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Freitag, 11. November 2016

REZENSION - Alles so leicht




Titel: Alles so leicht
Autor: Meg Haston
Verlag: Thienemann (Juli 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 320
Preis: ca. 20€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: ---

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Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan.


Das Cover gefällt mir wirklich gut, ich mag die Farbwahl sehr gerne und die ganze schlichte Gestaltung an sich trifft einfach perfekt meinen Geschmack. Da ich mich sehr für das Thema "Essstörungen" und "Magersucht" interessiere und auch einen persönlichen Bezug dazu habe wollte ich das Buch schon seit längerer Zeit lesen. Der Klappentext klang für mich mal nach etwas anderem, nicht nach dem typischen Buch zu diesem Thema und gerade das hat mich zusätzlich neugierig gemacht. Anstatt an dem Punkt einzusetzen als Stevie in die Krankheit hineinrutscht beginnt das Buch an einer Stelle an der die 17-jährige Protagonistin schon fest entschlossen ist an ihrer Magersucht zu sterben und das bald, denn bald jährt sich das schreckliche Ereignis, das Stevies Leben für immer veränderte - und diesen Tag möchte sie keinesfalls erleben. Die Kapitel sind mit mit der Nummer des Tages, den die Protagonistin im Therapiezentrum für Essstörungen verbringt, betitelt. Das ganze Buch spielt sich innerhalb von Tagen - nicht Wochen oder Monaten - ab, was ich je nach Situation und Aspekt der Geschichte zum Teil gut, aber auch manchmal nicht so gut fand. Stevie an sich kann ich nach wie vor nicht wirklich beurteilen. Einerseits habe ich sie mit der Zeit doch ins Herz geschlossen, aber zum Teil mochte ich sie auch gar nicht. Ebenfalls Zwiegestalten bin ich bei der Schilderung ihrer Gedanken und Gefühle. Hier war zwar vieles realistisch beschrieben und gut erzählt, aber an manchen Stellen war es mir einfach zu viel des Guten. Es mag sein, dass einige Erkrankte solche Gedanken haben, aber ich kann mir vorstellen, dass einige Leser, die sich noch nicht ganz so viel mit dem Thema Essstörungen beschäftigt haben, dadurch ein nicht ganz "richtiges" Bild von der Krankheit bekommen, da in "Alles so leicht" eben eher ein zum Teil speziellerer Fall behandelt wird. Die Handlung an sich hat mir ganz gut gefallen und es gab auch viele gute Beschreibungen und Erzählungen und auch Passagen, die ich unheimlich gut gelungen fand. Allerdings fielen mir auch viele Aspekte auf, die mich gestört und zum Teil auch geärgert haben, weil Aussenstehende womöglich ein in manchen Punkten nur einen sehr einseitigen Einblick in die angesprochenen Krankheitsbilder bekommen. Besonders Stevies Therapeutin fand ich einfach schrecklich ausgearbeitet. Sie wirkte eher wie ihre Rundum-Betreuerin und überhaupt kein bisschen, wie eine authentische Therapeutin. Darüber habe ich mich wirklich unzählige Male aufgeregt und hätte das Buch in einigen Momenten am liebsten gegen die Wand geschleudert, weil ich so unglaublich genervt von dieser pseudo-perfekten Therapeutin war. Zu sehr ins Detail gehen möchte ich nicht, aber ich kann abschließend sagen, dass ich das Buch zwar nicht schlecht fand, aber auch nicht wirklich gut. Meine Erwartungen wurden bei weitem nicht erfüllt und ich kann das Buch auch nur bedingt weiterempfehlen. Nicht empfehlen würde ich die Geschichte für Betroffene, die noch nicht so stabil sind und auch für Nicht-Betroffene, die sich noch nicht viel mit dem Thema Essstörungen beschäftigt haben. Wer allerdings schon einiges dazu weiß und evtl. auch gelesen hat kann mit diesem teilweise eher besonderen Fall vielleicht noch einmal ein bisschen anders an das Ganze herangehen. Die Therapeutin sollte man meiner Meinung nach aber nicht als realistisch dargestellt betrachten. 


Meg Haston lebt in Jacksonville, Florida. Hier schreibt sie und arbeitet als Beratungslehrerin an einer Privatschule. „Alles so leicht“ ist ihr erster Jugendroman. (Quelle: Verlagsseite)



2,5 von 5




Sonntag, 30. Oktober 2016

REZENSION - Little Secrets: Lügen unter Freunden




Titel: Little Secrets - Lügen unter Freunden
Autor: M.G. Reyes
Verlag: Harper Collins YA (Oktober 2016)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 16€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: Little Secrets
1. Lügen unter Freunden
2. Schuldige Freunde (August 2017)

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Es klingt wie die Erfüllung eines Traums: Vier Mädchen und zwei Jungs ziehen in ein Haus am Venice Beach. Die Vormundschaft ihrer Eltern sind sie los. Jetzt liegt die große Freiheit vor ihnen. Und so wird die WG zu ihrer neuen Familie. Aber alle sechs haben ein dunkles Geheimnis – das Starlet, die Hackerin und der Sportstar genauso wie die Musikerin, das brave Mädchen und der Außenseiter. Als eine brisante Lüge auffliegt, beginnt ein gefährliches Spiel, bei dem bald jeder seine eigene Haut retten will …

