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Montag, 11. September 2017

Rezension - Glücksspuren im Sand




Titel: Glücksspuren im Sand
Autor: Rachel Bateman
Verlag: Heyne (Juni 2017)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 336
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: ---

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Die unkonventionelle Storm war schon immer das Vorbild ihrer jüngeren Schwester Anna. Als sie bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt, ist Anna am Boden zerstört. Doch dann findet sie eine Liste ihrer Schwester – eine Liste all der Dinge, die man in einem perfekten Sommer unbedingt tun muss. Dinge wie „Im Regen küssen“, „Ins Dive-In-Kino gehen“ (was auch immer das sein mag!) oder auch einfach: „Mutig leben“. Im Andenken an ihre Schwester und um ihre eigene Traurigkeit zu überwinden, macht Anna sich daran, die Aufgaben der Liste zu erfüllen. Ihr stets zur Seite: der Nachbarsjunge Cameron, der irgendwie immer schon da war. Der Storms engster Freund war. Und der vielleicht der Schlüssel zu einem neuen Glück sein könnte. Wenn es da nicht ein schlimmes Geheimnis gäbe.

Ich habe das Buch gekauft ohne irgendetwas darüber gehört oder gelesen zu haben. Schon alleine das Cover ist wunderschön, es versprüht Lebensfreude und macht Lust auf Sommer. Als ich den Klappentext dann gelesen habe wurde meine Neugier auf die Geschichte noch deutlich größer und ich erwartete eine berührende hoffnungsvolle Geschichte mit Tiefgang. Genau das bekam ich auch, was mich sehr gefreut hat. Alles beginnt nach dem Tod von Annas großer Schwester Storm, die bei einem Autounfall ums Leben kam. Die Gefühle der Protagonistin Anna wurden authentisch dargestellt, ich fühlte ihre Trauer und ihre Hilflosigkeit und trotzdem war ich überzeugt, dass sie es schaffen würde den Verlust zu verkraften und zurück ins Leben zu finden. An ihrer Seite tauchte dann bald Cameron auf, Storms bester Freund seit Kindertagen der auch Anna durch ihre Kindheit begleitet hat. Auch er wurde von dem tragischen Tod aus der Bahn geworfen und kann Anna daher am besten von allen verstehen. Auch ihn mochte ich sehr gerne und fand es berührend wie er sich Anna gegenüber verhielt. Als Anna eine Liste mit Dingen findet, die ihre Schwester in diesem Sommer erleben wollte setzt sie sich in den Kopf diese Liste abzuarbeiten und so setzt die haupthandlung ein. Die Bausteine der Geschichte waren zwar allesamt nichts Neues, 'bucket lists' kommen in einigen Büchern zur Sprache. Allerdings ist es der Autorin hier gelungen eine ehrliche und unverblümte Atmosphäre zu schaffen, ich hatte das Gefühl alles mit Anna zu erleben. Ich weiß gar nicht ganz genau an was es lag, aber das Buch hatte so etwas an sich das es mich innerhalb kürzester Zeit durchlesen hat lassen. Die Suche nach dem Weg zurück ins Leben wirkte so... kraftvoll, hoffnungsvoll und gefühlsgeladen, dass ich gar nicht anders konnte als die Handlung zu lieben. Der Schreibstil trug ebenfalls dazu bei, er war flüssig und unaufgeregt, detailliert aber nicht langweilig, schnell und gleichzeitig gefühlvoll. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, besonders diejenigen die Bücher mit einem gewissen Grad an Tragik mögen und sich eine hoffnungsvolle und berührende Geschichte erwarten. 

Rachel Bateman hat sich in den USA bereits einen Namen als Jugendbuchautorin gemacht. Neben dem Schreiben betreibt sie eine Verlagsserviceagentur und unterstützt unabhängige Autoren bei der Publikation ihrer Bücher. Mit ihrer Familie lebt Rachel Bateman auf einer Farm mitten in Montana - wo sie manchmal von den Weiten des Ozeans träumt. (Quelle: Verlagshomepage)



4,5 von 5  





Freitag, 11. November 2016

REZENSION - Alles so leicht




Titel: Alles so leicht
Autor: Meg Haston
Verlag: Thienemann (Juli 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 320
Preis: ca. 20€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: ---

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Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan.


