlisten und wurde ein großer internationaler Erfolg. Ihr zweiter Roman Ich gebe dir die Sonne ist New York Times-Bestseller, die Filmrechte sind an Warner Brothers verkauft, er stand ebenfalls auf mehreren Bestenlisten und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Printz Award. Derzeit lebt Jandy Nelson in Kalifornien – nicht weit von den Schauplätzen aus Über mir der Himmel und Ich gebe dir die Sonne -, wo sie sich ganz dem Schreiben widmet. (Quelle: Verlagshomepage cbt)




3 von 5



Ein großes Dankeschön an den cbt-verlag für dieses Rezensionsexemplar!


Dienstag, 13. September 2016

REZENSION - Die Auslese (3), Nichts ist wie es scheint

Achtung! Dies ist eine Fortsetzung!
Meine Rezension kann Spoiler enthalten wenn du die Vorgänger nicht gelesen hast!




Titel: Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint
Autor: Joelle Charbonneau
Verlag: Penhaligon (Mai 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 384
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: Die Auslese - Trilogie
1. Nur die Besten überleben
2. Nichts vergessen und nie vergeben
3. Nichts ist, wie es scheint

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Cia Vale hat die gefährliche Auslese überlebt, während sich Chaos und Wut in der Gesellschaft ausbreiten. Ein verheerender Bürgerkrieg steht bevor, und die Rebellen schmieden einen Plan, die grausame Regierung zu stürzen. Auch Cia ist bereit, um das Ende der Auslese zu kämpfen, aber sie kann es nicht alleine tun. Sie hofft auf die Loyalität ihrer Kameraden, doch das kann tödlich für sie enden. Denn Täuschung und Wahrheit liegen nah beieinander. Und der Einsatz ist hoch, denn auf dem Spiel steht das Leben all derer, die sie liebt. Wem kann Cia vertrauen?

Nachdem mir die beiden Vorgängerbände des Buches schon wirklich gut gefallen haben, war für mich natürlich sofort klar, dass ich auch das große Finale der Auslese-Trilogie lesen muss. Das Cover gefällt mir von den Farben her sehr gut und auch den Hintergrund finde ich total cool. Was ich allerdings überhaupt nicht mag ist die Frau auf dem Cover. Als ich anfing zu lesen bin ich recht schnell in die Geschichte reingekommen, viel besser als beim zweiten Band, und das obwohl ich den Vorgänger schon vor eineinhalb Jahren gelesen habe. Cia mochte ich leider nicht mehr ganz so sehr wie bisher, was wohl auch daran lag, dass sie andauernd am grübeln war und ich ihre Handlungen oft nicht nachvollziehen konnte. Manchmal hat mich ihre Erzählung der Geschichte sogar ein wenig genervt, weil vieles zu sehr durchgekaut wurde und die Spannung relativ niedrig gehalten wurde. Alles dreht sich um Organisation, Nachdenken und Pläne schmieden, dafür gab es ansonsten weniger Ereignisse, die die Spannung erhöhen könnten. Bei den ersten beiden Bänden war diese immer unglaublich und ich konnte kaum aufhören zu lesen, doch der Abschluss konnte mich in der ersten Hälfte kaum fesseln. Zum Glück änderte sich das mit dem Fortschreiten der Handlung und es kam Leben in die Sache. Wieder dreht sich vieles um die Frage, wer Freund oder Feind ist und wie wer mit wem zusammenarbeitet. Hier habe ich wieder richtig mitgefiebert und gerätselt, wer wohl vertrauenswürdig ist und was ich an Cias Stelle glauben würde. Immer wieder änderte sich meine Sicht auf die verschiedenen Charaktere, die für mich eher nebensächlich waren. Ich habe mich mit niemandem so richtig angefreundet, es waren nach meinem Gefühl eher Statisten, deren Persönlichkeiten nur oberflächlich ausgearbeitet wurden. Als es dann auf das Ende der Geschichte zuging blieb die Spannung zwar bestehen, aber sie erhöhte sich leider kaum noch. Ich hatte einfach nicht diesen Action-Showdown-Gefühl, das für mich ans Ende einer solchen Trilogie gehört. Das heißt bei weitem nicht, dass ich die letzten Kapitel langweilig fand, aber ich hatte noch viel mehr erwartet. Die allerletzten Seiten fand ich dann sogar leider ziemlich bescheuert und ich habe mich als ich das Buch zugeschlagen habe ziemlich aufgeregt. Für mich war das Ende überhaupt nicht abgeschlossen und ich dachte sogar zuerst, ich hätte nicht mitbekommen, dass es noch eine Fortsetzung gibt. Das war aber nicht der Fall und so hat mich der Abschluss der Trilogie etwas unzufrieden zurückgelassen. Insgesamt fand ich das Buch zwar trotz allen Kritikpunkten, die schon eher auf hohem Niveau bemängelt sind, gut, aber deutlich schlechter als Band eins und zwei, die mich richtig begeistern konnten. Ich kann die Trilogie immer noch empfehlen, aber für den dritten Teil allein werde ich wohl eher keine große Empfehlung aussprechen. 

