Posts mit dem Label 1 von 5 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 1 von 5 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 16. November 2016

REZENSION - Club der blauen Welt





Titel: Club der blauen Welt
Autor: Albert Espinosa
Verlag: Goldmann (Oktober 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 192
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

Kaufen? Verlag


Als der Held des Romans das Sprechzimmer des Arztes betritt und ihn dessen mitleidiger Blick trifft, weiß er sofort: Er wird sterben. Drei Tage bleiben ihm noch. Nie zuvor hatte er das Leben so sehr geliebt wie in jenem Moment, als er es zu verlieren beginnt. Beinahe traumwandlerisch begibt er sich auf seine letzte Reise und gelangt auf eine mystische Insel. Es ist die Abschiedsstation einer Gruppe todgeweihter Jugendlicher, die hierhergekommen ist, um die Welt hinter sich zu lassen, insbesondere die der Erwachsenen mit ihren festen Regeln, den falschen Zwängen, Schuldgefühlen und nie enden wollenden Verpflichtungen. Denn im Angesicht des Todes wissen sie, dass jeder Augenblick, jede Sekunde zählt.


Das Äußere des Buches finde ich nicht mehr als mittelmäßig. Es passt zwar wirklich gut zum Buch "Club der roten Bänder" vom selben Autor, genauso wie der Titel dieses Romans, aber ansonsten kann mich die Gestaltung des Covers leider nicht ganz überzeugen. Es ist zwar auf keinen Fall hässlich, aber besonders originell eben auch nicht. Nachdem mich Albert Espinosa mit seinem letzten Roman noch nicht ganz vom Hocker hauen konnte, war ich wirklich gespannt auf sein neues Werk und habe gehofft, dass mich dieses mehr fesseln kann. Leider wurde ich dahingehend schon ziemlich bald nachdem ich anfing zu lesen enttäuscht. Die Grundlage der Handlung bzw. die Ausgangssituation des Protagonisten war der aus "Club der roten Bänder" zum verwechseln ähnlich. Ein Jugendlicher ist schwer krank, er findet Kinder / Jugendliche in der gleichen Situation und nebenbei wird noch entdeckt, was im Leben wichtig ist. Der Leser erfährt im ganzen Buch keine Namen und diesen Aspekt fand ich tatsächlich sehr schön und auch irgendwie besonders. Leider konnten mich die namenlosen Charaktere dennoch nicht überzeugen und ich habe auch zu dem Protagonisten keine Verbindung aufbauen können. Ich konnte mir ihn nicht vorstellen, er blieb in meinen Augen sehr unnahbar und alles in allem hatte ich nicht das Gefühl, in auch nur annähernd näher kennengelernt zu haben. Mit den anderen Jugendlichen ging es mir ähnlich. Ich las von ihnen ohne sie mir vorstellen zu können und so haben mich auch ihre Schicksale nicht berühren können, weil all diese jungen Menschen keine reale Form in meinem Kopf angenommen haben. Die Idee der Geschichte gefiel mir im Prinzip gut und sie war auch recht originell. Umso toller hätte ich es gefunden wenn sie mich begeistert hätte. Leider war das aber ganz und gar nicht der Fall, denn die Umsetzung und die gesamte Handlung an sich hinterließ bei mir keinen bleibenden Eindruck und konnte mich auch wenig bis gar nicht fesseln. Alles wurde nur so kurz abgehandelt, ohne großartig auf Authentizität zu achten. Dafür wurden noch möglichst viel Dramatik, Poetik und bemüht tiefgründige Gedanken hineingepackt und das alles auf nicht einmal 200 Seiten zusammengepfercht. Meiner Ansicht nach sorgte das dafür, dass die Handlung absolut unrealistisch war und an einigen Stellen auch viel zu viel auf einmal beschrieben und erläutert wurde, so dass mir die tatsächliche Tiefe der Geschichte viel zu kurz kam. Die meiste Zeit über war ich eher genervt von dem Buch, konnte nicht viel damit anfangen und habe mich gefragt, warum man dem ganzen nicht einfach 100 Seiten mehr und ein weiteres Jahr Zeit gegeben hat, denn aus der zugrunde liegenden Idee hätte wirklich etwas werden können. So war ich allerdings froh als ich das Buch beendet hatte und wurde mehr als enttäuscht zurückgelassen. Albert Espinosa finde ich einen wirklich bewundernswerten Mann, aber mit diesem Buch hat er sich mir als Autor leider nicht schmackhaft gemacht und ich werde in Zukunft vermutlich auch kein weiteres Werk von ihm lesen. Wem das Buch "Club der roten Bänder" wirklich super gefallen hat könnte vielleicht auch dieses hier unterhaltsam finden, aber wer schon damit seine Probleme hatte sollte wohl eher die Finger von diesem ähnlich gestalteten Roman lassen. 


