Mittwoch, 20. April 2016

MEIN BÜCHERREGAL - Regal 1.1 von 6


Hallo meine Lieben, 

sehr viele von euch haben sich schon seit vielen Monaten eine Bücherregaltour gewünscht und ich arbeite jetzt auch schon eine ganze Weile daran. Da es aber ziemlich aufwändig ist, wie ich diese gestalten wollte hat es jetzt ganz schön gedauert bis ich euch heute endlich die erste Hälfte des ersten Regals zeigen kann. Ich hoffe, ihr freut euch trotzdem darüber. In den nächsten Tagen bzw. Wochen werde ich euch immer einen Teil meiner Regale zeigen und am Ende wird es dann eine extra Seite in meinem Menü geben, wo ihr alles nochmal komplett sehen könnt. Ich hoffe, dass in diesem Post jetzt alles so funktioniert wie es soll...

Wichtig: Wenn ihr mehr Infos zu einem Buch bekommen möchtet könnt ihr einfach auf den jeweiligen Buchrücken klicken - dort ist die jeweilige Amazon-Seite verlinkt, wo ihr die Bücher näher anschauen und auch kaufen könnt. Wenn ihr mit der Maus länger auf einem Buchrücken bleibt, wird euch außerdem der Titel angezeigt. 

Und jetzt, viel Spaß mit der ersten Hälfte des ersten Regals! 


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Habt ihr Bücher entdeckt, die auf eurer Wunschliste stehen oder auf eurem SuB liegen? Falls ihr Fragen zu den Büchern oder meiner Meinung dazu hat beantworte ich sie gerne alle in den Kommentaren!

Montag, 18. April 2016

REZENSION - Schöne Mädchen brennen nicht



Titel: Schöne Mädchen brennen nicht
Autor: Lynn Weingarten
Verlag: Sauerländer
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 380
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Delia bekommt immer, was sie will. 
Besonders seit sie tot ist.
Sie bringt dich dazu, an allem zu zweifeln, was dir wichtig ist. 
Bis du deine große Liebe für einen elenden Lügner hältst. 
Und jeden anderen für einen Mörder. 
Als June die Nachricht auf ihrer Mailbox endlich abhört, ist es längst zu spät: Ihre beste Freundin ist tot – verbrannt im Schuppen ihres Stiefvaters. Selbstmord, heißt es. Doch June weiß, dass das nicht wahr ist. Niemand kannte Delia besser als sie. Manchmal war es sogar, als könnte Delia ihre Gedanken lesen – und das konnte sich großartig anfühlen. Oder beängstigend – je nachdem, in welcher Stimmung Delia gerade war. June macht sich auf die Suche nach dem Mörder ihrer besten Freundin und findet immer neue Abschiedsbriefe von ihr …

Das Cover finde ich persönlich gar nicht gelungen. Auf mich hat es auf den ersten Blick sehr langweilig und wenig aufregend gewirkt, auch wenn es zur Geschichte passt. Dennoch hätte man hier sicher einiges mehr herausholen können, denn die Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes wird dem um einiges spannenderen Inhalt dieses Thrillers kein Stück weit gerecht. Gekauft habe ich mir das Buch ohne groß zu überlegen, weil ich Lust auf einen "stinknormalen" Thriller hatte und der Klappentext ganz spannend klang. Dementsprechend hatte ich keine allzu hohen Erwartungen, weshalb ich dann ganz überrascht war als mir das Buch so etwa ab der Hälfte so gut gefallen hat wie ich es mir nicht hätte vorstellen können. Zu Beginn fiel mir der Einstieg leider etwas schwer, ich wurde nicht mit June, der Protagonistin warm und auch die Spannung ließ doch sehr zu wünschen übrig. Die Handlung wirkte auf mich sehr uninteressant und ähnelte hundert anderen Thrillern die ich bereits gelesen hatte. Jemand hat sich das Leben genommen, irgendjemand kommt dahinter, dass es Mord war und schon fangen die Ermittlungen einiger Hobby-Detektive an. So kam mir das Buch im ersten Drittel vor und ich hatte es eigentlich schon mehr oder weniger abgehakt, als dann mit einem Mal die Wendung kam. Dazu möchte ich aber nichts genaueres sagen, denn sonst würde ich euch bereits vieles vorweg nehmen. Die Idee war zwar nicht total neuartig oder ähnliches, aber auch noch lange nicht so ausgelutscht wie es mir am Anfang vorkam und mit der Zeit nahm die Handlung auch immer mehr an Fahrt auf. June wurde mir sympathischer und auch wenn sie für mich nur eine mittelmäßige Protagonistin war, habe ich sie doch gemocht. Allerdings hatte sie auch so ihre Charaktereigenschaften mit denen ich nicht ganz so gut klarkam, zum Beispiel war sie unfassbar naiv und manchmal geradezu leichtgläubig, was mich ab und zu ein wenig genervt hat. Trotzdem ist und bleibt besonders die zweite Hälfte der Geschichte für mich wirklich gut und ich habe sie gerne gelesen. Das Ende hat mich dann eher unzufrieden zurückgelassen, da es sehr offen war und ich mit vielen ungeklärten Fragen zurückgelassen wurde. Das an sich fand ich zwar nicht schlecht, aber es gab einfach zu viele Punkte die offen gelassen wurden. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch besser gefallen als erwartet, allerdings hatte es definitiv auch einige Schwächen wie zum Beispiel der Anfang und die nicht ganz so gut ausgearbeiteten Charaktere. Wer allerdings auf der Suche nach einem einfachen Thriller ist und keine allzu großen Neuheiten erwartet wird bestimmt seine Freude mit diesem Buch haben. 