Nachdem mir das Cover direkt auf den ersten Blick unfassbar gut gefallen hat, wollte ich das Buch auf jeden Fall lesen. Der Klappentext klang für mich nach nichts Neuem, aber auch nicht schlecht und so war ich sehr neugierig auf die Geschichte und hatte auch recht hohe Erwartungen an sie. Die ersten fünfzig Seiten zogen sich dann aber doch eher etwas dahin, denn dadurch, dass es ganze sechs Protagonisten und Protagonistinnen gab musste natürlich erst einmal einiges erklärt und Zusammenhänge und Hintergründe erläutert werden. Hier fand ich die Auflistung aller Jugendlicher  mit einer kurzen Info zu jedem vorne auf der Klappe des Umschlags sehr hilfreich, denn so konnte ich mich immer wieder orientieren um wen es denn im jeweiligen Abschnitt ging. Verwirrend war es aber trotzdem und ich musste mich wirklich konzentrieren um auch alles weitgehend mitzubekommen und aufzunehmen. In den einzelnen Kapiteln steht immer eine Person im Vordergrund, was ich an sich gut fand, da man so über jeden immer mal wieder etwas erfährt, das die anderen Charaktere noch nicht wissen und allgemein Spannung dadurch aufgebaut wird, dass immer mehr Puzzleteile auftauchen, die auch nach und nach neue Fragen aufwerfen. Mit den Charakteren im Einzelnen wurde ich leider nicht warm, sie waren eher oberflächlich beschrieben und auch zum Teil nichts ganz so authentisch dargestellt. Mit einigen konnte ich nur teilweise etwas anfangen, mit anderen beinahe überhaupt nichts. Trotzdem ließ sich das Buch sehr schnell lesen und die Seiten verflogen wirklich nur so, auch wenn ich mir bis jetzt nicht erklären kann, woran das lag. Die Handlung an sich fand ich nämlich gar nicht so spannend, zwar auch nicht langweilig, aber richtig mitreißen konnte mich die Geschichte an keinem einzigen Punkt. Es gab zwar viele mysteriöse Geheimnisse und offene Fragen, aber irgendwie passierte einfach nichts, das ein wenig Action in die Sache gebracht hätte. Den Schreibstil mochte ich ganz gerne, aber was mich wirklich sehr gestört hat waren die Schreib- und Grammatikfehler, die mir doch mehr als nur einmal aufgefallen sind und die den Lesefluss dann doch deutlich gestört haben. Diese wurden dann aber gegen Ende des Buches auch weniger und sogar die Handlung nahm in den letzten fünfzig Seiten doch noch etwas an Fahrt auf. Es werden die ersten Fragen beantwortet, es passieren einige Dinge und es gibt auch ein paar "Überraschungen", die allerdings für mich nicht wirklich überraschend waren, sondern eher vorhersehbar. Ganz am Ende wurde ich dann plötzlich mit Informationen, Zusammenhängen und merkwürdigen Geschehnissen überschüttet, was ich persönlich irgendwie unpassend fand. Das ganze Buch über plänkelt alles nur so vor sich hin und dann geht auf einmal alles so schnell und wird so kurz abgehandelt, so dass ich nach Beenden des Buches relativ verwirrt war und manche Dinge sich mir noch nicht ganz erschlossen hatten. Im Großen und Ganzen konnte der Auftakt dieser neuen Trilogie bei mir nur mit der äußeren Gestaltung und dem Grundansatz der Geschichte punkten, die Umsetzung ließ allerdings in sämtlichen Punkten zu wünschen übrig. Mich hat das Buch nicht gelangweilt und ich hatte es schnell gelesen, aber spannend war es auch nicht besonders und ich bin auch noch unentschlossen, ob ich dem zweiten Band eine Chance geben werde. Wer diese Trilogie auslässt wird wohl nichts verpassen - weder eine originelle Idee noch eine tolle Handlung oder beeindruckende Charaktere. Ich kann den ersten Band daher leider nicht weiterempfehlen.

M.G. Reyes, geboren in Mexico City, wuchs im englischen Manchester auf. Sie studierte an der Oxford University und arbeitete ein paar Jahre als Wissenschaftlerin, bevor sie eine Internetfirma gründete. Heute lebt M.G. Reyes mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Oxford und besucht so oft wie möglich Los Angeles. (Quelle: Verlagsseite)



2,5 von 5

Samstag, 29. Oktober 2016

REZENSION - Die Mühle





Titel: Die Mühle
Autor: Elisabeth Herrmann
Verlag: cbt (August 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 448
Preis: ca. 18€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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The Court – das waren die Coolen. Die Unerreichbaren. Die Helden von Lanas Schulzeit. Wie kann es sein, dass ausgerechnet Lana an eine Einladung zu einem Kurztrip mit der Überflieger-Clique kommt? Jahre, nachdem sie alle ihre alte Schule verlassen haben?
Die Kings und Queens der coolen Clique sind zwar wenig begeistert, als Lana statt ihres siebten Mitglieds bei ihrem Treffen auftaucht. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse. Der Trip führt die Clique in eine alte abgelegene Mühle, umgeben von Wildnis. Alles hier scheint für sie vorbereitet zu sein. Nur wer hat eigentlich die Einladungen verschickt? Wer begrüßt sie mit schriftlichen Botschaften, hat seltsame Spiele für sie organisiert? Als der erste der Freunde verschwindet, bricht Panik in der Gruppe aus …