Albert Espinosa, geboren 1973, ist Autor, Schauspieler, Film- und Theaterregisseur und lebt in Barcelona. Sein Erstling wurde weltweit in über 20 Sprachen übersetzt und in mehreren Ländern höchst erfolgreich als TV-Serie verfilmt. Seither hat Albert Espinosa diverse weitere Romane und Sachbücher veröffentlicht. (Quelle: Verlagsseite)



              

1,5 von 5



Mein herzlicher Dank geht an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Samstag, 3. Mai 2014

Rezension: Wo immer du bist




Titel: Wo immer du bist
Autor: Cylin Busby
Verlag: Boje (April 2014)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 240
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

Kaufen? Verlag | Amazon


Ich spürte ihre Wärme, als ihre Finger meinen Arm hinaufwanderten und auf meiner Schulter liegen blieben. Sie lächelte, ihr Gesicht ganz nah an meinem. »Ich hab mir Sorgen gemacht, aber jetzt ist alles gut, oder? Ich bleibe bei dir.« 
West liegt nach einem Unfall im Krankenhaus. Er kann sich nicht bewegen, kann nicht sprechen - und doch trifft er genau hier das Mädchen seiner Träume. Olivia ist wunderschön und geheimnisvoll - und auch sie fühlt sich zu ihm hingezogen. Doch West spürt, dass sie etwas zu verbergen hat. Und ihm ist klar: Wenn er wieder gesund ist, muss er ihr Geheimnis unbedingt ergründen...

Das Cover finde ich zwar grundsätzlich sehr schön und es passt auch zu der eher geheimnisvollen Atmosphäre der Geschichte, aber dennoch konnte ich leider keine richtige Verbindung zwischen Cover und Handlung herstellen. Der Klappentext an sich klang für mich zwar gut, aber nicht nach etwas komplett neuem oder überragenden. Einer der Hauptgründe für den Kauf war dann doch ein relativ seltener, nämlich die Tatsache, dass das Mädchen im Buch den gleichen Namen, wie ich hat. Als ich dann anfing zu lesen wurde mir schnell klar, dass das Buch auf keinen Fall zu einem meiner Highlights werden würde. West war mir nicht sympathisch, was wahrscheinlich auch daran lag, dass er sich weder bewegen noch sprechen kann und somit alles nur durch seine Gedanken ausdrücken konnte. Er ist mir nicht ans Herz gewachsen, ich wusste nicht, was ich mit ihm anfangen sollte. Auch Olivia war meiner Meinung nach einfach nur seltsam und alles andere als sympathisch. Ich war immer schon fast genervt, wenn sie aufgetaucht ist und auch ihre Zusammentreffen mit West kamen mir meist ziemlich merkwürdig vor. Zudem kam dann noch die Handlung, die einfach keinerlei Spannung beinhaltete, sie plänkelte einfach nur so vor sich hin. Es gab keine besonderen Geschehnisse und ich hatte das Gefühl, dass einfach überhaupt gar nichts passiert. Was mich aber mindestens genauso sehr geärgert hat, war die unglaubliche Vorhersehbarkeit der Geschichte. Bereits vor dem Lesen hatte ich einen sehr klaren Verdacht, wie sich alles auflösen könnte und all meiner Vermutungen bestätigten sich am Ende dann auch. Insgesamt kann ich einfach nur sagen, dass ich eigentlich kaum Positives an dem Buch finden kann und möchte es euch deshalb auch nicht unbedingt weiterempfehlen. 