3 von 5

Freitag, 15. April 2016

NEUZUGÄNGE - Endlich mal wieder ein Neuzugänge-Post!

Hallo meine lieben lesenden Einhörner, 

bei mir kamen in den letzten Tagen wieder ein paar neue Bücher an über die ich mich (wer hätte es gedacht?) wie immer sehr gefreut habe. Eigentlich wollte ich mir für diesen Post einen kreativen Titel überlegen, aber dazu bin ich im Moment einfach zu müde nachdem ich gestern irgendwie den ganzen Tag unterwegs war (was normalerweise nicht vorkommt, da ich ein ambitionierter Chiller bin). Jetzt aber mal ganz schnell zu den neuen Büchern in meinem Regal. 

Für mehr Informationen könnt ihr wie immer auf das jeweilige Cover klicken. 

            

Terror habe ich freundlicherweise vom Piper-Verlag als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen und ich bin schon wahnsinnig gespannt darauf. Ich hatte es auf einem anderen Blog gesehen und es klang mal nach einem Buch der ganz anderen Art, da es ein Theaterstück ist. Solche habe ich bisher nur immer in steinalter Form in der Schule gelesen und ich hoffe, dass dieses Stück mich mehr begeistern kann. 

Bevor ich jetzt gehe habe ich bei Jasi auf dem Blog (hier) gesehen und es klang ebenfalls sehr gut. Im Moment mag ich tiefgründigere Bücher mit etwas schwermütigen Themen sehr gerne und daher freue ich mich schon darauf, das Buch zu lesen. Bei diesem Buch und dem vorherigen kann ich euch nur empfehlen, euch mal einen eigenen Überblick zu verschaffen. Das Buch ist ebenfalls ein Rezensionsexemplar, vielen Dank. 

Schöne Mädchen brennen nicht habe ich spontan im Buchladen entdeckt und da ich schon etwas länger keinen "normalen" Jugend-Thriller mehr gelesen haben musste das Buch mit. Übrigens lese ich es gerade und bisher gefällt es mir ganz gut. 

The Perfectionists - Guten Mädchen, böses Mädchen ist der zweite Teil der neuen Reihe von Sara Shephard und da sie eine meiner liebsten Autorinnen ist und ich ihre Bücher über alles liebe musste ich es kaufen. Die Rezension dazu kam bereits online und ihr könnt sie hier lesen. 

Über uns der Himmel, unter uns das Meer habe ich von meiner Mama geschenkt bekommen, weil sie die Bücher von Jojo Moyes auch gerne liest und ich es ebenfalls unbedingt lesen wollte. 


Kennt ihr eines der Bücher schon oder seid ihr an einer Rezension zu einem meiner Neuzugänge interessiert? 


Donnerstag, 14. April 2016

REZENSION - The Perfectionists - Gutes Mädchen, böses Mädchen




Titel: The Perfectionists - Gutes Mädchen, Böses Mädchen
Autor: Sara Shephard
Verlag: cbt (März 2016)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 320
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: The Perfectionists
1. Lügen haben lange Beine
2. Gutes Mädchen, böses Mädchen

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Ava, Caitlin, Mackenzie, Julie und Parker stehen unter dringendem Mordverdacht. Dabei war es doch nur Zufall, dass der reiche, skrupellose Snob Nolan exakt so gestorben ist, wie die fünf Highschoolmädchen das geplant hatten! Oder? Doch dann geschieht ein weiterer Mord – und wieder stand das Opfer auf ihrer Todesliste. Ein atemberaubendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Denn wenn die Mädchen es nicht schaffen, den wahren Täter zu entlarven, sitzen sie bald selbst auf der Anklagebank – oder sind das nächste Opfer …

Nachdem ich den ersten Band der Reihe frisch noch einmal gelesen hatte, kam direkt dieser zweite Band an die Reihe. Das Cover gefällt mir wieder richtig gut, die Farbauswahl passt perfekt zu der des ersten Bandes und im Regal sehen die beiden Bücher toll nebeneinander aus. Da ich diesen Band direkt nach dem ersten gelesen habe, hatte ich überhaupt keine Probleme wieder in die Geschichte hineinzukommen, aber dank einiger Wiederholungen auf den ersten Seiten, in denen noch einmal nach und nach kurz geschildert wird was im vorherigen Band passiert ist, denke ich, dass auch Leser, die die Bücher mit einigem Abstand lesen keine allzu großen Probleme damit haben dürften. Die Schwierigkeiten, die ich zu Beginn des ersten Bandes mit den vielen Charakteren und Beziehungen hatte, waren zum Glück bereits aus dem Weg geschafft und somit konnte ich mich direkt in die Handlung fallen lassen. Diese war in der ersten Hälfte allerdings nicht ganz so spannend, wie ich es von Sara Shepherd gewohnt war, aber mitreißen konnte sie mich trotzdem. Das lag besonders am Schreibstil, welcher selbst nicht wirklich spannende Geschehnisse fesselnd wirken lässt. Außerdem wurde es trotz allem nie langweilig und ich konnte das Buch kaum zur Seite legen - auch wenn die erste Hälfte der Geschichte ein bisschen weniger spannend war als der erste Band. Dies legte sich dann aber auch ab der Hälfte und die Handlung nach mehr und mehr an Fahrt auf. Die Spannung stieg unheimlich schnell auf ein ganz neues Level und ich wollte einfach nur wissen, wie es mit Julie, Parker, Caitlin, Ava und Mackenzie weitergeht. Die Ereignisse überschlugen sich regelrecht und ich konnte wirklich nicht mehr aufhören zu lesen. Die Protagonistinnen mochte ich teilweise mehr und teilweise weniger, allerdings kam ich gar nicht so sehr dazu mir über sie Gedanken zu machen, da sie mit ihren Charaktern eher weniger im Fokus standen. Das hat mich aber überhaupt nicht gestört, da schon allein die Handlung teils tiefgründig und auch auf den ersten Blick verwirrend war, so dass sie mich ganz in Anspruch nahm. Das Ende dieses zweiten Bandes war für mich sehr überraschend, weil ich überhaupt nicht mit diese Auflösung gerechnet hatte. Trotzdem mochte ich es sehr gerne, weil viele Fragen geklärt wurden, aber dennoch ein paar Fragen bei mir zurückblieben. Somit freue ich mich auch schon auf den dritten Band der "The Perfectionists"-Reihe und kann allen Fans von "Lying Game" und "Pretty Little Liars" - aber auch allen Thriller-Fans - nur empfehlen, die Bücher selbst zu lesen. Im Großen und Ganzen fand ich zwar den zweiten Band in der ersten Hälfte ein klein wenig schwächer, aber ansonsten konnte er gut mit dem Auftakt der Reihe mithalten. 