Joelle Charbonneau begann mit dem Schreiben, als sie noch Opernsängerin war. Heute ist die Schriftstellerei ihre größte Leidenschaft. Joelle Charbonneau lebt gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nähe von Chicago. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Schauspiel- und Stimmtrainerin. (Quelle: Verlagsseite)




3 von 5



Vielen herzlichen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!




Sonntag, 11. September 2016

REZENSION - Unrivaled, Gewinnen ist alles





Titel: Unrivaled - Gewinnen ist alles
Autor: Alyson Noel
Verlag: Harper Collins
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 416
Preis: ca. 15€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: Unrivaled (Band 1 von ?)

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Mach diesen Sommer einen der Unrivaled-Clubs zum Hotspot der Stars, und sichere dir die Chance auf einen unglaublichen Geldgewinn!
Drei sehr unterschiedliche Jugendliche folgen der Aufforderung und hoffen auf die Erfüllung ihres größten Traums - aber sie ahnen nicht, wie hart die Glitzerwelt L.A.s wirklich ist, in der sie sich bewegen müssen. Wer wird es schaffen, Hollywoods heißesten Star Madison Brooks in seinen Club zu locken? Und wie skrupellos werden sie sein, um ihr Ziel zu erreichen?


Dieses Buch war definitiv eines, das mich durch sein Cover dazu gebracht hat es zu lesen. Ich finde es absolut toll und liebe die schlichte aber edel und düster wirkende Gestaltung und es fühlt sich auch ganz besonders an. Der Klappentext klang auch ganz gut, aber allein dadurch hätte ich es wohl nicht gekauft. Meine Erwartungen waren eher mittelhoch, ich erwartete ein nettes Buch für zwischendurch, aber nichts an das ich mich ewig erinnern würde. Als ich anfing zu lesen merkte ich schnell, dass die Autorin keine neue Handlung geschaffen hatte sondern eher ein Muster verfolgte wie es sie oft in anderen Büchern gab. Zum Glück gab es aber auch ein paar neue Aspekte, die mir trotzdem gefallen haben. Die Geschichte ist in verschiedene Kapitel unterteilt in denen jeweils ein Protagonist bzw eine Protagonistin und seine bzw ihre Handlungen und Gedanken, auch um die anderen Charaktere, im Vordergrund stehen. Das hat mich im Prinzip nicht gestört, aber es war einfach sehr typisch für Geschichten wie diese. Schöne Mädchen inmitten von Schönen und Reichen, Intrigen, Konkurrenzkampf und Verdächtigungen. So würde ich das Buch mit wenigen Worten beschreiben. Die Charaktere waren mir nicht unsympathisch, aber ins Herz geschlossen habe ich keinen von ihnen. Sie waren nur teilweise tiefergehend beschrieben und vieles blieb nur oberflächlich, auch was die Handlung betraf. Diese mochte ich an sich ganz gerne und es herrschte definitiv auch Spannung, aber so richtig mitreißen konnte sie mich nicht. Trotzdem hatte das ganze Buch etwas an sich, das mich immer weiterlesen lies und das erreicht hat, dass ich die Reihe sicher weiterhin verfolgen werde. Den Schreibstil fand ich gut, die Handlung nicht neu, aber dennoch spannend und die Gestaltung ist toll. Insgesamt würde ich das Buch als gute kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch bewerten, die allerdings kein Must-Read ist und auch keine neue kreative Idee enthält. Wer die Bücher von Sara Shephard und Gossip Girl mag könnte hier eine Geschichte für sich finden, auch wenn 'Unrivaled' meiner Meinung nach noch lange nicht an die Sara Shephard Bücher herankommt.