Cylin Busby war Redakteurin für ein Jugendmagazin, bevor sie angefangen hat, Bücher zu schreiben. Inzwischen hat sie verschiedene Titel veröffentlicht, WO IMMER DU BIST ist ihr erster Titel, der auf Deutsch veröffentlich wird. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Los Angeles. (Quelle)



1 von 5

Mittwoch, 19. März 2014

Rezension: Butter




Titel: Butter
Autor: Erin Jade Lange
Verlag: rowohlt (März 2014)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 335
Preis: ca. 9€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

Kaufen? Verlag | Amazon


Ihr glaubt, ich esse zu viel? Das ist noch gar nichts. Geht am 31. Dezember online, wenn ich die Live-Übertragung meiner Henkersmahlzeit ins Netz stelle. Schaut zu ... wie ich mich zu Tode fresse. Der 16-jährige Außenseiter «BUTTER» will in die Geschichte eingehen: Er wird sich im Internet live zu Tode essen. Und jeder, der will, kann dabei zusehen. Als Butter den Entschluss auf seiner Homepage ankündigt, erwartet er Entrüstung oder Mitleid. Aber das Gegenteil passiert: Alle sind von Butters Plan begeistert und feiern ihn wie einen Helden. Und zum ersten Mal in seinem Leben hat er das Gefühl, wirklich dazuzugehören. Wie absurd – denn Silvester rückt immer näher, und es scheint, als gäbe es kein Zurück mehr ...

Das Cover finde ich eigentlich relativ hässlich und ich kann bis jetzt nichts Gutes daran finden. Allerdings passt es richtig gut zur Geschichte, genauso wie der Titel, den ich ebenfalls etwas gewöhnungsbedürftig finde. Ich habe das Buch hauptsächlich gekauft, weil der Klappentext total seltsam klang, aber auch irgendwie interessant. Zwar fand ich ihn auch etwas gruselig, aber ich musste mich letztendlich einfach wissen, was für eine Geschichte dahinter steckt. Als ich angefangen habe zu lesen fand ich das Buch wirklich komisch, was sich auch bis zum Ende hin nicht groß änderte. Der Protagonist, Butter, war mir total unsympathisch und ich konnte seine Gedanken und Handlungen, besonders die, die im Klappentext schon erwähnt wird, überhaupt nicht nachvollziehen. Er war auf jeden Fall einer der seltsamsten Protagonisten, die mir je in Büchern begegnet sind und auch die meisten anderen Charaktere waren ziemlich abgedreht. Kaum etwas in dem Buch wirkte authentisch und realistisch und die ganze Handlung war einfach nur seltsam. Falls ihr völlig abgedrehte und einfach nur komische Geschichten mögt könntet ihr es mit dem Buch versuchen, aber ansonsten würde ich euch raten lieber die Finger davon zu lassen. 

Erin Jade Lange arbeitet als Nachrichtenproduzentin in Phoenix, Arizona. «Butter» ist ihr erster Roman. (Quelle)



1/5


Dienstag, 21. Januar 2014

Rezension: Alles - Worum es geht




Titel: Alles - Worum es geht
Autor: Janne Teller
Verlag: Hanser (August 2013)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 144
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: ---

Kaufen? Verlag | Amazon


Was bringt einen jungen Mann dazu, grundlos Gewalt anzuwenden? Kann man Intoleranz und Extremismus verstehen? Ist Rache ein gutes Motiv? Können gute Absichten einen Mangel an Verständnis ausgleichen? In ihrem neuen Jugendbuch stellt Janne Teller wieder unbequeme Fragen und führt unsere Vorstellungskraft dahin, wo es wehtut. Mit eindrücklicher Schärfe und Intensität, knapper Syntax und assoziativer Kraft erzählt sie acht Kurzgeschichten über Vorurteile und Intoleranz, Mord und Todesstrafe, Identität und geistige Behinderung, Integration und kulturelle Unterschiede, Träume und Irrtümer.