4,5 von 5



Mittwoch, 13. April 2016

REZENSION - The Perfectionists - Lügen haben lange Beine



Titel: The Perfectionists - Lügen haben lange Beine
Autor: Sara Shephard
Verlag: cbt (August 2015)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 320
Preis: ca. 10€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: The Perfectionists
1. Lügen haben lange Beine
2. Gutes Mädchen, böses Mädchen

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Die Highschool-Mädchen Ava, Caitlin, Mackenzie, Julie und Parker haben nur ein Ziel: perfekt zu sein. Außer derselben Schule verbindet die privilegierten Überflieger nicht viel. Doch sie haben ein gemeinsames Hassobjekt: Nolan Hotchkins, gutaussehend, reich – und skrupellos. Jedem der Mädchen hat er übel mitgespielt. Die fünf schmieden einen Plan, wie man Nolan umbringen könnte – nur aus Spaß! Nie würden sie so etwas wirklich tun. Doch als Nolan ermordet aufgefunden wird und genau auf die Art, wie sie es geplant hatten, sind die Mädchen plötzlich Hauptverdächtige in einem hochbrisanten Mordfall. Wenn sie nicht bald den wahren Mörder finden, wird ihr perfektes Leben zusammenfallen wie ein Kartenhaus …

Dies ist jetzt die dritte Reihe, die ich von Sara Shephard lese und ich muss wirklich sagen, dass sie "Pretty Little Liars" oder "Lying Game" in nichts nachsteht. Das Cover mag ich wirklich sehr, mehr als die der anderen Bücher bzw. Reihen und die Farbauswahl finde ich ebenfalls mehr als gelungen. Das Buch sticht ins Auge und sieht toll im Regal aus. Nachdem die anderen Bücher der Autorin zum Teil zu meinen Lieblingen zählen war für mich von vornherein klar, dass ich auch "The Perfectionists" definitiv lesen werde. Der Klappentext hat für mich persönlich zwar nichts geändert, aber dennoch finde ich nicht, dass er dem Inhalt gerecht wird. Er klingt zwar wirklich spannend, aber nicht so besonders wie der Inhalt für mich war. Besonders zu Beginn hatte ich allerdings noch einige Schwierigkeiten mit den Namen und den vielen Charakteren, da es alleine fünf Protagonistinnen gibt - gefolgt von einer ganzen Reihe Nebencharakteren, die für die Handlung ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen. Auch die Beziehungen unter ihnen waren zum Teil erst einmal kompliziert und schlecht zu merken, aber spätestens in der Mitte der Geschichte kam ich damit gut klar. Außerdem macht genau diese Vielfalt an Charakteren auch den Charme des Buches aus. Alles ist unfassbar gut durchdacht und miteinander verwoben, was ich genial finde. Dafür bewundere ich Sara Shepherd in ihren Thrillern immer sehr, denn wie sie Geschichten erschafft ist einzigartig. Genauso konnten mich die Ereignisse der Handlung begeistern. Auch hier gab es viele Handlungsstränge parallel, daher werden die Kapitel auch so erzählt, dass immer eine der Protagonistinnen im Mittelpunkt steht und die anderen nur nebenbei erscheinen. Diese Art zu schreiben finde ich wirklich gelungen und auch hier kann ich die Autorin nur loben für ihr Talent zu erzählen. Über die Handlung an sich kann und möchte ich an dieser Stelle gar nicht viel sagen, um nichts vorweg zu nehmen. Stattdessen kann ich euch nur ans Herz legen, euch selbst von der Genialität und Spannung zu überzeugen und den Auftakt der Reihe zu lesen. Mir persönlich hat sie deutlich besser als "Lying Game" und mindestens so gut wie "Pretty Little Liars" gefallen und ich kann das Buch allen Fans von diesen beiden Reihen nur empfehlen!



5 von 5 



Dienstag, 12. April 2016

REZENSION - Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks



Titel: Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
Autor: Cynthia Hand
Verlag: Harper Collins (September 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich.
Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen.