Nachdem ich bereits 'schattengrund' von Elisabeth Herrmann gelesen hatte und mir das Buch nicht sehr gefallen hat war ich umso gespannter auf diesen neuen Thriller der Autorin. Sowohl Cover als auch Klappentext machten mich nämlich direkt neugierig und ich wollte unbedingt wissen ob es Elisabeth Herrmann nicht doch noch gelingen würde, mich zu begeistern. Das Cover sieht ziemlich cool aus, es wirkt etwas bedrohlich und trotzdem nicht zu reißerisch und passt perfekt zum Inhalt. Als ich anfing zu lesen stellte sich bei mir schnell das übliche Gefühl ein das ich beim lesen von Thrillern habe. Ich war gespannt auf den Verlauf die Handlung und mir lief ab und zu mal ein kleiner Schauer über den Rücken. Die Atmosphäre stimmte somit einigermaßen, aber leider konnte mich die Grundidee der Geschichte nicht überzeugen. Sie war absolut nicht originell oder neuartig oder besonders genial, viel mehr erinnerte sie mich an viele andere Bücher, die ich zuvor gelesen hatte. Mit den Charakteren ging es mir ähnlich. Lana, die wichtigste Protagonistin und Erzählerin der Geschichte, war mir zwar nicht unsympathisch, aber ich habe sie auch nicht besonders ins Herz geschlossen. Ich konnte ihre Gefühle und Handlungen oft nur schwer nachvollziehen und verstehen und zum Teil hat sie mich etwas genervt. Aber auch die restlichen Protagonisten konnten mich nicht so ganz überzeugen. Jeder von ihnen war irgendwie da und erlebte die mysteriöse Geschichte mit, aber kennengelernt habe ich sie kaum. Die Handlung fand ich grundsätzlich nicht ganz so toll, sie war überhaupt nicht originell und ich hatte das Gefühl schon mindestens drei ganz ähnliche Geschichten gelesen zu haben. Es gab in meinen Augen kaum Aspekte, die neu waren und so hob das Buch sich wirklich nicht von anderen dieser Art ab. Langweilig fand ich die Handlung zwar nicht und das Buch ließ sich auch relativ leicht und schnell lesen, aber fesseln konnte es mich eher weniger. Ich würde schon sagen, dass es mich unterhalten hat und für zwischendurch ist es ganz nett, aber für mich hätte das Buch auch halb so viele Seiten haben können und es hätte mir auch gereicht. Dem Schreibstil stehe ich ziemlich neutral gegenüber, ich fand ihn weder besonders gut noch besonders schlecht. Abschließend kann ich sagen, dass ich das Buch trotz der vielen Kritikpunkte nicht schlecht fand, aber fesseln könnte es mich nur an wenigen Stellen. Wem die anderen Bücher von Elisabeth Herrmann gefallen haben könnte sich bestimmt auch mit diesem Buch anfreunden, aber mich kann die Autorin nach wie vor nicht begeistern.

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin. (Quelle: Verlagsseite)



2,5 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Freitag, 28. Oktober 2016

REZENSION - Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen




Titel: Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
Autor: Ulla Scheler
Verlag: Heyne fliegt (August 2016)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 368
Preis: ca. 15€ (D)
Alter: ab  14Jahren
Reihe: ---

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Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches …

Schon als ich nur den Titel des Buches gelesen und das Cover gesehen hatte, war mir klar: dieses Buch muss ich einfach haben und lesen. Der Titel klingt mysteriös, spannend und irgendwie poetisch und am Cover gefällt mir besonders, dass es schlicht und durch die bewegten Wellen gleichzeitig aufregend aussieht. Der Klappentext hat mich, obwohl er nicht vollkommen neuartig klang, ebenfalls direkt neugierig gemacht und so dauerte es gar nicht lange bis ich das Buch tatsächlich zur Hand nahm und anfing zu lesen. Leider war ich zunächst ein kleines bisschen enttäuscht vom Anfang der Geschichte. Die Handlung fing damit an, dass Hannas bester Freund Ben plötzlich wieder auftaucht und vor ihrer Tür steht - bereit sie zu einem Roadtrip abzuholen. Dann kam das übliche Freundschafts-Liebe-Stress Drama, Hanna weiß nicht so ganz was sie möchte und letztendlich geht sie doch mit Ben los. Sie erstellen eine Liste was sie noch tun möchten, Ben verhält sich ab und zu unmöglich und schließlich landen sie am Meer, wo ein mysteriöses Mädchen ihnen eine unheimliche Legende erzählt. Erst ab diesem Moment wurde die Handlung, die bisher ziemlich eintönig und nicht besonders originell war, in meinen Augen tatsächlich spannend und nahm immer mehr an Fahrt auf. Auch Hanna mochte ich dann langsam ein wenig lieber, weil sie nicht mehr ganz so unentschlossen war und ich mich auch ein wenig an ihre Art und ihren Charakter gewöhnte. Ben hingegen konnte ich leider immer noch nicht so gut leiden, auch wenn ich nicht so richtig sagen kann, was mich an ihm störte. Ich fand ihn zum Teil ziemlich egoistisch und auch kein Stück einfühlsam und auch insgesamt war er mich einfach nicht sympathisch. Zum Glück war die zweite Hälfte der Handlung deutlich besser als die Charaktere, ich mochte sie wirklich gerne und konnte das Buch auch kaum noch auf die Seite legen. Viel zu neugierig war ich auf die Auflösung der ganzen Geschichte und was es mit der Legende auf sich hat wollte ich natürlich auch unbedingt wissen. Im Endeffekt hatte ich aber von dem Buch im Großen und Ganzen etwas ganz anderes erwartet und auch deutlich mehr. Ich hätte mir mehr Spannung und Originalität erwartet, auf die mich der geniale Titel doch hoffen ließ. Auch wenn ich den Schreibstil mochte und die Handlung insgesamt ganz gut fand kann ich das Buch besonders aufgrund des Gesamteindrucks der Geschichte und der Charaktere nur als "ganz gut" bewerten und es auch nur bedingt weiterempfehlen. Die Grundidee der Geschichte hat mir gut gefallen, die äußere Gestaltung finde ich auch super, aber die Umsetzung wies einige Mängel auf und konnte mich nur teilweise überzeugen.

Ulla Scheler wurde 1994 in Coburg geboren. Bücher liebt sie schon seit ihrer Kindheit. Nach dem Abitur arbeitete sie in einem Krankenhaus, beim Fernsehen und in einem marokkanischen Hotel. Bis sie dann endlich ihren Debütroman fertig schrieb, der schon seit drei Jahren darauf wartete, veröffentlicht zu werden. Die Autorin lebt in München und studiert Psychologie. (Quelle: Verlagsseite)



2,5 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Donnerstag, 13. Oktober 2016

REZENSION - Es. ist. nicht. fair.