Das Cover finde ich nicht besonders schön, vor allem die Farbwahl mag ich nicht so gerne und sie passt meiner Meinung nach auch nicht perfekt zum Inhalt. Zwar ist es auch nicht total hässlich, aber man hätte sicher noch einiges mehr herausholen können. Der Klappentext klingt für mich zwar relativ interessant, aber nicht so, als dass ich das Buch unbedingt lesen müsste. Daher hatte ich auch gar nicht vor, Janne Tellers neuestes Werk zu lesen, zumindest bis ich es geschenkt bekommen habe. Als ich anfing zu lesen hatte ich schon sehr bald eine Ahnung, dass mir das Buch nicht zusagen würde. Mir kam alles zu gewollt tiefgründig vor und ich hatte schon ziemlich bald keine Lust mehr weiterzulesen. Das Buch beinhaltet nicht eine ganze Geschichte, sondern eher 8 Kurzgeschichten, was ich prinzipiell eigentlich nicht schlecht finde. Leider wurde es hier nicht besonders gut umgesetzt, denn kaum hatte ich auch nur annäherungsweise in die eine Geschichte und ihr Thema hinein gefunden, war sie auch schon wieder vorbei und es fand ein Themenwechsel statt. So wurde mir keiner der Charaktere sympathisch. Alles was ich noch dazu sagen muss ist, dass ich für die 144 Seiten, die das Buch umfasst, beinahe drei Tage gebraucht habe, was für meine Verhältnisse wirklich katastrophal ist. Mir erschien es so, als wäre krampfhaft versucht worden, ein möglichst tiefgründiges Buch mit möglichst vielen unterschiedlichen Themen zu schreiben. Letztendlich war es dann aber einfach viel zu viel und ich musste mich größtenteils durch das Buch durchquälen. Allerdings sind einige der Themen durchaus interessant und wichtig. Wer sich gerne mit den im Klappentext genannten Themen auseinandersetzen möchte und kein Problem mit vielen Informationen auf einmal hat könnte wohl an diesem Buch interessiert sein, aber wer vielleicht schon "Nichts" von Janne Teller nicht gut fand sollte lieber die Finger davon lassen. 

Janne Teller (1964 in Kopenhagen geboren) arbeitete als Konfliktberaterin der EU und UNO in aller Welt, bevor sie sich 1995 ganz dem Schreiben widmete. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. In ihrem Werk, das neben Romanen für Erwachsene auch Essays, Kurzgeschichten und Jugendbücher umfasst, kreist sie stets um die großen Fragen des Lebens und löst mit gesellschaftskritischen Themen nicht selten lebhafte Debatten aus. Für Erwachsene hat Janne Teller die zeitgenössische nordische Saga, Odins Insel, geschrieben, sowie die Romane Europa - Alles, was dir fehlt und zuletztKomm, über Ethik in der Kunst und in unserer modernen Gesellschaft (Hanser, 2012). Für Jugendliche erschien der umstrittene, preisgekrönte internationale Bestseller Nichts – was im Leben wichtig ist, sowie Krieg - stell dir vor, er wäre hier. 2013 erschien Alles – worum es geht. Quelle




1/5 


Donnerstag, 9. Januar 2014

Rezension: So lonely



Titel: So lonely
Autor: Per Nilsson
Verlag: Oetinger (diese Ausgabe: September 2011)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 173
Preis: ca. 6€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: 
1. So lonely
2. Nie wieder lonely

Kaufen? Verlag | Amazon


Er ist 16, als er ihr zum ersten Mal begegnet: Ann-Katrin, dem Mädchen seiner Träume. Sie reden und lachen miteinander, sie treffen sich, sie werden Freunde. Und kurz vor den Sommerferien, einen Tag bevor er als Austauschschüler für vier Wochen in die USA fliegt, schlafen sie miteinander. Er denkt nur an sie und schreibt ihr jeden Tag Liebesbriefe. Doch als er zurückkommt, ist auf einmal alles anders …

Das Cover gefällt mir überhaupt nicht, auch wenn es eigentlich wirklich gut zur Geschichte passt. Woran es liegt, dass ich das Cover so hässlich finde, kann ich nicht genau sagen, aber mir gefallen weder die Farben noch die Gestaltung an sich. Das Buch musste ich Anfang letzten Jahres in der Schule lesen und schon damals hat es mir nicht so gut gefallen Aber jetzt beim zweiten Lesen fand ich es wirklich noch um einiges schlechter. Das Buch ist in Kapitel unterteilt, von denen meist zwei zusammengehören. Zunächst wird das erste Kapitel, in dem beschrieben wird wie der Protagonist etwas zerstört, das ihn an Ann-Katrin erinnert, im Präsens erzählt, dann folgt ein Kapitel, welches in Vergangenheitsform erzählt wird und das sich einem kurzen Rückblick widmet, in dem der Leser erfährt, warum und wie ihn der gerade zerstörte Gegenstand an das Mädchen, das ihn enttäuscht hat, erinnert. Diese Grundidee fand ich gar nicht mal so schlecht, nur leider konnte mich die ganze Umsetzung überhaupt nicht überzeugen. Die Handlung in der Gegenwart war alles andere als spannend, genauso wie die Rückblicke. An keiner Stelle im Buch fand ich die Geschichte nicht langweilig und ich hatte auch nie das Bedürfnis, zu erfahren wie es mit dem namenlosen Protagonist und Ann-Katrin weitergeht. Die beiden waren mir alles andere als sympathisch und die meisten ihrer Handlungen waren für mich unverständlich und nicht nachvollziehbar. Leider fand ich auch den Schreibstil nicht besonders gut, was wahrscheinlich zum Teil auch daran liegt, dass das Buch vor über 20 Jahren geschrieben wurde. Im Großen und Ganzen mochte ich das Buch nicht besonders und konnte kaum etwas Gutes daran finden. Auch als Schullektüre würde ich es nicht empfehlen, da keine richtige Spannung vorhanden ist, man sich nicht in die Charaktere hineinversetzen kann und auch die Handlung insgesamt ziemlich blöd ist. Somit hat man auch keine große Lust, sich noch weiter mit dem Buch und seinem Inhalt zu befassen. Zudem bekommt man auch keine große Lust auf die Fortsetzung, vor allem da sich deren Titel "Nie wieder lonely" einfach nur seltsam anhört.