Das Cover gefällt mir wirklich gut, ich mag die Farbwahl sehr gerne und die ganze schlichte Gestaltung an sich trifft einfach perfekt meinen Geschmack. Da ich mich sehr für das Thema "Essstörungen" und "Magersucht" interessiere und auch einen persönlichen Bezug dazu habe wollte ich das Buch schon seit längerer Zeit lesen. Der Klappentext klang für mich mal nach etwas anderem, nicht nach dem typischen Buch zu diesem Thema und gerade das hat mich zusätzlich neugierig gemacht. Anstatt an dem Punkt einzusetzen als Stevie in die Krankheit hineinrutscht beginnt das Buch an einer Stelle an der die 17-jährige Protagonistin schon fest entschlossen ist an ihrer Magersucht zu sterben und das bald, denn bald jährt sich das schreckliche Ereignis, das Stevies Leben für immer veränderte - und diesen Tag möchte sie keinesfalls erleben. Die Kapitel sind mit mit der Nummer des Tages, den die Protagonistin im Therapiezentrum für Essstörungen verbringt, betitelt. Das ganze Buch spielt sich innerhalb von Tagen - nicht Wochen oder Monaten - ab, was ich je nach Situation und Aspekt der Geschichte zum Teil gut, aber auch manchmal nicht so gut fand. Stevie an sich kann ich nach wie vor nicht wirklich beurteilen. Einerseits habe ich sie mit der Zeit doch ins Herz geschlossen, aber zum Teil mochte ich sie auch gar nicht. Ebenfalls Zwiegestalten bin ich bei der Schilderung ihrer Gedanken und Gefühle. Hier war zwar vieles realistisch beschrieben und gut erzählt, aber an manchen Stellen war es mir einfach zu viel des Guten. Es mag sein, dass einige Erkrankte solche Gedanken haben, aber ich kann mir vorstellen, dass einige Leser, die sich noch nicht ganz so viel mit dem Thema Essstörungen beschäftigt haben, dadurch ein nicht ganz "richtiges" Bild von der Krankheit bekommen, da in "Alles so leicht" eben eher ein zum Teil speziellerer Fall behandelt wird. Die Handlung an sich hat mir ganz gut gefallen und es gab auch viele gute Beschreibungen und Erzählungen und auch Passagen, die ich unheimlich gut gelungen fand. Allerdings fielen mir auch viele Aspekte auf, die mich gestört und zum Teil auch geärgert haben, weil Aussenstehende womöglich ein in manchen Punkten nur einen sehr einseitigen Einblick in die angesprochenen Krankheitsbilder bekommen. Besonders Stevies Therapeutin fand ich einfach schrecklich ausgearbeitet. Sie wirkte eher wie ihre Rundum-Betreuerin und überhaupt kein bisschen, wie eine authentische Therapeutin. Darüber habe ich mich wirklich unzählige Male aufgeregt und hätte das Buch in einigen Momenten am liebsten gegen die Wand geschleudert, weil ich so unglaublich genervt von dieser pseudo-perfekten Therapeutin war. Zu sehr ins Detail gehen möchte ich nicht, aber ich kann abschließend sagen, dass ich das Buch zwar nicht schlecht fand, aber auch nicht wirklich gut. Meine Erwartungen wurden bei weitem nicht erfüllt und ich kann das Buch auch nur bedingt weiterempfehlen. Nicht empfehlen würde ich die Geschichte für Betroffene, die noch nicht so stabil sind und auch für Nicht-Betroffene, die sich noch nicht viel mit dem Thema Essstörungen beschäftigt haben. Wer allerdings schon einiges dazu weiß und evtl. auch gelesen hat kann mit diesem teilweise eher besonderen Fall vielleicht noch einmal ein bisschen anders an das Ganze herangehen. Die Therapeutin sollte man meiner Meinung nach aber nicht als realistisch dargestellt betrachten. 


Meg Haston lebt in Jacksonville, Florida. Hier schreibt sie und arbeitet als Beratungslehrerin an einer Privatschule. „Alles so leicht“ ist ihr erster Jugendroman. (Quelle: Verlagsseite)



2,5 von 5




Freitag, 2. September 2016

REZENSION - Amy on the summer road




Titel: Amy on the summer road
Autor: Morgan Matson
Verlag: cbj (April 2012)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 480
Preis: ca. 9€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: ---

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Seit dem Tod ihres Vaters hat sich Amy völlig zurückgezogen. Als ob nicht alles schlimm genug wäre, beschließt ihre Mutter von Kalifornien an die Ostküste zu ziehen, und Amy soll nachkommen … im Auto mit einem wildfremden Jungen! Amy ist verzweifelt. Doch dann steht Roger vor ihr – total süß und irgendwie sympathisch. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und sind sich einig: Amys Mom hat sich für den Trip die langweiligste aller Strecken ausgesucht! Und so begeben sie sich kurzerhand auf eine eigene, wilde Reise kreuz und quer durch die Staaten. Und während Amy noch mit ihrer Vergangenheit kämpft, merkt sie, wie sehr sie diesen Jungen mag ...

