Mittwoch, 6. April 2016

Unicorn-Talk #4 - Wenn kleine Einhörner mit Milchzähnen singend über Trampoline hopsen und dabei ein Sudoku mit Justin Bieber lösen

Hallo. Okay Leute. Jetzt bitte ganz ruhig bleiben. Ich habe gerade festgestellt, dass der letzte Unicorn-Talk schon über ein Jahr her ist. Wer mir sagen kann, wie das passieren konnte - ich bin gespannt. Zum Glück bin ich in dieser Zeit weder an einem vergifteten Einhorn-Trank gestorben oder von einem Nilpferd erschlagen worden und deshalb heißt es jetzt: Willkommen zurück im knallbunten Unicornversum! Tretet ein und macht euch auf eine Ladung Müll gefasst. Bunten, glitzernden Müll, der euch in die Welt der Einhörner entführen soll. Und vielleicht versteckt sich zwischendurch auch mal was Sinnvolles. 


Thema Nummer Eins heute. Love yourself. 
(bei Desinteresse einfach überspringen)
Jetzt denken bestimmt alle direkt an Justin Bieber. Ich zugegebenermaßen auch. Und ich muss wirklich sagen, egal wie blöd ich ihn immer fand - mit diesem Lied konnte er sich sogar bei mir ein bisschen einschmeicheln. Und, liebt ihr euch auch schön selbst? Okay, das klingt ein wenig eingebildet und genau da liegt das Problem. Wer sich selbst toll findet und mag wird ziemlich schnell als eingebildet und arrogant abgestempelt. Gleichzeitig erzählen uns aber alle, dass wir uns selber lieben lernen sollen und so weiter und so fort. Ja, und was ist jetzt das richtige Denken? Ich habe das Gefühl, dass es mittlerweile bei vielen als cool gilt, wenn man in der Schule ein Bild malt wie ein 1A Künstler und sagt "Oh nein, das ist so hässlich. Ich kann nicht malen!" oder wenn Mädchen mit perfekter Figur jammern, wie fett sie sind. Denn die meisten wollen dann nur hören, wie toll sie doch sind. Und was ist mit den Menschen, die sich wirklich nicht hübsch finden und die wirklich unsicher sind in allem was sie tun? Die werden übergangen, weil die offensichtlich Schönen und Begabten alles Lob und Bestätigung einheimsen. 
Ich war mein ganzes Leben lang immer eine von denen, die still daneben saßen und ich fand ziemlich viel blöd was ich gemacht habe. Mit allem war ich unzufrieden und nichts war mir gut genug - egal was ich gemacht habe. 

Jetzt aber mal zu dem, was ich eigentlich mit dem Ganzen sagen will. Ihr dürft euch selbst mögen. Ihr dürft cool finden was ihr macht und wer ihr seid. Ihr dürft in den Spiegel schauen und euch denken, wie gut ihr ausseht. Ihr müsst nicht immer etwas finden, was euch nicht gefällt. Ich habe mich in den letzten Monaten sehr mit diesem Thema auseinandergesetzt und wisst ihr was? Ich bin selbstbewusster als je zuvor geworden. Weil ich nicht die Bestätigung anderer brauche nur um zu hören, wie schön mein Bild ist. Wenn es mir gefällt ist es schön und damit basta. Und wenn es hässlich ist, dann ist das eben so. Es ist meiner Meinung nach nicht schön alles toll zu machen und perfekt zu sein, aber hey - es ist toll ab und zu auch mal scheiße sein zu dürfen, etwas vermasseln zu dürfen. Ihr dürft auch mal blöd sein, auch mal hässlich aussehen und auch mal alles scheiße finden, inklusive euch selbst. Trotzdem seid ihr toll, so wie ihr seid. Und so lange ihr das nur ab und zu vergesst ist doch alles in Ordnung. 
"The only person you should try to be better than the person you were yesterday." Diesen Spruch habe ich in letzter Zeit oft gesehen. Überall geht es darum besser zu werden, immer besser und besser. Ich finde, es reicht schon so toll zu sein wie man ist. Wir müssen nicht immer danach streben besser zu sein als wir schon sind. Wie gesagt, ihr dürft auch mal scheiße sein. 




Und schon hopsen wir über den Regenbogen, direkt zum nächsten Thema. Habe ich schon erzählt, dass ich ein Lied entdeckt habe, das "Unicorns" heißt? Nein? Na dann haltet euch fest, es gibt tatsächlich ein Lied, das wohl nach mir benannt wurde. Oh, jetzt ist mein Geheimnis gelüftet, dass ich ein weltberühmter Popstar bin. Oder vielleicht heißt das Lied auch nur zufällig so - sucht euch die Variante aus, die ihr besser findet (ich empfehle allerdings die erste). 