Titel: Es. ist. nicht. fair.
Autor: Sarah Benwell
Verlag: Hanser (Juli 2016)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 18€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

Kaufen? Verlag | Erhältlich im Buchhandel vor Ort


Mit der Diagnose ALS ist nichts mehr, wie es war, für den 17-jährigen Sora. Er wird sterben. Bald. Konfrontiert mit dieser Wahrheit sucht Sora nach einem Rest Selbstbestimmung und Würde. Einen geschützten Raum findet er in Chats im Internet. Hier findet er auch neue Freunde: die vom Zeichnen besessene Mai und den liebenswerten Kaito. Doch werden die beiden ihn auch noch mögen, wenn sie ihn richtig kennenlernen? Wenn sie alles über ihn wissen? Soras Gedanken kreisen immer konkreter um den Plan, wenigstens den Zeitpunkt seines Todes selbst zu bestimmen. Nur dafür braucht er die Hilfe seiner Freunde.

Das Cover finde ich wirklich schön gestaltet, auch wenn mir die Farbe ein wenig zu eintönig und langweilig ist. Es passt wunderbar zur Geschichte und strahlt eine ruhige, aber auch etwas nachdenkliche Stimmung aus und das Wort das mir beim anschauen als erstes in den Sinn kommt ist mehr als passend: loslassen. Unter anderem darum geht es in der Geschichte, in der Sona die Hauptrolle spielt. Sona ist 17 Jahre alt und hat ALS, eine schwerwiegende Erkrankung des Nervensystems, deren Fortschreiten sich nicht verhindern lässt. Inzwischen ist der Junge an seinen Rollstuhl gebunden, sein Körper versagt ihm mehr und mehr den Dienst und ihm ist klar, dass er in absehbarer Zeit einen unschönen Tod sterben wird. Auf der Suche nach ein wenig Normalität meldet er sich in einem Chatroom an. Die Handlung setzt in etwa an dem Punkt ein als Sona das tut. Zunächst war ich wirklich gespannt auf das Buch, weil ich noch nie ein Buch über die Krankheit ALS gelesen habe und mir relativ viel von der Geschichte erwartet habe. Daher wurde ich eher enttäuscht als ich mich durch die ersten Kapitel las. Es gab viele ganze Chats, die als solche abgedruckt sind, die ich einfach nur unrealistisch und weltfremd fand. Ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur ein einziger Jugendlicher heutzutage in dieser Weise und mit dieser Ausdrucksweise chattet. Trotzdem las ich relativ schnell weiter, aber auch mit der Zeit wurde meine Begeisterung für das Buch nicht wirklich groß. An sich fand ich die Handlung wirklich schön, mir gefiel die grundsätzliche Idee dahinter und auch die Beschreibungen von Sonas Alltag mit seiner Krankheit waren für mich authentisch. Zum Teil hätte man hier noch ein wenig mehr auf die Probleme eingehen können, die sich ihm in den Weg stellen, aber prinzipiell fand ich diesen Aspekt der Geschichte gut gelungen. Auch Sona selbst war mir nicht unsympathisch, aber so richtig mit ihm mitfühlen konnte ich nur selten. Die Beziehung zwischen ihm und den anderen Charakteren kam mir oft gestellt und unnatürlich vor, nicht selten auch zu primitiv und oberflächlich und ganz besonders gestört hat mich die Scheinheiligkeit, die auf mich zumindest wie eine solche gewirkt hat. Probleme gab es im Angesicht der komplizierten und dramatischen Situation viel zu wenig und die Charaktere gingen manchmal so befremdlich miteinander um, dass ich sogar ein paar mal richtig wütend wurde. Meiner Meinung nach hat die Handlung und die ganze Idee unheimlich großes Potenzial, da ALS in letzter Zeit auch immer wieder in den Medien aufgetaucht ist und die Krankheit und das Leben bzw der Tod mit ihr bestimmt viele Menschen, auch Jugendliche, interessiert. Leider war ich letztendlich ziemlich enttäuscht von dem Buch, auch wenn es sich trotz allem nicht zu dramatisch in die Länge gezogen hat und zumindest der Schreibstil gut und flüssig zu lesen war. Normalerweise lese ich wirklich gerne Bücher mit Krankheiten und Problemen aller Art, aber diese Geschichte konnte mich absolut nicht packen und ich kann sie daher leider nicht weiterempfehlen. Zu groß war in meinen Augen die fehlende Authentizität. 


Sarah Benwell lebt in Bradford Upon Avon und hat einen Magister für junges kreatives Schreiben an der Universiät von Bath Spa gemacht. Neben ihrem eigenen Schreiben gibt sie Schreibworkshops für Teenager und ist auf vielen Online-und Social Media-Plattformen aktiv. Mit über 5000 Followern auf den Seiten, auf denen sie schreibt und chattet, ist sie „eine bekannte Online-Persönlichkeit”. Es.Ist.Nicht.Fair. (2016) ist ihr Debüt. (Quelle: Verlagsseite



2,5 von 5



Ein ganz herzliches Dankeschön geht an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!