Eigentlich hatte ich überhaupt nicht vor das Buch zu lesen, weil der Klappentext für mich überhaupt nicht originell klang, aber nachdem die Geschichte von allen Seiten gelobt wurde, bin ich doch auch neugierig geworden. Trotzdem hatte ich keine hohen Erwartungen. Das Cover passt zwar zum Inhalt des Buches, aber dennoch konnte es mich nicht ganz überzeugen. Es sieht einfach sehr gewöhnlich und unspektakulär aus, auch wenn es eigentlich ganz schön ist. Als ich anfing zu lesen wurde ich schon ziemlich bald überrascht, denn auch wenn ich nicht vollends begeistert war hatte ich Spaß beim lesen und auch die Protagonisten Amy und Roger waren mir sympathischer als ich es erwartet hätte. Schon nach wenigen Seiten war ich total in der Handlung versunken und wollte auf jeden Fall weiterlesen. Dazu kam noch ein toller und flüssiger Schreibstil, der das lesen wirklich angenehm machte. Die Geschichte an sich fand ich wirklich schön und ich war besonders froh darüber, dass alles sehr authentisch und normal wirkte. Es wurde nichts dramatisiert, die Ereignisse geschahen in einem gewöhnlichen Tempo und Morgan matson hat es geschafft ein spannendes Buch zu schreiben welches nicht überladen wirkt. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht genau, was das Buch so toll macht, aber ich kann jetzt alle Leute verstehen, die diese Geschichte lieben. Für mich war es zwar nicht so unfassbar genial, dass ich es zu meinen lieblingsbüchern zählen würde, aber trotzdem bin ich froh, Amy, Roger und ihren roadtrip verfolgt zu haben. Was die Aufmachung das Buches angeht bin ich mir noch nicht ganz sicher wie ich dazu stehen soll. Zwischen dem normalen Text gibt es immer wieder Unterbrechungen mit Seiten aus dem Reise-Notizbuch das Amy zu Beginn der Reise von ihrer Mütter bekommt. Einerseits finde ich es eine wirklich schöne Idee und man erfährt direkt noch ein bisschen was über Amerika, aber andererseits fand ich es manchmal komisch an welchen Stellen plötzlich diese Seiten auftauchten und konnte keinen direkten Zusammenhang zur Geschichte auf den Seiten direkt davor oder danach sehen. Insgesamt wurde ich positiv überrascht von der Roadtrip-Geschichte und kann das Buch wie wohl die meisten anderen auch als Sommerlektüre weiterempfehlen. Zwar hat es mich nicht vollkommen umgehauen, aber ich hatte wirklich Spaß beim lesen und werde definitiv noch weitere Bücher von der Autorin lesen.

Morgan Matson studierte Schreiben für junge Leser an der New School in New York. Road-Trips quer durchs Land sind ihre große Leidenschaft und sie hat schon drei Mal die USA durchreist ... bis jetzt. Zurzeit lebt sie in Los Angeles. (Quelle: Amazon)



4 von 5



Freitag, 22. April 2016

REZENSION - Together Forever




Titel: Together Forever - Total verliebt
Autor: Monica Murphy
Verlag: Heyne
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 270
Preis: ca. 9€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: Together Forever, Band 1

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Ich bin die Freundin von Drew Callahan, College-Football-Legende und Traumtyp. Er ist schön, lieb – und trägt noch mehr Geheimnisse mit sich herum als ich. Er hat mich zu einem Teil seines Lebens gemacht, in dem alles nur Schein ist und jeder mich irgendwie hasst. Und wie es aussieht, will ihn jede haben. Aber er hat nur eins im Kopf: mich. Ich weiß nicht, was ich noch glauben soll. Das Einzige, was ich weiß: Drew braucht mich. Und ich will für ihn da sein. Für immer.

Das Cover finde ich ganz gut gelungen, es ist zwar nichts besonderes, aber insgesamt süß und passend zur Geschichte gestaltet. Es fällt zwischen anderen Büchern des gleichen Genres nicht weiter auf, was ich aber okay finde. Vor allem da sich meiner Meinung nach auch der Inhalt nicht groß von anderen Büchern abhebt. Insgesamt fand ich die grundsätzliche Idee der Handlung ganz gut, aber eben nicht neu. Allzu große Überraschungen habe ich allerdings auch nicht erwartet. Zu Beginn kam ich sehr gut in die Geschichte hinein, der Schreibstil war locker und leicht zu lesen und Spannung kam auch direkt auf. Es wird gleich klar, dass die Protagonisten Drew und Fable eine Last mit sich herumschleppen und ich wollte natürlich unbedingt wissen, wie diese aussieht. Leider zog sich diese Spannung nicht gut durch, denn ich persönlich hatte relativ schnell eine Vermutung, was sich bei Drew hinter seinem Geheimnis verbirgt. Ein wenig mehr Geheimniskrämerei hätte dem Buch an dieser Stelle bestimmt gut getan, denn die Charaktere an sich konnte mich wirklich begeistern. Sie waren mir beide total sympathisch und ich habe sie schnell ins Herz schließen können. Besonders Fables Gedanken und Handlungen waren für mich sehr gut nachvollziehbar und ich habe mich ihr nahe gefühlt. Was ich schade fand war, dass die Geschichte vom Grundsatz her einigen anderen Reihen sehr ähnelt und das Thema schon ein wenig zu häufig behandelt wurde. Dennoch habe ich auch diesen Auftakt der Reihe gerne gelesen und hätte nichts gegen ein paar Seiten mehr einzuwenden gehabt. Dank dem fiesen Cliffhanger am Ende werde ich mir auch Band 2 mit Sicherheit noch zulegen und dann auch ganz bald lesen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Reihe besonders Mädchen, die gerne eine nicht allzu spannende Liebesgeschichte mit tollen Charakteren lesen möchten, gefallen wird und auch Fans der After-Reihe könnten hiermit glücklich werden. Mir hat das Buch im Großen und Ganzen gefallen, aber mehr auch nicht. Daher hoffe ich, dass mich Band zwei noch mehr mitreißen kann.