Ich persönlich finde das Lied echt richtig toll und höre es auch echt oft. Vielleicht gefällt es euch ja auch - schließlich sind wir ja irgendwie alle Einhörner. 


Genau, das wars eigentlich auch schon zu dem Thema.




Wart ihr schon mal in einer Trampolinhalle? Ich bis vor ein paar Tagen auch nicht. Aber dann hat eine bei uns in der Nähe in Stuttgart eröffnet und wer musste da natürlich sofort hin? Richtig, ich. Also startete ich sportlich mit passender Kleidung zusammen mit meiner Schwester Palu und meinem Papa durch. In der Halle angekommen muss man sich erstmal ein paar sexy Trampolin-Stoppersocken kaufen bevor man loshopsen darf. Leider hat mich vorher keiner gewarnt, wie anstrengend Trampolinspringen ist. Also ich wusste, dass es anstrengend ist aber dass es SO anstrengend sein würde - nö, damit hab ich nicht gerechnet und so lag ich nach fünf motivierten Minuten völlig fertig auf dem Trampolin. Trotzdem war es richtig genial und besonders das Bungee-Trampolinspringen ist so Hammer. Und da können sogar die unbegabtesten einen Rückwärtssalto wagen. Wenn ich das sogar geschafft habe, ohne größere Verletzungen schafft ihr das auch.


Unter diesem Link könnt ihr mal nachschauen, ob es auch bei euch in der Nähe (bald) eine Trampolinhalle gibt:

trampolinhallen.de





Kennt ihr eigentlich auch dieses Gefühl, wenn ihr eigentlich richtig viele Ideen habt und euch trotzdem aus irgendeinem geheimnisvollen Grund langweilig ist? Okay, wenn nicht ist das jetzt peinlich. Nicht. Nö, mir ist hier nichts peinlich. Man darf nämlich auch mal Außenseiter sein (siehe Thema Eins). Auf jeden Fall gab es diese Situation bei mir in den letzten Wochen ziemlich oft, was damit geendet hat, dass ich...

1. meditativ auf meinem Schreibstischstuhl meine Runden gedreht habe und mich am Ende fast vor Schwindel übergeben musste, was dann nicht mehr so meditativ war
2. aufgestanden bin, um was Sinnvolles zu tun, gerade so vom Bett bis zu meinem Schreibtischstuhl gekommen bin und mich dann wieder hingesetzt habe und mit Punkt 1 weitergemacht habe
3. mir im Internet angeeignet habe, wie man den Puls misst und mich bemüht habe möglichst ruhig zu sitzen und mir dabei den Puls zu messen und dabei die Luft angehalten habe und dann fast erstickt bin (puh, zu viele unds)
4. mich gefragt habe, warum eigentlich alle anderen immer irgendwas machen während ich nur Punkt 1, 2 oder 3 praktiziert habe

Bitte sagt, dass ihr sowas auch kennt. Falls ja könnt ihr mir ja mal eure Ideen mitteilen, was man in einer solchen Situation ähnlich Sinnvolles tun könnte.




 +  =

Oh, mir fällt gerade ein. (Im Ernst, das schreibe ich nicht nur, sondern das ist mir ganz echt gerade eingefallen.) Ich habe tatsächlich auch was Produktives getan in den letzten Tagen. Und ich verwende hier gerade bewusst nicht das Wort sinnvoll, weil wohl der ein oder andere Mitbürger meine Zeit als nicht extrem sinnvoll genutzt empfinden würde. Ich habe nämlich... Trommelwirbel... ein Bücher-Sudoku erstellt! Wer meinen Blog schon etwas sehr viel länger verfolgt hat vielleicht damals, vor langer Zeit als ich noch nicht vom Einhornwahn befallen war, diesen Post hier gelesen, in dem es um ein selbstgebasteltes Bücher-Sudoku ging. Hahaha ich habe gerade festgestellt, dass ich ein extra Label DIY habe. Und dazu genau einen Post geschrieben habe.