Montag, 10. Oktober 2016

REZENSION - Die Ungehörigkeit des Glücks





Titel: Die Ungehörigkeit des Glücks
Autor: Jenny Downham
Verlag: C. Bertelsmann
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 480
Preis: ca. 20€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Das Leben der 17-jährigen Katie nimmt eine dramatische Wendung, als ein Anruf ankündigt, dass ihre Großmutter Mary bei ihr zu Hause einziehen wird. Ihre Mutter Caroline hat dem widerwillig zugestimmt, denn sie hatte seit vielen Jahren keinen Kontakt zu Mary und ist nicht gut auf sie zu sprechen. Katie muss mit der ihr fremden Großmutter das Zimmer teilen. Und sie fängt an, sich für Marys Geschichte zu interessieren. Katie will dem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Das ist nicht einfach, weil Mary an Alzheimer leidet. Doch Katie erkennt verblüffende Ähnlichkeiten zwischen sich und Mary: beide haben eine ungehörige Vorstellung vom Glück …

Nachdem mir 'bevor ich sterbe' von Jenny Downham nur mittelmäßig gefallen hat, wollte ich diesem Buch der Autorin auf jeden Fall eine Chance geben und vor allem da die Geschichte auch wirklich schön und interessant klang war ich sehr gespannt darauf. Das Cover gefällt mir nicht so gut, weil es überhaupt nicht besonders aussieht und nichts außer ein halbes Gesicht darauf abgebildet ist. Ich würde die Gestaltung zwar nicht als schlecht bezeichnen, aber hier hätte man definitiv noch viel mehr herausholen können. Als ich anfing zu lesen brauchte ich zunächst eine Weile um in die Handlung hineinzufinden. Karies bisher verschollene Großmutter Mary zieht bei ihr Zuhause ein und bringt einiges Chaos mit sich, denn Mary ist verwirrt und vergesslich und versteht sich auch ansonsten nicht mit ihrer Tochter Caroline - Katies Mutter. So beginnt die Handlung. Ich wurde leider nicht richtig gefesselt von der Geschichte und auch die komplizierte Familiengeschichte stiftete bei mir ziemlich viel Verwirrung. Hinzu kamen dann noch die zwei Zeitebenen auf denen die Geschichte erzählt wurde - heute und früher, als Mary noch jünger war. Wie schon kurz erwähnt war ich am Anfang, grob während der ersten Hälfte, wirklich nicht begeistert von dem Buch, ich fand es eher langweilig und auch die Charaktere wollten mir einfach nicht sympathisch werden. Obwohl ich die Idee mit den drei Generationen von Frauen in drei völlig unterschiedlichen Zeiten, verbunden durch eine gemeinsame Geschichte, grundsätzlich sehr gut fand wollte mir die Umsetzung nicht so recht gefallen. Doch das änderte sich langsam aber sich mit dem überqueren der Mitte des Buches. Die Handlung wurde lebendiger, die Charaktere authentischer und tiefgründiger und die anfängliche Verwirrung ließ ebenfalls deutlich nach. Es wurden endlich die ersten Fragen nach und nach beantwortet und ich erfuhr mehr über die Geschichte von Katie, Caroline und Mary. Doch obwohl das Buch zum Ende hin besser wurde, hat es mich leider nicht mitreißen können. In der zweiten Hälfte war es nicht mehr langweilig, aber als richtig spannend würde ich es trotzdem nicht bezeichnen. Den Schreibstil der Autorin fand ich gut, aber vom Hocker gehauen hat er mich nicht. Die Charaktere waren ganz nett, aber ich bekam kaum Zugang zu Ihnen und die Handlung wurde zwar bewusst tiefgründig gestrickt, war aber dafür nicht besonders spannend oder mitreißend. Insgesamt möchte ich nicht sagen, dass das Buch schlecht war, aber gefallen hat es mir leider auch nicht. Einzig und allein die letzten 50-100 Seiten mochte ich wirklich gerne und das wiegt für mich leider nicht den ganzen Rest auf. Ich denke, die Art zu schreiben und die Art Geschichten zu entwickeln von Jenny Downham ist einfach nichts so meins und ich werde in Zukunft auch vermutlich keine weiteren Bücher von ihr lesen. An die Grundidee der Geschichte in 'die Ungehörigkeit des Glücks' werde ich mich bestimmt noch länger erinnern, aber die Umsetzung konnte mich persönlich leider nicht überzeugen. Wem 'bevor ich sterbe' richtig gut gefallen hat wird womöglich auch dieses Buch gefallen, doch wer schon damit seine Probleme hatte wird meiner Meinung nach auch hier kein Lieblingsbuch für sich finden.

Jenny Downham hat als Schauspielerin in einer freien Theatergruppe gearbeitet, bevor sie anfing zu schreiben. Sie lebt mit ihren beiden Söhnen in London. (Quelle: Verlagsseite)



2 von 5


Ein ganz herzliches Dankeschön an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar!




Montag, 11. April 2016

REZENSION - Ziemlich gute Gründe am leben zu bleiben



Titel: Ziemlich gute Gründe am leben zu bleiben
Autor: Matt Haig
Verlag: dtv
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. € (D)
Alter: ab 16 Jahren
Reihe: ---

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Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet.