3 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!


Montag, 8. Juni 2015

Rezension ♥ Shipwrecked



Titel: Shipwrecked
Autor: Siobhan Curham
Verlag: Planet Girl
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 13€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: 
1. Shipwrecked
2. Captured

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Ein Traum geht in Erfüllung: Grace und ihre Freunde von der LA-Dance-Academy werden die Sommerferien auf einem Kreuzfahrtschiff im Südpazifik verbringen, um dort in einer Show aufzutreten. Doch plötzlich zieht während der Überfahrt ein Unwetter auf und lässt das Boot kentern. Die Tanzcrew kann sich mit letzter Kraft auf eine einsame Insel retten. Völlig auf sich allein gestellt kämpfen sie ums nackte Überleben. Dabei spaltet sich die Gruppe jedoch in zwei Lager. Zudem geschehen mysteriöse Ereignisse und ein seltsames Amulett taucht wie eine Warnung aus dem Nichts auf: Die Gestrandeten sind nicht allein! Vor allem Grace fühlt sich verfolgt und ist sicher, dass die Insel ein düsteres Geheimnis birgt ...

Das Cover gefällt mir wirklich unheimlich gut. Es ist ein richtiger Blickfang und hat auch dazu geführt, dass ich das Buch im Laden direkt aus dem Regal ziehen musste. Die Farbgestaltung passt wunderbar zur Atmosphäre der Geschichte, denn sie wirkt sommerlich und dennoch sehr mystisch. Als ich mir den Klappentext durchgelesen hatte, wusste ich zunächst nicht, was ich davon halten soll. Einerseits klang er wirklich spannend, aber andererseits war ich etwas skeptisch. Die Geschichte klang für mich irgendwie nach einem eher oberflächlichen Buch für zwischendurch, was dann auch dazu geführt hat, dass ich mich erst einige Wochen später zum Kauf entschlossen habe. Mit dem Lesen habe ich dann trotzdem direkt begonnen und war überrascht, wie sehr mich die Handlung überzeugen konnte. Schon auf den ersten Seiten wurde Spannung aufgebaut und ich wollte das Buch nicht mehr beiseite legen. Dies blieb dann auch die ganze Zeit über so und ich war wahnsinnig gespannt auf das Ende. An einigen Stellen passierten zwar leider auch ein paar Dinge, die für meinen Geschmack einfach zu übertrieben waren, aber im Großen und Ganzen mochte ich die Geschichte sehr gerne. Mit den Charakteren wurde ich relativ schnell warm und auch wenn sie mir ein wenig zu oberflächlich blieben, fand ich es toll, wie die Autorin es geschafft hat, so viele Personen einprägsam zu erschaffen. Ich wusste unglaublich schnell, wer wer ist und hatte keinerlei Probleme mit Verwechslungen oder ähnlichem. Zum Teil fand ich zwar Reaktionen und Handlungen ziemlich merkwürdig und nicht nachvollziehbar, aber das könnte man auch der an sich mehr als ungewöhnlichen Situation zuschreiben, in der sich die Jugendlichen befinden. Sie sind gestrandend - auf einer Insel, auf der unerklärliche Dinge passieren. Da wären zum Beispiel rätselhafte Stimmen, verwüstete Lager und verschwundene Habseligkeiten, aber das ist längst nicht alles, denn Jenna, Todd, Belle und die anderen sind nicht allein... Diese Idee an sich hat mir richtig gut gefallen und auch ihre Umsetzung ist ziemlich gut gelungen. Zwar war das Buch, wie erwartet, eher etwas für Zwischendurch, aber es konnte mich trotzdem total fesseln und ich war positiv überrascht. Nachdem das Ende mich mit tausenden unbeantworteten Fragen zurückgelassen hat, werde ich sicher auch den zweiten Band der Reihe ganz bald lesen. Insgesamt kann ich euch das Buch wirklich empfehlen, wenn ihr nichts gegen mystische und etwas von der Realität abweichende Ereignisse habt und etwas Spannendes für Zwischendurch sucht!