Weil viele die Idee zwar gut, aber sehr aufwändig fanden, habe ich mich jetzt um eine einfachere Version gekümmert. Nämlich eine Vorlage, die ihr euch ganz einfach hier herunterladen und ausdrucken könnt. Ihr müsst dann nur noch ein paar Buchcover ausschneiden und schon könnt ihr ein Sudoku mal ein bisschen anders lösen. Ich bin dabei, noch weitere fertig zu machen, aber das erste zum Thema "Thriller" könnt ihr hier finden und ausdrucken:

Thriller-Bücher-Sudoku

Ich würde ich total freuen, wenn ihr mir eine kurze Rückmeldung gibt, wie ihr sowas findet und ob ich in Zukunft mehr "Bücherrätsel" erstellen soll - mir macht das total Spaß und ich finde, es ist eigentlich eine ganz interessante Idee.


Und jetzt noch kurz was zu Vorgeschichte des Büchersudokus:
Mein alter Laptop, der inzwischen fast 6 Jahre alt ist, hat langsam aber sicher seinen Geist aufgegeben, was heißt, dass er zum Neustarten über 4 Stunden gebraucht hat und das Internet zum Laden einer Seite auch noch zehn Minuten gebraucht hat. Somit stand ich vor der kostspieligen Aufgabe, mir einen neuen bloggerfreundlichen Laptop zuzulegen und nachdem mir wieder eingefallen ist, dass ich noch ein längst vergessenes Sparbuch habe und auch noch Geld von meiner Konfirmation vor mittlerweile vier Jahren meine Bücherkaufräusche überlebt hat, habe ich mich dann für ein MacBookPro entschieden und mich somit in die Pleite gestürzt. Das ist aber eigentlich nebensächlich, denn als Windows-User wie ich davor immer einer war, musste ich mich erstmal in die "Office"-Programme von Apple einarbeiten. Mit dem Erstellen einer Tabelle hab ich mich schon ziemlich schwer getan und bis ich mal den Grundriss des Sudoku hatte war bestimmt eine Stunde vergangen. Ich habe also einiges durchgemacht - nur für euch. Nachdem mein Kopf so stark geraucht hat. dass ich nichts mehr sehen konnte - also fast - entstand dann irgendwann doch ein passables Sudoku und das ohne dass mein neuer Laptop in Schweiß und Tränen ertrunken ist.
Danke, jetzt könnt ihr applaudieren. Was man nicht alles für sein Blog-Baby tut...




Kommen wir auch schon zum horrormäßigsten Thema dieses Posts. Der Zahnarztgeschichte. Und, bekommt ihr schon Angst? Ja? Braucht ihr nicht, eigentlich hat die Geschichte überhaupt nichts mit Horror zu tun - das war nur eine der seltenen Übertreibungen in einem Unidorn-Talk. 
Genau, uniDorn. Eine ganz neue Ära meines Rechtschreibtalents hat begonnen. Oder handelt es sich dabei etwa um einen Zwei mit genau einem Dorn? Wer weiß, wer weiß. 


Totzdem muss ich die Geschichte kurz erzählen, um abzuchecken, ob ich das einzigste Wesen auf diesem Planeten bin, das mit sowas zu kämpfen hat. Und zwar beginnt alles schon vor einigen Jahren, als ich mit 14 Jahren immer noch stolze 8 Milchzähne hatte, die sich in meinem Gebiss so wohlfühlten, dass sie sich einfach nicht aus dem Staub machen wollten. Dann, eines schönen Tages (eigentlich hat es geregnet), habe ich also auf eine kleine Minipizza gebissen und es krachte. Ich hatte es tatsächlich geschafft meinen Zahn in dutzende Einzelteile zersplittern zu lassen. Komplizierter wurde die Sache dadurch, dass ich erstens keinen Zahnarzt mehr hatte seit ich bei dem für Kinder rausgeflogen war und zweitens meine Panik vor Zahnärzten mit jeder Minute meines Lebens neue Dimensionen annahm. Beim Zahnarzt angekommen, den meine Mutter schon getestet hatte, fing ich mit einem leicht peinlichen Theater an. Ich hab mich richtig schön reingesteigert, was damit endete dass mir der Arzt empfahl aufgrund der Show die ich dort abgezogen hatte zu einem Therapeuten zu gehen. Ups. Jetzt, heute - 3 Jahre älter, 4 weitere gesplitterte Milchzähne und noch ein paar normal ausgefallene später - saß ich dieses Mal richtig gelassen (Übung macht den Meister) wieder auf dem Zahnarztstuhl und wisst ihr was mir mitgeteilt wurde? Dass ich immer noch zwei Milchzähne habe. Oh ja, ich werde wohl auch noch an meinem fünfzigsten Geburtstag mit Milchzähnen dasitzen. Bitte, bitte, bitte sagt mir, dass es da draußen noch mehr Menschen oder wenigstens Einhörner gibt, die sich auch noch in einem höheren Alter als 12 mit Baby-Zähnchen rumschlagen müssen? 