Die internationale Bestsellerautorin Alyson Noël hat nach ihren Serien „Evermore“ und „Soul Seeker" einen festen Platz unter den erfolgreichsten Teen-Autorinnen. Ihre Romane sind in 37 Sprachen übersetzt, weltweit sind mehr als 10 Millionen ihrer Romane verkauft. Alyson Noël lebt in Laguna Beach, Kalifornien. (Quelle: Verlagsseite)




3 von 5






Montag, 29. August 2016

REZENSION - Nerve. Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen




Titel: Nerve - Das Spiel ist aus wenn wir es sagen
Autor: Jeanne Ryan
Verlag: cbt (August 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 320
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Eigentlich will Vee gar nicht mitspielen bei diesem neuen Online-Spiel, bei dem man ständig neue peinliche »Challenges« bekommt, die sofort ins Netz gestellt werden. Aber um einen Jungen auf sich aufmerksam zu machen, der ihr gefällt, wagt sie es dann doch. Zumal Preise locken, denen sie nicht widerstehen kann, wie zum Beispiel die Schuhe ihrer Träume. Noch dazu sieht Ian, der ihr als Spielpartner an die Seite gestellt wird, wirklich gut aus. Erst macht es Spaß. Aber dann werden die Challenges heikler und heikler, und die Fans treiben Vee dazu, immer mehr zu riskieren. Schließlich werden Vee und Ian zusammen mit fünf anderen Spielern an einen geheimen Ort gebracht, wo die letzte Runde stattfindet. Es geht um alles oder nichts und auf einmal steht ihr Leben auf dem Spiel …

Eigentlich wollte ich das Buch schon lesen seit die Originale Version erschienen ist, allerdings habe ich das aus irgendeinem Grund nie getan und als ich dann diese version entdeckte und so erfuhr, dass es einen Film dazu gibt konnte ich nicht mehr daran vorbeigehen. Das Cover finde ich von den Farben sehr schön, wobei mir das ursprüngliche Cover auch ganz gut gefallen hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass die neue Gestaltung mehr Jugendliche anziehen wird, einfach weil es ein wenig 'cooler' aussieht. Die Grundidee des Spiels hat mir unglaublich gut gefallen und ich habe wirklich viel von dem Buch erwartet. Diese wurden zwar nicht komplett erfüllt, aber trotz einigen Kritikpunkten hat mir das lesen wirklich Spaß gemacht. Am Anfang lernt man als Leser direkt die Protagonistin Vee besser kennen, es werden ein paar Hintergrundinformationen geliefert, die mir geholfen haben mir ein Bild von Vees Charakter zu machen. In manchen Punkten hat sie mich wirklich an mich selbst erinnert, daher fand ich es schade, dass ich ihre Handlungen trotzdem nicht ganz nachvollziehen konnte. Ich mochte sie zwar, aber oft war sie mir zu naiv und hat nichts aus ihren Fehlern gelernt. Zum Glück wurde das gehen Ende besser und auch wenn ihre Entscheidungen da auch nicht klug waren konnte ich sie aufgrund der Situation nachvollziehen. Die Handlung an sich fand ich trotz der Vorhersehbarkeit einiger Aspekte wirklich spannend und es gab keinen Moment in dem mir beim lesen die Lust an dem Buch verging. Die nebencharaktere waren zwar nur oberflächlich beschrieben und ich baute keine Sympathie zu Ihnen auf, aber für eine Lektüre für zwischendurch hat mich das nicht so gestört. Für mich standen mehr die Ereignisse rund um das Spiel 'nerve' (in der alten Ausgabe: Risk) an sich im Mittelpunkt. Ich war immer gemeinsam mit Vee und ihrem Spielpartner Ian gespannt auf die neuen Challenges und habe mir auch immer wieder überlegt ob sich so ein Spiel auch in der Wirklichkeit durchsetzen könnte. Ein bisschen gruselig fand ich die Vorstellung auf jeden Fall, denn Datenschutz im Netz und auch die Bereitschaft für Belohnung und Ruhm die Grenzen zu überschreiten sind nicht nur im Buch aktuelle Themen. Ganz am Ende, auf den letzten Seiten, gab es für mich dann leider noch einen ordentlichen Dämpfer was die Bewertung der Geschichte angeht. Das Ende fand ich einfach nur blöd, es machte den Eindruck, dass noch ein weiterer Band kommen würde und wirkte nicht besonders kreativ sondern eher nach einem "Ichweiß-nicht-wie-ich-alles-auflösen-soll"-Ende. Insgesamt war dieses Buch welches ich als Jugendthriller bezeichnen würde dann trotzdem eine kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch und ich kann es vor allem für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren weiterempfehlen. Durch den leicht und flüssig zu lesenden Schreibstil der Autorin lässt sich das Buch auf dem der kommenden Kinofilm 'Nerve' basiert schnell lesen und ist weder zu düster noch zu harmlos sodass es bestimmt einigen Thrillerfans in genanntem Alter gefallen wird. Meine Erwartungen konnte es nicht ganz erfüllen, aber gut fand ich die Geschichte und Umsetzung definitiv trotzdem.