Das Cover finde ich einerseits sehr schön gestaltet, da mir die Farbauswahl gut gefällt und ich auch die besondere Schreibweise des Titels gefällt, welche passend zur Protagonistin Lexie mit mathematischen Zeichen und Zahlen geschrieben ist. Das Motiv mit dem Mädchen und der Pusteblume gefällt mir zwar prinzipiell auch, allerdings hätte ich es ohne das Gesicht schöner gefunden, da ich es gerade bei diesem Buch besser gefunden hätte wenn man sich die Protagonistin selbst vorstellen könnte. Ich habe mir das Buch vor einer ganzen Weile aufgrund des interessanten Klappentextes gekauft, welcher für mich nach einem tiefgründigen und besonderem Thema klang und ich auch die Leseprobe besonders aufgrund des Schreibstiles sehr schön fand. Das Buch ist abwechselnd als normale Erzählung und als Tagebucheintrag aufgebaut, da Lexie für ihren Therapeuten Tagebuch schreiben soll. Das fand ich sehr schön, da ich so viel von ihren Gefühlen mitbekommen konnte. Lexie war für mich eine wundervolle Protagonistin, welche den selbstbestimmten Tod ihres jüngeren Bruders, Tyler, verarbeiten muss. Ihre Gefühlslagen und Gedanken sind wunderbar geschildert und authentisch dargestellt und ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Wie sie war ich hin und hergerissen zwischen der Wut auf Tyler, der sie und die, die ihn liebten allein gelassen hat und den Schuldgefühlen. Die Handlung war sehr gut ausgearbeitet und ging oftmals auch mehr in die Tiefe als ich erwartet hatte. Genauso wie die Charaktere wirkte sie absolut authentisch, was vermutlich auch daran liegt, dass sich der Bruder der Autorin ebenfalls das Leben genommen hat, wie sie im Nachwort schreibt. Die einzigen Stellen, die mir eher nicht so gut gefallen haben waren die, in denen Lexie mit ihrem Therapeuten Dave zusammen ist, weil mir ihre Beziehung einfach seltsam vorkam und nicht distanziert genug. Alle anderen Beziehungen allerdings sind Cynthia Hand meiner Meinung nach aber perfekt gelungen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und es konnte mich wirklich fesseln. Bis zum Ende hin blieb eine gewisse Spannung und Neugier meinerseits bestehen, die letztendlich auch befriedigt wurde. Das Ende fand ich wirklich schön, denn es wird nicht alles aufgeklärt, was bei einem solchen Vorfall auch nicht möglich ist und dennoch konnte ich gut mit der Geschichte abschließen. Das Ende rundete alles wundervoll ab und ich konnte das Buch zufrieden zuklappen. Daher möchte ich es hier auch allen empfehlen, die ein wenig tiefgründigere Bücher mit ernsteren Themen mögen. Insgesamt fand ich das Buch wirklich toll und viel besser als erwartet. 

Die New York Times-Bestsellerautorin Cynthia Hand unterrichtete mehrere Jahre lang Kreatives Schreiben an der Pepperdine University nahe Los Angeles, bevor sie sich hauptsächlich dem Schreiben widmete. Vor kurzem ist sie mit ihrer Familie zurück in ihre Heimatstadt in Idaho gezogen, wo sie die klare Luft genießt und an neuen Romanen schreibt. (Quelle)




5 von 5

Montag, 11. April 2016

REZENSION - Ziemlich gute Gründe am leben zu bleiben



Titel: Ziemlich gute Gründe am leben zu bleiben
Autor: Matt Haig
Verlag: dtv
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. € (D)
Alter: ab 16 Jahren
Reihe: ---

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Ein Buch, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn mit gerade mal 24 Jahren wird Matt Haig von einer lebensbedrohlichen Krankheit überfallen, von der er bis dahin kaum etwas wusste: einer schweren Depression. Es geschieht auf eine physisch dramatische Art und Weise, die ihn buchstäblich an den Rand des Abgrunds bringt. Dieses Buch beschreibt, wie er allmählich die zerstörerische Krankheit besiegt und langsam ins Leben zurückfindet.