Und noch eine Frage an euch: Passiert euch das auch manchmal, dass euch die Leute anschauen als kämt ihr von einem anderen Planeten, wenn ihr sagt, dass Lesen euer Hobby ist? Mir passiert das nämlich ziemlich häufig und viele denken dann glaub ich, dass ich in Wahrheit hobbylos bin und nur deshalb sage, dass ich gerne lese. Wobei das hauptsächlich bei Normalsterblichen meines Alters vorkommt, denn Erwachsene finden das meistens unfassbar cool und würdigen mich als Vorbild für die ganze Generation für heute. Das habe ich auch vor einiger Zeit festgestellt als ich nach ein paar Wochen im Krankenhaus mit über 30 Büchern mein Zimmer dort teilte und der Chefarzt mir versicherte, dass er mich aufgrund meines Bücherwahns nie vergessen würde. Na, wenigstens findet mich irgendjemand cool bzw findet das was ich mache cool. Auch wenn es natürlich etwas schöner wäre wenn diese Menschen nicht über 50 wären. 




Jetzt sag ich auch schon - okay eher endlich - tschüss. Ich hoffe, euch hat der Unicorn-Talk (diese blöde Autokorrektur macht aus Unicorn immer uniDorn) nach der ewigen Pause gefallen. Wenn ja würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen und wenn nicht auch, weil ihr mir dann sagen könntet was ich verbessern sollte. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag oder eine schöne Nacht wenn ihr diesen Post gerade abends lest. 

Bis bald, meine liebsten Unicorns (und natürlich auch Unidorns). 

Eure lesesüchtige Livi mit dem Horn. 



Kommentare:

  1. Hey liebe Livi,

    ich habe deine Unicorn-Talks vermisst... Es ist auf jeden Fall super schön, mal wieder einen zu lesen, auch wenn ich, glaube ich, momentan nicht so viel dazu zu sagen habe.
    Zum ersten Thema... Hm, ich musste gar nicht an Justin Bieber denken, aber das zeigt wohl, wie viel ich in Sachen Popmusik, Starts, wasweißichwas mitbekomme :D Finde es aber schön, wie du das Thema ansprichst und kann dir nur zustimmen, auch wenn mir selbst die Umsetzung wohl noch etwas schwer fällt ;D
    Oooooh, ich wollte immer schon mal in eine Trampolin Halle *_* Wir hatten früher ein Trampolin im Garten stehen, das war sau cool, aber wohl kaum vergleichbar mit einer Trampolinhalle :D

    Liebe Grüße
    Chrisi

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  2. Ich mag solche Laberposts echt gerne, aber das waren jetzt so viele Themen, dass ich schon wieder alles vergessen habe, was ich dazu schreiben wollte. Auf jeden Fall finde ich das erste Thema super, was du ansprichst. Es stört mich auch sehr, wenn Leute sich selbst runtermachen, damit sie dann von anderen Bestätigung bekommen. Stattdessen sollte man einfach lernen, mit sich selbst zufrieden zu sein.
    Langweilen, obwohl es genug Dinge zu tun gibt, kenne ich auch sehr gut. Ich hatte jetzt seit Mitte Januar Semesterferien und unglaublich viel Freizeit, die ich zwischendurch einfach nicht mehr ausfüllen kann. Dabei hätte ich endlich mal Zeit gehabt, ne Menge Bücher zu lesen, aber darauf hatte ich dann natürlich keine Lust. Wäre aber auch zu einfach gewesen! Jetzt neigen sich die Ferien dem Ende zu und mir fallen noch 100 Dinge ein, die ich eigentlich machen wollte und nicht getan habe. Stattdessen habe ich dann lieber tagelang nichts getan. Das ist so typisch für mich :D
    Das mit den Milchzähnen hab ich ja noch nie gehört. Meine sind alle ganz pünktlich ausgefallen und Angst vor dem Zahnarzt hatte ich auch nie. Aber gut, dass du das langsam überwindest!
    Liebe Grüße :)

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  3. Hu Hu Livi, hier ist auch Livi
    Ich bin Livia 14 aus München :)
    Du hast einen echt super Blog und ich finde diese Laberposts auch super :)
    Besonders beim ersten Thema bin ich auch bei dir.
    Deine neue Leserin Livia

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