Siobhan Curham ist eine mehrfach ausgezeichnete englische Autorin. Für Dear Dylan erhielt sie 2010 beispielsweise den „Young Minds Book Award“. Neben ihrer Autorentätigkeit leitet sie außerdem Schreibworkshops und ist sehr aktiv in ihrem Online-Forum für junge Autoren. (Quelle)



4 von 5

Sonntag, 24. Mai 2015

Rezension ♥ Gated (2) - Sie sind überall



Titel: Gated - Sie sind überall
Autor: Amy Christine Parker
Verlag: dtv (Mai 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 336
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: Gated (2 von 2?)
1. Die letzten 12 Tage

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Die Gemeinschaft von Mandrodage Meadows ist offiziell aufgelöst, die ehemaligen Mitglieder leben in Freiheit, und Pioneer, ihr brandgefährlicher Führer, wartet hinter Gittern auf seinen Prozess. Lyla glaubt, das Böse sei besiegt – doch während sie versucht, sich in Codys Familie einzuleben und einen normalen Teenageralltag zu führen, lenkt Pioneer aus dem Gefängnis heraus unbemerkt weiter die Geschicke der Gemeinschaft. Er und seine Jünger haben nur ein Ziel: Sie wollen Lyla wieder zu einer der ihren machen; koste es, was es wolle ...

Das Cover des Buches gefällt mir wieder unglaublich gut, sogar beinahe noch besser als das des ersten Bandes. Die Farbwahl finde ich wirklich gelungen und auch im Regal passen die "Gated"-Bücher perfekt zusammen. Nachdem ich den ersten Teil vor sehr kurzer Zeit gelesen hatte und ihn seitdem zu meinen Lieblingsbüchern zähle, habe ich mich natürlich wie verrückt auf diese Fortsetzung gefreut und als das Buch dann schließlich bei mir eintraf habe ich es noch am selben Tag in einem Rutsch durchgelesen. Die Handlung setzt einige Zeit nach dem Ende von Band 1 ein, es wird jedoch kurz geschildert was in der Zwischenzeit passiert ist. Ich hatte also keinerlei Probleme mit dem Verständnis und konnte direkt wieder in Lylas Geschichte einsteigen. Nachdem Pioneer fürs erste besiegt zu sein schien, wendet sich das Blatt erst einmal. Die Gemeinde setzt alles daran, Lyla wieder zu sich zu holen und schreckt vor nichts zurück. Sie scheinen immer noch einen großen Hass auf alle Außenstehenden zu haben und halten an Pioneers Glauben fest. Und obwohl Lyla inzwischen bei Cody und seiner Familie lebt weiß auch sie nicht genau, was nun Wahrheit und was Lüge ist und ob ihr nicht nur die Gemeinde sondern vielleicht auch Cody etwas verheimlicht. Schon von der ersten Seite an habe ich die Handlung und alles Drumherum geliebt. Sie war unfassbar spannend und obwohl es zum Teil klitzekleine Dinge gab, die sich zu wiederholen schienen, wurde es an keiner einzigen Stelle langweilig. Und auch die grundsätzliche Idee fand ich wieder toll, denn trotz oder gerade wegen der Sekten-Thematik wirkte alles ein wenig dystopisch, was mir persönlich richtig gut gefallen hat. Ich denke, dies macht das Buch auch für Leser interessant, die normalerweise eher im Dystopie- bzw. Fantasy-Genre unterwegs sind. Lyla war mir als Protagonistin auf Anhieb wieder sympathisch und es war schon fast ein bisschen unheimlich, wie gut ich Ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehen konnte. Oft habe ich richtig mit ihr mitgelitten, weil sie einfach nicht mehr weiß, was sie nun glauben kann und was nicht. Cody mochte ich ebenfalls, wobei auch Will immer wieder Mondnte hatte, in denen ich ihn total gern hatte. All das wurde dann noch durch einen fantastischen rasanten Schreibstil abgerundet und ich habe das Buch mehr als zufrieden zuschlagen können. Meiner Meinung nach steht "Gated - Sie sind überall" seinem Vorgänger in fast nichts nach und ich kann euch die beiden Bücher mehr als empfehlen - sowohl Fantasy-Lesern als auch allen anderen!

Amy Christine Parker machte in Lakeland, Florida, ihren Abschluss als Grundschullehrerin und versuchte sich dann in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie erkannte, was sie wirklich will: Bücher schreiben. Heute arbeitet sie als hauptberufl iche Autorin und wohnt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und einer unbeschreiblich fetten Katze in der Nähe von Tampa, Florida. (Quelle)



5 von 5


Vielen herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Samstag, 18. April 2015

Rezension ♥ Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand



Titel: Dangerous Visions - Es liegt in deiner Hand
Autor: Aprilynne Pike
Verlag: cbj (März 2015)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 384
Preis: ca. 17€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: ---