Meine insgesamte Meinung zu dem Buch ist sehr Zwiegestalten, ich weiß bin jetzt noch nicht so richtig, was ich davon halten soll. Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, besonders die Schlichtheit mag ich gerne und mit der Schrift in Regenbogenfarben strahlt es nicht nur eine gewisse Schwere sondern auch Hoffnung aus. Ich fand, der Klappentext des Buches klang wirklich besonders und auch nach einer guten Erzählung zu einem wichtigen Thema in unserer Gesellschaft, deshalb wollte ich es auch unbedingt lesen. Als ich dann anfing zu lesen war ich zunächst absolut fasziniert und begeistert wie es dem Autor gelungen ist, die schwierigen und nicht fassbaren Gedanken und Gefühle eines depressiven Menschen in Worte zu fassen. Plötzlich wurden diese Gefühle anschaulicher. Das Buch ist in fünf Abschnitte gegliedert: Fallen, Landen, Aufstehen, Leben und Sein. Den ersten Abschnitt fand ich toll, er hat mich gefesselt und mich neugierig gemacht auf mehr. Die Beschreibungen waren authentisch und aussagekräftig. Der Schreibstil sehr schön, aber in meinen Augen doch um einiges anspruchsvoller als in den meisten anderen Büchern, weshalb das Buch definitiv keine leichte Kost für mich darstellte. Den zweiten Abschnitt mochte ich auch noch zum Großteil, zwar fand ich ihn nicht ganz so toll wie den ersten, aber die Seiten flogen immer noch nur so dahin. Dies änderte sich dann im dritten Abschnitt schlagartig. Von diesem Moment an musste ich mich beinahe durch das Buch hindurch kämpfen, ich hatte keine Lust weiterzulesen und zum Teil kam das Gefühl auf, einen nicht besonders guten Ratgeber zum Thema Depressionen in der Hand zu halten. Das fand ich unglaublich schade, denn was mich zu Beginn begeistern konnte schlug nun ins Gegenteil um. Alles war sehr langatmig und wirkte in die Länge gezogen, was nicht an der Handlung bzw. der Geschichte an sich lag - diese möchte und kann ich nicht bewerten, da sie auf einer wahren Begebenheit beruht und wahre Geschichten kann man nun einmal nicht beurteilen - sondern auch am Schreibstil und der Art der Beschreibungen, welche mir irgendwann zu auseinandergenommen vorkamen. Zu meiner Erleichterung wurde es im Laufe der nächsten beiden Abschnitte dann wieder deutlich besser. Es gab einige Bausteine im Buch, die ich sehr schön fand wie zum Beispiel eine Passage im Text, in dem Gründe zu Leben von verschiedenen Menschen standen. Solche Elemente fand ich richtig toll und besonders die Liste mit den Dingen, die Matt Haig inzwischen Freude bereitet haben hat es mir angetan. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen und ich kann mir auch vorstellen, dass es den einen oder anderen zum Nachdenken über das eigene Leben verleiten wird, aber dennoch hatte ich mir ein wenig mehr davon erhofft. Somit kann ich leider nicht sagen, dass das Buch meine Erwartungen erfüllt hat, aber es war eine gute Erfahrung die Geschichte zu lesen. Empfehlen kann ich es denjenigen, die gerne mal etwas schwerere Kost lesen und sich für das Thema Depression interessieren, wobei mich das Buch definitiv nicht überzeugen konnte (obwohl ich zu denjenigen gehöre). Wer allerdings ein Buch sucht, das sich nicht beiseite legen lässt, wird wohl eher nicht zufrieden gestellt werden, denn an einigen Stellen musste ich mich wirklich durchkämpfen. 



2,5 von 5 


Danke an LovelyBooks und den Verlag für die Bereitstellung dieses Buches! 

Samstag, 9. April 2016

REZENSION - Silber, das dritte Buch der Träume


Titel: Silber - Das dritte Buch der Träume
Autor: Kerstin Gier
Verlag: FJB (Oktober 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 464
Preis: ca. 20€ (D)
Alter: ab 12 Jahren
Reihe: Silber-Trilogie
2. Das zweite Buch der Träume
3. Das dritte Buch der Träume

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Es ist März, in London steht der Frühling vor der Tür – und Liv Silber vor drei Problemen. Erstens: Sie hat Henry angelogen. Zweitens: Die Sache mit den Träumen wird immer gefährlicher. Arthur hat Geheimnisse der Traumwelt ergründet, durch die er unfassbares Unheil anrichten kann. Er muss unbedingt aufgehalten werden. Drittens: Livs Mutter Ann und Graysons Vater Ernest wollen im Juni heiraten. Und das böse Bocker, die Großmutter von Grayson, hat für die Hochzeit ihres Sohnes große Pläne, allerdings ganz andere als die Braut. Liv hat wirklich alle Hände voll zu tun, um die drohenden Katastrophen abzuwenden …

Ehrlich gesagt haben mich die ersten zwei Bände der Trilogie zwar gefesselt und mir wirklich gut gefallen, aber wirklich umgehauen haben sie mich nicht. Das änderte sich allerdings mit diesem Finale. Obwohl ich das Cover dieses Mal wirklich nicht schön finde mochte ich den Inhalt unfassbar gerne. Während am Anfang noch alles beim Alten blieb und ich die Geschichte ähnlich gut wie in Band eins und zwei fand, konnte mich das Buch danach mehr und mehr überzeugen. Obwohl ich zu Beginn kaum noch etwas vom vorherigen Inhalt wusste, fand ich wieder in die Handlung hinein, welche von Seite zu Seite an Fahrt aufnahm. Die Spannung wurde meines Erachtens nach auch immer größer und ich wollte unbedingt wissen, wer Secrecy ist und wie es mit Liv, Henry, Grayson und dem Rest der Charaktere weitergeht. So kam es auch, dass ich das Buch letztendlich an nur zwei Tagen durchgelesen hatte, was sicherlich auch viel mit Kerstin Giers fantastischem Schreibstil zusammenhing, welcher sich richtig schön lesen lässt. Ohne zu einfach zu sein ist er leicht verstehbar und von der Stimmung her immer recht humorvoll. Die Idee, die hinter der Silber-Trilogie steckt hat mir richtig gut gefallen, denn die Welt der Träume ist für mich zumindest ein Thema, das ich so noch selten in einem Roman erlebt hatte. Die Blogeinträge der geheimnisvollen "Secrecy" lockerten das Buch wieder schön auf und es ist ein schöner und auch besonderer Aspekt, welcher mir gut gefallen hat. So blieb es nicht bei der einfachen Erzählung, sondern alles wurde authentischer und auch spannender. Einen weiteren großer Pluspunkt bei mir hat die Gestaltung innerhalb des Buches ausgemacht. Die Kapitelanfänge sind wunderschön gestaltet und vor allem sehr niedlich und trotzdem passend zur Geschichte. So etwas finde ich immer unheimlich toll - wenn die Gestaltung sich nicht nur auf das Äußere eines Buches beschränkt. Hinzu kamen dann natürlich auch noch die zahlreichen Charaktere. Obwohl es gar nicht mal so wenige waren kam ich bei ihnen kein einziges Mal durcheinander, weil jeder von ihnen einen einzigartigen Charakter hatte, den man einfach nicht verwechseln konnte. Zwar konnte mich niemand von ihnen so begeistern, dass er oder sie unter meine liebsten Protagonisten gekommen wäre, aber dennoch hatte jeder von ihnen etwas Sympathisches an sich, mit dem sie sich in mein Herz geschlichen haben. Besonders aufgefallen ist mir in diesem Buch auch Livs kleine Schwester Mia, die ich fast am allermeisten mochte. Schlussendlich kann ich nur sagen, dass mir dieser dritte Teil am besten von allen drei Bänden gefallen hat und ich kann ihn allen Silber-Lesern nur empfehlen. Auch die gesamte Trilogie bekommt eine klare Leseempfehlung von mir und ich fand sie sogar ein wenig besser als die Edelstein-Trilogie rund um Gwendolyn.