Jeanne Ryan wuchs in einer Familie mit elf Geschwistern auf. Seit sie als Kind auf Hawaii gelebt hat, hat sie versucht, dorthin zurückzukehren – mit Zwischenstopps in Südkorea, Michigan und Deutschland. Bevor sie zu schreiben begann, entwickelte sie Computerspiele und forschte im Bereich der Jugendentwicklung. Aber Schreiben gefiel ihr dann doch besser als Statistik. Sie hat immer noch eine Schwäche für Hawaii, wohnt aber jetzt an der Nordwestküste der USA. „Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen“ ist ihr erster Roman. (Quelle: Verlagsseite)



3 von 5


Samstag, 27. August 2016

REZENSION - High




Titel: High
Autor: Karen Ollrogge
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (Dez '14)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 272
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 15 Jahren
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Manchmal hat Ella das Gefühl, als ob sie einem schmalen Pfad folgt, an dem rechts und links nur ein Abgrund klafft. Gerade als sie mit dem Gedanken spielt, sich in diese Tiefe zu stürzen, lernt sie den 18-jährigen Chris kennen. Doch mit Chris hält nicht nur die Liebe Einzug in ihr Leben, sondern auch Alkohol, Partys und Drogen. Ehe sie es sich versieht, gerät Ella in einen Strudel: Die Feiern werden exzessiver, die Schule unwichtiger, die Drogen härter und die Realität farbloser. Als Chris von der Bildfläche verschwindet, lernt Ella schnell neue Leute kennen, doch auch die vermögen der Bedeutungslosigkeit keinen Sinn zu geben. Bald steht Ella wieder am Abgrund – und vor der Frage, ob ein Leben ohne Farbe überhaupt noch lebenswert ist.

Ich lese sehr gerne Bücher in denen es um Probleme geht, die Jugendliche heutzutage haben können - Süchte, Krankheiten, Schicksalsschläge und ähnliches. Als ich dann ein bisschen im Internet gestöbert habe bin ich auf 'high' gestoßen und das Buch hat direkt mein Interesse geweckt. Das Cover wurde ansprechend gestaltet, besonders die Farben finde ich sehr passend und letztendlich sieht es trotz dem ernsten Thema ziemlich cool aus. Als ich anfing zu lesen habe ich eine Weile gebraucht um richtig in die Situation der Protagonistin Ella einzusteigen. Sie war mir zwar nicht direkt unsympathisch, aber ich konnte viele ihrer Handlungen nicht nachvollziehen und fand sie auch von Anfang an ziemlich naiv und unbedacht. Wie man sich nach dem Titel schon denken kann dreht sich die gesamte Handlung um Ella und ihre Erfahrungen mit Alkohol und Drogen welche für mich relativ schlüssig aber dennoch nicht immer realistisch klangen. Viele Dinge, die (auch zum Teil durch ihr Verhalten) in ihrem Umfeld passieren wirkten auf mich einfach nicht so als könnten sie genau so passieren. Allerdings kann ich hier natürlich nur für mich sprechen, da ich selbst keine Erfahrungen dieser Art gemacht habe. Ehrlich gesagt hätte ich erwartet, dass mich die Geschichte ein wenig mehr 'schockiert' und auch durchgängig die Schattenseiten mehr in den Vordergrund treten, die sich nach und nach einschleichen. Im Grunde hat mir die Handlung trotz allem wirklich gut gefallen und ich denke, dass sie mehr Jugendliche ansprechen wird als ein 'Erfahrungsbericht' - einfach, weil eine gewisse Spannung besteht und ziemlich viel Action herrscht. Ich konnte auch bei Ella eine riesige Veränderung zwischen Anfang und Ende sehen, die meiner Meinung nach sehr gut ausgearbeitet und durchdacht war. Es wurde dadurch auf jeden Fall aufgezeigt wie Drogen einen Menschen verändern können. Was mich allerdings leider am meisten gestört hat war, dass zusätzlich noch eine Essstörung miteinbezogen wurde, die das ganze für mich einfach komplett übertrieben hat - besonders weil sie immer nur ganz kurz auftaucht, das Drama verstärkt und dann wieder aus den Erzählungen weggelassen wird bis sie erneut stark auftaucht. Aus meiner eigenen Erfahrung finde ich diesen Aspekt der Protagonistin und Geschichte ziemlich unrealistisch und hätte es besser gefunden wenn sich die Autorin hier auf das hauptsächliche Problem konzentriert hätte. Nachdem ich das Buch trotz aller Kritik an einem Tag durchgelesen habe konnte mich das Ende leider nicht vollständig zufriedenstellen, was aber vor allem daran liegt, dass es für meinen Geschmack zu offen war, was für einige Leser vermutlich kein so großes Problem sein wird. Im großen und Ganzen hat mir das Buch trotz einiger Kritikpunkte ganz gut gefallen, weil es nie langweilig wurde und ich die Geschichte gerne gelesen habe. Außerdem möchte ich der Autorin, die das Buch schon in einem wirklich jungen Alter von 17 geschrieben hat, noch meinen Respekt aussprechen und ich bin mir ganz sicher, dass wir von ihr noch hören werden. Ihr erster Roman war für mich ein zwar noch ausbaufähiger aber trotzdem guter Auftakt und ich kann das Buch auch an Teenager weiterempfehlen, die auch gerne Bücher über solche Problematiken lesen und sich trotzdem nicht durch eine langweilige Geschichte quälen wollen. 