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Viele träumen davon, für die 16-jährige Charlotte ist es ein Fluch: in die Zukunft blicken. Denn Charlotte ist ein Orakel und wird von Visionen heimgesucht – und sie muss dagegen ankämpfen, um jeden Preis. Nichts ist schlimmer als die Zukunft zu ändern, das hat Charlotte im Alter von sechs Jahren am eigenen Leib erfahren. Damals hat sie einen Unfall verursacht, bei dem ihr Vater starb. Doch als Charlotte es einmal nicht schafft, eine sehr mächtige Vision zu bekämpfen, sieht sie etwas, das ihr schier den Atem nimmt: Eine Mitschülerin liegt auf dem Footballfeld der Schule – ermordet. Am nächsten Morgen sind diese Bilder auf jedem Fernsehsender zu sehen, und nach einer weiteren Mordvision beschließt Charlotte zu handeln: Sie will in die Vision zurückkehren und den Mord verhindern. Etwas, das sie niemals tun dürfte …

Vom Äußerlichen her finde ich das Buch ganz schön gestaltet. Es wirkt eher düster und gleichzeitig mystisch und magisch, was mehr als perfekt zur Stimmung der Geschichte passt. Auch das Cover an sich gefällt mir gut, aber leider passt es in einem Detail nicht so ganz zum Inhalt. Das finde ich zwar etwas schade, ist aber natürlich kein Weltuntergang. Bevor ich das Buch gelesen habe, hatte ich trotz dem wirklich mehr als interessanten Klappentext eher durchschnittliche Erwartungen an die Geschichte. Diese wurden zu meiner großen Freude nicht nur erfüllt, sondern auf jeden Fall weit übertroffen. Die Handlung war von Beginn an spannend, aber gleichzeitig werden genug Informationen über das ganze Setting und die Situation drumherum eingebaut. So brauchte es nicht lange bis ich komplett in die Geschichte abtauchen konnte. Im weiteren Verlauf ließ die Spannung eigentlich nie nach, sondern nahm bis ganz zum Ende hin kontinuierlich zu. Ich konnte das Buch wirklich nicht mehr unterbrechen und habe es deshalb letztendlich in einem Rutsch durchgelesen. Die Idee, die hinter der Geschichte steckt, mochte ich sehr gerne. Zwar ist sie meiner Meinung nach nicht wahnsinnig spektakulär, aber sie beinhaltet doch das ein oder andere Neue. Insgesamt hat sie mich also mehr als positiv überrascht. Dazu kam noch die meist sympathische Protagonistin Charlotte, die mir im Laufe der Zeit immer mehr ans Herz gewachsen ist. Ich konnte viele ihrer Gedanken und Entscheidungen nachvollziehen und auch ansonsten haben mich an ihr immer nur Kleinigkeiten gestört. Allerdings hätte ich mir manchmal gewünscht, ihre Gefühlswelt etwas näher beschrieben zu bekommen. Die anderen Charaktere spielten eigentlich keine besonders große Rolle, sie blieben recht oberflächlich und ich kann nicht wirklich sagen, was ich von ihnen hielt. In seiner Gesamtheit konnte mich das Buch richtig gut unterhalten und die Mischung aus Thriller-Stimmung und Fantasy-Elementen ist hier perfekt gelungen. Und auch Aprilynne Pikes Schreibstil war, wie man es schon von ihr kennt, gut und flüssig zu lesen und vor allen Dingen spannend. Daher kann ich abschließend sagen, dass ich „Dangerous Visions“ wirklich toll fand und nur wenige Kritikpunkte gefunden haben. Empfehlen kann ich es jedem, der sowohl Thriller als auch Fantasy liest.

Aprilynne Pike denkt sich Elfen-Geschichten aus, seit sie ein Kind ist. Sie studierte kreatives Schreiben und schloss sich später derselben Schriftstellergruppe an, zu der auch Stephenie Meyer gehört. »Elfenkuss«, der erste Band ihrer Elfen-Fantasy, machte sie über Nacht zur gefeierten Bestsellerautorin. Pike lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Utah. (Quelle)



4,5 von 5  


Vielen herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Montag, 9. Juni 2014

Rezension ♥ The One




Titel: The One
Autor: Kiera Cass
Verlag: Harper Teen (Mai 2014)
Einband: Gebundene Ausgabe
Seitenanzahl: 336
Preis: ca. 12€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: Selection Series
1. The Selection
2. The Elite
3. The One

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The Selection changed America Singer's life in ways she never could have imagined. Since she entered the competition to become the next princess of Illéa, America has struggled with her feelings for her first love, Aspen—and her growing attraction to Prince Maxon. Now she's made her choice . . . and she's prepared to fight for the future she wants.