Per Nilsson, 1954 in Malmö geboren, gehört zu den führenden schwedischen Autoren von Kinder- und Jugendbüchern. Nach einem Pädagogikstudium arbeitete er zunächst als Fachlehrer für Mathematik und Musik an einem Gymnasium und schrieb nebenher bereits Romane und Drehbücher, u.a. für eine Familienserie im schwedischen Fernsehen. Seit 1999 ist er freier Schriftsteller. Zu seinen erfolgreichsten Büchern gehört »So lonely«, für das er 1997 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde. »Nie wieder lonely« ist die Fortsetzung der »vielleicht schönsten, traurigsten und auch tröstlichsten Liebesgeschichte, die man in der neueren Jugendliteratur findet« (Praxis Deutsch). Per Nilsson wurde für sein literarisches Gesamtwerk mit dem schwedischen Astrid-Lindgren-Preis ausgezeichnet und bereits fünfmal für den renommierten schwedischen August-(Strindberg)-Preis nominiert. Quelle


1/5

Donnerstag, 2. Januar 2014

Rezension: Cassia & Ky - Die Flucht



Titel: Cassia & Ky - Die Flucht
Autor: Ally Condie
Verlag: FJB (Januar 2012)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 464
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: Cassia & Ky (Trilogie)
1. Die Auswahl
2. Die Flucht
2. Die Ankunft

Kaufen? Verlag | Amazon


Wie durch ein Wunder gelingt Cassia die Flucht in die Äußeren Provinzen. Sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe. Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen brutalen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die wilden Canyons in den Grenzgebieten. Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensgefährlichen Weg. Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky – sondern auch nach sich selbst.

Das Cover fand ich wie schon das des ersten Bandes "Die Auswahl" wirklich schön und es passte auch wieder sehr gut zur Geschichte. Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, habe ich es sofort mit Ausbruch und Flucht assoziiert, was meiner Meinung nach den Inhalt der Geschichte wiederspiegelt. Dies sieht man auch am Titel, den ich ebenfalls gut gewählt finde. So schön ich die äußere Erscheinung des Buches auch finde, leider konnte mich der Inhalt alles andere als begeistern. Der erste Band hatte mir vor einiger Zeit wirklich gut gefallen, weswegen ich durchaus überdurchschnittliche Erwartungen an die Fortsetzung hatte. Zum Glück wurden diese dann schon vor dem Lesen durch die vielen negativen Rezensionen ziemlich stark herab gesetzt. Leider passierte kaum etwas an Handlung und Cassia verbringt schon allein die Hälfte des Buches damit, Ky zu suchen. Dies hätte man vermutlich um einiges spannender gestalten können, denn viel langweiliger, so erscheint es mir zumindest, geht es gar nicht mehr. Schon nach einigen Seiten hatte ich überhaupt keine Lust mehr weiterzulesen und ich musste mich richtig durch das Buch hindurch kämpfen. Auch Cassia war mir noch viel weniger sympathisch als im ersten Band, ich konnte sie nicht verstehen und auch keine ihrer Entscheidungen nachvollziehen. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was ich noch groß zu diesem Buch sagen soll. Ich fand es einfach nur langweilig und auch die Charaktere konnten mich nicht begeistern, was ich sehr schade finde, denn der erste Band hatte durchaus Potenzial, das hier leider vollkommen ungenutzt blieb. Somit kann ich euch das Buch leider nicht weiterempfehlen, selbst wenn ihr "Die Auswahl" mochtet. 