Karen Ollrogge 1997 in Berlin geboren, begann bereits mit sechs Jahren, Kurzgeschichten zu schreiben, und schuf mit HIGH ihren ersten Roman, in dem sie Eindrücke ihrer Generation verarbeitet. Nach ihrem Abitur im Jahr 2015 will sie sich nun auch weiterhin dem Schreiben widmen. 
(Quelle: Verlagsseite - leicht abgeändert)



3,5 von 5


Freitag, 22. April 2016

REZENSION - Together Forever




Titel: Together Forever - Total verliebt
Autor: Monica Murphy
Verlag: Heyne
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 270
Preis: ca. 9€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: Together Forever, Band 1

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Ich bin die Freundin von Drew Callahan, College-Football-Legende und Traumtyp. Er ist schön, lieb – und trägt noch mehr Geheimnisse mit sich herum als ich. Er hat mich zu einem Teil seines Lebens gemacht, in dem alles nur Schein ist und jeder mich irgendwie hasst. Und wie es aussieht, will ihn jede haben. Aber er hat nur eins im Kopf: mich. Ich weiß nicht, was ich noch glauben soll. Das Einzige, was ich weiß: Drew braucht mich. Und ich will für ihn da sein. Für immer.

Das Cover finde ich ganz gut gelungen, es ist zwar nichts besonderes, aber insgesamt süß und passend zur Geschichte gestaltet. Es fällt zwischen anderen Büchern des gleichen Genres nicht weiter auf, was ich aber okay finde. Vor allem da sich meiner Meinung nach auch der Inhalt nicht groß von anderen Büchern abhebt. Insgesamt fand ich die grundsätzliche Idee der Handlung ganz gut, aber eben nicht neu. Allzu große Überraschungen habe ich allerdings auch nicht erwartet. Zu Beginn kam ich sehr gut in die Geschichte hinein, der Schreibstil war locker und leicht zu lesen und Spannung kam auch direkt auf. Es wird gleich klar, dass die Protagonisten Drew und Fable eine Last mit sich herumschleppen und ich wollte natürlich unbedingt wissen, wie diese aussieht. Leider zog sich diese Spannung nicht gut durch, denn ich persönlich hatte relativ schnell eine Vermutung, was sich bei Drew hinter seinem Geheimnis verbirgt. Ein wenig mehr Geheimniskrämerei hätte dem Buch an dieser Stelle bestimmt gut getan, denn die Charaktere an sich konnte mich wirklich begeistern. Sie waren mir beide total sympathisch und ich habe sie schnell ins Herz schließen können. Besonders Fables Gedanken und Handlungen waren für mich sehr gut nachvollziehbar und ich habe mich ihr nahe gefühlt. Was ich schade fand war, dass die Geschichte vom Grundsatz her einigen anderen Reihen sehr ähnelt und das Thema schon ein wenig zu häufig behandelt wurde. Dennoch habe ich auch diesen Auftakt der Reihe gerne gelesen und hätte nichts gegen ein paar Seiten mehr einzuwenden gehabt. Dank dem fiesen Cliffhanger am Ende werde ich mir auch Band 2 mit Sicherheit noch zulegen und dann auch ganz bald lesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Reihe besonders Mädchen, die gerne eine nicht allzu spannende Liebesgeschichte mit tollen Charakteren lesen möchten, gefallen wird und auch Fans der After-Reihe könnten hiermit glücklich werden. Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gefallen, aber mehr auch nicht. Daher hoffe ich, dass mich Band zwei noch mehr mitreißen kann.