Das Cover finde ich einfach nur... traumhaft. Es ist mit Sicherheit eines der allerschönsten Cover, die ich jemals gesehen habe und am liebsten würde ich gar nicht mehr wegschauen. Das weiße Kleid ist wunderschön und die Gestaltung passt toll zum Inhalt. Das Buch war ebenfalls einfach nur genial. Ich war sofort wieder richtig gefesselt von der Geschichte um America, Maxon, Aspen und der Auswahl der zukünftigen Prinzessin von Illéa. Es blieb die ganze Zeit über spannend und die Seiten flogen nur so dahin. Nachdem mir America im ersten Band sympathisch und im zweiten eher unsympathisch war, war ich sehr gespannt, wie es im Abschluss der Trilogie mit ihr werden würde. Zum Glück wurde ich positiv überrascht, sie war wieder wie am Anfang und ihr Nervfaktor ließ deutlich nach. Aspen fand ich nach wie vor einfach nur blöd, aber da ich mit nichts anderem gerechnet hatte, war mir das relativ egal. Maxon wurde dafür immer toller und toller, er war noch viel unglaublicher als in den vorherigen Bänden und ich war durchgängig begeistert von ihm und seinem Charakter. Die Handlung fand ich in diesem dritten Teil noch viel besser als zuvor, es kam deutlich mehr Spannung auf und ich war wirklich total überwältigt. Die Seiten flogen nur so dahin, ich merkte kaum noch, dass das Geschriebene auf englisch war und war völlig an dieses Buch gefesselt. Daher kann ich die Trilogie wirklich jedem empfehlen, das Englisch ist meiner Meinung nach auch nicht allzu schwer zu verstehen und dieses Buch zählt von nun an auf jeden Fall zu meinen Lieblingsbüchern. 

Kiera Cass wurde in South Carolina geboren, studierte Geschichte an der Radford University und lebt heute mit ihrer Familie in Virginia. 2009 veröffentlichte sie ihren ersten Jugendroman. Ihre Freizeit verbringt sie mit Lesen, Tanzen, Videodrehen und großen Mengen Kuchen. (Quelle)



5 von 5



Mittwoch, 14. Mai 2014

Rezension: Auge um Auge




Titel: Auge um Auge
Autor: Jenny Han und Siobhan Vivian
Verlag: Hanser (Februar 2014)
Einband: Broschierte Ausgabe
Seitenanzahl: 304
Preis: ca. 15€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: 1. Band einer Trilogie

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Große Mädchen weinen nicht, sie nehmen ihr Schicksal in die Hand. Das ist das Credo von Mary, Kat und Lillia. Als sie in der Schule aufeinandertreffen, sind sie sich einig: Sie wollen es ihren falschen Freunden heimzahlen. Mary ist bereit, sich gegen Reeve aufzulehnen, der sie wegen ihres Übergewichts gemobbt hat. Kat will mit der verlogenen Rennie abrechnen. Und Lillia will Alex zur Rechenschaft ziehen, der eine Partynacht mit ihrer kleinen Schwester verbracht hat. Doch wie weit können die drei bei ihrem Rachefeldzug gehen?

Das Cover finde ich insgesamt total schön und ansprechend gestaltet. Es gibt die Atmosphäre des Buches gut wieder und war letztendlich auch einer der Gründe, warum das Buch bei mir einziehen durfte. Eigentlich hat mich der Klappentext gar nicht so sehr angesprochen, aber da ich doch schon die ein oder andere positive Rezension dazu gelesen habe, habe ich das Buch dann doch spontan gekauft. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Sichten der drei Mädchen erzählt - Kat, Mary und Lillia. Zu Beginn der Handlung fand ich dies zwar etwas verwirrend, weil ich die Mädchen noch nicht wirklich auseinander halten konnte. Das lag auch daran, dass sich deren Umfeld zum Teil auch überschneidet und somit manche Personen in beiden Sichtweisen auftauchen. Darum störte mich das am Ende auch nicht mehr, denn nach und nach werden die Geschichten aller drei Mädchen immer mehr verknüpft. Kat war mir eigentlich recht sympathisch und Mary mochte ich sogar wirklich total gerne. Nur mit Lillia wurde ich nicht ganz warm, sie war einfach nicht so mein Fall, aber dennoch nicht unsympathisch. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Racheakte, die Mary, Kat und Lillia zusammen planen und schließlich auch durchführen. Sie alle wurden von jemandem verletzt, enttäuscht, hintergangen usw. und wollen sich nun an demjenigen rächen. Besonders gut fand ich, dass man zu Beginn der Geschichte noch ziemlich im Dunkeln tappt, wie viel Reeve Mary angetan hat wird erst nach und nach aufgedeckt. So bleibt das Buch fast durchgängig spannend was aber ebenfalls daran lag, dass ich immer wissen wollte, wie sie ihre Pläne letztendlich auch in die Tat umsetzen. Mein einziger Kritikpunkt ist eigentlich der, dass am Anfang alles noch sehr verwirrend war und einige Passagen auch eher langweilig waren und kaum etwas passiert ist. Dennoch kann ich das Buch allen Mädchen sehr empfehlen und denke, dass es einigen von euch sicher genauso gut gefallen wird wie mir. 

