
Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Buntstifte, ein Papierstern, ein Papierdrachen. Das alles befindet sich in der schlichten braunen Papiertüte mit der Aufschrift "Roses Survival Kit", die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk an Rose - und der Beginn einer Reise. Zögernd lässt Rose sich darauf ein. Jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Art zu Will zu führen. Schon bald merkt sie, dass sie mehr für den zurückhaltenden Jungen empfindet. Doch dann geschieht etwas, dass Roses und Wills aufkeimendes Glück tief erschüttert. Ob ihre Mutter ihr auch für diese Situation etwas hinterlassen hat?
Also zuerst muss ich einfach mal sagen, dass es mir noch bei keinem Buch so schwer gefallen ist, eine Rezension dazu zu verfassen "Wie viel Leben passt in eine Tüte?" lässt sich einfach nicht in Worte fassen. Das Cover finde ich wunderschön gestaltet. Der Schutzumschlag ist weiß, aber sehr transparent, so dass das Orange des Buchdeckels durchscheint und zusammen mit dem weiß ein helles Rosa ergibt. Die Buchstaben sind ausgestanzt, was ich bisher bei noch keinem anderen Buch gesehen habe. Bevor ich angefangen habe, das Buch zu lesen, lag es mehrere Monate auf meinem SuB, da der Klappentext für mich zwar in Ordnung, aber nicht herausragend klang. Umso erstaunter war ich dann, als ich in die Geschichte von Will und Rose eingetaucht bin und sofort gefesselt war. Zu Beginn jedes Kapitels steht der Titel eines Liedes und dessen Interpret, was ich einfach nur toll finde. Vor allem, da diese Lieder auch etwas mit der Geschichte zu tun haben. Die Protagonistin, Rose, war mir von der ersten Seite an mehr als sympathisch und sie gehört auf jeden Fall zu meinen liebsten Charakteren. Genauso wie Will, in den ich mich ebenfalls sofort verliebt habe. Beide haben Schlimmes erlebt, aber dennoch auch einen wundervollen und sehr besonderen Charakter. Ich habe die ganze Zeit über mit ihnen gelitten und mich mit ihnen gefreut. Die Handlung ist einfach nur wunderschön und ich konnte das Buch auch jetzt, beim dritten Lesen, einfach nicht mehr aus der Hand legen. Besonders hat mir auch gefallen, dass vieles komplett anders als in anderen Büchern dargestellt wurde. So waren die Cheerleader zu denen früher auch Rose gehört hat keineswegs zickig oder arrogant, wie in den meisten anderen Büchern, sondern zum Teil auch sehr einfühlsam und alles andere als eingebildet. Ebenfalls gut hat mir die Tatsache gefallen, dass Will kein typischer amerikanischer überall beliebter Footballspieler, sondern ein eher unauffälliger Eishockeyspieler ist. Ich kann gar nicht beschreiben, wie toll ich die Geschichte finde und als ich das Buch zugeschlagen habe, wollte ich am liebsten gleich wieder von vorne anfangen. Meiner Meinung nach gibt es kein besseres Buch als "Wie viel Leben passt in eine Tüte?" und ich werde es mit Sicherheit noch ganz viele weitere Male lesen. Will und Rose sind mir so sehr ans Herz gewachsen, wie bisher noch keine anderen Charaktere und auch der Schreibstil ist einfach traumhaft. Wenn ich könnte würde ich dem Buch mindestens 10 von 5 Punkten geben, weil sich meine Begeisterung für das Buch einfach nicht in Worte fassen lässt.
Donna Freitas wurde in Rhode Island geboren, studierte Spanisch und Philosophie und hat einen Doktortitel in Theologie. Neben ihrer Tätigkeit als Professorin an der Boston University veröffentlichte sie mehrere Sachbücher zum Thema Jugend und Religion und schreibt für bekannte Zeitungen und Magazine, darunter das Wall Street Journal, die Washington Post und Newsweek. Quelle
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