Meine insgesamte Meinung zu dem Buch ist sehr Zwiegestalten, ich weiß bin jetzt noch nicht so richtig, was ich davon halten soll. Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, besonders die Schlichtheit mag ich gerne und mit der Schrift in Regenbogenfarben strahlt es nicht nur eine gewisse Schwere sondern auch Hoffnung aus. Ich fand, der Klappentext des Buches klang wirklich besonders und auch nach einer guten Erzählung zu einem wichtigen Thema in unserer Gesellschaft, deshalb wollte ich es auch unbedingt lesen. Als ich dann anfing zu lesen war ich zunächst absolut fasziniert und begeistert wie es dem Autor gelungen ist, die schwierigen und nicht fassbaren Gedanken und Gefühle eines depressiven Menschen in Worte zu fassen. Plötzlich wurden diese Gefühle anschaulicher. Das Buch ist in fünf Abschnitte gegliedert: Fallen, Landen, Aufstehen, Leben und Sein. Den ersten Abschnitt fand ich toll, er hat mich gefesselt und mich neugierig gemacht auf mehr. Die Beschreibungen waren authentisch und aussagekräftig. Der Schreibstil sehr schön, aber in meinen Augen doch um einiges anspruchsvoller als in den meisten anderen Büchern, weshalb das Buch definitiv keine leichte Kost für mich darstellte. Den zweiten Abschnitt mochte ich auch noch zum Großteil, zwar fand ich ihn nicht ganz so toll wie den ersten, aber die Seiten flogen immer noch nur so dahin. Dies änderte sich dann im dritten Abschnitt schlagartig. Von diesem Moment an musste ich mich beinahe durch das Buch hindurch kämpfen, ich hatte keine Lust weiterzulesen und zum Teil kam das Gefühl auf, einen nicht besonders guten Ratgeber zum Thema Depressionen in der Hand zu halten. Das fand ich unglaublich schade, denn was mich zu Beginn begeistern konnte schlug nun ins Gegenteil um. Alles war sehr langatmig und wirkte in die Länge gezogen, was nicht an der Handlung bzw. der Geschichte an sich lag - diese möchte und kann ich nicht bewerten, da sie auf einer wahren Begebenheit beruht und wahre Geschichten kann man nun einmal nicht beurteilen - sondern auch am Schreibstil und der Art der Beschreibungen, welche mir irgendwann zu auseinandergenommen vorkamen. Zu meiner Erleichterung wurde es im Laufe der nächsten beiden Abschnitte dann wieder deutlich besser. Es gab einige Bausteine im Buch, die ich sehr schön fand wie zum Beispiel eine Passage im Text, in dem Gründe zu Leben von verschiedenen Menschen standen. Solche Elemente fand ich richtig toll und besonders die Liste mit den Dingen, die Matt Haig inzwischen Freude bereitet haben hat es mir angetan. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen und ich kann mir auch vorstellen, dass es den einen oder anderen zum Nachdenken über das eigene Leben verleiten wird, aber dennoch hatte ich mir ein wenig mehr davon erhofft. Somit kann ich leider nicht sagen, dass das Buch meine Erwartungen erfüllt hat, aber es war eine gute Erfahrung die Geschichte zu lesen. Empfehlen kann ich es denjenigen, die gerne mal etwas schwerere Kost lesen und sich für das Thema Depression interessieren, wobei mich das Buch definitiv nicht überzeugen konnte (obwohl ich zu denjenigen gehöre). Wer allerdings ein Buch sucht, das sich nicht beiseite legen lässt, wird wohl eher nicht zufrieden gestellt werden, denn an einigen Stellen musste ich mich wirklich durchkämpfen. 



2,5 von 5 


Danke an LovelyBooks und den Verlag für die Bereitstellung dieses Buches! 

Samstag, 9. Mai 2015

Rezension ♥ Loving



Titel: Loving
Autor: Katrin Bongard
Verlag: Oetinger
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 296
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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"Ich glaube, ich habe mich in dich verliebt", sagt Luca leise und so erstaunt, als könnte er sich selber nicht glauben. Und mir geht es genauso, denn meine schwärmerischen Gedanken an ihn waren eine Sache, aber dies ist etwas anderes. Erwachsen. Magisch. Unausweichlich. Das hätte Ella nie gedacht. Dass sie – die sich für Bücher und Buchblogs interessiert – sich ausgerechnet in den coolen Luca verliebt. Luca, den alle Mädchen für den tollsten Jungen der ganzen Schule halten. Und den sie bis vor Kurzem nur oberflächlich und arrogant fand. Doch bei einem Schulprojekt über Jane Austens Stolz und Vorurteil lernen sie sich besser kennen … Sich nicht zu verlieben – einfach unmöglich!

Das Cover finde ich an sich ganz okay, es ist aber leider meiner Meinung nach überhaupt nichts besonders und sieht nicht danach aus, als hätte sich jemand besonders große Gedanken darum gemacht. Generell passt es zwar zur Geschichte, aber hier hätte man definitiv einiges mehr rausholen können. So hätte ich das Buch bestimmt nicht so schnell aus dem Regal gezogen. Nachdem ich mir den Klappentext durchgelesen hatte, war ich trotzdem unheimlich neugierig auf die Geschichte, denn die Protagonistin ist eine Buchbloggerin! Außerdem hatte ich mal wieder Lust auf eine Liebesgeschichte und so habe ich das Buch direkt als es bei mir ankam gelesen. Leider wurde ich relativ bald schon enttäuscht. Zwar habe ich keine dramatischen Kritikpunkte gefunden, aber dafür auch nichts, was mich begeistern konnte. Die ganze Handlung plänkelte ohne große Geschehnisse und nicht besonders spannend vor sich hin, die Charaktere waren nicht besonders ausgearbeitet und identifizieren konnte ich mich mit ihnen auch nicht. Zwar war die Geschichte nicht schlecht, nur größtenteils ziemlich langweilig. Sie konnte mich nicht unterhalten und immer wieder war ich versucht, das Buch zur Seite zu legen. Das Bedürfnis weiterzulesen hatte ich kaum. Einzig und allein die Tatsache, dass solche Dinge wie die Buchmesse und Buchblogs eine Rolle gespielt haben fand ich wirklich eine schöne Idee. Wobei ich leider auch hier nicht ganz überzeugt war, denn oft wirkten die buchischen Einflüsse zu gestellt und zu übertrieben. Zum Teil konnte ich überhaupt keinen Bezug zur Handlung erkennen, was mich etwas gestört hat. Der Schreibstil ließ sich zum Glück leicht und schnell lesen, so dass ich nicht lange für das Buch gebraucht habe. Im Großen und Ganzen muss ich leider sagen, dass mir "Loving" nicht besonders gut gefallen hat und kann es euch eher nicht empfehlen. Die Grundidee, vor allem die Einbeziehung von Buchblogs usw., hat durchaus Potenzial, aber die Umsetzung finde ich nicht sehr gelungen.