Kerstin Gier ist Bestsellerautorin und schreibt überaus erfolgreiche Bücher für Jugendliche und Erwachsene. Ihre Leser lieben die Romane besonders für ihren einmaligen Witz, ihren unvergleichlichen Erzählton und ihre perfekte Mischung aus Humor, Romantik und Spannung. Die Autorin lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen in der Nähe von Köln. (Quelle)




4,5 von 5 




Mittwoch, 6. April 2016

Unicorn-Talk #4 - Wenn kleine Einhörner mit Milchzähnen singend über Trampoline hopsen und dabei ein Sudoku mit Justin Bieber lösen

Hallo. Okay Leute. Jetzt bitte ganz ruhig bleiben. Ich habe gerade festgestellt, dass der letzte Unicorn-Talk schon über ein Jahr her ist. Wer mir sagen kann, wie das passieren konnte - ich bin gespannt. Zum Glück bin ich in dieser Zeit weder an einem vergifteten Einhorn-Trank gestorben oder von einem Nilpferd erschlagen worden und deshalb heißt es jetzt: Willkommen zurück im knallbunten Unicornversum! Tretet ein und macht euch auf eine Ladung Müll gefasst. Bunten, glitzernden Müll, der euch in die Welt der Einhörner entführen soll. Und vielleicht versteckt sich zwischendurch auch mal was Sinnvolles. 


Thema Nummer Eins heute. Love yourself. 
(bei Desinteresse einfach überspringen)
Jetzt denken bestimmt alle direkt an Justin Bieber. Ich zugegebenermaßen auch. Und ich muss wirklich sagen, egal wie blöd ich ihn immer fand - mit diesem Lied konnte er sich sogar bei mir ein bisschen einschmeicheln. Und, liebt ihr euch auch schön selbst? Okay, das klingt ein wenig eingebildet und genau da liegt das Problem. Wer sich selbst toll findet und mag wird ziemlich schnell als eingebildet und arrogant abgestempelt. Gleichzeitig erzählen uns aber alle, dass wir uns selber lieben lernen sollen und so weiter und so fort. Ja, und was ist jetzt das richtige Denken? Ich habe das Gefühl, dass es mittlerweile bei vielen als cool gilt, wenn man in der Schule ein Bild malt wie ein 1A Künstler und sagt "Oh nein, das ist so hässlich. Ich kann nicht malen!" oder wenn Mädchen mit perfekter Figur jammern, wie fett sie sind. Denn die meisten wollen dann nur hören, wie toll sie doch sind. Und was ist mit den Menschen, die sich wirklich nicht hübsch finden und die wirklich unsicher sind in allem was sie tun? Die werden übergangen, weil die offensichtlich Schönen und Begabten alles Lob und Bestätigung einheimsen. 
Ich war mein ganzes Leben lang immer eine von denen, die still daneben saßen und ich fand ziemlich viel blöd was ich gemacht habe. Mit allem war ich unzufrieden und nichts war mir gut genug - egal was ich gemacht habe. 

Jetzt aber mal zu dem, was ich eigentlich mit dem Ganzen sagen will. Ihr dürft euch selbst mögen. Ihr dürft cool finden was ihr macht und wer ihr seid. Ihr dürft in den Spiegel schauen und euch denken, wie gut ihr ausseht. Ihr müsst nicht immer etwas finden, was euch nicht gefällt. Ich habe mich in den letzten Monaten sehr mit diesem Thema auseinandergesetzt und wisst ihr was? Ich bin selbstbewusster als je zuvor geworden. Weil ich nicht die Bestätigung anderer brauche nur um zu hören, wie schön mein Bild ist. Wenn es mir gefällt ist es schön und damit basta. Und wenn es hässlich ist, dann ist das eben so. Es ist meiner Meinung nach nicht schön alles toll zu machen und perfekt zu sein, aber hey - es ist toll ab und zu auch mal scheiße sein zu dürfen, etwas vermasseln zu dürfen. Ihr dürft auch mal blöd sein, auch mal hässlich aussehen und auch mal alles scheiße finden, inklusive euch selbst. Trotzdem seid ihr toll, so wie ihr seid. Und so lange ihr das nur ab und zu vergesst ist doch alles in Ordnung. 
"The only person you should try to be better than the person you were yesterday." Diesen Spruch habe ich in letzter Zeit oft gesehen. Überall geht es darum besser zu werden, immer besser und besser. Ich finde, es reicht schon so toll zu sein wie man ist. Wir müssen nicht immer danach streben besser zu sein als wir schon sind. Wie gesagt, ihr dürft auch mal scheiße sein. 