3 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!


Montag, 18. April 2016

REZENSION - Schöne Mädchen brennen nicht



Titel: Schöne Mädchen brennen nicht
Autor: Lynn Weingarten
Verlag: Sauerländer
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 380
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Delia bekommt immer, was sie will. 
Besonders seit sie tot ist.
Sie bringt dich dazu, an allem zu zweifeln, was dir wichtig ist. 
Bis du deine große Liebe für einen elenden Lügner hältst. 
Und jeden anderen für einen Mörder. 
Als June die Nachricht auf ihrer Mailbox endlich abhört, ist es längst zu spät: Ihre beste Freundin ist tot – verbrannt im Schuppen ihres Stiefvaters. Selbstmord, heißt es. Doch June weiß, dass das nicht wahr ist. Niemand kannte Delia besser als sie. Manchmal war es sogar, als könnte Delia ihre Gedanken lesen – und das konnte sich großartig anfühlen. Oder beängstigend – je nachdem, in welcher Stimmung Delia gerade war. June macht sich auf die Suche nach dem Mörder ihrer besten Freundin und findet immer neue Abschiedsbriefe von ihr …

Das Cover finde ich persönlich gar nicht gelungen. Auf mich hat es auf den ersten Blick sehr langweilig und wenig aufregend gewirkt, auch wenn es zur Geschichte passt. Dennoch hätte man hier sicher einiges mehr herausholen können, denn die Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes wird dem um einiges spannenderen Inhalt dieses Thrillers kein Stück weit gerecht. Gekauft habe ich mir das Buch ohne groß zu überlegen, weil ich Lust auf einen "stinknormalen" Thriller hatte und der Klappentext ganz spannend klang. Dementsprechend hatte ich keine allzu hohen Erwartungen, weshalb ich dann ganz überrascht war als mir das Buch so etwa ab der Hälfte so gut gefallen hat wie ich es mir nicht hätte vorstellen können. Zu Beginn fiel mir der Einstieg leider etwas schwer, ich wurde nicht mit June, der Protagonistin warm und auch die Spannung ließ doch sehr zu wünschen übrig. Die Handlung wirkte auf mich sehr uninteressant und ähnelte hundert anderen Thrillern die ich bereits gelesen hatte. Jemand hat sich das Leben genommen, irgendjemand kommt dahinter, dass es Mord war und schon fangen die Ermittlungen einiger Hobby-Detektive an. So kam mir das Buch im ersten Drittel vor und ich hatte es eigentlich schon mehr oder weniger abgehakt, als dann mit einem Mal die Wendung kam. Dazu möchte ich aber nichts genaueres sagen, denn sonst würde ich euch bereits vieles vorweg nehmen. Die Idee war zwar nicht total neuartig oder ähnliches, aber auch noch lange nicht so ausgelutscht wie es mir am Anfang vorkam und mit der Zeit nahm die Handlung auch immer mehr an Fahrt auf. June wurde mir sympathischer und auch wenn sie für mich nur eine mittelmäßige Protagonistin war, habe ich sie doch gemocht. Allerdings hatte sie auch so ihre Charaktereigenschaften mit denen ich nicht ganz so gut klarkam, zum Beispiel war sie unfassbar naiv und manchmal geradezu leichtgläubig, was mich ab und zu ein wenig genervt hat. Trotzdem ist und bleibt besonders die zweite Hälfte der Geschichte für mich wirklich gut und ich habe sie gerne gelesen. Das Ende hat mich dann eher unzufrieden zurückgelassen, da es sehr offen war und ich mit vielen ungeklärten Fragen zurückgelassen wurde. Das an sich fand ich zwar nicht schlecht, aber es gab einfach zu viele Punkte die offen gelassen wurden. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch besser gefallen als erwartet, allerdings hatte es definitiv auch einige Schwächen wie zum Beispiel der Anfang und die nicht ganz so gut ausgearbeiteten Charaktere. Wer allerdings auf der Suche nach einem einfachen Thriller ist und keine allzu großen Neuheiten erwartet wird bestimmt seine Freude mit diesem Buch haben. 