Katrin Bongard lebte einige Jahre in New York und nun wieder in Berlin. Neben der Arbeit als Drehbuchentwicklerin für Film- und Fernsehen ist sie seit 2005 als Autorin tätig. (Quelle)


2 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Montag, 27. Oktober 2014

Rezension ♥ Die Nacht der Verzweiflung



Titel: Die Nacht der Verzweiflung
Autor: Carolin Wolf
Verlag: Novum Pro
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 150
Preis: ca. 14,50€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: ---

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Die Abschlussfahrt steht vor der Tür. Lea und ihre beste Freundin Lisa können es kaum erwarten, mit ihrer Klasse nach Berlin zu fahren und die Hauptstadt zu erkunden. Doch als Lea eines Abends verschwindet, haben alle Angst um sie; denn das, was Lea in dieser Nacht beobachtet, könnte ihr das Leben kosten ...

Das Cover finde ich sehr passend für den Inhalt und auch für den Titel, da es wirklich eine große Verzweiflung ausstrahlt. Als ich von dem Buch gehört habe, war ich sofort neugierig, vor allem da es von einer jungen Autorin in meinem Alter geschrieben wurde. Auch der Klappentext klang spannend und ich konnte es kaum noch abwarten, das Buch zu lesen. Der Prolog konnte mich dann jedoch leider nicht so richtig begeistern. Ich konnte mich mit dem sehr einfachen Schreibstil nicht anfreunden und kam einige Male ins straucheln, weil die Sätze meist sehr kurz waren. Im Laufe des Buches hat mich dies zwar nicht mehr ganz so gestört wie am Anfang, aber trotzdem kann hier in Zukunft noch einiges verbessert werden. Als die eigentliche Handlung dann begann war ich immer noch nicht wirklich überzeugt. Die Geschichte plänkelte mehr so vor sich hin, einige unwichtige Details zogen sich viel zu sehr in die Länge und eine richtige Spannung kam nicht auf. Das war die erste Hälfte des Buches. Dann kam langsam Fahrt in das Ganze, es passierte endlich etwas. Lea verschwindet aus dem Hotel. Ab diesem Punkt wollte ich wirklich wissen, wie alles endet, doch leider wurde der Spaß am Lesen doch immer wieder sehr geschmälert - durch komische Ereignisse, die meines Erachtens nach mehr als unrealistisch waren und nicht nachvollziehbares Verhalten der Protagonistinnen. Ich finde es zwar wirklich toll und beachtlich, dass sich die junge Autorin Themen wie Mord annimmt und darüber schreibt und möchte das hier auch ausdrücklich würdigen, aber dennoch wirkte einiges auf mich etwas realitätsfern. Mit dem Ende wurde ich persönlich auch nicht besonders glücklich. Es wirkte nicht authentisch und ich hätte mir gewünscht, dass es noch genauer erzählt worden wäre. So kam es mir ziemlich abrupt vor. Insgesamt konnte mich dieser Jugendthriller nicht so richtig überzeugen, aber mit ein paar Weiterentwicklungen und Verbesserungen kann ich mir vorstellen, dass dies nicht das letzte sein wird, was wir von Carolin Wolf hören werden. Auch wenn ich sehr viel zu kritisieren hatte - es gehört auf jeden Fall viel Mut dazu, in unserem Alter überhaupt ein Buch zu veröffentlichen, was ich hier auch noch einmal anerkennen möchte. Für Leute, die sehr viel lesen kann ich das Buch zwar nicht empfehlen, kann mir aber vorstellen, dass es Lesern, die dünne Bücher mit einfachem Schreibstil mögen durchaus gefallen wird. Vor allem denjenigen, die vielleicht ansonsten nicht ganz so viel lesen. 

Carolin Wolf, geboren 1998 in Bad Windsheim, besucht die Christian-von Bomhard Realschule in Uffenheim und lebt mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwestern in Bad Windsheim. Ihre Hobbies sind Tanzen und Schwimmen. Weiterhin ist sie im Kinder- und Jugendrat der Stadt Bad Windsheim aktiv. Die Idee für „Die Nacht der Verzweiflung“ entstand durch einen Traum, der ihr nicht mehr aus dem Kopf ging. Spontan beschloss sie eine kleine Geschichte daraus zu machen, die schließlich durch mehr und mehr Ideen zu einem Manuskript erweitert wurde.(Quelle: Homepage Carolin Wolf)



2 von 5

Samstag, 6. September 2014

Rezension ♥ Teardrop




Titel: Teardrop
Autor: Lauren Kate
Verlag: cbt (August 2014)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 528
Preis: ca. 18€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: Band 1

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»Vergieße nie eine einzige Träne!« Dieses Versprechen musste Eureka ihrer Mutter geben und siebzehn Jahre lang hat sie sich daran gehalten. Selbst als ihre Mutter bei einem Autounfall starb. Doch dann trifft sie Ander, einen attraktiven und äußerst mysteriösen Jungen. Er bringt sie so durcheinander, dass sie eine Träne vergießt – und Ander fängt sie mit seiner Fingerspitze auf. Auch er scheint zu wissen, dass Eureka nicht weinen darf. Doch was ist ihr großes Geheimnis? Warum wissen alle anderen davon, nur sie nicht? Und warum verhält sich ihr bester Freund, Brooks, plötzlich so aggressiv ihr gegenüber? Waren sie nicht kurz davor, ein Paar zu werden? Wem kann Eureka noch vertrauen?