Und schon hopsen wir über den Regenbogen, direkt zum nächsten Thema. Habe ich schon erzählt, dass ich ein Lied entdeckt habe, das "Unicorns" heißt? Nein? Na dann haltet euch fest, es gibt tatsächlich ein Lied, das wohl nach mir benannt wurde. Oh, jetzt ist mein Geheimnis gelüftet, dass ich ein weltberühmter Popstar bin. Oder vielleicht heißt das Lied auch nur zufällig so - sucht euch die Variante aus, die ihr besser findet (ich empfehle allerdings die erste). 

Ich persönlich finde das Lied echt richtig toll und höre es auch echt oft. Vielleicht gefällt es euch ja auch - schließlich sind wir ja irgendwie alle Einhörner. 


Genau, das wars eigentlich auch schon zu dem Thema.




Wart ihr schon mal in einer Trampolinhalle? Ich bis vor ein paar Tagen auch nicht. Aber dann hat eine bei uns in der Nähe in Stuttgart eröffnet und wer musste da natürlich sofort hin? Richtig, ich. Also startete ich sportlich mit passender Kleidung zusammen mit meiner Schwester Palu und meinem Papa durch. In der Halle angekommen muss man sich erstmal ein paar sexy Trampolin-Stoppersocken kaufen bevor man loshopsen darf. Leider hat mich vorher keiner gewarnt, wie anstrengend Trampolinspringen ist. Also ich wusste, dass es anstrengend ist aber dass es SO anstrengend sein würde - nö, damit hab ich nicht gerechnet und so lag ich nach fünf motivierten Minuten völlig fertig auf dem Trampolin. Trotzdem war es richtig genial und besonders das Bungee-Trampolinspringen ist so Hammer. Und da können sogar die unbegabtesten einen Rückwärtssalto wagen. Wenn ich das sogar geschafft habe, ohne größere Verletzungen schafft ihr das auch.


Unter diesem Link könnt ihr mal nachschauen, ob es auch bei euch in der Nähe (bald) eine Trampolinhalle gibt:

trampolinhallen.de





Kennt ihr eigentlich auch dieses Gefühl, wenn ihr eigentlich richtig viele Ideen habt und euch trotzdem aus irgendeinem geheimnisvollen Grund langweilig ist? Okay, wenn nicht ist das jetzt peinlich. Nicht. Nö, mir ist hier nichts peinlich. Man darf nämlich auch mal Außenseiter sein (siehe Thema Eins). Auf jeden Fall gab es diese Situation bei mir in den letzten Wochen ziemlich oft, was damit geendet hat, dass ich...

1. meditativ auf meinem Schreibstischstuhl meine Runden gedreht habe und mich am Ende fast vor Schwindel übergeben musste, was dann nicht mehr so meditativ war
2. aufgestanden bin, um was Sinnvolles zu tun, gerade so vom Bett bis zu meinem Schreibtischstuhl gekommen bin und mich dann wieder hingesetzt habe und mit Punkt 1 weitergemacht habe
3. mir im Internet angeeignet habe, wie man den Puls misst und mich bemüht habe möglichst ruhig zu sitzen und mir dabei den Puls zu messen und dabei die Luft angehalten habe und dann fast erstickt bin (puh, zu viele unds)
4. mich gefragt habe, warum eigentlich alle anderen immer irgendwas machen während ich nur Punkt 1, 2 oder 3 praktiziert habe

Bitte sagt, dass ihr sowas auch kennt. Falls ja könnt ihr mir ja mal eure Ideen mitteilen, was man in einer solchen Situation ähnlich Sinnvolles tun könnte.




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Oh, mir fällt gerade ein. (Im Ernst, das schreibe ich nicht nur, sondern das ist mir ganz echt gerade eingefallen.) Ich habe tatsächlich auch was Produktives getan in den letzten Tagen. Und ich verwende hier gerade bewusst nicht das Wort sinnvoll, weil wohl der ein oder andere Mitbürger meine Zeit als nicht extrem sinnvoll genutzt empfinden würde. Ich habe nämlich... Trommelwirbel... ein Bücher-Sudoku erstellt! Wer meinen Blog schon etwas sehr viel länger verfolgt hat vielleicht damals, vor langer Zeit als ich noch nicht vom Einhornwahn befallen war, diesen Post hier gelesen, in dem es um ein selbstgebasteltes Bücher-Sudoku ging. Hahaha ich habe gerade festgestellt, dass ich ein extra Label DIY habe. Und dazu genau einen Post geschrieben habe.


Weil viele die Idee zwar gut, aber sehr aufwändig fanden, habe ich mich jetzt um eine einfachere Version gekümmert. Nämlich eine Vorlage, die ihr euch ganz einfach hier herunterladen und ausdrucken könnt. Ihr müsst dann nur noch ein paar Buchcover ausschneiden und schon könnt ihr ein Sudoku mal ein bisschen anders lösen. Ich bin dabei, noch weitere fertig zu machen, aber das erste zum Thema "Thriller" könnt ihr hier finden und ausdrucken:

Thriller-Bücher-Sudoku

Ich würde ich total freuen, wenn ihr mir eine kurze Rückmeldung gibt, wie ihr sowas findet und ob ich in Zukunft mehr "Bücherrätsel" erstellen soll - mir macht das total Spaß und ich finde, es ist eigentlich eine ganz interessante Idee.