Jenny Han, 1980 in Virginia, USA, geboren, besuchte die Universität Chapel Hill in North Carolina. Sie lernte professionell Kinderbücher zu schreiben und machte ihren Master of Fine Arts an der New School Universität in New York City. Mit ihrer Sommer-Trilogie um Belly, Conrad und Jeremiah gelang ihr der Durchbruch als Schriftstellerin. Die drei Bände standen wochenlang auf der New York Times-Bestsellerliste und verkauften sich über 500.000 mal. Bei Hanser erschien der erste Band, Der Sommer, als ich schön wurde, 2010, 2011 folgte die Fortsetzung Ohne dich kein Sommer, und 2012 der dritte Band Der Sommer, der nur uns gehörte. Mittlerweile wurde die Trilogie in 15 Sprachen übersetzt. Hans Debüt Zitronensüß erschien 2011 in der Reihe Hanser bei dtv. 2014 folgt der erste Band der neuen Jugendbuch-Trilogie um Lillia, Kat und Mary, Auge um Auge, den Jenny Han zusammen mit Siobhan Vivian verfasst hat. Die Bestsellerautorin Han lebt in Brooklyn, New York. (Quelle)
Siobhan Vivian, 1979 in New York City geboren, wuchs in New Jersey auf. Sie studierte an der Hochschule für Kunst und beendete das Studium mit einem Abschluss in Schreiben für Film und Fernsehen. An der New School University in New York schloss sie anschließend ein Creative Writing-Studium für Kinder-und Jugendliteratur ab. Sie ist Autorin mehrerer Jugendbücher, arbeitet als Redakteurin für die New York Times und als Drehbuchautorin für The Disney Channel. Außerdem lehrt sie Schreiben von Jugendliteratur an der Universität Pittsburgh. Auge um Auge, das sie zusammen mit der Bestseller-Autorin Jenny Han verfasst hat, ist ihr erstes Buch bei Hanser. (Quelle)



4,5 von 5


Samstag, 22. März 2014

Rezension: Heute will ich leben




Titel: Heute will ich leben
Autor: Nora Price
Verlag: cbt (Februar 2014)
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 352
Preis: ca. 9€ (D)
Alter: ab 13 Jahren
Reihe: ---

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Ohne Vorwarnung wird die 16-jährige Zoe von ihrer Mutter in eine Einrichtung namens »Twin Birch« verfrachtet. Was soll sie hier zwischen all den dürren, kranken Mädchen? Ihr einziger Halt sind die Briefe, die sie an ihre beste Freundin Elise schreibt. Doch Elise antwortet nicht. Nie. Nur langsam erkennt Zoe, dass der Grund für ihren Aufenthalt in »Twin Birch« in ihrer Vergangenheit liegt, bei Elise. Erst als sie die tragische Wahrheit akzeptiert, gelingt es ihr loszulassen und sich ihren eigenen Problemen zu stellen.

Das Cover gefällt mir leider überhaupt nicht, obwohl ich keinen konkreten Grund dafür benennen kann. Wenn ich daran vorbeilaufen würde, würde ich das Buch sicher nicht aus dem Regal nehmen, um den Klappentext zu lesen, was unfassbar schade ist, denn dahinter verbirgt sich wirklich ein toller Inhalt. Zunächst war ich noch etwas skeptisch, ob mich das Buch begeistern könnte. Diese Gedanken waren aber wie weggefegt, als ich erst einmal zu lesen begann. Zoe war mir sofort sympathisch und ich fand es toll, wie die Autorin es geschafft hat, das Bild, das sie von sich selbst hat, rüberzubringen. Besonders gefallen hat mir an dem Buch auch, dass nichts vorhersehbar war und ich keinerlei Vermutung hatte, wie sich alles aufklären könnte. Trotz dem ernsten Thema "Essstörungen" war durchgängig eine große Spannung vorhanden und ich wollte immer weiterlesen, um zu erfahren, was wirklich mit Zoe los ist und vor allem, was ihre beste Freundin Elise mit der ganzen Sache zu tun hat. Die Geschichte an sich wird von Zoe selbst erzählt, das heißt, eigentlich liest man als Leser das, was sie in ihr Tagebuch schreibt. Allerdings besteht auch ein großer Teil des Buches aus den Briefen, die sie an Elise schreibt. Das hat mir richtig gut gefallen, weil ich so Stück für Stück mehr über ihre gemeinsame Vergangenheit erfahren habe und auch Zoe besser kennenlernte. Meiner Meinung nach beschäftigt sich das Buch auf eine ganz andere Weise mit dem Thema "Essstörungen", als es in den meisten anderen Büchern der Fall ist und gerade deswegen hat es mir so gut gefallen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich ein bisschen für dieses Thema interessiert und mal Lust auf eine andere Art der Auseinandersetzung damit hat. 

Nora Price ist das Pseudonym einer 23-jährigen New Yorker Autorin und Journalistin. "Heute will ich leben" ist ihr erster Roman. (Quelle)



5/5