Das Cover finde ich okay, es ist ähnlich gestaltet wie auch schon die Cover von Lauren Kates anderen Büchern und passt auch im Regal hervorragend dazu. Allerdings denke ich, man hätte da durchaus mehr draus machen können. Das Mädchen auf dem Cover ist zwar nicht völlig hässlich, aber so richtig perfekt zur Geschichte passt es eben auch nicht und aufgrund der Themen, die im Buch behandelt werden hätte es da noch viele andere, meiner Meinung nach bessere, Möglichkeiten gegeben. Nun möchte ich aber nicht weiter über die äußere Form des Buches meckern. Der Klappentext klang für mich sehr spannend und vor allem mal nach etwas Neuem und als ich anfing zu lesen hat mir die Geschichte zunächst wirklich gut gefallen. Sie war nicht zu fantastisch und die Fantasy-Elemente hielten sich in Grenzen. Es ging mehr um Eurekas Vorgeschichte, die unter anderem einen Selbstmordversuch beinhaltet, ihre Beziehungen zu Freunden und ihrer Familie und ihre Therapie-Sitzungen, zu denen sie gehen muss. Dies änderte sich dann aber mit der Zeit und schnell wurde alles sehr rätselhaft, aber auch mehr Fantasy kam ins Spiel. Leider hat mir das dann gar nicht mehr so sehr gefallen, denn ich fand manche der Elemente ziemlich absurd und komisch. Vom Großen und Ganzen her ist es zwar eine schöne Idee, aber leider konnte mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen. Eureka wurde mir mit der Zeit irgendwie immer unsympathischer. Manche ihrer Reaktionen und Handlungen konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen und auch ihre Art mochte ich persönlich einfach nicht so sehr. Der Schreibstil war dafür wieder toll - nur nicht so perfekt, dass er mich alles andere vergessen ließ. Insgesamt fand ich das Buch nicht schlecht, aber auch nicht gut und ich kann es euch leider nur begrenzt empfehlen. Wenn ihr die Engelssaga unglaublich gut gefallen hat könntet ihr auch mit "Teardrop" eure Freude haben, wem die Bücher nicht gefallen haben kann ich euch das Buch eher nicht so sehr ans Herz legen. Ich werde mir noch überlegen, ob ich die weiteren Bände lesen werde, da ich einerseits schon neugierig bin, ob die Bücher besser werden, aber anderseits nicht so sehr das Bedürfnis habe, zu erfahren wie es weitergeht. 

Lauren Kate wuchs in Dallas auf, arbeitete einige Zeit in einem New Yorker Verlag und zog dann nach Kalifornien, wo sie Creative Writing studierte, bevor sie zu schreiben begann. Ihre romantische Fantasyserie über den gefallenen Engel Daniel und seine große Liebe Luce wurde weltweit zum Bestseller. (Quelle)




2 von 5



Vielen herzlichen Dank an den cbt-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!


Donnerstag, 29. Mai 2014

Rezension ♥ So geht Liebe




Titel: So geht Liebe
Autor: Katie Cotugno
Verlag: Heyne fliegt (April 2014)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 320
Preis: ca. 16€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel zu schüchtern, ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit siebzehn kommt sie mit ihm zusammen, irgendwie, es scheint Reena wie ein verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Mit neunzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen lässt. Die Geschichte mit Sawyer ist vorbei – oder?

Das Cover gefällt mir prinzipiell ganz gut, nur leider finde ich es nicht besonders originell. Es nimmt auch eher weniger Bezug auf die Geschichte, da es beinahe nur aus Schrift besteht. Der Klappentext klang für mich wirklich interessant, ich mag diese Art von Büchern und das Buch stand auch schon länger auf meiner Wunschliste. Als ich es dann endlich hatte, fing ich sofort an zu lesen. Leider wurde ich aber schon bald enttäuscht, denn ich hatte eher hohe Erwartungen an das Buch, die bei weitem nicht erfüllt werden konnten. Die Geschichte wird in zwei Handlungsstränge aufgeteilt, die abwechselnd in den Kapiteln erzählt werden. Einmal die Geschichte von früher und einmal die Geschichte im jetzt, wo Sawyer plötzlich wieder aufgetaucht ist. Zugegebenermaßen fand ich die Kapitel, in denen vom Jetzt erzählt wurde teilweise wirklich spannend und ich wollte auch wissen, wie es weitergeht, aber leider war dies beim Vorher nicht der Fall. Die Vorgeschichte von Sawyer und Reena fand ich die meiste Zeit über wirklich langweilig, ich hatte keine Motivation weiterzulesen und habe dann manche Passagen gar nicht mehr so aufmerksam gelesen. Auch die Charaktere konnten mich leider so gar nicht überzeugen. Reena war mir zwar zunächst nicht völlig unsympathisch, aber nach und nach mochte ich sie immer weniger und ihre Gedanken und die Gefühle, die sie für Sawyer empfindet konnte ich nicht nachvollziehen. Meistens kamen mir ihre Entscheidungen völlig aus der Luft gegriffen vor und ich hätte sie am liebsten geschüttelt, damit sie endlich mal die Augen aufmacht und sieht, was sie da gerade überhaupt macht. Sawyer allerdings mochte ich noch um einiges weniger als Reena. Ich konnte die ganze Zeit über nichts Gutes an ihm finden, er war mir unsympathisch und ich wurde einfach nicht warm mit ihm. Nachdem ich jetzt aber fast ausschließlich Negatives zu dem Buch gesagt habe, muss ich anmerken, dass ich das Buch keinesfalls nur schlecht fand. Es hatte durchaus auch gut Momente und die Grundidee, die hinter der Geschichte steckt hat mir auch gut gefallen, doch leider wurde das Ganze meiner Meinung nach nicht so gut umgesetzt und ich war im Endeffekt sehr enttäuscht von dem Buch. Daher kann ich es euch an dieser Stelle auch nicht weiterempfehlen. 

Katie Cotugno landete bereits auf der Shortlist für den begehrten Pushcart Prize, bevor sie mit SO GEHT LIEBE ihr erstes Jugendbuch veröffentlichte. Sie ist eine hoffnungslose Romantikerin, liebt Mozzarella-Honig-Sandwiches, ihre kleine Schwester und ihren Freund Tom, mit dem sie in wilder Ehe in Boston zusammenlebt. (Quelle)



2 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!