Und jetzt noch kurz was zu Vorgeschichte des Büchersudokus:
Mein alter Laptop, der inzwischen fast 6 Jahre alt ist, hat langsam aber sicher seinen Geist aufgegeben, was heißt, dass er zum Neustarten über 4 Stunden gebraucht hat und das Internet zum Laden einer Seite auch noch zehn Minuten gebraucht hat. Somit stand ich vor der kostspieligen Aufgabe, mir einen neuen bloggerfreundlichen Laptop zuzulegen und nachdem mir wieder eingefallen ist, dass ich noch ein längst vergessenes Sparbuch habe und auch noch Geld von meiner Konfirmation vor mittlerweile vier Jahren meine Bücherkaufräusche überlebt hat, habe ich mich dann für ein MacBookPro entschieden und mich somit in die Pleite gestürzt. Das ist aber eigentlich nebensächlich, denn als Windows-User wie ich davor immer einer war, musste ich mich erstmal in die "Office"-Programme von Apple einarbeiten. Mit dem Erstellen einer Tabelle hab ich mich schon ziemlich schwer getan und bis ich mal den Grundriss des Sudoku hatte war bestimmt eine Stunde vergangen. Ich habe also einiges durchgemacht - nur für euch. Nachdem mein Kopf so stark geraucht hat. dass ich nichts mehr sehen konnte - also fast - entstand dann irgendwann doch ein passables Sudoku und das ohne dass mein neuer Laptop in Schweiß und Tränen ertrunken ist.
Danke, jetzt könnt ihr applaudieren. Was man nicht alles für sein Blog-Baby tut...




Kommen wir auch schon zum horrormäßigsten Thema dieses Posts. Der Zahnarztgeschichte. Und, bekommt ihr schon Angst? Ja? Braucht ihr nicht, eigentlich hat die Geschichte überhaupt nichts mit Horror zu tun - das war nur eine der seltenen Übertreibungen in einem Unidorn-Talk. 
Genau, uniDorn. Eine ganz neue Ära meines Rechtschreibtalents hat begonnen. Oder handelt es sich dabei etwa um einen Zwei mit genau einem Dorn? Wer weiß, wer weiß. 


Totzdem muss ich die Geschichte kurz erzählen, um abzuchecken, ob ich das einzigste Wesen auf diesem Planeten bin, das mit sowas zu kämpfen hat. Und zwar beginnt alles schon vor einigen Jahren, als ich mit 14 Jahren immer noch stolze 8 Milchzähne hatte, die sich in meinem Gebiss so wohlfühlten, dass sie sich einfach nicht aus dem Staub machen wollten. Dann, eines schönen Tages (eigentlich hat es geregnet), habe ich also auf eine kleine Minipizza gebissen und es krachte. Ich hatte es tatsächlich geschafft meinen Zahn in dutzende Einzelteile zersplittern zu lassen. Komplizierter wurde die Sache dadurch, dass ich erstens keinen Zahnarzt mehr hatte seit ich bei dem für Kinder rausgeflogen war und zweitens meine Panik vor Zahnärzten mit jeder Minute meines Lebens neue Dimensionen annahm. Beim Zahnarzt angekommen, den meine Mutter schon getestet hatte, fing ich mit einem leicht peinlichen Theater an. Ich hab mich richtig schön reingesteigert, was damit endete dass mir der Arzt empfahl aufgrund der Show die ich dort abgezogen hatte zu einem Therapeuten zu gehen. Ups. Jetzt, heute - 3 Jahre älter, 4 weitere gesplitterte Milchzähne und noch ein paar normal ausgefallene später - saß ich dieses Mal richtig gelassen (Übung macht den Meister) wieder auf dem Zahnarztstuhl und wisst ihr was mir mitgeteilt wurde? Dass ich immer noch zwei Milchzähne habe. Oh ja, ich werde wohl auch noch an meinem fünfzigsten Geburtstag mit Milchzähnen dasitzen. Bitte, bitte, bitte sagt mir, dass es da draußen noch mehr Menschen oder wenigstens Einhörner gibt, die sich auch noch in einem höheren Alter als 12 mit Baby-Zähnchen rumschlagen müssen? 




Und noch eine Frage an euch: Passiert euch das auch manchmal, dass euch die Leute anschauen als kämt ihr von einem anderen Planeten, wenn ihr sagt, dass Lesen euer Hobby ist? Mir passiert das nämlich ziemlich häufig und viele denken dann glaub ich, dass ich in Wahrheit hobbylos bin und nur deshalb sage, dass ich gerne lese. Wobei das hauptsächlich bei Normalsterblichen meines Alters vorkommt, denn Erwachsene finden das meistens unfassbar cool und würdigen mich als Vorbild für die ganze Generation für heute. Das habe ich auch vor einiger Zeit festgestellt als ich nach ein paar Wochen im Krankenhaus mit über 30 Büchern mein Zimmer dort teilte und der Chefarzt mir versicherte, dass er mich aufgrund meines Bücherwahns nie vergessen würde. Na, wenigstens findet mich irgendjemand cool bzw findet das was ich mache cool. Auch wenn es natürlich etwas schöner wäre wenn diese Menschen nicht über 50 wären. 




Jetzt sag ich auch schon - okay eher endlich - tschüss. Ich hoffe, euch hat der Unicorn-Talk (diese blöde Autokorrektur macht aus Unicorn immer uniDorn) nach der ewigen Pause gefallen. Wenn ja würde ich mich sehr über einen Kommentar freuen und wenn nicht auch, weil ihr mir dann sagen könntet was ich verbessern sollte. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag oder eine schöne Nacht wenn ihr diesen Post gerade abends lest. 

Bis bald, meine liebsten Unicorns (und natürlich auch Unidorns). 

Eure lesesüchtige Livi mit dem Horn.