3 von 5

Mittwoch, 6. Mai 2015

Rezension ♥ After Truth



Titel: After Truth
Autor: Anna Todd
Verlag: Heyne
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 768
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ---
Reihe: After-Reihe (2 von 4)

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Zutiefst verletzt hat Tessa ihre stürmische Beziehung zu Hardin beendet. Seit sie die Wahrheit über ihn erfahren hat, fühlt sie sich verraten und gedemütigt. Sie will ihr Leben zurück – ihr Leben vor Hardin. Doch da ist die Erinnerung an seine leidenschaftliche Liebe, seine Berührungen, die hungrigen Küsse. Ihr Verlangen nach dem unberechenbaren Mann mit den grünen Augen ist immer noch zu stark. Und sie weiß, dass er sie nicht einfach aufgeben wird. Aber kann er sich ändern? Können sie einander retten, oder wird der Sturm sie in die Tiefe reißen?

Das Cover gefällt mir wie schon beim ersten Band "After Passion" sehr gut. Es wirkt irgendwie anziehend und das passt mehr als perfekt zum Inhalt des Buches! Auch im Großen und ganzen finde ich die Aufmachung und Gestaltung wunderschön. Sie ist zwar schlicht, aber durch das besondere Material und die herausstechende Schrift macht "After Truth" wie seinen Vorgänger zu einem absoluten Hingucker. Nachdem ich den ersten Teil in beinahe einem Rutsch durchgelesen hatte, obwohl ich die Geschichte an sich nicht so unglaublich toll fand, war ich total gespannt auf den zweiten Band. Und auch hier kann ich sagen, dass ich direkt nach den ersten Seiten süchtig wurde. Die Handlung setzt genau dort ein wo sie aufgehört hat und alles geht mehr oder weniger weiter wie bisher. Es gibt ein ständiges Hin und Her zwischen Streit und großer Liebe, wobei der Streit jetzt im zweiten Teil eindeutig überhand nimmt. Wie schon gesagt, weiß ich nicht was diesem Buch seinen Suchtfaktor verleiht, denn eigentlich war ich ziemlich oft genervt von allem. Das ständige Hin und Her, Hardins Art und zum Teil auch Tessas Reaktionen. Hardin mochte ich etwas weniger als im ersten Teil, Tessa fand ich relativ sympathisch, aber zum Teil auch wieder nicht. Am liebsten hätte ich das Buch manchmal in die Ecke gepfeffert, so nervenaufreibend war das Ganze. Letztendlich musste ich dann aber doch immer wissen, was als nächstes passiert und so bin ich immer weiter Anna Todds unfassbar tollem Schreibstil gefolgt bis ich plötzlich feststellen musste, dass das Buch zuende war und ich tatsächlich die kompletten 800 Seiten an einem Tag gelesen hatte. Abschließend kann ich sagen, dass mich diese Fortsetzung wie Band 1 mit gemischten Gefühlen und mehr oder weniger ratlos zurückgelassen hat. Ich liebe und hasse das Buch zugleich und bin absolut süchtig nach der "After"-Reihe. Sie ist auf jeden Fall fesselnd und zieht wohl viele Leser in eine Suchtspirale. Daher kann ich euch die Bücher auf jeden Fall empfehlen, auch wenn es mir nicht so richtig gelingen mag, meine Meinung dazu wiederzugeben.

Anna Todd lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann im texanischen Austin. Sie haben nur einen Monat nach Abschluss der Highschool geheiratet. Anna war schon immer eine begeisterte Leserin und ein großer Fan von Boygroups und Liebesgeschichten. In ihrem Debütroman AFTER PASSION konnte sie ihre Leidenschaften miteinander verbinden und sich dadurch einen Lebenstraum erfüllen. (Quelle)



3 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!