Ally Condie lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Salt Lake City, USA. Nach dem Studium unterrichtete sie mehrere Jahre lang Englische Literatur in New York, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre Romane um ›Cassia & Ky‹ werden in mehr als 30 Sprachen übersetzt und sind große internationale Bestseller. Quelle


1,5/5


Mittwoch, 25. Dezember 2013

Rezension: Shadow Falls Camp - Verfolgt im Mondlicht



Titel: Shadow Falls Camp - Verfolgt im Mondlicht
Autor: C.C. Hunter
Verlag: FJB (Juli 2013)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 560
Preis: ca. 15€ (D)
Alter:  12-16 Jahre
Reihe: Shadow Falls Camp (4/5)
1. Geboren um Mitternacht
2. Erwacht im Morgengrauen
3. Entführt in der Dämmerung
4. Verfolgt im Mondlicht
5. Erwählt in tiefster Nacht

Kaufen? Verlag | Amazon


Kylie hat es endlich geschafft: Sie hat herausgefunden, was sie ist. Doch damit ist nur eins von vielen Rätseln gelöst. Denn über ihre Art ist kaum etwas bekannt. Wie kann sie ihre übernatürlichen Kräfte einsetzen, und was ist das für ein geheimnisvolles Flüstern im Wald, das nur sie hören kann?
Außerdem verhält sich Lucas seltsam, nun da es sicher ist, dass sie keine Werwölfin ist. Derek hingegen akzeptiert ihre Identität und ist für sie da. War es falsch, ihn abzuweisen? 
Als plötzlich ein furchterregender Geist auftaucht, muss Kylie sich beeilen, um jemanden der ihren vor einer schrecklichen Gefahr retten zu können. Dabei wird ihr mehr und mehr klar, dass Veränderungen unausweichlich sind, und alles irgendwann ein Ende finden muss. Vielleicht auch ihre Zeit im Shadow Falls Camp …

Das Cover hat mir leider nicht besonders gut gefallen. Ich mochte diesen metallischen Glanz und auch das Mädchen darauf überhaupt nicht, weshalb mich schon das Cover des ersten Bandes beinahe davon abgehalten hätte, die Reihe zu lesen. Da mir die vorherigen drei Bände nur mittelmäßig gefallen haben hatte ich auch an dieses Buch keine allzu großen Erwartungen. Darüber bin ich jetzt im Nachhinein auch wirklich froh, denn mir hat dieser vierte Band noch weniger gefallen. Die Handlung war zwar okay und es blieb auch immer eine gewisse Spannung bestehen, durch die ich zwar immer weiterlesen wollte, um zu erfahren, wie es mit Kylie und den ganzen Bewohnern des Shadow Falls Camps weitergeht, jedoch wurde meine Leselust durch die Protagonistin Kylie doch sehr geschmälert. Zwar mochte ich sie schon vor dem Lesen dieses Buches nicht besonders gerne, aber jetzt hat sie mich eigentlich durchgängig nur genervt. Für meinen Geschmack jammert sie viel zu viel herum und handelt und denkt meist sehr egoistisch. Dies hat mich wirklich sehr gestört und fast zum Abbruch des Buches geführt. Auch die Beziehung zwischen Kylie und der Campleiterin Holiday, die ich schon in Band 1-3 etwas seltsam fand, wurde nicht authentischer. Die beiden verhalten sich wie beste Freundinnen, die sich schon seit Jahren kennen und Kylie verhält sich ihr gegenüber auch die meiste Zeit sehr unpassend in Anbetracht ihrer Stellung im Camp zueinander. Den Schreibstil fand ich okay, er ließ sich leicht lesen und war im Vergleich zur Geschichte nicht zu abgehoben. Leider kann ich persönlich euch das Buch nicht weiterempfehlen, da mich die Protagonistin einfach zu sehr genervt hat und ich auch die Handlung nicht so überragend fand, als dass sie dies ausgleichen könnte. 

Schon als Kind liebte C.C. Hunter Glühwürmchen, lief am liebsten barfuß und rettete mögliche Märchenprinzen in Form von Fröschen vor ihren Brüdern. Auch wenn sie heute meist Schuhe trägt, ist sie immer noch von Glühwürmchen fasziniert. Sie rettet inzwischen nicht mehr nur Frösche, sondern auch andere Tiere, und hat einen Märchenprinzen gefunden. Mit ihm, drei Katzen und einem Hund lebt sie in Texas – und wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder Zeit mit ihrer Familie verbringt, fotografiert sie gerne. Quelle



1,5/5