Donnerstag, 25. August 2016

REZENSION - Schizo, Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbst



Titel: Schizo - Trau niemandem. Vor allem nicht dir selbst.
Autor: Nic Sheff
Verlag: Fischer (Juni 2015)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 272
Preis: ca. 9€ (D)
Alter: ab 14 Jahren
Reihe: ---

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Während Miles‘ erstem schizophrenen Anfall verschwindet sein Bruder spurlos. Zwei Jahre später hat die Polizei die Suche längst aufgegeben. Aber Miles ist sich sicher: Sein Bruder wurde entführt, und er muss ihn retten. Und so macht er sich heimlich auf die Suche, begleitet nur von den Stimmen in seinem Kopf … und er findet eine Wahrheit, die alles in Frage stellt, woran er je geglaubt hat.

Als ich das Buch in den anstehenden Neuerscheinungen entdeckte, war für mich sofort klar, dass ich es mir kaufen und es lesen würde. Ich finde Bücher, die sich mit psychischen Krankheiten bei Jugendlichen beschäftigen immer sehr interessant und besonders ein Buch über Schizophrenie hatte ich noch nie gelesen. Das Cover gefällt mir gut, obwohl dieses allein mich vermutlich nicht zum Kauf verleitet hätte. Allerdings passt es wunderbar zur Geschichte und es ist mal was anderes als die Cover, die es inzwischen überall hundertfach zu sehen gibt. Als ich anfing zu lesen hatte ich einige Startschwierigkeiten. Es wurden für mich persönlich zu viele Adjektive verwendet, was etwas übertrieben und unnatürlich wirkte. Trotzdem wollte ich wissen wie die Geschichte weitergeht und nach einiger Zeit ließen auch die endlosen Beschreibungen nach. Die Handlung an sich hat mir gut gefallen und war auch spannend zu lesen. Auch wenn eigentlich gar nicht so unglaublich viel an Ereignissen passiert wurde es nicht langweilig und auch die Charaktere wuchsen mir and Herz, wenn auch nicht ganz so sehr wie erhofft. Der Protagonist Miles war authentisch dargestellt. Weder zu cool noch zu leidend, hier wurde meiner Meinung nach ein gutes Mittelmaß gefunden. Was ich schade fand war, dass ich bereits ganz am Anfang einen Verdacht hatte, wie die Geschichte rund um Miles, seine Krankheit und seinen verschwundenen Bruder ausgehen könnte welcher sich letztendlich auch bestätigt hat. Gut hätte ich auch gefunden wenn man als Leser ein bisschen mehr über die Krankheit Schizophrenie erfahren hätte. Ich fand sie war zwar gut in die Geschichte eingebaut, aber ich hätte mir gewünscht noch ein paar mehr Details zu erfahren. Trotz allem hat es mir wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen und kann es auch weiterempfehlen. Wer hier eine riesige Spannung und Action erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden, aber ich denke, das Buch könnte trotzdem einigen genauso gut gefallen wie mir.

Nic Sheff weiß, wie es sich anfühlt, den Sinn für die Realität zu verlieren. Als Teenager und junger Erwachsener rang er mit Drogenabhängigkeit und psychischen Problemen. Seine autobiographischen Bücher über seine Sucht und Rückfälle waren in den USA ein Riesenerfolg. ›Schizo‹ ist sein erster Roman. Nic Sheff möchte darlegen, was Schizophrenie im Teenageralter bedeutet, in dieser ohnehin schon fragilen Lebensphase. Viele der Situationen im Roman hat er selbst erlebt. Vor allem aber geht es ihm um den Ausweg. Er möchte zeigen, dass das Leben auch mit einer psychischen Erkrankung lebenswert sein kann. (Quelle: Amazon)



4 von 5



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